Die Vereinfachung hat aber auch den Vorteil das sie das Spiel zugänglicher machen. Ich habe D2 ewig gespielt und vermisse im neusten Teil sowas wie Munition, Schlüssel, tausend verschiedene Tränke usw. nicht gerade...Gamer433 hat geschrieben:Es geht ja auch nicht darum, dass man ein Diablo 2,5 rausbringt, also das gleiche Spiel nur hübscher.
Diablo 3 ist so megamäßig vereinfacht (und ich meine damit nicht den Schwierigkeitsgrad, auch wenn die da wieder vom Pfad abgekommen sind).
Pfeile, Bolzen, Schlüssel, Mana-, Ausdauer-, Aftau- & Gegengifttränke etc. gibt es nicht mehr. Wo sind Zauber (Charms), Juwele, Runen (ich meine die Dinger, die man in korrekter Reihenfolge sockeln konnte)?
Spezielle Events wie Über-Diablo & Torch?
Auch die Items sind total versimpelt. In Diablo 2 hat es noch richtig Spaß gemacht zu kombinieren. Nicht selten hat 1 Gegenstand zu einem ganz neuen (Fun)Build angeregt. Da hatte man sogar nach 10 Jahren noch immer Spaß am Spiel (und das meine ich ernst!).
Bei Diablo 3 hatte ich Level 60 erreicht und dann war Ende (Schlußlicht bei der Charakterdefinierung). Inferno war nur Akt 1 machbar und ohne High-End-Equip war kein Weiterkommen möglich. (Jaja, ist ja alles schön tot... äh, nachgepatcht!)
Die Items versimpelt? Ja, aber ich muss ehrlich gestehen das ich von all den supertrupa OP - Funitems/ builds wenig gesehen habe in all meiner Zeit. Hat man versucht irgendwelche komischen Builds zu spielen ohne Ahnung von all dem Zahlenwirrwarr zu haben, wurde man ziemlich schnell vom Spiel zerfetzt.
Und generell war das Spiel bockschwer. Allein das Ding einfach mal so durchzocken? Ich bin spätestens bei den Bossen, den Championgruppen rund um Diablo und Diablo selber regelmäßig auseinandergenommen worden.
Sind wir mal ehrlich. D2 war stark auf Hardcorezocker ausgelegt, die sich hunderte von Stunden auf der Suche nach Items und funktionierenden Builds durch das Game gegrindet haben. Casual hatte man da keine Chance... ich würde mich mal als leicht überdurchschnittlichen Spieler bezeichnen und ich bin da regelmäßig gegen ne Frustwand gefahren...
Vielleicht liegts ja auch daran das ich ein Noob bin für all die Elite Diablotypen da draußen, aber D2 hatte so viele Ecken und Kanten, das gibts gar nicht. Natürlich hat das auch den Reiz ausgemacht, ABER... als Entwickler in einer völlig neuen Videospielbranche... welchen Weg fährst du dann wenn du einen Nachfolger entwickeln willst der möglichst alle, alte Hasen, als auch neue Spieler, begeistern kann und gefällt?
Ich will nur darauf hinaus das beide Gestaltungsprinzipen valide sind. Man muss nur mal von dem altromantischen D2 Gelaber wegkommen und das Ganze objektiv betrachten. Dann könnte man eingestehen das die Designentscheidungen in D3, abseits der ganzen AH Katastrophe, durchaus Daseinsberechtigung verdienen.