Spielkultur: Rambourg: "Einige Entwicklungen bereiten mir Sorgen."

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4P|BOT2
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Spielkultur: Rambourg: "Einige Entwicklungen bereiten mir Sorgen."

Beitrag von 4P|BOT2 »

Einiges laufe gerade sehr falsch in der Branche, so ein besorgter Guillaume Rambourg in seiner Keynote auf der diesjährigen Quo Vadis. 

So würden z.B. die Freiheiten der Spieler immer mehr beschnitten. Eine dieser Entwicklungen sei Always-on-DRM. Ein schlampig umgesetzter Kopierschutz könne den Verkaufsstart eines Produkts beschädigen. Zudem verprelle man die Käufer, weil der DRM-Dienst irgendwan...

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TP-Skeletor
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Re: Spielkultur: Rambourg: "Einige Entwicklungen bereiten mi

Beitrag von TP-Skeletor »

Damit rennt der gute Mann natuerlich offene Tueren bei Spielern ein, aber was neues erzaehlt er auch nicht. Ich bin da einfach nur gespannt wie es weitergeht, insbesondere in Richtung Always-on-DRM. Wenn zukuenftig noch mehr SP-Spiele mit einer derartigen Kopierschutzmaßnahme versehen werden, wird's eng fuer mich.
Zuletzt geändert von TP-Skeletor am 26.04.2013 11:01, insgesamt 1-mal geändert.
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aGamingDude
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Beitrag von aGamingDude »

Klingt zu romantisch, als das es je wahr werden würde.
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sphinx2k
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Re: Spielkultur: Rambourg: "Einige Entwicklungen bereiten mi

Beitrag von sphinx2k »

Hab ich gestern schon gelesen was er so gesagt hat und ich kann ihm nur zustimmen.

Denn ich sehe das es bei mir genau so abläuft...würde gerne mehr kaufen aber es gibt nichts was mir das Geld was verlangt wird wert ist.

Ich hoffe das sich die großen irgendwann wieder wenigstens ein bisschen in Richtung Kundenfreundlichkeit bewegen.
nawarI
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Re: Spielkultur: Rambourg: "Einige Entwicklungen bereiten mi

Beitrag von nawarI »

Man ließt doch ständig in Kommentaren, dass ein Spiel zwar witzig aussieht man aber wartet, bis das Spiel billiger wird. Sleeping Dogs; das neue Sly Raccoon; Lollipop Chainsaw sind bei mir solche Kandidaten.
Diese Spiele, die eher eine kleine Gruppe von Spielern ansprechen erstmal für 60 € zu veröffentlichen, ergibt überhauptkeinen Sinn.
Ein paar wenige Hardcore-Fans greifen sofort zu, die meisten finden das Spiel zu teuer. Ein paar Spieler greifen dann zu, wenn das Spiel nur noch 20 € kostet, der Rest vergisst das Spiel einfach wieder.
Solche Spiele von vornerein etwas billiger auf den Markt zu bringen, würde vielen Spielen gut tun.
Azoran
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Re: Spielkultur: Rambourg: "Einige Entwicklungen bereiten mi

Beitrag von Azoran »

Wow es gibt echt noch Leute in der Branche die nicht nur auf den Inhalt des Portemonnaies des Spielers aus sind sondern den der Spieler und seine Meinung wichtig sind. Nach so ielen News Meldungen alla DRM und always on und 20 First Day DLC's ist es echt schön auch mal sowas zu lesen. Da bekommt man fast Hoffnung, dass einem sein Hobby auch noch in Zukunft Spaß machen könnte.
Refizul
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Re: Spielkultur: Rambourg: "Einige Entwicklungen bereiten mi

Beitrag von Refizul »

In einem gebe ich dem Herrn sehr wohl recht, nämlich dass die Beziehung zwischen Kunde und Anbieter in der Spieleindustrie sehr seltsam ist. Ich erinnere mich noch gut daran wie mein Wirtschaftsprofessor uns eingehämmert hat "der Kunde ist König" (zumindest solange er zuhören kann :wink: ).
In der Spielebranche habe ich mehr das Gefühl das die Kundschaft als Feind betrachtet wird. Es ist immer der böse Raubkopierer, oder noch schlimmer Gebrauchtspielekäufer. Anstelle treue Kunden zu belohnen wird versucht diesen noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Man will ja Spiele heutzutage als Service verstanden haben und nicht als einfaches Produkt und gerade da ist Kundenfreundlichkeit noch wichtiger.

Vielleicht hatte es die Spieleindustrie in den letzten Jahren wirklich zu leicht wenn bedenkt wie offensichtlich viele Firmen ihre Kunden extra zu Kasse bitten. Stichwort DLC bereits auf der Disk oder schnell mal vor Release rausgeschnitten. In meiner Branche versucht man zumindest nicht mit einem riesen Schild herumzulaufen auf dem steht:"Mich interessiert nur euer Geld".
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Sir Richfield
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Re: Spielkultur: Rambourg: "Einige Entwicklungen bereiten mi

Beitrag von Sir Richfield »

Ist der Mann zufällig als Cpt. Obvious bei Twitter unterwegs?

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Kajetan
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Re: Spielkultur: Rambourg: "Einige Entwicklungen bereiten mi

Beitrag von Kajetan »

Azoran hat geschrieben:Wow es gibt echt noch Leute in der Branche die nicht nur auf den Inhalt des Portemonnaies des Spielers aus sind ...
Natürlich ist man auch dort NUR am Inhalt des Geldbeutels des Kunden interessiert. Aber im Gegensatz zu anderen Anbietern ist man dort schlau genau genug dem Kunden das zu bieten, was der Kunde haben möchte, anstatt zu versuchen mit immensem Marketingaufwand dem Kunden das anzudrehen, was man dem Kunden verkaufen möchte.
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Kajetan
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Re: Spielkultur: Rambourg: "Einige Entwicklungen bereiten mi

Beitrag von Kajetan »

Refizul hat geschrieben:In der Spielebranche habe ich mehr das Gefühl das die Kundschaft als Feind betrachtet wird.
Korrekt. Das ist übrigens schon seit vielen Jahren so, nur merkt man es so allmählich immer deutlicher. In der Spieleindustrie wird der Kunde größtenteils geradezu verachtet. Der Kunde ist für viele Entscheider nur eine dumme, leicht zu manipulierende Schafsherde, die man nach Strich und Faden abzocken MUSS. Weil man es nämlich kann.
Vielleicht hatte es die Spieleindustrie in den letzten Jahren wirklich zu leicht wenn bedenkt wie offensichtlich viele Firmen ihre Kunden extra zu Kasse bitten. Stichwort DLC bereits auf der Disk oder schnell mal vor Release rausgeschnitten.
Korrekt. Die Spieleindustrie ist in den letzten zehn, fünfzehn Jahren so schnell und so stark gewachsen, dass sich dort eine Mentalität entwickelt hat, in der die Firma das RECHT auf Umsatz erhebt und der Kunde VERPFLICHTET ist der Firma die Produkte abzukaufen. Gleichgültig wie übel die Produkte sind, wie wenig sie dem entsprechen, was der Kunde eigentlich haben möchte.

Ein ähnliches Verhalten kann man übrigens bei nahezu alle TK-Unternehmen feststellen, die im Zuge des Handy-Boomes der letzten fünfzehn Jahre auch nur die Hand aufhalten mussten, weil das Geld fast von alleine kam. Arroganz gegenüber dem Kunden und Ignoranz gegenüber den Kundenwünschen zeichnet jede Branche aus, die in Boomzeiten von ganz klein zu ganz groß gewachsen ist.
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Cojonuri
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Beitrag von Cojonuri »

Sehr schön. Ich hoffe, dass sich das irgendwann nochmal durchsetzen wird und die Entwickler wirklich dem Spieler wieder ein Erlebnis bereiten, als ihnen das Geld aus der Tasche ziehen wollen.
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nepumax
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Beitrag von nepumax »

Der Junge hat's verstanden.

Jetzt müssen das nur noch die anderen großen Publisher raffen, dann ist die Spielewelt gerettet!
Refizul
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Re: Spielkultur: Rambourg: "Einige Entwicklungen bereiten mi

Beitrag von Refizul »

Kajetan hat geschrieben:
Refizul hat geschrieben:In der Spielebranche habe ich mehr das Gefühl das die Kundschaft als Feind betrachtet wird.
Korrekt. Das ist übrigens schon seit vielen Jahren so, nur merkt man es so allmählich immer deutlicher. In der Spieleindustrie wird der Kunde größtenteils geradezu verachtet. Der Kunde ist für viele Entscheider nur eine dumme, leicht zu manipulierende Schafsherde, die man nach Strich und Faden abzocken MUSS. Weil man es nämlich kann.
Das ist ja an sich leider nicht unbedingt ungewöhnlich. Aber in der Spieleindustrie sind Kommentare wie 95% aller PC Spieler sind Raubkopierer oder Gebrauchtspielekäufer sind schlimmer als Raubkopierer ja nichts ungewöhnliches. Solche Ansichten kann man ja intern haben aber es sollte doch jedem bewusst sein, das dass der Firma langfristig schadet.

Ich könnte jetzt noch einen ewig langen Absatz über das Verhalten der Spieleindustrie gegenüber der Stammkundschaft (aka den sogenannten Core-Gamern) schreiben, aber ich belasse es am besten damit, dass das Verhalten vieler großer Spielefirmen für mich keinen Sinn ergibt. (Aus wirtschaftlicher Sicht betrachtet; als Spieler habe ich schon lange die Augen verdreht :lol: )
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Saric
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Re: Kommentar

Beitrag von Saric »

nepumax hat geschrieben:Der Junge hat's verstanden.

Jetzt müssen das nur noch die anderen großen Publisher raffen, dann ist die Spielewelt gerettet!
Die großen Publisher wissen das doch schon lange alles. Aber warum sollen Sie sich daran halten, wenn das Geld auch von allein kommt! Wenn dir jemand Geld nach wirft würdest du auch nicht sagen : " Halt ich muss erst was dafür tun!" du nimmst es an und gehst weiter deinen Weg. Solange sich das Denken beim Kunden nicht ändern ( und ich mein jetzt nicht die vereinzelnden Gamer die sich in Foren beschweren, die sind insgesamt einfach noch zu wenig um war genommen zu werden) werden die großen Anbieter ein Sche.... tun und sich ändern.
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Kajetan
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Re: Spielkultur: Rambourg: "Einige Entwicklungen bereiten mi

Beitrag von Kajetan »

Refizul hat geschrieben:Solche Ansichten kann man ja intern haben aber es sollte doch jedem bewusst sein, das dass der Firma langfristig schadet.
Das Bewusstsein, dass solche Äusserungen langfristig sehr schädlich sind, ist aber in vielen Köpfen in der Branche aber nicht vorhanden. Dort denkt man a) dass es tatsächlich so ist und b) man denkt, dass die Party der letzten zehn Jahre ohne Ende einfach so weitergeht und sie weiterhin machen können, was sie wollen, ohne dass es für sie negative Folgen hat. Typisches Verhalten einer Boom-Industrie, wo man diesen Boom nicht als seltenen Ausnahmezustand, sondern als normalen Alltag begreift.
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