DonDonat hat geschrieben:
Auch als nicht Naughty Dog Fan kann ich dich nur eins fragen: Meinst du das wirklich ernst???
Um auf das was ich in deiner halbherzigen Kritik mal markiert habe genauer einzugehen:
leere Grafik-Blenderei: so was nennt man auch "Atmosphäre" und davon hat Last Of Us fast so viel wie Metro Last Light, sie dient hauptsächlich dazu den Spielern ein intensiveres Spielerlebnis zu ermöglichen...
Aber dazu muss man sich halt auf die Atmosphäre einlassen und nicht die CoD typischen "ich renn mal duch das Level und knalle alle Gegner ab" Taktik anwenden...
Fehler, sowohl in der Charakterentwicklung als auch in der Storyline:
Im Pukto Storyline muss ich dir leider recht geben, häufig gibt es zu große räumliche Sprünge (das beste Beispiel ist der Weg zum Rathaus ganz am Anfang) ohne zeitliche Fortschritt, aber die Charakterentwicklung finde ich echt spitze, plausibel trifft es nicht annähernd denn die Charakterentwiklung ist mehr als glaubwürdig und durchaus nachvollziehbar auch wenn ich mich mit Joel nicht so gut identifizieren konnte wie z.B. mit Artjom aus Metro Last Light
Und in sachen Gameplay ist Last Of Us ja wohl über jeden zweifel erhaben: wenn es einmal zu leicht ist und dann zu schwer, dann ist dass sicher gewollt! Erst lässt man dich glauben es wäre so leicht und dann holen sie dich auf den Boden der Tatsachen zurück und bringen dich einige male um die Ecke.
Mir fällt da besonders die Stelle ein wo man einen Generator allein in nem halb überfluteten Gebäude anschmeißen muss und dann plötzlich von massig Clickern/ Runnern und nem Fetten Bloater überrascht wird: erst bin ich sicher 8 mal gestorben aber dann, die richtige Taktik und schon lief es.
Spielen wir das selbe Spiel ? Meiner Meinung nach hat LoU Gameplay-Technisch nicht viel zu bieten. Ich laufe gelangweilt von A nach B, schleiche ab und zu, merke aber auch sehr schnell, dass mich ballern besser voran bringt. War nicht in den Previews damals die Rede von Munitionsmangel ? Ich merke davon nicht viel und das auf dem normalen Schwierigkeitsgrad. Horror, oder Panik will sich nicht breit machen, da Clicker und Konsorten nicht beängstigend, sondern nur nervig sind. Was auch an der Fähigkeit liegt durch Wände sehen zu können. Man muss es nicht benutzen, das ist richtig, aber ich habe zu sehr das Gefühl, dass das Spiel darauf ausgelegt wurde.
Die Story dümpelt auch nur vor sich hin, ohne echte Höhepunkte, außer den Berechenbaren Begebenheiten, die in Geschichten, solcher Art, immer vorkommen. Ich habe zu sehr das Gefühl, dies alles schon einmal gesehen zu haben.
Die Musik ist auch an Langeweile kaum zu überbieten. Mir ist schon klar, das der minimalistische Soundtrack so gewollt ist, aber als ich die ersten Klänge vor 2 Monaten zum ersten mal hörte, war ich schon nicht allzu begeistert. Ich dachte, das kommt im Spiel anders rüber, aber ich habe mich geirrt. "Godspeed you Black Emperor" haben schon 1997 auf ihrem Debut gezeigt, wie man hoffnungslose Musik spannend präsentieren kann. Nicht umsonst, wurde ein kleiner Teil von "East Hasting" im Film "28 Days later" verwendet.
Falls mir jemand unterstellen will, dass ich Naughty Dog von Haus aus nicht leiden kann, der irrt.
Uncharted fand ich z.B. großartig, vor allem, weil es sich nicht allzu ernst nahm.
Und nicht vergessen, dies alles spiegelt nur meine persönliche Meinung wider. Nicht das die kleinen anfangen zu heulen.
Suddenly life has new meaning.