Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

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4P|BOT2
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Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von 4P|BOT2 »

Im vergangenen Frühjahr hatte Anita Sarkeesian auf Kickstarter um Hilfe für ein Projekt ersucht. 6000 Dollar waren als Mindestziel ausgegeben, um eine fünfteilige Videoserie über klassische Stereotypen bzw. Klischees hinsichtlich weiblicher Charaktere in Spielen zu produzieren und sicherlich auch Diskussionen anzuregen. Das Ansinnen sprach sich schnell herum  - und machte wegen der teils heftigen ...

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brent
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von brent »

Wundert man sich da noch, dass Leute Kickstarter nicht trauen?
Darf ich jetzt auch ein neues Paar Schuhe kickstartern? So eine dämliche Scheiße. Niemand hat noch so ne Feminazi gebraucht, die den üblichen Gendersermon abstottert, und sich nebenher dumm grinsend die Taschen vollstopft.
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JesusOfCool
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von JesusOfCool »

warum soll man deshalb kickstarter nicht trauen? was das wird ist wohl recht offensichtlich kommuniziert worden und wenn leuten sowas gefällt gibts einen markt dafür und dann kann man sowas auch machen.
und wenn dich so ein feministinnenzeug nicht interessiert dann schaus dir halt nicht an. manche leute finden elfen und zwerge beschissen, aber die regen sich auch nicht auf wenn irgendein high fantasy zeug produziert wird. man konsumierts dann halt einfach nicht.

ich find sowas grundprinzipiell interessant und die diskussion über das thema ist durchaus berechtigt. man sollts halt nur nicht übertreiben, aber das ist ja generell bei allen dingen so.
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xAvalanchEx
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von xAvalanchEx »

brent hat geschrieben:Wundert man sich da noch, dass Leute Kickstarter nicht trauen?
Darf ich jetzt auch ein neues Paar Schuhe kickstartern? So eine dämliche Scheiße. Niemand hat noch so ne Feminazi gebraucht, die den üblichen Gendersermon abstottert, und sich nebenher dumm grinsend die Taschen vollstopft.
Und wegen genau solchen Leuten wie dir ist es sehr gut das es solche Projekte gibt, insofern sie differenziert sind, und das scheint mir bisher der Fall zu sein.
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Kajetan
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Kajetan »

brent hat geschrieben:So eine dämliche Scheiße.
Das ist korrekt. Aber ich glaube nicht, dass Du damit Deinen eigenen Hirnfick meinst, den Du hier ausgewürgt hast?
Kahra
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Kahra »

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen :D

Außer vielleicht noch eine generelle Erkenntnis, gerichtet an alle, die Angst vor Feministen und Feministinnen haben: Sichere Männlichkeit muss nicht bewiesen werden!
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greenelve
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von greenelve »

Ich finds grad etwas erschreckend, wie kreativlos die Geschichten doch sind, als Motivation lediglich die Rettung einer weiblichen Person zu bieten. :/

Mir missfällt es auch immer wieder in Actionfilmen, bis in die 90er hinein, dass Frauen fast nur dafür da waren, damit sich der Held in sie verliebt, sie entführt werden und der Held, neben der heldenhaften Rettung der Welt noch einen privaten Grund hat, dem Bösewicht den Gar auszumachen.
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brent
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von brent »

xAvalanchEx hat geschrieben:
brent hat geschrieben:Wundert man sich da noch, dass Leute Kickstarter nicht trauen?
Darf ich jetzt auch ein neues Paar Schuhe kickstartern? So eine dämliche Scheiße. Niemand hat noch so ne Feminazi gebraucht, die den üblichen Gendersermon abstottert, und sich nebenher dumm grinsend die Taschen vollstopft.
Und wegen genau solchen Leuten wie dir ist es sehr gut das es solche Projekte gibt, insofern sie differenziert sind, und das scheint mir bisher der Fall zu sein.
Ihrer Meinung nach sind weibliche Protagonisten wie Chell aus Portal oder Faith aus Mirrors Edge die richtigen Darstellungen.
Wenn man bedenkt dass Faith ziemlich charakterlos ist und Chell stumm ist merkt man, wie einfach nur [...]

Für Chell wäre ihr Argument bestimmt sowas wie "sie löst hire Probleme ohne Gewalt und durch logisches denken"
Das der Spieler #Aufschrei weil nicht Spielerin die Probleme löst und Chell den Charakter einer Senfgurke hat ist da egal

Genau dies war wirklich ihr Argument!
Witzig ist meiner Meinung nach auch dass im Spiel darauf hingewiesen wird, dass Chell mehr oder minder einen Hirnschaden hat.
Also ist der perfekte weibliche Hauptcharakter in Videospielen ihrer Meinung nach behindert.
Ich hab dir mal ein paar Diskussionsbeiträge rausgesucht, schön sinnvoll behandelt, das Thema, muss schon sagen, ist die 150k wert.
Das erste Thema ist übrigens so scheiße alt, dass die Urfassungen heute bestenfalls noch höchstegbildete Menschen lesen können, aber der dumme Pöbel dreht Videos drüber und echauffiert sich über die grässlichen Chauvis.
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4P|Benjamin
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von 4P|Benjamin »

greenelve hat geschrieben:Ich finds grad etwas erschreckend, wie kreativlos die Geschichten doch sind, als Motivation lediglich die Rettung einer weiblichen Person zu bieten. :/
In der Tat traurig, ja.
Mir missfällt es auch immer wieder in Actionfilmen, bis in die 90er hinein, dass Frauen fast nur dafür da waren, damit sich der Held in sie verliebt, sie entführt werden und der Held, neben der heldenhaften Rettung der Welt noch einen privaten Grund hat, dem Bösewicht den Gar auszumachen.
Aber ist das heute anders? Frauen dürfen zwar hin und wieder was tun, auch mal zuschlagen oder was weiß ich, aber unterm Strich ist es fast immer der Held, der aktiv die wichtigen Probleme löst und um den sich die Erzählweise dreht. Drehbuch und Kamera stellen in entscheidenden Szenen selten die Frau in den Vordergrund.
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PanzerGrenadiere
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von PanzerGrenadiere »

Kahra hat geschrieben:Außer vielleicht noch eine generelle Erkenntnis, gerichtet an alle, die Angst vor Feministen und Feministinnen haben: Sichere Männlichkeit muss nicht bewiesen werden!
emanzipation ist eine sache, aber den scheiss, den feministinnen von sich lassen, kann man echt nichtmehr ertragen.
http://www.vice.com/read/swedish-femini ... on-the-bus
oder die durchgeknallte, die einem sohn nie die brust geben würde. finde ich grad keinen link.

ansonsten klingt das video bis jetzt nach großem rumgeheule. wenn es ihr nicht passt, dann soll sie selber was machen und gut. außerdem glaube ich auch nicht, dass alle weiblichen chars in mmos spielende frauen sind und weibliche shepards gibt es auch genug.
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greenelve
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von greenelve »

4P|Benjamin hat geschrieben:
greenelve hat geschrieben: Mir missfällt es auch immer wieder in Actionfilmen, bis in die 90er hinein, dass Frauen fast nur dafür da waren, damit sich der Held in sie verliebt, sie entführt werden und der Held, neben der heldenhaften Rettung der Welt noch einen privaten Grund hat, dem Bösewicht den Gar auszumachen.
Aber ist das heute anders? Frauen dürfen zwar hin und wieder was tun, auch mal zuschlagen oder was weiß ich, aber unterm Strich ist es fast immer der Held, der aktiv die wichtigen Probleme löst und um den sich die Erzählweise dreht. Drehbuch und Kamera stellen in entscheidenden Szenen selten die Frau in den Vordergrund.
Es hat sich tatsächlich etwas geändert, dürfen Frauen durchaus mitkämpfen, wenn auch nur zum Teil aus Gründen der Gleichberechtigung, obschon sich das gewandelte Bild auch da bemerkbar macht, soll sie durch die Schlagfertigkeit Stärke demonstrieren und mehr ein Wildfang sein, statt einer unschuldigen Prinzessin. Dennoch wird sie auch in solchen Momenten sexy ins Bild gesetzt und in Making Of's und Co ständig darauf verwiesen, dass selbst die größten Anstrengungen nicht das Make Up ruinieren, was enorm wichtig ist für eine Actionheldin.

Eines der Paradebeispiele für "klassische" Story und Rollenverteilung ist Batman von 89, Regisseur Tim Burton, bei dem die Frau für die romantischen, actionlosen Szenen zuständig und gleichzeitig auch ein Spielball der Männer, Batman und Joker, ist. Leicht unbeholfen und tapsig darf nicht fehlen.
Interessant ist wie im zweiten Teil, Batmans Rückkehr, die Frau im Film, gleichwohl ähnliche Aufgaben des Flirtens mit beiden Seiten, in Form von Catwoman einen deutlich aktiveren Part innehat.

Insgesamt ist dieses 50er Jahrebild bei heutigen Filmen, Frau als Heimchen, nicht mehr so präsent und Frauen mischen mit. An der Darstellung als Sexobjekt hat sich dennoch nicht ganz soviel geändert, müssen sie auch in Gefechten Hübsch und Sexy sein. Zum Beispiel in dem Film King Arthur mit Clive Owen und Keira Knightley läuft die genannte Dame trotz winterlicher Kälte mit aufreizend viel Haut durch die Gegend. Sieht halt besser aus und verköpert eher die aktuelle Wiedergabe von Frauen: Mitmachen ja, sexy sein erst Recht.
PanzerGrenadiere hat geschrieben:
Kahra hat geschrieben:Außer vielleicht noch eine generelle Erkenntnis, gerichtet an alle, die Angst vor Feministen und Feministinnen haben: Sichere Männlichkeit muss nicht bewiesen werden!
emanzipation ist eine sache, aber den scheiss, den feministinnen von sich lassen, kann man echt nichtmehr ertragen.
http://www.vice.com/read/swedish-femini ... on-the-bus
oder die durchgeknallte, die einem sohn nie die brust geben würde. finde ich grad keinen link.

ansonsten klingt das video bis jetzt nach großem rumgeheule. wenn es ihr nicht passt, dann soll sie selber was machen und gut. außerdem glaube ich auch nicht, dass alle weiblichen chars in mmos spielende frauen sind und weibliche shepards gibt es auch genug.
Es geht doch gar nicht ums Rumheulen. Es ist eine Feststellung wie Frauen in der Vergangenheit in Spielen dargestellt wurden, und zum Teil auch heute noch werden.

Oder um es drastisch auszudrücken: Wie wäre es in jedem Spiel eine Frau zu spielen? Du als Kerl spielst ne starke Frau die einen wehrlosen Mann retten muss. In jedem Spiel was du in die Finger bekommen kannst und eine Geschichte hat. Und so fühlten sich die 80er und 90er für Frauen an. :wink:
Zuletzt geändert von greenelve am 08.03.2013 08:51, insgesamt 2-mal geändert.
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Raksoris
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Raksoris »

Jetzt ist die Wurst sogar auf 4players aufgetaucht.
Meine letzte Bastion , wo man nicht darüber lesen durfte, ist gefallen.
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JesusOfCool
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von JesusOfCool »

PanzerGrenadiere hat geschrieben:
Kahra hat geschrieben:Außer vielleicht noch eine generelle Erkenntnis, gerichtet an alle, die Angst vor Feministen und Feministinnen haben: Sichere Männlichkeit muss nicht bewiesen werden!
emanzipation ist eine sache, aber den scheiss, den feministinnen von sich lassen, kann man echt nichtmehr ertragen.
http://www.vice.com/read/swedish-femini ... on-the-bus
oder die durchgeknallte, die einem sohn nie die brust geben würde. finde ich grad keinen link.

ansonsten klingt das video bis jetzt nach großem rumgeheule. wenn es ihr nicht passt, dann soll sie selber was machen und gut. außerdem glaube ich auch nicht, dass alle weiblichen chars in mmos spielende frauen sind und weibliche shepards gibt es auch genug.
auch unter feministinnen gibts mehr und weniger extreme. und extrem ist meines erachtens immer schlecht, egal in welche richtung.

@raksoris: wo ist dein problem?
Randall Flagg
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Randall Flagg »

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Oh Gott, und ich hatte schon gedacht, sie hätte sich mit der ganzen Kohle abgesetzt :ugly:

Die Frau würde sogar Kerrigan als schwache, zerbrechliche Person darstellen, welche von einem Mann gerettet werden muss, weil sie selbst nichts auf die Kette kriegt.

Ernsthaft, die Frau beschwert sich über einen Haufen alter Spiele, bei denen die Story größtenteils gar keine Rolle spielt. Etwa bei Super Mario. Da war die klassische Prinzessinnen-Geschichte doch lediglich eine ganz simple Rechtfertigung für das Spiel. Oder bei Donkey Kong. Warum zum Teufel sollte ein männlicher Affe keine Frau entführen? Was soll denn der Mist?
Sie erinnert mich an eine Perle, die mal in einem Beitrag über Videospiele bei FrauTV drankam. Sie hatte kritisiert, dass die Hauptdarstellerin aus Heavy Rain nur als schwache, hilflose Person dargestellt wird und jene Szene gezeigt, als ein Typ sie mit einem Bohrer traktieren möchte. Hätte glatt von Anita stammen können.

Spoiler
Show
hatte sie sich von dem Kickstarter Geld nicht noch letztens Schuhe von gekauft im Wert von 1.000 $?
EDIT:
@Raksoris, ich fühle mit dir. Aber wenigstens kann man auch hier über den Schwachsinn lachen, den sie verzapft.
Zuletzt geändert von Randall Flagg am 08.03.2013 09:20, insgesamt 1-mal geändert.
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brent
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von brent »

Und wo werden Männer differenziert dargestellt? In Japanospielen, weil man sie von Frauen nicht unterscheiden kann?
Spoiler
Show
Bild
:lol:
Der Schuhblog war übrigens ein Fake.
Aber von 150k müsste sie bis zu ihrem Lebensende Videos produzieren.