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Kommentar

Verfasst: 09.04.2013 13:32
von 56er
Ein weiteres Armutszeugnis das sich EA damit so unüberlegt ausstellt. Man könnte fasst meinen das wir uns auf dem Schulfhof einer Grundschule befinden.

Re: Electronic Arts: Consumerist reagiert auf Moore-Statemen

Verfasst: 09.04.2013 13:42
von Raskir
Aber hat EA letzes Jahr wirklich den Sieg mit dem Ende von Masseffect begründet? Wow, das ergibt natürlich Sinn. Puh danke. Und ich dachte bisjetzt, es läge zum Hauptteil an der Einführung Origins welches 8-9 Monate zuvor rauskam, als damals noch richtige Spionagesoftware.
Ich bin froh nun endlich aufgeklärt worden zu sein
...

Re: Electronic Arts: Consumerist reagiert auf Moore-Statemen

Verfasst: 09.04.2013 13:45
von lex23
"EA had the opportunity to show the gaming community the respect it deserves, but instead has insulted its intelligence by asking it to accept that its quite obvious faults are really just minor problems and that the actual source of trouble are faceless, homophobic hatemongers."

"Companies like EA are happy to foster the misinformed perception of your average “gamer” as a whiny, nitpicky loner who will complain about anything, as that image only helps to discredit those who have a valid complaint about a relatively pricey consumer product."


Das sind die zwei besten Sätze :)

Re: Electronic Arts: Consumerist reagiert auf Moore-Statemen

Verfasst: 09.04.2013 13:57
von muecke-the-lietz
Also ich sehe die Auszeichnung EAs oder irgendeiner anderen Spielefirma in diesem Kontext als fragwürdig und realitätsverzerrend.

Natürlich ist es falsch und verachtenswert, wie EA mit den Rechten seiner Kunden umgeht, aber das ändert nichts daran, dass es hier um ein reines Unterhaltungsprodukt geht, auf das man gut und gerne auch verzichten kann. Außerdem sehe ich nicht die gesellschaftliche Relevanz, die eine Firma haben müsste, um so einen Preis zu "gewinnen".

Tabak und Alkoholkonzerne, Textilunternehmen, private Trinkwasserversorger wie Nestle, Hedge Fonds, Energiekonzerne die Schiefergas fördern und damit ganze Landstriche verwüsten und die Bewohner vergiften, Mineralölkonzerne, Atomenergiekonzerne, Nahrungsmittelkonzerne, Banken, usw.
Das sind Firmen von gesellschaftlicher Relevanz und da finden auch die wirklich großen Sauereien statt. Dass so eine eigentlich unbedeutende Branche so einen Preis zweimal abräumt, zeigt eigentlich eher, dass viele Leute die tatsächlichen Probleme überhaupt nicht sehen.

Ich bin absolut dafür, dass EA von der Spielergemeinschaft mit Verachtung gestraft wird, aber nicht dafür, dass die wirklich schlimmen Unternehmen so leicht davon kommen.

Re: Electronic Arts: Consumerist reagiert auf Moore-Statemen

Verfasst: 09.04.2013 14:07
von Raskir
muecke-the-lietz hat geschrieben:Also ich sehe die Auszeichnung EAs oder irgendeiner anderen Spielefirma in diesem Kontext als fragwürdig und realitätsverzerrend.

Natürlich ist es falsch und verachtenswert, wie EA mit den Rechten seiner Kunden umgeht, aber das ändert nichts daran, dass es hier um ein reines Unterhaltungsprodukt geht, auf das man gut und gerne auch verzichten kann. Außerdem sehe ich nicht die gesellschaftliche Relevanz, die eine Firma haben müsste, um so einen Preis zu "gewinnen".

Tabak und Alkoholkonzerne, Textilunternehmen, private Trinkwasserversorger wie Nestle, Hedge Fonds, Energiekonzerne die Schiefergas fördern und damit ganze Landstriche verwüsten und die Bewohner vergiften, Mineralölkonzerne, Atomenergiekonzerne, Nahrungsmittelkonzerne, Banken, usw.
Das sind Firmen von gesellschaftlicher Relevanz und da finden auch die wirklich großen Sauereien statt. Dass so eine eigentlich unbedeutende Branche so einen Preis zweimal abräumt, zeigt eigentlich eher, dass viele Leute die tatsächlichen Probleme überhaupt nicht sehen.

Ich bin absolut dafür, dass EA von der Spielergemeinschaft mit Verachtung gestraft wird, aber nicht dafür, dass die wirklich schlimmen Unternehmen so leicht davon kommen.
Damit hast du nicht unrecht wurde aber eh schon in einem ähnlichen Thread ausgiebig behandelt. Ich persönlich finde es gut, dass EA hier aufgeführt wird und sogar gewinnt. Natürlich gibt es Dutzende, ach was, hunderte Firmen die es eher verdient hätten. Aber gegen all diese Firmen wird schon sehr viel gemacht. Umweltaktivisten, Demonstrationen, Pätitionen, Gesetze, Vorträge in Universitäten, Dokumentationen im Fernsehen etc etc.
Aber die Sektion "Unterhaltung" wird dabei außen vorgelassen, weil sie eben unwichtig ist. Weil sie keine Beachtung findet. Weil man auch einfach ausweichen oder verzichten kann.

Aber ich halte es für wichtig, dass auch solche Firmen ihr Fett abgekommen. Und dafür ist der Preis doch super. Er verschafft nur ein etwas schlechteres Image und klärt vllt etwas auf. Aber wirklich gefährden tut es die Firma sowieso nicht.

Dass BP, Nestle, Nike, Waffenfirmen, Tabak- Pharmakonzerne Scheiße machen ist ja den meisten bewusst. Aber bei EA sieht das anders aus. Das wissen nur die die Spielen auch zum Hobby haben. Und wenn sie nicht durch solche "Preise" ausgezeichnet werden, wie soll die Öffentlichkeit sonst zeigen, was sie von der Firma halten? Durch Boykott? Das geschieht ja auch, aber nur bei den aufgeklärten und willensstarken.

Re: Electronic Arts: Consumerist reagiert auf Moore-Statemen

Verfasst: 09.04.2013 14:08
von Shevy-C
muecke-the-lietz hat geschrieben:Also ich sehe die Auszeichnung EAs oder irgendeiner anderen Spielefirma in diesem Kontext als fragwürdig und realitätsverzerrend.

Natürlich ist es falsch und verachtenswert, wie EA mit den Rechten seiner Kunden umgeht, aber das ändert nichts daran, dass es hier um ein reines Unterhaltungsprodukt geht, auf das man gut und gerne auch verzichten kann. Außerdem sehe ich nicht die gesellschaftliche Relevanz, die eine Firma haben müsste, um so einen Preis zu "gewinnen".

Tabak und Alkoholkonzerne, Textilunternehmen, private Trinkwasserversorger wie Nestle, Hedge Fonds, Energiekonzerne die Schiefergas fördern und damit ganze Landstriche verwüsten und die Bewohner vergiften, Mineralölkonzerne, Atomenergiekonzerne, Nahrungsmittelkonzerne, Banken, usw.
Das sind Firmen von gesellschaftlicher Relevanz und da finden auch die wirklich großen Sauereien statt. Dass so eine eigentlich unbedeutende Branche so einen Preis zweimal abräumt, zeigt eigentlich eher, dass viele Leute die tatsächlichen Probleme überhaupt nicht sehen.

Ich bin absolut dafür, dass EA von der Spielergemeinschaft mit Verachtung gestraft wird, aber nicht dafür, dass die wirklich schlimmen Unternehmen so leicht davon kommen.
So wie es der Typ von The Consumerist ausdrückt, gehe es bei dem Preis ja eher um die Beziehung des Unternehmens zum Kunden. Daher ist der Titel der Auszeichnung als "Worst Company In America" sicherlich falsch gewählt, wohlwissend aber, dass er so natürlich reißerischer und klicks-generierender ist.

Ein "Worst Company - Consumer Relationship" Titel wäre wohl treffender. Das schlimmste Unternehmen Americas ist EA mit Sicherheit nicht, wenn man sich ansieht was andere Unternehmen an Schäden (an Umwelt und Menschen) anrichten, ist EA überhaupt nicht wahrzunehmen.

Daher ist dieses Ranking unter diesem Titel auch komplett überflüssig und irreführund.

Re: Electronic Arts: Consumerist reagiert auf Moore-Statemen

Verfasst: 09.04.2013 14:11
von PanzerGrenadiere
das unbeliebteste unternehmen lässt moore solchen schwachsinn äussern und wundert sich, warum es nicht bergauf geht. ja, die homophobe lobby will ea fertig machen. ich wusste nicht mal, dass man sich bei ea dahingehend (also irgendeine billige öffentlichkeitswirksame pr) einsetzt.

Re: Electronic Arts: Consumerist reagiert auf Moore-Statemen

Verfasst: 09.04.2013 14:14
von sphinx2k
Shevy-C hat geschrieben:
So wie es der Typ von The Consumerist ausdrückt, gehe es bei dem Preis ja eher um die Beziehung des Unternehmens zum Kunden. Daher ist der Titel der Auszeichnung als "Worst Company In America" sicherlich falsch gewählt, wohlwissend aber, dass er so natürlich reißerischer und klicks-generierender ist.

Ein "Worst Company - Consumer Relationship" Titel wäre wohl treffender. Das schlimmste Unternehmen Americas ist EA mit Sicherheit nicht, wenn man sich ansieht was andere Unternehmen an Schäden (an Umwelt und Menschen) anrichten, ist EA überhaupt nicht wahrzunehmen.

Daher ist dieses Ranking unter diesem Titel auch komplett überflüssig und irreführund.
Ja sehe ich genauso das der Preis so gemeint ist.

Re: Electronic Arts: Consumerist reagiert auf Moore-Statemen

Verfasst: 09.04.2013 14:35
von Umimatsu
Monsanto vertreibt genverändertes Saatgut; Apple zockt seine Kunden mit überhöhten Mondpreisen ab, kümmert sich aber einen Scheiß um die Arbeitsbedingungen ihrer chinesischen und taiwanesischen Zulieferer; amerikanische Banken zockten sich in die Fastpleite und spekulieren nach ihrer Rettung durch den amerikanischen Steuerzahler wieder an den internationalen Finanzmärkten mit - aber Electronic Arts wird zum miesesten Unternehmen der USA gewählt. Das soll noch einer verstehen...

Re: Electronic Arts: Consumerist reagiert auf Moore-Statemen

Verfasst: 09.04.2013 14:38
von johndoe1044785
konnte letztes jahr auch schon nur mit dem kopf schütteln, mein damaliger beitrag gilt auch dieses jahr.

Re: Electronic Arts: Consumerist reagiert auf Moore-Statemen

Verfasst: 09.04.2013 14:43
von Temeter 
Shevy-C hat geschrieben:So wie es der Typ von The Consumerist ausdrückt, gehe es bei dem Preis ja eher um die Beziehung des Unternehmens zum Kunden. Daher ist der Titel der Auszeichnung als "Worst Company In America" sicherlich falsch gewählt, wohlwissend aber, dass er so natürlich reißerischer und klicks-generierender ist.

Ein "Worst Company - Consumer Relationship" Titel wäre wohl treffender. Das schlimmste Unternehmen Americas ist EA mit Sicherheit nicht, wenn man sich ansieht was andere Unternehmen an Schäden (an Umwelt und Menschen) anrichten, ist EA überhaupt nicht wahrzunehmen.

Daher ist dieses Ranking unter diesem Titel auch komplett überflüssig und irreführund.
Naja, das Ding heißt The Consumerist. Das sollte eigentlich Hinweis genug sein, worum es bei dem Preis geht. Ich denke da kann man den etwas überzogenen Titel durchaus hinnehmen.

Re: Electronic Arts: Consumerist reagiert auf Moore-Statemen

Verfasst: 09.04.2013 14:44
von Eirulan
Umimatsu hat geschrieben:Monsanto vertreibt genverändertes Saatgut; Apple zockt seine Kunden mit überhöhten Mondpreisen ab, kümmert sich aber einen Scheiß um die Arbeitsbedingungen ihrer chinesischen und taiwanesischen Zulieferer; amerikanische Banken zockten sich in die Fastpleite und spekulieren nach ihrer Rettung durch den amerikanischen Steuerzahler wieder an den internationalen Finanzmärkten mit - aber Electronic Arts wird zum miesesten Unternehmen der USA gewählt. Das soll noch einer verstehen...
Hierfür gibt's andere "Preise" wie bspw. den Public Eye Award - hier findest du die richtig bösen Jungs.
http://www.publiceye.ch/de/hall-of-shame/

Wie oben geschrieben, ist der Titel des Awards, um den es hier geht, nicht so wirklich glücklich gewählt.

Kommentar

Verfasst: 09.04.2013 14:51
von opium1981
Dass EA sich ändern will und Fehler eingesteht, haben wir glaube ich seit kurz vor Deadspace damals schon gehört. Den Preis gewinnen sie auch nicht zum ersten mal. Und ja, jeder hat sich über SimCity aufgeregt und auch über viele andere Produkte. Nur dem Absatz hat es nicht geschadet. Und darum geht's doch. Solange sie weiter Geld mit ihren Strategien machen, sehen sie keinen Grund, diese zu ändern. Und der negativen Publicity wollen sie halt vorbeugen indem sie...lügen.

Re: Electronic Arts: Consumerist reagiert auf Moore-Statemen

Verfasst: 09.04.2013 14:53
von johndoe702031
Shevy-C hat geschrieben:
muecke-the-lietz hat geschrieben:Also ich sehe die Auszeichnung EAs oder irgendeiner anderen Spielefirma in diesem Kontext als fragwürdig und realitätsverzerrend.

Natürlich ist es falsch und verachtenswert, wie EA mit den Rechten seiner Kunden umgeht, aber das ändert nichts daran, dass es hier um ein reines Unterhaltungsprodukt geht, auf das man gut und gerne auch verzichten kann. Außerdem sehe ich nicht die gesellschaftliche Relevanz, die eine Firma haben müsste, um so einen Preis zu "gewinnen".

Tabak und Alkoholkonzerne, Textilunternehmen, private Trinkwasserversorger wie Nestle, Hedge Fonds, Energiekonzerne die Schiefergas fördern und damit ganze Landstriche verwüsten und die Bewohner vergiften, Mineralölkonzerne, Atomenergiekonzerne, Nahrungsmittelkonzerne, Banken, usw.
Das sind Firmen von gesellschaftlicher Relevanz und da finden auch die wirklich großen Sauereien statt. Dass so eine eigentlich unbedeutende Branche so einen Preis zweimal abräumt, zeigt eigentlich eher, dass viele Leute die tatsächlichen Probleme überhaupt nicht sehen.

Ich bin absolut dafür, dass EA von der Spielergemeinschaft mit Verachtung gestraft wird, aber nicht dafür, dass die wirklich schlimmen Unternehmen so leicht davon kommen.
So wie es der Typ von The Consumerist ausdrückt, gehe es bei dem Preis ja eher um die Beziehung des Unternehmens zum Kunden. Daher ist der Titel der Auszeichnung als "Worst Company In America" sicherlich falsch gewählt, wohlwissend aber, dass er so natürlich reißerischer und klicks-generierender ist.

Ein "Worst Company - Consumer Relationship" Titel wäre wohl treffender. Das schlimmste Unternehmen Americas ist EA mit Sicherheit nicht, wenn man sich ansieht was andere Unternehmen an Schäden (an Umwelt und Menschen) anrichten, ist EA überhaupt nicht wahrzunehmen.

Daher ist dieses Ranking unter diesem Titel auch komplett überflüssig und irreführund.
Jain. Ich tippe mal, dass Halliburton (2006) und BP (2011, zur Zeit der Deepwater Horizon Katastrophe) nicht NUR wegen des miesen Services an Tankstellen oder steigender Verbraucherpreise gewonnen haben. Die ganze Abstimmung ist letztlich nicht mehr als ein öffentliches Shitstorm-Meter, was sich einmal auf direkte Kundenkontakte (Service etc.), aber auch auf das medial erzeugte Öffentlichkeitsbild und dessen aktuelle Diskursdominanz als solche richten kann. Damit, dass es letztlich eben nur ein Shitstorm-Messgerät ist und sich selbst auch von der ganzen "Company-Death-Match"-Aufmachung inkl. Plastikscheiße auch nicht sonderlich ernst nimmt, kann man sich prima trösten, dass die richtigen Arschlöcher unter den Konzernen nicht immer gewinnen.* Das, plus diebische Schadenfreude für EA :twisted: .


*... und übrigens auch schon gar nicht erst nominiert waren, wie man der Auslosung entnehmen kann. Zumindest nix mit den typischen Monty-Burns-Tribute-Konzernen wie BP, Monsanto, Pfizer, Nestlé, Lockheed Martin oder was weiß ich für fiese Schurkenfirmen. Naja, buchen wir's mal als Wohlstandsprobleme ab, die der ach so kritische Konsument heuer wohl hat. Und Leid tun muss einem EA ja nun wahrlich auch nicht, also von daher...

Re: Electronic Arts: Consumerist reagiert auf Moore-Statemen

Verfasst: 09.04.2013 14:55
von crewmate
Kajetan hat geschrieben:
L34D hat geschrieben:Verdienen würde es ja EA den Titel zu verteidigen. Vll. lernt man ja endlich drauß, was ich allerdings eher nicht glaube. :D
Diejenigen an der Spitze solcher Firmen lernen selbst dann nicht, wenn die Firma gemäß Chapter 11 abgewickelt wird. Bevor hier auch nur ein Jota persönlicher Verantwortung übernommen wird, wird fleissig mit dem Finger auf alle anderen gezeigt.
Doch. Ricciotello musste seinen Stuhl räumen.
Dead Space 3 und Star Wars Online haben ihre Zahlen nicht geschafft.

Und der Square Enix Chef ist auch weg vom Fenster.

Der Geldbeutel Protest wirkt.