EA: Wegen der Battlefield-4-Probleme und "irreführenden Angaben" von Investoren verklagt

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Oldholo
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Re: EA: Wegen der Battlefield-4-Probleme und "irreführenden

Beitrag von Oldholo »

traceon hat geschrieben: EA muss als börsennotiertes Unternehmen nur den Geschäftsbericht offenlegen. Dass sie dann noch Werbung in eigener Sache machen, indem sie Ausblicke auf *potentielle* zukünftige Einnahmechancen geben, ist Usus. Niemand sollte Werbung ernst nehmen. Bei der Klage handelt es sich also um einen klaren Fall von Nicht-verlieren-können. Und sie sollte nicht zugelassen werden, denn niemand wird gezwungen, Aktien zu kaufen. Und ein kleines Bonbon extra für MagicSkin: Ich finde das Geschehen rund um die Börse sowieso komplett pervers. Die Klientel rekrutiert sich aus Zecken und Dummköpfen.
Das sieht das US-Recht aber ein wenig anders.
Des Weiteren geht es ja nicht nur um mangelnde Offenlegung, sondern grundsätzlich um wissentlich ungesunde Geschäftsführung zulasten der Aktionäre. Und es ist ja offensichtlich, dass ein börsennotiertes Unternehmen zum Wohle des Aktienkurses handeln muss.

..Was im Übrigen nicht zwangsläufig pervers ist. Würden Verbraucher mal ein wenig öfter Gebrauch von ihrer Möglichkeit des Nichtkaufs machen, ergäbe das u.U. ein ziemlich gesundes Verhältnis aus Unternehmen, Investoren und Verbrauchern. Just sayin'.
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Paba
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Re: EA: Wegen der Battlefield-4-Probleme und "irreführenden

Beitrag von Paba »

Keine Ahnung ob ich komplett daneben liege...

Aber ich amüsiere mich beim Gedanken, dass EA, offensichtliche wegen den geringen Verkaufszahlen (also gehts um Profit) vorerst für die Wii U keine Spiele herstellt.

Aus meiner Sicht pissen sie Nintendo aus Gier ans Bein.... und jetzt werden sie plötzlich von ihren eigenen Investoren angepisst, weil diese was anderes erwartet haben, als es jetz der Fall ist ^^

Wer trifft eigentlich die Entscheidung, für welche Platformen Spiele entwickelt werden und welche nicht? Sind das schlussendlich auch die Investoren?
Genie und Wahnsinn liegen oft dicht beieinander... Sparsamkeit und Geiz auch
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ZackeZells
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Re: Kommentar

Beitrag von ZackeZells »

Aravanon hat geschrieben:
Vor knapp 20 Jahren wäre das noch undenkbar gewesen, da wohl kaum ein Publisher seinen Kunden ne CD mit den Patches zugeschickt hätte. Da musste ein Spiel fertig sein, wenn es erschien. War es das nicht, musste der Publisher halt mit leben, dass es wie Blei im Regal lag.
Auch vor 20 Jahren gab es bugverseuchte Spiele, die Patches gabs im 4 Wochen Rhythmus auf den CD´s der damaligen Spielezeitschriften, Powerplay zb.

Damals gab es auchs chon "Firmen/Publisher" die wegen mangelnder Qualität in einigen ihrer Spiele Bankrott gegangen sind, errine mich da an Software 2000 und einige Fussballmanager.
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MagicSkin
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Re:

Beitrag von MagicSkin »

Nummer2 hat geschrieben:Ganz ehrlich, wenn ich so etwas lesen muß im Zusammenhang mit "Spielen", dann frag ich mich ob hier wirklich noch alles in die richtige Richtung geht. Da fragt man sich wirklich, ob die ganzen Programmierer, Designer und Grafiker überhaupt noch Spiele nach ihren Vorstellungen machen und überhaupt Spaß daran haben. Wer bestimmt mittlerweile wie ein Spiel auszusehen hat? Sind das überhaupt noch Menschen die eine Ahnung davon haben was für Produkte sie eigentlich anbieten? Man kann doch nicht etwas unfertiges anbieten, nur damit es vor Weihnachten verkauft werden kann, damit dort irgendwelche Zahlen stimmen und sich dann wundern das sich die Käufer oder irgendwelche Investoren beschweren? Das muß entweder in einigen Köpfen was schief laufen oder dieser jemand hat keine Ahnung von dem was er macht. Das ist ja schon fast wie über Leichen gehen.
In Zeiten wo Spiele mit Filmbudget entwickelt werden, kommen neue Probleme.
Meiner Meinung nach ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, dass ein Machtwechsel bei EA dringend nötig ist. Vertrauen der Investoren weg, Kunden verärgert. Auf Wiedersehen die Herren. Die Vorweihnachtszeit ist nun mal am umsatzstärksten. Die Programmierer, Designer und Grafiker sind da noch die armen Säcke, die Überstunden schuften und mal verglichen mit anderen Tätigkeitsbereichen in der IT-Branche unterbezahlt werden!
metaljunk
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Beitrag von metaljunk »

Nicht dass es nicht schlimmeres gäbe. Trotzdem: Die haben richtig was aus ihren schlechtesten Unternehmen-Awards gelernt.
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Aravanon
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Re: Kommentar

Beitrag von Aravanon »

ZackeZells hat geschrieben:
Aravanon hat geschrieben:
Vor knapp 20 Jahren wäre das noch undenkbar gewesen, da wohl kaum ein Publisher seinen Kunden ne CD mit den Patches zugeschickt hätte. Da musste ein Spiel fertig sein, wenn es erschien. War es das nicht, musste der Publisher halt mit leben, dass es wie Blei im Regal lag.
Auch vor 20 Jahren gab es bugverseuchte Spiele, die Patches gabs im 4 Wochen Rhythmus auf den CD´s der damaligen Spielezeitschriften, Powerplay zb.

Damals gab es auchs chon "Firmen/Publisher" die wegen mangelnder Qualität in einigen ihrer Spiele Bankrott gegangen sind, errine mich da an Software 2000 und einige Fussballmanager.
Das stimmt teilweise, trifft aber nur für den PC zu.

Besonders Spiele in Cartridge-Form wie für NES und Bruderschaft hatten diese Möglichkeit schlicht nicht. Also wurde hier einfach stärker in die Qualitätssicherung investiert.
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MagicSkin
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Re: EA: Wegen der Battlefield-4-Probleme und "irreführenden

Beitrag von MagicSkin »

HezzLD hat geschrieben:Keine Ahnung ob ich komplett daneben liege...

Aber ich amüsiere mich beim Gedanken, dass EA, offensichtliche wegen den geringen Verkaufszahlen (also gehts um Profit) vorerst für die Wii U keine Spiele herstellt.

Aus meiner Sicht pissen sie Nintendo aus Gier ans Bein.... und jetzt werden sie plötzlich von ihren eigenen Investoren angepisst, weil diese was anderes erwartet haben, als es jetz der Fall ist ^^

Wer trifft eigentlich die Entscheidung, für welche Platformen Spiele entwickelt werden und welche nicht? Sind das schlussendlich auch die Investoren?
"Schlussendlich" haben die Investoren was das operative Geschäft angeht garnichts zu sagen.
Das Management entscheidet ob es sich lohnt Spiele für diese oder jene Plattform zu entwickeln, Kosten/Nutzen. Solche Entscheidungen werden nicht getroffen, weil sie anderen "ans Bein pissen wollen". Im Falle Battlefield lohnt sich ganz einfach keine Umsetzung für Wii U.
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Oldholo
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Re: Kommentar

Beitrag von Oldholo »

ZackeZells hat geschrieben: Auch vor 20 Jahren gab es bugverseuchte Spiele, die Patches gabs im 4 Wochen Rhythmus auf den CD´s der damaligen Spielezeitschriften, Powerplay zb.
Die QA war damals trotzdem besser, muss man einfach mal festhalten.
Einerseits, weil Videospiele damals noch ein kleinerer Markt waren und Entwickler mit mehr Herzblut an die Sache herangingen. Andererseits, weil dieser Gedanke "Naja, das patchen wir später nach" noch nicht so dominant war. Bugs gab's natürlich immer (häufig speziell genug, um beim Test übersehen worden zu sein), aber heute hat man immer wieder mal das Gefühl, dass Spiele in dem Wissen veröffentlicht werden, dass es z.T. kritische Bugs beinhaltet.
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ZackeZells
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Re:

Beitrag von ZackeZells »

Nummer2 hat geschrieben:Ganz ehrlich, wenn ich so etwas lesen muß im Zusammenhang mit "Spielen", dann frag ich mich ob hier wirklich noch alles in die richtige Richtung geht. Da fragt man sich wirklich, ob die ganzen Programmierer, Designer und Grafiker überhaupt noch Spiele nach ihren Vorstellungen machen und überhaupt Spaß daran haben. Wer bestimmt mittlerweile wie ein Spiel auszusehen hat? Sind das überhaupt noch Menschen die eine Ahnung davon haben was für Produkte sie eigentlich anbieten? Man kann doch nicht etwas unfertiges anbieten, nur damit es vor Weihnachten verkauft werden kann, damit dort irgendwelche Zahlen stimmen und sich dann wundern das sich die Käufer oder irgendwelche Investoren beschweren? Das muß entweder in einigen Köpfen was schief laufen oder dieser jemand hat keine Ahnung von dem was er macht. Das ist ja schon fast wie über Leichen gehen.
Habe da einen interessanten Artikel gelesen, der Autor befasst sich mit 5 Dingen die grundlegend Schief laufen in der Gamingbranche. Finde ihn sehr Lesenswert
http://www.cracked.com/article_20727_5- ... crash.html
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MagicSkin
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Re: Re:

Beitrag von MagicSkin »

ZackeZells hat geschrieben: Habe da einen interessanten Artikel gelesen, der Autor befasst sich mit 5 dingen die grundlegend schief laufen in der Gamingbranche. Finde ihn sehr Lesenswert
http://www.cracked.com/article_20727_5- ... crash.html
Danke dafür!
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ZackeZells
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Re: Kommentar

Beitrag von ZackeZells »

Oldholo hat geschrieben:
ZackeZells hat geschrieben: .... aber heute hat man immer wieder mal das Gefühl, dass Spiele in dem Wissen veröffentlicht werden, dass es z.T. kritische Bugs beinhaltet.
Das liegt auch an der Mentalität der Spieler die sich gewandelt hat.
Spieler sind heutzutage sogar bereit Geld für eine Alpha auszugeben.....das sollte einem doch zu denken geben. Die Strategen bei Publishern nutzen so etwas aus umzu schauen in wie weit man ne alpha als beta an "denMann/dieFrau" bringen kann und in wie weit man ne Beta als fertiges Produkt anpreisen kann.

Und solange es User gibt die halbfertigen Kram kaufen, werden die Publisher auch nicht damit aufhören immer weiter auszulooten in wie weit man dem Gast das Steak auch roh andrehen kann, obwohl er eigentlich etwas gegrilltes möchte
Zuletzt geändert von ZackeZells am 19.12.2013 15:01, insgesamt 2-mal geändert.
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Kajetan
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Re: EA: Wegen der Battlefield-4-Probleme und "irreführenden

Beitrag von Kajetan »

traceon hat geschrieben:EA muss als börsennotiertes Unternehmen nur den Geschäftsbericht offenlegen.
Ich füge ein Wort hinzu ... nicht nur den Geschäftsbericht!

Wenn EA im Vorfeld eines kommerziell wichtigen Spieles wie BF4 verschweigt, dass das Spiel eigentlich noch min. ein Vierteljahr Entwicklungszeit benötigt, man es in dem unfertigen Zustand auf den Markt wirft und der Kurs daraufhin gen Süden geht, haben diese Investoren allen Grund sich zu beschweren.

Wenn man noch den Umstand hinzunimmt, dass die Herren Vorstände VOR dem Release von BF4 kräftig Aktienpakete verkauft haben, dann bekommt das schnell ein übles Geschmäckle.
Dass sie dann noch Werbung in eigener Sache machen, indem sie Ausblicke auf *potentielle* zukünftige Einnahmechancen geben, ist Usus. Niemand sollte Werbung ernst nehmen.
Du verwechselst Werbung für den Kunden mit Umsatzprognosen für die Aktionäre. Zwei ganz, GANZ verschiedene Paar Schuhe. Werbung kann die Wirklichkeit ziemlich dehnen, Klagen wegen irreführender Werbung sind nur selten von Erfolg gekrönt. Es gibt hier keine Rechenschaftspflicht gegenüber den Kunden Den Aktionären gegenüber bewusst falsche Umsatzprognosen abgeben, das aber ist eine heikle Geschichte, die man besser lassen sollte, den hier gibt es recht strikte Vorgaben, was man tun kann und was man besser lassen sollte.
Bei der Klage handelt es sich also um einen klaren Fall von Nicht-verlieren-können. Und sie sollte nicht zugelassen werden, denn niemand wird gezwungen, Aktien zu kaufen. Und ein kleines Bonbon extra für MagicSkin: Ich finde das Geschehen rund um die Börse sowieso komplett pervers. Die Klientel rekrutiert sich aus Zecken und Dummköpfen.
Du darfst das Geschehen rund um die Börse gerne für komplett pervers halten. Tue ich ebenfalls. Davon aber etwas Ahnung zu haben, schadet trotzdem nicht.
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Oldholo
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Re: Kommentar

Beitrag von Oldholo »

ZackeZells hat geschrieben: Das liegt auch an der Mentalität der Spieler die sich gewandelt hat.
Spieler sind heutzutage sogar bereit Geld für eine Alpha auszugeben.....das sollte einem doch zu denken geben. Die Strategen bei Publishern nutzen so etwas aus umzu schauen in wie weit man ne alpha als beta an "denMann/dieFrau" bringen kann und in wie weit man ne Beta als fertiges Produkt anpreisen kann.
So weit will ich da gar nicht hypothetisieren. Dass Publisher Grenzen austesten, ist logisch, aber ein bugverseuchtes Spiel hat für alle Beteiligten letztlich so viele Nachteile, dass man auch bei EA einsehen muss, dass es nach Möglichkeit vermieden werden sollte.
Ich weiß nicht, wie es speziell bei EA nun abläuft; wer da vor Release von BF4 oder SimCity mit wem darüber gestritten hat, ob das so in den Handel kommt und wer das letzte Machtwort sprach. Sicher hat das auch mit mangelnder Kommunikation innerhalb stark hierarchischer Strukturen (die Programmierer haben vermutlich selten bis nie ein Wort mit dem Management gesprochen) zu tun. Und mit spezifischen Releaseterminen (Konsolenrelease, Vorweihnachtszeit, Thanksgiving,..Verschiebungen sind da teuer).
Vermutlich ist's von vielem ein bisschen. :D
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crewmate
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Re: Kommentar

Beitrag von crewmate »

ZackeZells hat geschrieben:
Aravanon hat geschrieben:
Vor knapp 20 Jahren wäre das noch undenkbar gewesen, da wohl kaum ein Publisher seinen Kunden ne CD mit den Patches zugeschickt hätte. Da musste ein Spiel fertig sein, wenn es erschien. War es das nicht, musste der Publisher halt mit leben, dass es wie Blei im Regal lag.
Auch vor 20 Jahren gab es bugverseuchte Spiele, die Patches gabs im 4 Wochen Rhythmus auf den CD´s der damaligen Spielezeitschriften, Powerplay zb.

Damals gab es auchs chon "Firmen/Publisher" die wegen mangelnder Qualität in einigen ihrer Spiele Bankrott gegangen sind, errine mich da an Software 2000 und einige Fussballmanager.
EA hat tatsächlich so schon vor 20 Jahren gehandelt.

Das Unglück hieß damals Ultima 9
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Beitrag von zeppy1986 »

Mir egal warum die verklagt wurden.Ich gönne EA das sie einen drüber kriegen. Alleine für das Desaster mit BF4. Und wenn EA bei der Offenlegung Scheiße gebaut hat, sind sie selber Schuld. Vielleicht rollen dann endlich mal Köpfe.
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