Sacred 3: Ex-Entwickler entschuldigt sich auf Steam für enttäuschte Erwartungen
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Sacred 3: Ex-Entwickler entschuldigt sich auf Steam für enttäuschte Erwartungen
Sacred 3 wurde in der internationalen Spielepresse nicht gerade begeistert besprochen - auch unser Fazit lautete "Keine Beute, keine offene Welt, kein Spaß: Alles, was Sacred ausgemacht hat, ist weg und wurde von banaler, nur in kleinen Dosen unterhaltender Koop-Action ersetzt." Einer der Entwickler hat jetzt auf Steam Verständnis für die negative Resonanz gezeigt: Junior Designer Sascha Wagentr...
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- Sir Richfield
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Re: Sacred 3: Ex-Entwickler entschuldigt sich auf Steam für
Wie jetzt? Bei einer Auftragsarbeit hat man nicht wirklich Mitspracherechte?
Schade, dass man das "Der Masse" immer wieder erklären muss. Und dass das jedesmal untergeht.
Was ich sagen will (um den Punkt, dass niemand versteht, zu verdeutlichen): An Keen Games liegt es nicht, dass Sacred 3 so heißt.
Dass das wohl als Spiel auch eher flach fällt, das würde eher in deren Verantwortung fallen - fraglich ob mehr Ressourcen, Zeit oder "Freiheiten" da irgendwie geholfen hätten.
Schade, dass man das "Der Masse" immer wieder erklären muss. Und dass das jedesmal untergeht.
Was ich sagen will (um den Punkt, dass niemand versteht, zu verdeutlichen): An Keen Games liegt es nicht, dass Sacred 3 so heißt.
Dass das wohl als Spiel auch eher flach fällt, das würde eher in deren Verantwortung fallen - fraglich ob mehr Ressourcen, Zeit oder "Freiheiten" da irgendwie geholfen hätten.
- Usul
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Re: Sacred 3: Ex-Entwickler entschuldigt sich auf Steam für
Der für mich wichtigste Punkt ist: Kein Entwickler sollte sich für seine Arbeit entschuldigen müssen.
Wir reden hier immer noch gottverdammten Spielen - die niemandem aufgezwungen werden. Die Leute sollen einfach ein bißchen mehr Abstand zu ihrem Hobby entwickeln und sich nicht über jeden Scheiß aufregen. Dann würde sich auch kein Entwickler berufen fühlen, so eine wehleidigen Steam-Thread ins Leben zu rufen wie in diesem Fall. Ich habe mir den Thread angeschaut... und weiß doch ganz genau, daß der Junge lieber sagen würde "Ihr könnt mich alle mal, ihr Klugscheißer! Kotzt euch bei Deep Silver aus, die haben alles verbrochen und sind für alle Fehler verantwortlich! Laßt mich in Ruhe mit eurem Geheule. Ach, bevor ich es vergesse: Ich arbeite an einem neuen Spiel - das wird bestimmt super."
Nur das Problem ist: So gut wie kein Entwickler fühlt sich verantwortlich für irgendwas, was schiefgeht. Es sind immer die anderen schuld... meistens der Publisher.
Aber wie gesagt: Ganz gleich, wer "schuld" ist... entschuldigen würde ich mich bei den Spielern niemals. Bevor die üblichen Kommentare kommen: Natürlich weiß ich, daß Spiele für Spieler gemacht werden und die die ganzen Entwickler finanzieren, indem sie ihre Titel kaufen. Aber wenn Spieler so dumm sind, daß sie Spiele unbesehen oder mir völlig falschen Erwartungen kaufen, ohne sich vorher zu informieren, sind sie einfach selbst schuld an der Misere.
Wir reden hier immer noch gottverdammten Spielen - die niemandem aufgezwungen werden. Die Leute sollen einfach ein bißchen mehr Abstand zu ihrem Hobby entwickeln und sich nicht über jeden Scheiß aufregen. Dann würde sich auch kein Entwickler berufen fühlen, so eine wehleidigen Steam-Thread ins Leben zu rufen wie in diesem Fall. Ich habe mir den Thread angeschaut... und weiß doch ganz genau, daß der Junge lieber sagen würde "Ihr könnt mich alle mal, ihr Klugscheißer! Kotzt euch bei Deep Silver aus, die haben alles verbrochen und sind für alle Fehler verantwortlich! Laßt mich in Ruhe mit eurem Geheule. Ach, bevor ich es vergesse: Ich arbeite an einem neuen Spiel - das wird bestimmt super."
Nur das Problem ist: So gut wie kein Entwickler fühlt sich verantwortlich für irgendwas, was schiefgeht. Es sind immer die anderen schuld... meistens der Publisher.
Aber wie gesagt: Ganz gleich, wer "schuld" ist... entschuldigen würde ich mich bei den Spielern niemals. Bevor die üblichen Kommentare kommen: Natürlich weiß ich, daß Spiele für Spieler gemacht werden und die die ganzen Entwickler finanzieren, indem sie ihre Titel kaufen. Aber wenn Spieler so dumm sind, daß sie Spiele unbesehen oder mir völlig falschen Erwartungen kaufen, ohne sich vorher zu informieren, sind sie einfach selbst schuld an der Misere.
- adventureFAN
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Re: Sacred 3: Ex-Entwickler entschuldigt sich auf Steam für
Aye, es ist wirklich die Frage inweit die Entwickler auch Einfluss auf das Gameplay hatten.
Auftragsarbeit kann manchmal wirklich ein richtiger "Auftrag" sein oder auch mit vielen Freiheiten verbunden sein.
Also kann man tatsächlich nicht genau sagen ob es jetzt wirklich Keen Games so flach gestaltet hat oder es eine Vorgabe vom Publisher war.
@Usul
Natürlich fühlen sich die Entwickler auch verantwortlich, schließlich steht ihr Name drunter. Imageschaden usw.
Auftragsarbeit kann manchmal wirklich ein richtiger "Auftrag" sein oder auch mit vielen Freiheiten verbunden sein.
Also kann man tatsächlich nicht genau sagen ob es jetzt wirklich Keen Games so flach gestaltet hat oder es eine Vorgabe vom Publisher war.
@Usul
Natürlich fühlen sich die Entwickler auch verantwortlich, schließlich steht ihr Name drunter. Imageschaden usw.
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Gast
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Re: Sacred 3: Ex-Entwickler entschuldigt sich auf Steam für
Wirklich schwierig zu sagen. Mit bspw. Double Helix hat ja auch keiner gerechnet, bis sie dann mit Killer Instinct und Strider durchstarten durften. Und ich wette, auch Beenox wäre abseits der ständigen Spiderman-Auftragsarbeiten seitens Activision zu mehr fähig.adventureFAN hat geschrieben:Also kann man tatsächlich nicht genau sagen ob es jetzt wirklich Keen Games so flach gestaltet hat oder es eine Vorgabe vom Publisher war.
- Usul
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Re: Sacred 3: Ex-Entwickler entschuldigt sich auf Steam für
Ich habe persönlich mit genügend Entwicklern zu tun gehabt, die die Schuld für Dinge, die nicht gut gelaufen sind, bei den Publishern gesucht haben, statt sich mal zu fragen, was sie hätten besser machen können. Wenn ein Entwickler bei verschiedenen Publishern stets in Zeitnot gerät oder stets viele Bugs im fertigen Spiel hat oder stets finanzielle Schwierigkeiten usw. hat, so könnte er sich Gedanken darüber machen, wo seine Fehler liegen, statt immer wieder den Publisher vorzuschieben. Das nur mal so als Beispiel.adventureFAN hat geschrieben:@Usul
Natürlich fühlen sich die Entwickler auch verantwortlich, schließlich steht ihr Name drunter. Imageschaden usw.
Kurz gesagt: Die Selbstkritik gehört meiner Erfahrung nach nicht zu den Stärken vieler Entwickler(teams).
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GrinderFX
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Re: Sacred 3: Ex-Entwickler entschuldigt sich auf Steam für
Natürlich liegt es am Publisher, besonders bei Bugs. Denn der Ablauf ist doch genau so:
Es wird Summe Y zur Verfügung gestellt und Arbeit X muss damit erbracht werden. Vorgeben tut dies der Publisher. Die Entwickler versuchen dann in der vorgesehenen Zeit das Beste rauszuholen.
Es wird Summe Y zur Verfügung gestellt und Arbeit X muss damit erbracht werden. Vorgeben tut dies der Publisher. Die Entwickler versuchen dann in der vorgesehenen Zeit das Beste rauszuholen.
- Stalkingwolf
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Re: Sacred 3: Ex-Entwickler entschuldigt sich auf Steam für
Gute Entwickler können auch unter Druck Fehlerlos programmieren und/oder die Fehler danach sehr schnell finden und beheben.
Wenn ich das korrekt überschaue ist das Spiel aber nicht verbuggt, sondern es fehlt Content bzw. das Spiel ist etwas ganz anderes was der Name einem suggeriert.
Würde das Spiel anders heißen, würde kein Hahn danach krähen.
Wenn ich das korrekt überschaue ist das Spiel aber nicht verbuggt, sondern es fehlt Content bzw. das Spiel ist etwas ganz anderes was der Name einem suggeriert.
Würde das Spiel anders heißen, würde kein Hahn danach krähen.
- Usul
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Re: Sacred 3: Ex-Entwickler entschuldigt sich auf Steam für
Daß da niemand bewußt Scheiße baut, dürfte klar sein. Aber wenn du z.B. als Entwickler nicht über funktionierende interne Strukturen verfügst, um etwa eine sinnvolle QA zu gewährleisten, so kann man das sehr wohl dir vorwerfen.GrinderFX hat geschrieben:Die Entwickler versuchen dann in der vorgesehenen Zeit das Beste rauszuholen.
Es geht um Fehler und Verfehlungen, die in der Summe dann zu einem Ergebnis führen, das man sich so nicht gewünscht hat. Und diese Fehler und Verfehlungen liegen in den seltensten Fällen bei einer einzigen Partei.
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King Azrael
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Re: Sacred 3: Ex-Entwickler entschuldigt sich auf Steam für
Das hätten sie ja schon davor wissen müssen! Kommt nicht glaubwürdig sich jetzt zu entschuldigen!
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Falric2
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Re: Sacred 3: Ex-Entwickler entschuldigt sich auf Steam für
Fans sind allerdings auch sehr schnell dabei, alle Fehler den Publisher zuzuschieben. Siehe Piranha Bytes.Usul hat geschrieben:Ich habe persönlich mit genügend Entwicklern zu tun gehabt, die die Schuld für Dinge, die nicht gut gelaufen sind, bei den Publishern gesucht haben, statt sich mal zu fragen, was sie hätten besser machen können. Wenn ein Entwickler bei verschiedenen Publishern stets in Zeitnot gerät oder stets viele Bugs im fertigen Spiel hat oder stets finanzielle Schwierigkeiten usw. hat, so könnte er sich Gedanken darüber machen, wo seine Fehler liegen, statt immer wieder den Publisher vorzuschieben. Das nur mal so als Beispiel.adventureFAN hat geschrieben:@Usul
Natürlich fühlen sich die Entwickler auch verantwortlich, schließlich steht ihr Name drunter. Imageschaden usw.
Kurz gesagt: Die Selbstkritik gehört meiner Erfahrung nach nicht zu den Stärken vieler Entwickler(teams).
- Sir Richfield
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Re: Sacred 3: Ex-Entwickler entschuldigt sich auf Steam für
Was PB und seine Umgebung betrifft, so neige ich da zu dem Spruch mit dem Sack und dem Knüppel. Wißt schon, im Bezug auf die Treffsicherheit.
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Gast
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Re: Sacred 3: Ex-Entwickler entschuldigt sich auf Steam für
Kann man so pauschal auch nicht sagen. Rare bspw. sagte in einem Interview bei krawall.de auch aus, dass Goldeneye ohne die Kulanz der Auftraggeber, die (auch zu ihrem eigenen Überraschen) mehrjährige Verzögerungen gegenüber der Filmfassung abnickten, niemals so ein Kultklassiker geworden wäre. Es hätte alles also auch ganz anders kommen können, mit einer weiteren typischen Lizenzversoftung in den Händlerregalen als Resultat.Stalkingwolf hat geschrieben:Gute Entwickler können auch unter Druck Fehlerlos programmieren und/oder die Fehler danach sehr schnell finden und beheben.
Ich will damit nicht jedes Murks fabrizierende Entwicklerstudio verteidigen (vielen davon fehlt ja wirklich die Fähigkeit zur Selbstreflektion - der Dev hinter Amy ist in der Hinsicht ein abschreckendes Musterexemplar), sondern nur sagen, dass man auch bei guten Devs die Rahmenbedingungen nicht zu eng schnüren sollte.
Zuletzt geändert von Gast am 19.08.2014 14:16, insgesamt 1-mal geändert.
- Usul
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Re: Sacred 3: Ex-Entwickler entschuldigt sich auf Steam für
Fans haben von allen die geringste Ahnung - da schließe ich mich nicht aus. Wir wissen in den meisten Fällen gar nicht, was hinter den Kulissen abgeht, und maßen uns dennoch an, mit ein bißchen Google-Recherche über die Dinge urteilen zu können.Falric2 hat geschrieben:Fans sind allerdings auch sehr schnell dabei, alle Fehler den Publisher zuzuschieben. Siehe Piranha Bytes.
Von daher meinte ich ja, daß ich es unnötig finde, wenn sich Entwickler/Publisher bei den Spielern entschuldigen.
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maho76
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Re: Sacred 3: Ex-Entwickler entschuldigt sich
stimmt, aber wenn ein Publisher das veröffentlichungsdatum einfach mal aus monetären gründen um mehrere Monate (sommertermin zurücksetzen fürs weihnachtsgeschäft des vorjahres^^) vorverlegt oder Inhalte kurz vor abschluss aufgrund ziegruppenoptimierung verändert haben will, hilft auch dem besten Entwickler nix mehr (zeitweise typische faux-pas von PB, joewood, deepsilver etc.).Daß da niemand bewußt Scheiße baut, dürfte klar sein. Aber wenn du z.B. als Entwickler nicht über funktionierende interne Strukturen verfügst, um etwa eine sinnvolle QA zu gewährleisten, so kann man das sehr wohl dir vorwerfen.
Es geht um Fehler und Verfehlungen, die in der Summe dann zu einem Ergebnis führen, das man sich so nicht gewünscht hat. Und diese Fehler und Verfehlungen liegen in den seltensten Fällen bei einer einzigen Partei.
dass auch viele entwicklerstudios in der auftragsvergabe overstatement betreiben in Sachen Qualität, veröffentlichungstermin zu knapp etc. ist natürlich auch nicht zu leugnen (welcher Chef erinnert sich schon in bezug auf seine angestellten gerne an dinge wie Urlaub, überlauf bei überstunden, krankheitsfälle etc., da kalkuliert fast jeder immer mit "100% leistungsbereitschaft? check", was so halt NIE klappt und am ende reichts dann nicht, was die schlippsträger der welt wohl nie verstehen werden... ausser es betrifft sie selbst
