Mass Effect 4: Shepard & vergangene Ereignisse sollen keine Rolle spielen

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Pyoro-2
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Re: Mass Effect 4: Shepard & vergangene Ereignisse sollen ke

Beitrag von Pyoro-2 »

Ich seh's im Prinzip ähnlich, ME3 hat erfolgreich mein Interesse an der franchise gekillt. Kann aber vom kommerziellen Standpunkt aus verstehen, dass man die Serie fortführen würde - wär's 'ne neue Serie, gäb's solche "news" aka kostenloser Werbung ja garnid erst ;)

Schätze mal das wird iein sequel weit in der Zukunft. Dass man garnix aus ME1-3 mitführt, glaub ich auch nid - ein paar kleine Gimmicks werden schon drin bleiben, und wenn das Schiff (ich würd ja wetten, dass man wieder eins hat ^^) wieder Normandy heißt. Oder vllt auch Shepard :ugly:
...ist aber insgesamt eh alles zu weit weg atm. Trau BioWare schon zu, da nochmal was gescheites zu liefern, ME3 war abseits vom Ende und paar anderen Problem auch nid so grottig. Kann natürlich aber auch 'n strunzlineares Shooter-RPG mit MP Fokus werden oder sonstwelcher Kram, der mich nid interessiert. Hu noes ...
Wenn alle Stricke reißen, kann man sich nicht mal mehr aufhängen
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Nuoroda
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Re: Mass Effect 4: Shepard & vergangene Ereignisse sollen ke

Beitrag von Nuoroda »

Ich fand ME 1 sehr gut, ME 2 ausreichend und ME 3 ungenügend.
Unabhängig vom Ende.
ME 1 hatte tolle Dialoge, eine gewisse Handlungsfreiheit und die Möglichkeit alles mögliche zu erkunden.
ME 2 hatte tolle Dialoge, war aber komplett linear aufgebaut.
ME 3 bot mir die Möglichkeit, in gefühlt 90% der Gespräche, mein Gegenüber anzuklicken, damit er was sagt, dann nochmal und nochmal. Fertig.
Ich hatte keine Möglichkeit in dieses Spiel einzutauchen.

Dafür hat man mein geliebtes Kotor geopfert...

Ein nächstes ME wird es bei mir nicht geben.

Shooter gibt es bessere.
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durruti
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Re: Mass Effect 4: Shepard & vergangene Ereignisse sollen ke

Beitrag von durruti »

Kajetan hat geschrieben:
Brakiri hat geschrieben:Jenen denen diese gameplayarme Serie gefällt, kann ich nur viel Spass wünschen, für mich ist es nichts.
Ach weisst Du, wenn man mal begriffen hat, dass Mass Effect lediglich ein mit viel Dialogen gepimpter Shooter ist, kann man den Shooter-Part recht entspannt genießen und die Lore in der Pfeiffe rauchen. Zwar schade für all die Mühe, die man sich mit dem Setting gemacht hat, aber hey ... die paar Euro füffzig, die ich für ME1 und ME2 ausgegeben habe, die bereue ich nicht. Amüsante Popcorn-Unterhaltung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Immer wieder versuche ich ME2 durchzuspielen, was zur Folge hat, das entweder System Shock 2 oder Deus Ex auf meiner Festplatte landen. :D
Trotzdem ist Mass Effect ganz gute Unterhaltung, da gebe ich dir recht, und im Angebot auf jeden Fall das Geld wert.

Aber:
kakihara hat geschrieben:Und trotzdem ist Mass effect eines der Besten rpgs und kaum ein anderes hat derlei tiefgreifende Konsequenzen. Insofern machts der rest auch nich besser ;)
Ist doch etwas übertrieben, bei mir würde ME nicht mal in die Nähe der Top 20 Rpgs kommen. Spiele z.B. gerade wieder Betrayal at Krondor, das ist in Sachen Atmosphäre und Story ME meilenweit überlegen. Und das ist von 93.
Skarmax
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Kommentar

Beitrag von Skarmax »

so so, EA will wieder den goldenen "Dung" - Award gewinnen: jetzt wird noch ein Teil produziert und man hofft auf schnelles Geld. Tja, zu dumm, dass die meisten Fans nach dem ME 3 mehr als enttäuscht sind
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Kajetan
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Re: Kommentar

Beitrag von Kajetan »

Skarmax hat geschrieben:so so, EA will wieder den goldenen "Dung" - Award gewinnen: jetzt wird noch ein Teil produziert und man hofft auf schnelles Geld. Tja, zu dumm, dass die meisten Fans nach dem ME 3 mehr als enttäuscht sind
Das ist doch kein Problem für EA und erst Recht nicht für Bioware. Dort hat man im "Enttäuschen von Fans" so einige Erfahrungen und schliesst aus den bisherigen Jahren messerscharf, dass man folgenlos auf die alten Fans scheissen darf, weil man sich einfach neue heranzieht.
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Sharkie
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Re: Mass Effect 4: Shepard & vergangene Ereignisse sollen ke

Beitrag von Sharkie »

SethSteiner hat geschrieben:Es bleibt bei oberflächlichen Änderungen und das war wohl kaum das, was die Spieler Anfangs erwarteten als man über Jahre hinweg groß Konsequenzen ankündigte, von denen schon im zweiten nichts zusehen war. Ich finde es da etwas sehr verquer mit einem emotionalen Argument zu kommen, wie als ob nur jemand Bioware Irreführung vorwerfen könnte, der nicht empathisch genug rangegangen ist.
Ich finde das emotionale Argument schon legitim. Die meisten oder sogar alle Deiner Kritikpunkte an der Mass-Effect'schen Scheininteraktivität mögen meinetwegen so zutreffen, dennoch sollte man beachten, dass dieser analytische Blick, der vor allem darauf abziehlt, die Spielmechanik zu durchleuchten, ja nicht der einzige (oder gar der beste) mögliche Zugang zu so einem Spiel ist. Eine ebensogute Alternative ist es, das Spiel in erster Linie als Erzählung zu begreifen und sich auf diese in ähnlicher Weise einzulassen, wie man es etwa bei einem Film oder einem Roman tut, wo man z.B. die Figuren in aller Regel auch nicht als bloße Summe ihrer Plotfunktionen begreift, sondern vielmehr als "lebendige", emotional aufgeladene fiktionale Personen (moderne und postmoderne Fiktionen, die genau diesen Ansatz bewusst dekonstruieren, natürlich mal außen vor). Vor diesem Hintergrund wäre dann der Tod bzw. das Überleben einer Ashley oder eines Kaidan dann sehr wohl eine relevante Storyverzweigung, selbst wenn es den weiteren Verlauf des großen Ganzen so gut wie nicht beeinflusst.

Ich selbst kann eigentlich jedem nur empfehlen, einmal zu versuchen, beim Spielen aus diesem kühlen Analysemodus herauszukommen, und sich auf das, was man geboten bekommt emotional einzulassen, gerade bei einem so stark storyfixierten Spiel wie Mass Effect. Ein Freund von mir hat mal über die Filme von David Lynch gesagt, man solle diese am Besten mit dem Herzen sehen, nicht mit dem Gehirn. Natürlich hinkt der Vergleich eines Lynch-Films mit einem Mass Effect-Spiel wie sonstwas, aber der Kern der Aussage, dass es oft der befriedigendere Ansatz ist, ein Werk nicht zu stark durchzurationalisieren, trifft auch hier zu. Es tut vielen Fiktionen wirklich gut, wenn man bei ihrer Rezeption zunächsteinmal den allzu analytischen Teil seines Gehirns in den Standby-Modus versetzt und sich solcherlei Überlegungen für die Zeit "nach der Illusion" aufhebt. Meiner Erfahrung nach erhält man dann ein erfüllenderes (wenn auch meinetwegen "freiwillig naives") Spielerlebnis. Von dieser Warte aus scheint mir persönlich die Frage, inwieweit die in der Mass Effect-Reihe dargebotenen Entscheidungsmöglichkeiten jetzt tiefgreifende Auswirkungen haben oder nicht, auch gar nicht so wichtig. Kann man vielleicht auch mit Pen & Paper-Rollenspiel vergleichen: Da hat man als Spieler ebenfalls eine allenfalls oberflächliche Handlungsfreiheit, denn die fiktionalen Ereignisse werden, egal wie sandboxig die jeweilige Spielrunde auch ausgelegt sein mag, in letzter Konsequenz von einer erzählenden Instanz (dem Spielleiter, im Computerrollenspiel ist diese erzählende Instanz halt das "Storykorsett") wenn schon nicht streng vorgegeben, dann jedoch wenigstens angeleitet und gelenkt. Und doch ist es gerade die Simulation von Handlungsfreiheit in einer fiktionalen Welt, welche für sehr viele Spieler den Reiz an der Sache ausmacht, normalerweise wohlwissend, dass es sich bei diesem freien Erleben einer gemeinsamen Fantasie nur um eine freiwillig angenommene Illusion von Handlungsfreiheit handelt.
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SethSteiner
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Re: Mass Effect 4: Shepard & vergangene Ereignisse sollen ke

Beitrag von SethSteiner »

Auch in der Filmindustrie müssen sich Filme konstant Kritik gefallen lassen, wenn Werkzeuge ungenügend, falsch oder gar nicht eingesetzt werden. Da kann ich noch so empathisch herangehen, ein Transformers wird mich nicht emotional mitreissen können, weil ein Bay das entweder gar nicht will oder nicht kann.

Bei Mass Effect ist es nicht anders. Haben mich bestimmte Momente wie mit Mordin oder dem grünen Fisch angesprochen? Ja, sehr sogar! Aber haben die Macher es konstant verstanden ihre Werkzeuge zu benutzen? Leider nicht. Und zu allem Überfluss haben sie nun Mal versprechen getätigt und eben diese Versprechen nicht eingelöst. Sie haben sogar in verschiedensten Situationen den Konsumenten den Stinkefinger gezeigt. Sei es beim Thema Homosexualität, sei es beim Thema weibliche Hauptfigur, sei es weil ihnen das eigene Werk selbst nicht nah genug ging um wichtige Charaktere wie Tali zu designen und stattdessen ein Stockphoto in huschhusch Manier photogeshopped haben. Und das waren nun nur ein paar Aspekte von sehr vielen. Die Kunst, die David Lynch oder Brian K. Vaughan beherrscht ist es, mich eintauchen zu lassen und mich nicht merken zu lassen, dass ich gerade Fiktion konsumiere. Spätestens die 3 Farben haben aber genau das ganz offensichtlich getan. Nicht nur, dass man einem vor Augen geführt hat, dass man zu faul ist sich was schlaues auszudenken und einfach Deus Ex kopiert, nein es hat einem absolut deutlich gemacht, dass dies hier ein Videospiel ist. All die Entscheidungen die man getroffen hat, die Tode zu denen es kam, haben nicht dazu geführt, dass ich in der Welt eine Veränderung gesehen hätte, ein Highscore entschied über meine letzte Wahlmöglichkeit, Tote wurden einfach ersetzt und Szenen gezeigt, die absolut keinen Sinn ergaben. Ich kann mein Gehirn beim Spielstart nicht abgeben und will dies auch nicht tun. Es ist nicht meine Aufgabe mich zu überzeugen, sondern die des Künstlers, des Autors, des Regisseurs und Drehbuchschreibers, des Entwicklers.
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Sharkie
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Re: Mass Effect 4: Shepard & vergangene Ereignisse sollen ke

Beitrag von Sharkie »

Ich denke, dass die Aufgabe zur Erschaffung der Illusion ebenso beim Rezipienten wie beim Autor liegt, zumal dieser Ansatz des Sich-auf-eine-Fiktion-einlassens ja eben nur eine von vielen möglichen Strategien zur Rezeption von Fiktion ist. Gut, wenn man bei der Aufrechterhaltung seiner willing suspension of disbelief so weit gehen muss, dass man sich veralbert oder in seiner Intelligenz beleidigt fühlt, dann ist natürlich für die entsprechende Fiktion Hopfen und Malz verloren, da gebe ich Dir Recht.

Ich habe den Eindruck, dass Dein Problem mit der Mass Effect-Reihe vor allem darauf zurückgeht, dass die Entwickler damals vor der Veröffentlichung einfach komplett überzogene Versprechungen bezüglich der vermeintlichen Radikalität der möglichen Storyverzweigungen gemacht haben. Das wäre ihnen dann auch mit gutem Recht anzukreiden. Ich selbst lese solche Vorankündigungen deshalb normalerweise überhaupt nicht mehr, da auch ich schon oft die Erfahrung gemacht habe, dann hinterher vom eigentlichen Spiel enttäuscht zu werden, sei es weil seine Macher es aus marketingtechnischen Gründen völlig übertrieben dargestellt haben, oder weil sie ihr Baby einfach durch die rosarote Brille sehen.

Daher ein weiterer Tipp von Onkel Sharkie: Geduldig sein, nicht so viele Vorankündigungen lesen und dafür dann später das Spiel, wie es tatsächlich geworden ist, annährend frei von falschen oder auch richtigen Erwartungshaltungen genießen können. Faustregel: Ein Werk danach beurteilen, was das Werk sein will, nicht danach, was der Autor machen wollte. Beziehungsweise, wenn man Spieleentwickler oder -publisher ist: Einfach mal auf dem Teppich bleiben und versuchen, bei seinen Vorankündigungen nicht in schwärmerische Geschwätzigkeiten zu verfallen.
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Wildtec
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Re: Mass Effect 4: Shepard & vergangene Ereignisse sollen ke

Beitrag von Wildtec »

Boha, hier haben ja fast alle ne negative Meinung über Mass Effect...
Nachdem sich alle so über das Ende aufgeregt haben, traute ich mich lange nicht an das Spiel.
Vor 2 Monaten hab ich es dann doch durchgespielt und war dann ganz erstaunt über das Ganze negative Feedback. Auch wenn das Gameplay immer mehr zur Action tendiert und das Ende einigen nicht schmeckt... sind euch die Charaktere über die Serie kein Stück ans Herz gewachsen? Oder eure/euer Shepard? Allein wegen Figuren wie Mordin und Garrus und den vielen witzigen Dialogen machte mir das Spiel schon Freude.

Bin zumindest gespannt auf ME4.
I'm playing a tiny violin for you. Like, minuscule in size.
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Kajetan
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Re: Mass Effect 4: Shepard & vergangene Ereignisse sollen ke

Beitrag von Kajetan »

Sharkie hat geschrieben:Faustregel: Ein Werk danach beurteilen, was das Werk sein will, nicht danach, was der Autor machen wollte.
Der Werk ist HIER das Ergebnis dessen, was aus der Umsetzung des Willens des Autors entstanden ist. Der Autor im Spielebereich hat das unmittelbar in der Hand und viele Spiele werden auch genauso, wie das der Autor möchte. Es sind Auftragsarbeiten mit maximal handwerklich solidem Design, die zur schnellen Profitmaximierung und zum Ex-und-Hopp-Konsum entworfen wurden. ME ist keine hehre Kunst, ME ist ein simples Konsumprodukt wie Schokoriegel oder das Album einer Casting-Band.
Beziehungsweise, wenn man Spieleentwickler oder -publisher ist: Einfach mal auf dem Teppich bleiben und versuchen, bei seinen Vorankündigungen nicht in schwärmerische Geschwätzigkeiten zu verfallen.
Das ist nicht möglich. Spiele werden ja icht als Kunst "für sich" hergestellt, sondern sie sollen sich möglichst gut verkaufen, um dem Hersteller einen Gewinn zu bringen. Ohne "schwärmerische Geschwätzigkeit", ohne Werbung und Marketing geht das nicht. Und weil sich die Spiele in sich sich nur noch marginal voneinander unterscheiden, müssen zwangsläufig kleine Details zu RIESENGROSSEN Features aufgeblasen werden.
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Nuoroda
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Re: Mass Effect 4: Shepard & vergangene Ereignisse sollen ke

Beitrag von Nuoroda »

Wildtec hat geschrieben:Boha, hier haben ja fast alle ne negative Meinung über Mass Effect...
Nachdem sich alle so über das Ende aufgeregt haben, traute ich mich lange nicht an das Spiel.
Vor 2 Monaten hab ich es dann doch durchgespielt und war dann ganz erstaunt über das Ganze negative Feedback. Auch wenn das Gameplay immer mehr zur Action tendiert und das Ende einigen nicht schmeckt... sind euch die Charaktere über die Serie kein Stück ans Herz gewachsen? Oder eure/euer Shepard? Allein wegen Figuren wie Mordin und Garrus und den vielen witzigen Dialogen machte mir das Spiel schon Freude.

Bin zumindest gespannt auf ME4.
Ich hab von den Reaktionen auf das Ende gar nicht so viel mitbekommen, da ich zu der Zeit noch gespielt hatte und nicht gespoilert werden wollte, und fand das Ende garnicht schlecht - zumindest das, das ich gewählt hatte. Der Rest vom Spiel war meiner Meinung nach schlecht. Teil 1 hab ich gespielt ohne Ende, um des Spielens willen. Teil 3 hab ich dann nur noch gespielt, um zu wissen wie es ausgeht. Die Gespräche mit den ganzen Leuten im ME-Universum waren für mich das Herzstück der Reihe. Dies wurde mir im 3. Teil so gut wie komplett genommen. Die Serie hat einfach so stark abgebaut - von Teil zu Teil -, dass sie mir lange als größte Videospiel-Enttäuschung in Erinnerung bleiben wird. (In Verbindung mit Kotor. (Sorry, dass ich das immer wieder schreibe, aber das muss einfach sein.))

PS: Dass die Entscheidungen jetzt nicht so gravierende Folgen wie versprochen hatten ist mir auch nicht wirklich negativ aufgefallen. Das für mich größte waren die kleinen Details, die kleinen Aktionen, dass ich eben immer den Guten gespielt hab, wenn mich einer genevt hat, dann hab ich im Gespräch halt trotzdem mal ein Fass aufmachen können - ich konnte so reagieren wie ich es wollte, mit leichten Konsequenzen. Das hat mir gefallen. Dass das Ende von ME 2 jetzt nicht wirklich Auswirkungen auf 3 hatte, war ein wenig schade, aber hätte von mir keinen Punktabzug gegeben. Viel schlimmer fand ich, dass diese Enstscheidungen die man vorher getroffen hatte, lediglich in unpersönlichen Mails oder Punkten oder in unpersönlichen(!) Gesprächen erwähnt wurden... Manche Leute hätte ich gerne nochmal irgendwo getroffen... Mit animierten Gesprächen und unterschiedlichen Gesprächsoptionen.
Ach, so hätt ich gerne alle Gespräche gehabt, eben wie in den Teilen davor.
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Hiri
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Re: Mass Effect 4: Shepard & vergangene Ereignisse sollen ke

Beitrag von Hiri »

Nach dem schlechten Mass effect 3 kann es nur besser werden.
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Sharkie
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Re: Mass Effect 4: Shepard & vergangene Ereignisse sollen ke

Beitrag von Sharkie »

Kajetan hat geschrieben: Der Werk ist HIER das Ergebnis dessen, was aus der Umsetzung des Willens des Autors entstanden ist. Der Autor im Spielebereich hat das unmittelbar in der Hand und viele Spiele werden auch genauso, wie das der Autor möchte. Es sind Auftragsarbeiten mit maximal handwerklich solidem Design, die zur schnellen Profitmaximierung und zum Ex-und-Hopp-Konsum entworfen wurden. ME ist keine hehre Kunst, ME ist ein simples Konsumprodukt wie Schokoriegel oder das Album einer Casting-Band.
Die Frage, ob wir es bei Mass Effect mit Kunst oder einem Wegwerfkonsumgut zu tun haben, ist doch allenfalls von sekundärer Relevanz; der Knackpunkt ist eher, dass es sich bei beidem gleichermaßen, ungeachtet ihrer stark auseinandergehenden Ansprüche an den Rezipienten, um Fiktionen handelt. Zu dieser stellt die willing suspension of disbelief, auch wenn sie literaturwissenschaftlich ein alter Hut ist, einen möglichen und oft sehr befriedigenden Zugang dar. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass diese Rezeptionsstrategie für ein Spiel wie Mass Effect wie gemacht ist, eben weil sie es genau nicht überintellektualisiert und ihm eher mit einem "Kind-im-Manne/-in-der-Frau"-Ansatz begegnet, der dem Anspruch eines solchen Spiels durchaus angemessen ist.

Richtig ist natürlich (in diesem Punkt habe ich SethSteiner ja vollkommen zugestimmt), dass man ab einer gewissen Niveauuntergrenze dann keine Lust mehr haben wird, der vorliegenden Fiktion noch eine imaginative Chance zu geben. Letztlich ist der Wille, sich in eine Fiktion hineinzuversetzen, ja immer sowas wie ein Vetrauensvorschuss, der unter Umständen schnell enttäuscht werden kann. Nichtsdestotrotz lohnt es sich häufig. Und ab genau wann man sagt "Das wird mir jetzt aber zu blöd hier", bzw. aufgrund welcher Kriterien, muss jeder individuell entscheiden.

Ich z.B. halte den Vergleich von Mass Effect mit einer Castingband für ziemlich polemisch. Wenn man es schon "unterhaltungsqualitativ" irgendwo einordnen wollte, dann sollte man das meiner Meinung nach eher in der Gesellschaft gewisser gut gemachter Mainstream-TV-Serien (sagen wir Star Trek) tun, die zwar insgesamt seicht sind, aber dabei durchaus auch mal kleinere erzählerische Innovationen wagen oder es sich gelegentlich trauen, kontroverse Themen anzupacken und darüberhinaus mit einer mehrheitlich sehr guten Präsentation punkten können. Also bestimmt nicht die Krone der Kunst, aber sicherlich sehr gute, manchmal(!) sogar kluge Unterhaltung. Oder wenn Du lieber bei der Musik-Metapher bleiben möchtest: Mass Effect ist sicherlich weder Steve Reich noch Radiohead, aber ganz klar auch nicht Dieter Bohlen. Darüber hinaus sagt der (natürlich nicht bezweifelbare) Status als Auftragsarbeit nichts aus über das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein etwaiger künstlerischer Ansprüche oder über die Möglichkeit einer Lesart, die über den bloßen Wegwerfkonsum hinausgeht - andernfalls könnte man gegen TV-Serien, Filme jeglicher Art (auch Autorenfilme finden und brauchen für gewöhnlich ein Publikum) oder Comics ähnliche Einwände erheben; denn so ziemlich nichts, was in der heutigen Zeit kulturell und künstlerisch relevant ist, ist dabei komplett frei von Kommerz.
Das ist nicht möglich. Spiele werden ja icht als Kunst "für sich" hergestellt, sondern sie sollen sich möglichst gut verkaufen, um dem Hersteller einen Gewinn zu bringen. Ohne "schwärmerische Geschwätzigkeit", ohne Werbung und Marketing geht das nicht. Und weil sich die Spiele in sich sich nur noch marginal voneinander unterscheiden, müssen zwangsläufig kleine Details zu RIESENGROSSEN Features aufgeblasen werden.
Dass das unrealistisch ist, ist mir durchaus klar. Aber deshalb muss ich den Status Quo ja nicht gutheißen. Ein für mich als Kosument tragbarer Kompromiss ist, wie ich ja bereits schrieb, Ankündigungen entweder nicht zu lesen oder nicht zu viel darauf zu geben. Ich meine, wenn auf einer Supermarktlasagne draufsteht "Schmeckt wie in einer guten Trattoria", dann bin ich ja auch nicht zutiefst enttäuscht, wenn ich nachher feststellen muss, dass das ein ganz klein wenig übertrieben war. Blöd finde ich solche Nonsens-Übertreibungen aber trotzdem.
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Kajetan
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Re: Mass Effect 4: Shepard & vergangene Ereignisse sollen ke

Beitrag von Kajetan »

Sharkie hat geschrieben:Blöd finde ich solche Nonsens-Übertreibungen aber trotzdem.
Kein Thema. Wenn es um die dreiste Verlogenheit vieler Marketing-Kampagnen geht, muss ich mich jedes Mal schwer zusammenreissen, um nicht mit Fackel, Molotov-Cocktail und Mistgabel in die nächste Publisher-Niederlassung zu rennen ...
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ICHI-
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Re: Mass Effect 4: Shepard & vergangene Ereignisse sollen ke

Beitrag von ICHI- »

kakihara hat geschrieben:Und trotzdem ist Mass effect eines der Besten rpgs und kaum ein anderes hat derlei tiefgreifende Konsequenzen. Insofern machts der rest auch nich besser ;)
Naja Mass Effect ist ein Rückschritt gegenüber anderen Rpgs wie Baldurs Gate 2.

Dialoge waren sehr viel besser. Von Quests und Story garnicht zu sprechen.

Das ist zwar Geschmackssache was einem besser gefällt trotzdem ist es eine tatsache das
andere Rollenspiele mehr zu bieten haben.
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