Atrocitus hat geschrieben:Cyb3rfr3ak hat geschrieben:Die Idee klang ja cool.. bis das Wort Kickstarter zu lesen war.
Da packe ich lieber nochmal die wahren RPG Maker Klassiker (Eternal Legends, Vampires Dawn 1 2, Mondschein, Unterwegs in Düsterburg etc.pp.) die noch mit Liebe gemacht wurden, und nicht weil irgendein bestimmter Geldbetrag via F*ckstarter gesammelt wurde.
Die Spielzeit bei den genannten Spielen war schon enorm, wenn ich mich recht erinnere.. ist schon fast 10 Jahre her..
Du hast zwar nicht ganz unrecht, aber du solltest bedenken das diese Spiele in Zeiten entstanden sind als es noch nicht so einfach war, seine Projekte einer großen Community vorzustellen und um Geld zur Finanzierung zu bitten.
Du ebenfalls nicht. Ich bin mir da nicht ganz sicher, aber ich glaube damals war das bei den meisten alles "Hobbyprojekte", wo gar nicht über Geld nachgedacht wurde..
Atrocitus hat geschrieben:
Vampires Dawn z.B. hat nach den genialen ersten beiden Teilen der Vergangenheit auch um Unterstützung per Crowdfunding gebeten (ich glaube es war bei Indiegogo) um den dritten Teil zu realisieren. Der Versuch ist leider gescheitert, aber darum geht es nicht: Es geht darum das es nun mal viel einfacher ist mit einer zahlungswilligen Fanbase im Hintergrund sein eigenes Spiel zu entwickeln als allein über Jahre hinweg neben dem Beruf im stillen Kämmerchen.
Okay.. das habe ich gar nicht mitgekriegt. VD2 war mein letztes RPG Maker Spiel was ich richtig "gezockt" habe. Aber schau, da sieht man schon wieder den Unterschied.
"Früher": Boah ich hab ne tolle Idee für eine grandiose Story. Das Spiel wird großartig.
Heute: Boa ich hab ne tolle Idee für eine grandiose Story. Hmm aber ich muss damit irgendwie Geld machen.
-> Früher, bei Mama und Papa, war alles noch einfacher
Atrocitus hat geschrieben:
Wenn man doch schon die Möglichkeit hat sein Spiel noch besser umsetzten zu können indem man die Idee präsentiert und um finanzielle Unterstützung bittet, warum diese dann nicht nutzten?
Die Spiele werden nicht mit "weniger Liebe" gemacht, nur weil sie von Privatpersonen finanziert werden. Das ist ja das schöne beim Crowdfunding, du kannst sofort sehen ob ein ambitionierter Entwickler dahinter steht der sein Herzblut in das Projekt einfließen lässt.
Überhaupt dieses "Geld" macht den Unterschied. Ob man sich freiwillig in seiner Freizeit aus Spaß an ein Spiel setzt oder ob man es tut, weil man es mehr oder weniger muss. Natürlich geht beides zusammen, aber ersteres allein ist inzwischen sehr rar. Naja.. vielleicht haben mich die Spiele damals, weil ich noch so jung war, viel schneller und einfacher begeistern können.
Atrocitus hat geschrieben:
Und selbst wenn der Finanzierungsprozess in die Hose geht: Als Entwickler kannst du viel daraus lernen, da du unzählige Stimmen hören wirst die dir ihre Meinung zu deinem Konzept abgeben. Und gerade bei diesen Plattformen habe ich miterlebt, das hier wirklich ernst gemeinte Kritik und Verbesserungsvorschläge abgegeben werden statt dem zu häufigen blinden Hass und Getrolle.
Das ist schön. Gerade weil sich Konzept und spätere Umsetzung manchmal sehr voneinander unterscheiden können.
Atrocitus hat geschrieben:
Es ist zwar weiterhin an dir zu entscheiden, ob du solche Projekte unterstützen willst oder nicht, aber du solltest darüber nachdenken das hinter diesen Projekten Leute sitzen die genau wie die damaligen RPG-Maker nur ihr eigenes Spiel verwirklichen wollen. Sie haben aber im Gegensatz zu früheren Generationen den Vorteil auf eine bereits etablierte Plattform zurückgreifen zu können.
Ich hab daraus für mich nur gelernt, dass man bei sowas nie wissen kann, ob und was am Ende wirklich rauskommt!
Atrocitus hat geschrieben:
Und ich sehe darin keinen Abfall der Kreativität: Ganz im Gegenteil. Viele dieser Spiele können allein und ohne Hilfe nicht realisiert werden. Sollen sie deshalb einfach nicht erscheinen, weil die Mittel zur Umsetzung nicht günstig zu haben bzw. umsonst sind? Denk mal darüber nach.
Absolut richtig, aber andererseits das Gegenargument: Es ging doch früher auch!
Und an deinem Beispiel von VD3 -> Vielleicht wäre es ohne diese Plattformen doch entwickelt worden. (Ich weiß jetzt nicht die Hintergründe darüber, was da genau schiefgelaufen ist etc.!)
Naja.. abschließend nochmal: Crowdfunding ist an sich nichts schlechtes, gerade wenn man wirklich auf Unterstützung angewiesen ist. Aber, sich lediglich eine Idee schönmalen und dann einfach mal "versuchen" kann schnell in die Hose gehen. Nur das kann man als "Backer" nie genau einschätzen. Und als außenstehender bekommt man auch jeden Tag nur mit: Hier Kickstarter, da Kickstarter, unterstütze uns JETZT, das Ergebnis siehst du (vielleicht) in 2 Jahren.