Videospielsystem Fanboy.
Ne, ne, ich spiel' doch auch am Computer.
@c64man und Hotohori
Ich muss sagen, dass Nintendo zwar gewaltfreie, bunte, niedliche Spiele entwickelt, aber Kinderspiele sind es deswegen glaube ich noch lange nicht. Einige Stellen in den Mario oder Zelda Teilen sind bspw. so knackig, dass es glaube ich kaum ein Kind schaffen würde diese Spiele durchzuspielen.
Es sind insgesamt eben "andere" Spiele, die von dem Realitätswahn abweichen, den Hotohori bemängelt hat und das gefällt mir ganz gut. (Ich habe nicht gemeint dass Spiele immer die Realtität abbilden, sondern "Realitäten", und die können ja durchaus auch mal fantastisch sein.) Es sind eben Spiele und das merkt man in jeder Sekunde. Was bei Nintendo ebenfalls immer ein fester Designbestandteil ist, sind die festen klar ersichtlichen und sofort zu verstehenden Spielregeln, die ihren Ursprung nicht selten in der fernöstlichen Religion haben. So zum Beispiel die immer Wiederkehrende Zahl 3, vor allem in den MArio Spielen. Welten haben 3 Stages, Endgegner vertragen 3 Treffer und Mario verträgt(wenn er voll mit Feuerblume o.ä. ausgestattet ist) ebenfalls 3 Feindberührungen. Meiner Meinung nach rührt dieses Konzept von der im Buddhismus praktizierten dreifachen Verehrung Buddhas her, die man auch bei vielen Kampfsportarten wiederfindet - bei denen im Training alle Bewegungen drei mal hintereinander ausgeführt werden.
Was dem gegenübersteht ist natürlich der Realitätswahn - und ich zocke natürlich auch Spiele die realistisch aussehen. Doch hier nervt mich vor allem eines gewaltig: unglaublich unrealistische Elemente.
Bei Nintendo oder Rare etc. Spielen, die sich noch als Spiel verstehen, geht dies natürlich völlig in Ordnung.
Aber wenn dann einige Titel kommen, die den Anspruch haben als "Interaktiver Film" durchgehen zu wollen und die Realtität mit all ihren Details perfekt einfangen, dann haben Energiebalken o.ä. dort nichts zu suchen.
Beispiele: Max Schmärz. Warum hat der Kerl nen Energiebalken, warum wird er von ein paar Tabletten wieder völlig gesund und warum Vertragen Endgegner, die normale Menschen darstellen fünf Magazine aus ner UZI und dazu drei Handgranaten?
Positiv dagegen verhält sich A.N.G.S.T. Hier gibts zwar auch Energiebalken (schlecht) aber wenn hier jemand einen Headshot bekommt dann war's das Egal ob Boss oder nicht.
Oder GOW (360): Warum kann ich hier mit einem Hühnenhaften Soldaten keine einfache Brettertür eintreten - massive Tresortüren dagegen sind kein Problem.
Warum kann ich in HalfLife2 genauso schnell über Treppen rennen wie auf dem flachen Boden?
Warum tut gegen Wände rennen nie weh oder macht sich überhaupt irgendwie (Animationstechnisch) bermerkbar?
Warum heilt ein Päckchen Verbandmull Schusswunden?
Ich will jetzt nicht sagen, dass realistische Spiele nicht gut sind, aber wenn schon realistisch dann Bitte richtig.
Hier sind die Entwickler gefordert, ihrem Anspruch gerecht zu werden und in ihren ach so realistischen Spielen die Logiklöcher zu schließen. (Die natürlich auch mal fantastisch sein können, wie der Spirit Walk in Prey oder der Nanosuite in CRYSIS).
Oder einfach...das Spiel das sein lassen was es ist: ein Spiel.
P.S. Ich hoffe ich hab mich jetzt nicht zu kompliziert ausgedrückt...