mr archer hat geschrieben:Chris_HH hat geschrieben:
Kriecht mir REWE nicht in den Arsch klau ich halt in Zukunft, kriecht mir Mercedes net in den Arsch, dann klau ich mir halt nen Auto, weil die sind ja schuld, die haben mich nicht genug umworben ? Die haben mich net zu einem wunderbaren Happening eingeladen ......
Nur weil jemanden etwas nicht gefällt, darf das noch lange nicht zu einer Illegalen Handlung führen...
Der Vergleich ist halt schief. Wenn Du bei REWE nen Jogurt klaust, dann fehlt der bei der Inventur. Wenn Du ein Spiel illegal ziehst, fehlt dem Publisher gar nix. Ihm ist allerdings Dein Geld entgangen. Natürlich bleibt die Sache aber trotzdem illegal.
Kopierbarkeit ist eine systemische Eigenschaft von digitalen Gütern. Diese Verhindern zu wollen, kommt dem Versuch gleich, zu kontrollieren, wer im Park an welcher Blume riecht. Das kann der Gärtner dem Parkbesucher auch nicht in Rechnung stellen.
Natürlich ist es aber das gute Recht des Publishers, mit seinem digitalen Produkt Geld verdienen zu wollen. Die Frage ist nur, ob es eine schlaue Strategie ist, dabei die zu behelligen, die zum Zahlen bereit sind - nur weil man die Nicht-Zahler nicht zu fassen bekommt. Ich erwische die Ladendiebe nicht - und haue dafür dem zahlenden Kunden auf die Fresse.
Meine Konsequenz: Kauf von Spielen mit DRM nur nach sehr reiflichem Überlegen. Und zum Schleuderpreis anderthalb Jahre nach Veröffentlichung. Wenn Euch mein Geld für Eure Bilanzen den Aktionären gegenüber nix mehr nutzt. Ihr wollt es nicht anders.
Im übrigen: Ich ziehe mir grundsätzlich keine Spiele kostenlos aus dem Netz.
Wenn die Inventur nicht stimmt und viele Verluste gefahren worden sind, dann werden die Preise einzelner Artikel auch erhöht um das weider einzunehmen, sprich Kunden die Dinge kaputt machen oder klauen tragen dazu bei die Preise im Einzelhandel zu erhöhen. Es geht nun mal ums Geld.
Dann werden evtl. Kamers installiert und Ladendetektive beschäftigt was zu erhöhten Personalkosten bzw. Austattungskosten führt, was sich dann auf die Handlungskosten bzw. den Selbstkostenpreis eines Unternehmens auswirkt die dann wiederrum im Bruttoverkaufspreis mit eingerechnet sind.
Klar kann man sagen was Virtuell runtergeladen word schädigt niemanden, aber stimmt das wirklich ?
Dinge die konsumiert werden wie Spiele, Musik bzw. Filme oder "virtuelle" Bücher bringen den Entwicklern, Autoren, Sängern weniger Geld.
Geld was nicht wieder in neue Medien investiert werden kann. Wenn z.B. nicht "EINER" ein CoD kauft, aber alle das Teil runterladen würden, würden die Publisher/Entwickler nicht mehr das Geld haben um an neuen Projekten zu arbeiten oder müssten halt ein "noch" schlechteres Projekt abliefern(ok bei CoD stört das keinen, wenns verschwindet), aber es geht dabei doch ums Prinzip, wenn man kleine Entwicklungsfirmen so den gar aus macht, statt sie zu Unterstützen, was erwartet man dann ?
Wie gesagt ich kann die Maßnahmen, aber genauso gut die Verbraucher verstehen. Ich mein, versetzt man sich mal selber in die Rolle man arbeitet an etwas, jeder benutzt es, aber keiner will dafür zahlen. So funktioniert die Wirtschaft nicht.
"Jeder kann wütend werden, das ist einfach. Aber wütend auf den Richtigen zu sein, im richtigen Maß, zur richtigen Zeit, zum richtigen Zweck und auf die richtige Art, das ist schwer." -Aristoteles