Kajetan hat geschrieben:The Scooby hat geschrieben:Tim Schafer mag ein genialer Kopf sein, aber wie ein Budget von 3,3mio$ für eine für ein Spiel mit Ausgangsziel von 0,4mio nicht reicht, kann man wohl nicht logisch vermitteln.
Doch, kann man. Es gab kein Konzept für 0.4 Mio, es gab nur eine Idee. Als dann wesentlich mehr Geld reinkam als erwartet, wurde die Idee GROSS aufgeblasen. Jetzt stellt man fest, oops, das NEUE Konzept ist zwar total toll, aber das Geld reicht natürlich nicht für ein Projekt mit dieser NEUEN Größe.
Tim Schaefer hat von vielem eine Ahnung, von vernünftiger Projektplanung aber nicht
Und ja, an seiner Stelle wäre mir das auch megapeinlich.
Selbst wenn es nur eine Idee war, und dann diese Idee entwickelt, wächst, MUSS man sich bei seinem Konzept an sein Budget halten. DAS ist gutes Projektmanagement! Damit meine ich nicht, bis auf den letzten Cent kalkulieren, sondern nur mit 70-80% des Budget, weil immer, wirklich immer, ja wirklich immer irgendwas schief geht, oder mitten in der Entwicklung eine oder mehrere neue Ideen aufkommen, welche dann unbedingt noch implementiert werden möchten.
Tim Schafer sollte das nicht nur peinlich sein, er sollte anstatt sich großspurig hinzustellen, sich bei den bisherigen Unterstützern (seinen Investoren) entschuldigen. Auch sind er und ein paar andere Entwickler der KS Indie Szene die Stars, mit deren Versagen eine ganzer opportunistischer Branchenzweig die Nachwirkungen spürt und die Modeerscheinung KS und Croudfunding von eben jenen Pionieren von früher selbst zu Grabe getragen werden könnte.
Ich sage nicht, dass es so kommen wird. Aber mit Macht kommt auch Verantwortung. Eine Verantwortung über die Zukunft der eigenen Firma, einem Branchenzweig und den Spielern!
Weniges wünschen sich die großen Publisher mehr, als dass Croudfunding scheitert und sie Recht behalten. Die Sache ist also durchaus sehr kritisch zu betrachten.
"The main thing is to make sure you learn through your mistakes and get better." - Ayrton Senna