@Balmung
Der Spielemarkt ist auch stetig gestiegen. Spieleengines sind verfügbar wie Sand am Meer. Damals hat sich fast jede kleine Spieleschmiede ihre Engines selber geschrieben, weil es so gut wie keine Industrieweite und Multi-Genre fähige Engines gab.
Wer sich mal mit Unity beschäftigt hat weiß, wie super gut diese für Einsteiger ist und wie schnell man damit produktiv arbeiten kann. Davon konnten die Entwickler von vor 15-20 Jahren nur träumen.
Sämtliche Spiele von Ubisoft nutzen den gleichen Framework (man beachte mal, dass fast alles von Ubisoft open-world-games sind: AC, Division, Watch_Dogs, Far Cry) und Assets werden recycled.
Die Indi-Szene ist nicht umsonst so ein großer Erfolg geworden in den letzten 8 Jahren, denn dort gehen kleine Schmieden oder Privatpersonen auch ein extrem großes Risiko ein und bauen dabei aber auf neue Ideen.
Die großen Spielehersteller unterscheiden sich von den großen Hollywood-Filmstudios fast überhaupt nicht mehr. Hat man eine erfolgreiche IP entworfen, dann wird diese gemolken bis zum Tod.
Ich habe ja nichts gegen lange laufende Serien, solange die Qualität nicht leidet. Aber ich glaube es ist auch nicht verkehrt wenn man sagt, das der ein oder andere Entwickler es schon auf die Spitze treibt mit der Extremverwurstung von IPs.
Schlussendlich ist natürlich auch der Kunde daran Schuld, denn der kauft das natürlich Jahr für Jahr.
Aber das die Entwicklungskosten steigen ist normal, aber der Spielemarkt hat sich auch technisch parallel mit ihren Tools stark weiterentwickelt, so dass der Entwicklungszyklus bei vielen Games immer noch bei 2 Jahren liegt.
Ich persönlich habe mittlerweile nicht mehr das Gefühl, dass die Designer die Spiele entwickeln, sondern das Marketing. Viele Entscheidungen fühlen sich so an, als wäre es keine dem Spiel an sich dienliche Entscheidung (z.B: PvZ: Garden Warfare), sonder eine rein wirtschaftliche Entscheidung des Unternehmens.
Ich habe PvZ1 geliebt. PvZ2 auf mobilen Geräten ist so ein liebloser und seelenloser Titel geworden, dass ist nur noch

könnte. Und da fühle ich bei vielen Indi-Titeln einfach besser aufgehoben und auch als Spieler respektiert. Mainstream-Filme und Mainstream-Games haben sich auf die gleichen Muster angenähert, so dass man nur noch eine möglichst große Masse an Kunden anspricht, und das muss mir halt auch nicht gefallen.
Ich als Spieler ziehe halt da nunmal auch dann Konsequenzen für mich daraus.
So einfach ist das.