Manche taz-AutorInnen sind in der Tat etwas übereifrig, was das Empörungspotential betrifft. Das führt dann oft aber auch unter Stammlesern gern mal zu Streitereien.James Dean hat geschrieben: Mal davon abgesehen gibt es durchaus Begriffe, bei denen man sich an den Kopf fassen kann, wenn manche Gruppen sie verbieten wollen. Letztens gab es ja diese große Demonstration in Hamburg, wo es zu Gewaltausschreitungen gegen Polizisten kam. Da meinte ein Polizist über Twitter, dass die Täter keine Demonstranten gewesen seien, sondern Abschaum. Grundgütiger, gab das einen Tsunami der Aufregung bei der Taz, weil man früher - was ich auch noch nicht wusste - im Dritten Reich den Begriff "Abschaum" für "Untermenschen" verwendet hat.
Von einem Artikel in einem von Berufs wegen linken Blatt zu dem, was nachher allgemein als "politisch korrekt" gilt, ist es nun aber sowieso noch ein weiter Weg.
(Den Begriff "Abschaum" hätte ich aber allein schon deswegen nicht verwendet, weil er unschön und emotional überladen klingt..)
In der Theorie wäre das doch ganz schön. Ich wär' ja sowieso dafür, dass wir mit der nächsten Generation alle Englisch sprechen auf diesem Planeten. Alle Sprachbarrieren dahin, kein Verlust für irgendwen, so man denn nicht aus irrationalen Gründen irgendwie an einer Sprache hängt. :wink:James Dean hat geschrieben:Also ich frage mich da wirklich, warum wir überhaupt noch Deutsch sprechen und warum man uns nicht einfach die Sprache der Besatzungsmächte aufgezwungen hat. Da hätten wir heute weniger Probleme mit solchen Wortklauberein.
Edit:
Nicht zwingend, nein. Wikipedias Einleitungssatz erklärt es eigentlich ganz schön: "Rassismus ist eine Ideologie, die „Rasse“ in der biologistischen Bedeutung als grundsätzlichen bestimmenden Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften deutet."greenelve hat geschrieben:Rassistisch ist doch wenn man Menschen aufgrund ihrer Herkunft/Gene/Denken in Gut und Schlecht einteilt? Nicht das Erklären von Unterschieden.
Die Einteilung in Gut und Schlecht ist vielmehr eine direkte Folge von Rassismus, aber nicht Rassismus selbst.
Konkreter werden möge aber jemand, der oder die Soziologie oder Vergleichbares studiert hat. Ich würd' dann doch ungern was Falsches sagen.