Re: E.T.:Vergrabene Module gefunden
Verfasst: 01.05.2014 13:57
@Kajetan:
Wir dürfen auch nicht vergessen ... es war "nur" ein Videospiele-Crash. Frei übersetzt: Konsolenspielecrash. Hierzulande wurden kurz vor dem Crash die Weichen für Computerspiele gesetzt und wir haben über den Crash deshalb nicht sehr viel gespürt, weil wir uns mit miesen Domark und Ocean Lizenzprodukte auf den 8-Bit Computern wie Spectrum, Schneider oder dem C64er rumärgerten
Der Crash wurde hierzulande durch die Computerszene schon einigermaßen abgefedert. Darauf konnte ja jeder Depp sich sein Jump'n'Run programmieren, ohne etwaige Lizenzgebühren an den Konsolenhersteller zu verrichten. (Augen schielen rüber zu den Giana Schwestern
) Da wir sowieso damals USA teilweise um Jahre(!) hinterher hinkten, erlebten wir den (verzögerten) Crash eigentlich nur in Form von immer mehr angebotenen Modulen zu immer günstigeren Preisen ... und dem "leisen" Verschwinden der Spiele, während der C64er immer präsenter wurde. Irgendwann mitte der 80er konnte ich schon am Grabbeltisch des Elektrohändlers mich mit 'nem knappen dutzend Modulen für 'nen Appel und ein Ei Taschengeldpreis eindecken, wofür ich früher meine Eltern in den finanziellen Ruin getrieben hätte. Somit kam ich lieber spät als niemals zu 'nem Haufen Activision Games ohne Call of Duty im Namen 
Beim Wechsel zum Computer konnte man damals jedoch den Videospiel-Crash regelrecht "mitfühlen", denn es gab ja 'zig "Homecomputer"-Hersteller, von denen letztenendes nur 4 die 8-Bit Zeit überlebt haben und 2 auch die 16-Bit Ära überstanden. Auch hier gab's eine "natürliche Auslese", doch die war um einiges schwächer als der Videogames Crash Amerikas, die ja keine ernsthafte Alternative für ihre Spielesucht hatten ... bis Nintendo ihnen die versofteten Drogen Super Mario Bros und Zelda bescherte
Ja, genauso denke ich auch. Man hat genug Alternativen, dass man auch den Weggang großer Publisher oder Hersteller decken kann. Wer einfach nur Spielen möchte, wird es auch in Zukunft machen können. Gaming hat sich schon in der Kultur manifestiert und ist genausowenig entfernbar wie das Fußballspielen. Selbst wenn die meisten Sportclubs nun mit dem Sport aufhören und stattdessen lieber Stricken und Nähen würden, dürfte das Bolzen wohl auch weiterhin Teil des Spielplatzes bleiben.Die Branche ist mittlerweile so diversifiziert, mit den Dickschiffen der Majors, einer kleinen Flotte von Mittelstandspublishern und der schier unüberschaubaren Masse an Indies ... selbst wenn es in den kommenden 5 Jahren alle (!) Majors zerbröselt und sich MS und Sony aus dem Konsolengeschäft zurückziehen würden ... die Indies und der Publisher-Mittelstand versorgen weiterhin den PC und Smartphones und Nintendo wird noch bis zum Ende der Welt Spiele-Hardware und dazu passende Spiele verkaufen
Wir dürfen auch nicht vergessen ... es war "nur" ein Videospiele-Crash. Frei übersetzt: Konsolenspielecrash. Hierzulande wurden kurz vor dem Crash die Weichen für Computerspiele gesetzt und wir haben über den Crash deshalb nicht sehr viel gespürt, weil wir uns mit miesen Domark und Ocean Lizenzprodukte auf den 8-Bit Computern wie Spectrum, Schneider oder dem C64er rumärgerten
Der Crash wurde hierzulande durch die Computerszene schon einigermaßen abgefedert. Darauf konnte ja jeder Depp sich sein Jump'n'Run programmieren, ohne etwaige Lizenzgebühren an den Konsolenhersteller zu verrichten. (Augen schielen rüber zu den Giana Schwestern
Beim Wechsel zum Computer konnte man damals jedoch den Videospiel-Crash regelrecht "mitfühlen", denn es gab ja 'zig "Homecomputer"-Hersteller, von denen letztenendes nur 4 die 8-Bit Zeit überlebt haben und 2 auch die 16-Bit Ära überstanden. Auch hier gab's eine "natürliche Auslese", doch die war um einiges schwächer als der Videogames Crash Amerikas, die ja keine ernsthafte Alternative für ihre Spielesucht hatten ... bis Nintendo ihnen die versofteten Drogen Super Mario Bros und Zelda bescherte