Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättigung, Skepsis und Probleme
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- 4P|BOT2
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Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättigung, Skepsis und Probleme
Die Kickstarter-Finanzierung von Road Redemption wäre beinahe gescheitert - wie man aus dem Verlauf bei Kicktraq entnehmen kann. Erst in den letzten 72 Stunden nahm das Interesse an dem spirituellen Nachfolger zu Road Rash zu. Ein Grund für den verspäteten Erfolg dürfte ein lesenwerter Artikel bei Penny Arcade sein, in dem es um Kickstarter-finanzierte Spiele geht und warum sich einige Titel dort ...
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- Chibiterasu
- Beiträge: 28966
- Registriert: 20.08.2009 20:37
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Kommentar
Punkt 2 ist sicher zutreffend. Ich hab ja nicht unendlich Geld und x Designdokumente will ich mir auch nicht durchlesen um zu sehen ob ein Spiel Potenzial hat.
Dazu kommt noch die fehlende Erfahrung von anderen Projekten, die noch nicht fertig entwickelt wurden.
Bei mir ist jetzt mal abwarten angesagt ehe ich mich wieder bei neuen Projekten beteilige.
Ich hoffe man gibt der Plattform auch etwas Zeit zu reifen und versucht nicht jetzt alles Geld aus der Euphorie zu pressen und danach dieses Finanzierungsmodell wieder komplett abzuschreiben.
Wird aber denke ich nicht passieren.
Dazu kommt noch die fehlende Erfahrung von anderen Projekten, die noch nicht fertig entwickelt wurden.
Bei mir ist jetzt mal abwarten angesagt ehe ich mich wieder bei neuen Projekten beteilige.
Ich hoffe man gibt der Plattform auch etwas Zeit zu reifen und versucht nicht jetzt alles Geld aus der Euphorie zu pressen und danach dieses Finanzierungsmodell wieder komplett abzuschreiben.
Wird aber denke ich nicht passieren.
- 3nfant 7errible
- Beiträge: 5160
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig
tja, der gleiche Kannibalismus wie bei den üblichen Publisher Spielen. Einfach viel zu viel und zuviel auf einmal.
Der Markt ist nicht unendlich gross, die Leute haben nicht unendlich viel Geld und vor allem nicht unendlich viel Zeit um das ganze Zeug überhaupt zu spielen. Diese Lektion müssen die Indies genauso lernen wie sie die grossen Publisher in der letzten Zeit lernen mussten.
Das blöde an der Problematik ist nur, dass man von sich aus gar nicht viel daran ändern kann. Man müsste sich ja schon mit allen Konkurrenten absprechen, aber wer will da schon freiwillig zurückstecken? ^^
Der Markt ist nicht unendlich gross, die Leute haben nicht unendlich viel Geld und vor allem nicht unendlich viel Zeit um das ganze Zeug überhaupt zu spielen. Diese Lektion müssen die Indies genauso lernen wie sie die grossen Publisher in der letzten Zeit lernen mussten.
Das blöde an der Problematik ist nur, dass man von sich aus gar nicht viel daran ändern kann. Man müsste sich ja schon mit allen Konkurrenten absprechen, aber wer will da schon freiwillig zurückstecken? ^^
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solidusbg
- Beiträge: 316
- Registriert: 27.11.2008 20:40
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig
von den games die auf kickstarter vorgestellt werden reizt mich keines wirklich...
darum is es mir wayne!
richtig schade is es für die späteren generation von kleinen entwicklern denen das leben weiterhin
schwer gemacht wird...
darum is es mir wayne!
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popcorn
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Kommentar
Wie die Leute immer über Kickstarter herziehen wenn sie nicht das gewünscht Geld zusammenbekommen, den selben mit hat auch schon Chris Taylor abgelassen und kurz danach kam Torment...
Jedes Spiel was wirklich gut ist und gut präsentiert wird kann auch locker mehrere Millionen einnehmen.
Wenn ich aber den ihr Video anschauen wo paar Leute mit ihren Laptops am grossen Tisch sitzen und die Leute da mit Kaputze und Mütze labbern und dabei aussehen als hätten sie schon 3 Tage lang keine Körperpflege mehr betrieben dann kann da nichts werden.
Mal ein Tip allein schon ein professioneller Auftritt hätte das Ergebnis vielleicht schon verdoppelt.
Jedes Spiel was wirklich gut ist und gut präsentiert wird kann auch locker mehrere Millionen einnehmen.
Wenn ich aber den ihr Video anschauen wo paar Leute mit ihren Laptops am grossen Tisch sitzen und die Leute da mit Kaputze und Mütze labbern und dabei aussehen als hätten sie schon 3 Tage lang keine Körperpflege mehr betrieben dann kann da nichts werden.
Mal ein Tip allein schon ein professioneller Auftritt hätte das Ergebnis vielleicht schon verdoppelt.
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Playsi
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- Registriert: 10.02.2008 10:59
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig
Wenn halt keine Nachfrage da ist und der Markt übersättigt ist. Außerdem noch das Marketing schlecht war und die Qualität nicht 100% überzeugt, dann hat man wohl mit seinem Produkt irgendwas falsch gemacht.
Wenn man sich dann allerdings noch darüber beschwert und irgendwo Gründe außer bei sich selbst sucht, dann sollte man sich sicherlich die Prinzipien der Marktwirtschaft mal einverleiben.
Wenn man sich dann allerdings noch darüber beschwert und irgendwo Gründe außer bei sich selbst sucht, dann sollte man sich sicherlich die Prinzipien der Marktwirtschaft mal einverleiben.
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Armin
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig
Wie kann man von Uebersaettigung reden, wenn da Spiele Millionen abkassieren? Torment hat doch gerade erst einen neuen Rekord aufgestellt. Ich wuerd mal sagen alles ueber 100000 ist bei sowas purer Luxus und nur den prominentesten Entwicklern vorbehalten. Die andern sollen halt mit weniger auskommen.
- Wigggenz
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig
Ist denn schon ein einziges der Spiele, die seit dem Start der Kickstarter-Welle dort finanziert wurden, überhaupt schon released worden?
Natürlich tritt dann auch unter Enthusiasten eine gewisse Zurückhaltung ein, wenn man noch kein einziges Ergebnis bewundern kann.
Natürlich tritt dann auch unter Enthusiasten eine gewisse Zurückhaltung ein, wenn man noch kein einziges Ergebnis bewundern kann.
- Wulgaru
- Beiträge: 29391
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig
Die Grenzen von Kickstarter sieht man meiner Meinung nach auch ganz gut am Veronica Mars Film. Das Teil ist mit 5 Millionen+ sicherlich das erfolgreichste Filmprojekt und auch auf Platz 3 insgesamt...aber was kosten Filme in den USA? Hier haben wir wahrscheinlich die Situation das alle Schauspieler mit Gewinnbeteiligung quasi umsonst spielen, aber auch so wird damit schwer haushalten sein. Genauso ist es mit vielen Spielen. Diese Rekorde ala Double Fine sind ja nicht der Kickstart-Standard. Die meisten müssen mit weniger auskommen und dementsprechend werden auch einige Ergebnisse ausfallen.
- greenelve
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig
Keines der ganz Großen. Logischerweise. Ein Spiel braucht nunmal Entwicklungszeit. Kleinere Projekte sind aber schon draussen, leider fällt mir kein Name ein. :/Wigggenz hat geschrieben:Ist denn schon ein einziges der Spiele, die seit dem Start der Kickstarter-Welle dort finanziert wurden, überhaupt schon released worden?
Natürlich tritt dann auch unter Enthusiasten eine gewisse Zurückhaltung ein, wenn man noch kein einziges Ergebnis bewundern kann.
- RENEGADE.78
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Kommentar
Naja, ich würde generell nichts vorfinanzieren, wo ich so wenige (nämlich im Grunde gar keine) Sicherheiten habe. Es ist nie gewährleistet a) das das Projekt überhaupt erscheint b) dass ich im Ernstfall mein Geld zurück bekomme c) dass das Projekt nicht mitten in der Entwicklung komplett umgestrickt wird (wodurch es mich dann evtl. gar nicht mehr anspricht)
Generell erwarte ich mir zudem, wenn ich denn etwas so ungewisses vorfinanzieren soll, dass ich auch ein gewisses Maß an Mitspracherecht bei Entscheidungen habe. Solange die Lasten/Unsicherheiten derart zu Ungunsten der "Backer" ausgerichtet sind, werde ich persönlich kein einziges Kickstarter-Projekt unterstützen.
Generell erwarte ich mir zudem, wenn ich denn etwas so ungewisses vorfinanzieren soll, dass ich auch ein gewisses Maß an Mitspracherecht bei Entscheidungen habe. Solange die Lasten/Unsicherheiten derart zu Ungunsten der "Backer" ausgerichtet sind, werde ich persönlich kein einziges Kickstarter-Projekt unterstützen.
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TMC
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- Registriert: 06.12.2012 13:15
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig
Giana Sisters: Twisted Dreams zum Beispiel, und das ist ja wirklich gut geworden. Kommt halt wirklich drauf an was der Entwickler aus den Spenden macht und was er selber auch bereit ist mit reinzustecken (nicht nur finanziell, auch an echtem Herzblut). Manchmal hab ich einfach den Eindruck das Entwickler sich da sagen "ach gebt uns mal die Kohle rüber und dann schauen wir was wir machen können". Man erkennt halt einfach wer wirklich mit Herz und Arsch hinter seinem Projekt steht.greenelve hat geschrieben:Keines der ganz Großen. Logischerweise. Ein Spiel braucht nunmal Entwicklungszeit. Kleinere Projekte sind aber schon draussen, leider fällt mir kein Name ein. :/Wigggenz hat geschrieben:Ist denn schon ein einziges der Spiele, die seit dem Start der Kickstarter-Welle dort finanziert wurden, überhaupt schon released worden?.
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Admiral Thrawn
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig
als "unbekannter" mit einem 10€-spiel hat man es halt viel schwerer ...
vor allem, wenn man wenig vorzuweisen hat, wie man sich das spiel vorstellt.
ein chris roberts oder obsidian werden viel leichter leute motivieren können, geld zu spenden, da diese immerhin schon mal gute spiele gemacht haben und die leute das auch anerkennen (und vor allem hat chris roberts schon haufenweise geld in die techdemo gesteckt, bevor er überhaupt die kickstarter-kampagne gestartet hat)
und im prinzip ist ihr spiel im vergleich zu anderen auch zu teuer - erst ab 15$ bekommt man das spiel (den realistischen verkaufspreis dieses spiels würde ich mal auf 10-15€ schätzen), bei anderen weitaus größeren projekten gabs das spiel ab 25-30$ (und deren verkaufspreis liegt wohl bei 50€, da sie AAA-charakter haben)
kickstarter ist kein selbstläufer, weil den meisten leuten halt doch klar ist, dass ihr geld eventuell ohne gegenleistung futsch sein kann.
vor allem, wenn man wenig vorzuweisen hat, wie man sich das spiel vorstellt.
ein chris roberts oder obsidian werden viel leichter leute motivieren können, geld zu spenden, da diese immerhin schon mal gute spiele gemacht haben und die leute das auch anerkennen (und vor allem hat chris roberts schon haufenweise geld in die techdemo gesteckt, bevor er überhaupt die kickstarter-kampagne gestartet hat)
und im prinzip ist ihr spiel im vergleich zu anderen auch zu teuer - erst ab 15$ bekommt man das spiel (den realistischen verkaufspreis dieses spiels würde ich mal auf 10-15€ schätzen), bei anderen weitaus größeren projekten gabs das spiel ab 25-30$ (und deren verkaufspreis liegt wohl bei 50€, da sie AAA-charakter haben)
kickstarter ist kein selbstläufer, weil den meisten leuten halt doch klar ist, dass ihr geld eventuell ohne gegenleistung futsch sein kann.
- Sir Richfield
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- Registriert: 24.09.2007 10:02
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig
Der Zyniker in mir legt mir folgenden Kommentar in den Mund:
"Schön, wie immer die Anderen schuld sind!"
Es ist überhaupt kein Problem, dass es Bazillionen Kickstarts gibt.
Wenn das eigene Projekt von sich aus interessant ist und man nicht gleich tormentsche Geldsummen haben will, dann sind die Chancen immer noch nicht schlecht.
Man sollte sich aber als Jemand, der ein Projekt bei Kickstarter einstellt, folgender Tatsache bewußt sein:
Es gibt KEINE Garantie für den Erfolg.
Das ist nicht schlimm, die Garantie gibt es nämlich auch nicht für anders finanzierte Produkte.
(Diese Tatsache muss man ja inzwischen auch den Kunden einhämmern. Nur weil jemand ein Spiel gemacht hat, muss der damit nicht superreich werden, wenn das Spiel scheisse ist!!! Entwickler und Publisher sind kein Stück besser als ihr in Eurem Job!)
Ich denke sogar, dass das bei Kickstarter sogar besser ist, wenn man sieht, dass die Finanzierung scheitert. Dann hat man das Geld noch nicht verbrannt und kann mal in sich gehen und gucken, ob man das Geld anders bekommt, halt länger braucht, wenn man UNBEDINGT das Ding entwickeln will (Weil dann geht das in den Kunstbereich und da ist mans selber Schuld.), oder ob das Produkt halt einfach keinen interessiert...
"Schön, wie immer die Anderen schuld sind!"
Es ist überhaupt kein Problem, dass es Bazillionen Kickstarts gibt.
Wenn das eigene Projekt von sich aus interessant ist und man nicht gleich tormentsche Geldsummen haben will, dann sind die Chancen immer noch nicht schlecht.
Man sollte sich aber als Jemand, der ein Projekt bei Kickstarter einstellt, folgender Tatsache bewußt sein:
Es gibt KEINE Garantie für den Erfolg.
Das ist nicht schlimm, die Garantie gibt es nämlich auch nicht für anders finanzierte Produkte.
(Diese Tatsache muss man ja inzwischen auch den Kunden einhämmern. Nur weil jemand ein Spiel gemacht hat, muss der damit nicht superreich werden, wenn das Spiel scheisse ist!!! Entwickler und Publisher sind kein Stück besser als ihr in Eurem Job!)
Ich denke sogar, dass das bei Kickstarter sogar besser ist, wenn man sieht, dass die Finanzierung scheitert. Dann hat man das Geld noch nicht verbrannt und kann mal in sich gehen und gucken, ob man das Geld anders bekommt, halt länger braucht, wenn man UNBEDINGT das Ding entwickeln will (Weil dann geht das in den Kunstbereich und da ist mans selber Schuld.), oder ob das Produkt halt einfach keinen interessiert...
