Fiddlejam hat geschrieben:Wie beweist ein White hat, dass er in ein gesichertes System eingedrungen ist? Sicherlich nicht, indem er den Zugang online stellt und dran schreibt "Hier, Zugang zum Pentagon, aber nichts illegales damit anstellen. *zwinker zwinker wink wink*"
Auf dem Level geht es auch etwas anders zu.
Die meisten Hacker sagen dem Pentagon dann, wie sie reingekommen sind, damit die ihre Lücke schließen.
Erst wenn diese Lücke ignoriert wird, stellen sie die der Öffentlichkeit zur Verfügung, um die Verantwortlichen zu zwingen.
Als Belohnung werden die dann gesucht, statt sich bei denen zu bedanken.
Weil es darum geht JEDES Spiel zu knacken.
Erneut, um es mit der Hackerszene zu vergleichen, das wäre, als würde sich man sich für jeden geknackten Facebook-Account mit Passwort "123456" rühmen.
Die Cracker Szene unterscheidet sich auch leicht von der Hacker Szene.
Du hast aber einen kleinen Punkt bei Kajetan übersehen:
Die Cracker unterscheiden sich von den Releasern.
Die Cracker posten ihren Kram eigentlich nur in ihnen bekannten Bereichen, um den anderen in dem Bereich zu sagen "Wir haben den Längsten!".
Die Releaser "klauen" ihnen dann den Kram und stellen den Online.
Und deshalb ist es Unsinn von "Ehre" zu reden. Ginge es darum, würden sie sich mit dem Knacken zufrieden geben, aber das tun sie eben nicht.
Natürlich nicht. Nur für sich zu Hause zu knacken verlängert den EPeen nicht.
Die Cracker haben aber fast alle in der Tat weniger ein Interesse an der breiten Verteilung, mehr daran, den Kopierschutz auszuhebeln, einfach weil er da ist.
Deshalb können die Publisher diesen "Kampf" nur gewinnen, in dem sie ihren Kunden auf den Nerv fallen.
Oder halt einfach nicht mitspielen, siehe Wargames.
Deshalb landet die Kopiergeschützte Fassung vom Witcher in den Netzen und nicht die GOG Version.
Bei der GOG Version ist nichts zu knacken, ist völlig uninteressant.
Und bei GOG wird gekauft, obschon die keinen Kopierschutz haben. Pervers, oder?
Man darf sich die Frage stellen, warum noch keiner von der Musikindustrie gelernt hat. Die haben ja auch - wenn auch unter von Apple eingeführten Schmerzen - gelernt, dass sich nicht DRM verseuchte MP3 tatsächlich verkaufen.
(Wobei das Apple sicher auch nicht recht war, aber die folgen halt dem Geld, bis sie was besseres gefunden haben.)
ICH hätte der MI auch sagen können, dass die Leute einen MP3 kaufen wollen und dann in folgenden Geräten nutzen wollen, ohne Streß zu haben:
Auf ihrem Desktop
Auf ihrem Laptop
Auf ihrem Tablet
Auf ihrem Smartphone
Auf ihrem MP3 Player
Auf ihrem Autoradio
Sowas ähnliches, nur in kleinem Umfang muss die Spieleindustrie auch erst kommen, dass es Leute gibt, die ihr Spiel auf ihrem Desktop und ihrem Laptop spielen wollen.
Und letzterer ist eher mal Offline, bzw. nicht 100% online.
Kommt aber, regelt der Markt irgendwann sicherlich. Auch wenn die Publisher LAN effektiv getötet haben.
Warum sollte man auch von Mojang lernen, deren kleines Spiel auf fast allem läuft, einen Offline Modus hat und Notch richtig reich gemacht hat?