Hallo zusammen.
Also, ich finde die Diskussion konzentriert sich hier etwas zu sehr darauf, wer die Aussage gemacht hat, anstatt sich damit zu befassen was gesagt wurde.
Zu GameStop kann jeder stehen, wie er will. Ich persönlich kaufe manchmal da, manchmal aber auch nicht. Das ist und bleibt meine persönliche freie Entscheidung.
Ebenso ist es bis jetzt meine freie Entscheidung, ein Spiel neu oder eben gebraucht zu kaufen. Diese Freiheit soll mir jetzt genommen werden und das ist falsch. Daran gibt es nichts schön zu reden oder ins rechte Licht zu rücken.
Dem Gewinnverlust durch den Gebrauchtmarkt wurde seitens der Entwickler schon entgegen gewirkt und zwar dadurch, dass es mittlerweile zu jedem Spiel Online-Inhalte gibt, die man hinzukaufen kann, aber nicht weiterverkaufen kann. Das ist auch ok so. Ich kaufe zum Beispiel viele Spiele gebraucht, kaufe mir aber bei allen Spielen, die ich gut finde, die entsprechenden DLCs dazu. Ich denke mal, dass es viele ähnlich machen.
Das ein neuer Big Brother mir bei der nächsten Konsolengeneration jetzt effektiv verbieten soll, frei zu wählen, wie viel ich bereit bin für ein Spiel auszugeben, ist falsch.
Dann habe ich nur noch die Wahl, bei welcher großen Elektro-Kette ich das Spiel kaufe. Und meine Wahl bei alten Spielen, die ich durch habe, beschränkt sich meine Wahl darauf, es verstauben zu lassen oder in den Müll zu werfen? Das kann es ja wohl nicht sein.
Wenn es den Entwicklern so schlecht geht, warum geht der Trend dann in die Richtung, für mehr und mehr Spiele echte Hollywood Größen zu engagieren? Beyond Two Souls wäre mit der Kassiererin aus der Eckkneipe bestimmt um einiges günstiger ausgefallen, als mit Ellen Page in der Hauptrolle. Also wie schlecht kann es den Produzenten gehen? Das ändert nämlich nicht das Geringste an der Qualität des Produktes. Lediglich der Preis wird damit hochgeschraubt.
Und hier wurde auch geschrieben, dass Neuware günstiger werden würde, wenn der Gebrauchtmarkt wegfiele. Also bitte. Entweder die Spiele würden tatsächlich günstiger, dafür aber die DLCs noch teurer, oder es würde sich schlicht nichts am Preis ändern. Wenn Neuware nichts gegenübersteht, das den Preis dadurch reguliert, dass es günstiger ist, warum sollte der Preis sinken? Ohne Alternative wären die Anbieter sehr viel freier in ihrer Preisgestaltung.
Und mal ein ganz anderes Thema. Der Automobilbranche ging es vor nicht allzu langer Zeit wirklich schlecht. Ich erinnere mich nicht daran, dass da jemand vorgeschlagen hat, dass Autos künftig bei Erstzulassung an den Gen-Code des Käuffers gebunden werden sollten, damit der es nicht weiterverkaufen kann.
Machen wir uns nichts vor. Dieses Konzept dient nicht dazu zu verhindern, dass die Entwickler nicht zu wenig bekommen, sondern einzig dessen, dass sie noch mehr bekommen und gefälligst niemand sonst von ihrem Kuchen abbeißt.
Was viele auch vergessen, ist das jedes einzelne Spiel, das gebraucht gehandelt wird, vorher neu gekauft wurde. Entwickler kalkulieren damit, Einheiten zu verkaufen. An jeder Einheit in den Regalen bei GameStop & Co. haben sie bereits ihren fairen Anteil verdient.
Daran etwas zu ändern ist falsch.
Allgemein: GameStop: "Gebrauchte Spiele auszuschließen macht Konsolen unattraktiv"
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Andrahl629
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Re: Allgemein: GameStop: "Gebrauchte Spiele auszuschließen m
Hier wirst du auf taube Ohren stoßen ...es gibt in Forum eine menge Leute die glauben,unterstützen oder ihnen egal ist das die Entwickler an eine schon längst verkauftes spiel(wo sie ihre Geld schon verdient haben) das recht haben nochmals was zu kassieren....wundert dich also nicht das die Entwickler so frech und verachtender A.....er geworden sind ....die von ihre laute gier den hals nicht voll kriegen ...ich wünsche diese typen das die an ihre gier ersticken!!
MFG
MFG
Re: Allgemein: GameStop: "Gebrauchte Spiele auszuschließen m
Na dann bleiben die Konsolen eben im Laden ! Kauf ich mir ne neue Graka und fertig ! Mit meinem Eigentum mach ich noch immer was ich will und lass mir auf keinen Fall vorschreiben was ich wann und wo verkaufen darf ! Vielleicht schafft es Sony sein letztes Zugpferd auch noch in den Sand zu setzten !
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Kommentar
Jau. Abgeledert wurde sicher schon genug, also hier auch noch meine Stimme für die "mit Fackeln und Heugabeln gegen Sony"-Petition. Von Gamestop halt ich überhaupt nichts, aber das ist eigentlich nicht Gamestops Schuld, denn die Preise, die ein kleiner unabhängiger Laden in meinem Heimatkaff macht, sind einfach nur abartig gut und wahrscheinlich bundesweit konkurrenzlos. Deutsch? Englisch? Cut? Uncut? Gebraucht? Neu? Die haben's oder können es in kürzester Zeit ranschaffen. Da stecken bestimmt osteuropäische Spieleschieberbanden drin.
Gamestop hat an dieser Messlatte betrachtet kaum bessere Angebote als jeder E-Markt und was dort für gebrauchte Spiele verlangt wird... naja, wurde ja schon erwähnt. Klar ist das Game 5 Minuten nach Kauf, originalverpackt im Plastikbeutel, schon nur noch die Hälfte wert, aber ganz astrein kommt mir die Wirtschaftspolitik dieses Ladens trotzdem nicht vor.
Re: Allgemein: GameStop: "Gebrauchte Spiele auszuschließen m
Wie verbietet dir jemand die freie Wahl? Du kannst weiterhin sofort bei Release kaufen... erst später, wenn der Preis wie üblich gesunken ist... noch später in der Games-Pyramide für nen 10er... gar nicht für ganze 0 Euro... das Einzige, was dir - falls das Worst Case eintritt - nicht möglich sein wird, ist ein Gebrauchtkauf. Von Verbieten kann also nicht die Rede sein. Kritik ist schön und gut, aber wir sollten durchaus bei den Fakten bleiben.Carter629 hat geschrieben:Das ein neuer Big Brother mir bei der nächsten Konsolengeneration jetzt effektiv verbieten soll, frei zu wählen, wie viel ich bereit bin für ein Spiel auszugeben, ist falsch.
Da u.a. ich das mit dem möglicherweise günstiger werden geschrieben habe, noch einmal:Und hier wurde auch geschrieben, dass Neuware günstiger werden würde, wenn der Gebrauchtmarkt wegfiele. Also bitte. Entweder die Spiele würden tatsächlich günstiger, dafür aber die DLCs noch teurer, oder es würde sich schlicht nichts am Preis ändern. Wenn Neuware nichts gegenübersteht, das den Preis dadurch reguliert, dass es günstiger ist, warum sollte der Preis sinken? Ohne Alternative wären die Anbieter sehr viel freier in ihrer Preisgestaltung.
Die Theorie, daß Neuware bei Wegfall des Gebrauchtmarkts günstiger werden müsste, basiert auf der Gesamtkaufkraft der Kunden. Das Geld, das die Gebrauchtkäufer in gebrauchte Spiele investieren, wird von den Gebrauchtverkäufern teilweise ja wieder in den Markt gesteckt - u.a. auch für neue Spiele. Gibt es keinen Gebrauchtmarkt, gibt es auch diese Finanzspritze nicht. D.h. die Hersteller erreichen auf der einen Seite durchaus, daß ihre Spiele nur noch neu gekauft werden - aber auf der anderen Seite versiegt der Geldfluss für die Gebrauchtverkäufer, was sich in der geringeren Kaufkraft von neuen Spielen im Vergleich zu vorher niederschlägt.
Wenn die zusätzlichen Neukäufe nun nicht so zahlreich ausfallen wie der Wegfall der Neukäufe wegen fehlender Kaufkraft der ehemaligen Gebrauchtverkäufer, muß der Hersteller entweder den Preis ändern - oder eben sein Produkt so viel besser machen, daß die Kunden doch bereit sind, mehr Geld als zuvor zu investieren. Oder sie bleiben bei den Preisen und nehmen Verluste in Kauf.
Re: Allgemein: GameStop: "Gebrauchte Spiele auszuschließen m
Und der Unterschied ist effektiv nochmal genau wo? Falls diese Klage gegen Steam keinen Erfolg hat? Du weißt doch ganz genau dass er damit meinte, dass Spiele nur noch exakt zu dem Preis gekauft werden können, den der Publisher diktiert und nicht den, den das Spiel vielleicht noch tatsächlich Wert ist, was dann untedrückt wird.Usul hat geschrieben:das Einzige, was dir - falls das Worst Case eintritt - nicht möglich sein wird, ist ein Gebrauchtkauf. Von Verbieten kann also nicht die Rede sein.
Oder sie bleiben bei den Preisen und die Masse der Schafe kauft trotzdem weiter. Also dass von einem etablierten 60€ Preis, der so murrend akzeptiert wird, wieder abgerückt wird, kann ich mir echt in meinen wildesten Träumen nicht vorstellen. Die erwähnte Mutti, die bei Gamestop für 70 statt bei Saturn für 50 Euro gekauft hat weiß davon doch nix und die kümmerts wohl scheinbar auch so wenig, dass sie nicht vergleicht.Usul hat geschrieben:Oder sie bleiben bei den Preisen und nehmen Verluste in Kauf.
Ich meine du hast schon recht, sicher wirds erstmal weniger aber ich würde mal drauf wetten dass die darauf setzen, dass sich das nach einer Zeit wieder gibt und die Leute eben anfangen mehr von ihrem Geld dafür locker zu machen. Klappt bei Handys ja auch, falls man das vielleicht vergleichen kann.
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johndoe1527797
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Re: Allgemein: GameStop: "Gebrauchte Spiele auszuschließen m
Angebot und Nachfrage so...
Wenn der Hersteller oder Händler auf Millionen Exemplaren für 60 Euro sitzt wird der sich überlegen ob er nicht für 30 Euro ein paar davon los wird. Halb so viel Geld ist immer noch besser als gar kein Geld!!
Mario-Games z.B. sind immer noch teuer. Flops werden billiger.
Und die Gebrauchtpreise orientieren sich auch erstmal an den Neupreisen und DANN, wenn es eine großes Angebot an Gebrauchtiteln gibt auch an Gebrauchtiteln!
Wenn der Hersteller oder Händler auf Millionen Exemplaren für 60 Euro sitzt wird der sich überlegen ob er nicht für 30 Euro ein paar davon los wird. Halb so viel Geld ist immer noch besser als gar kein Geld!!
Mario-Games z.B. sind immer noch teuer. Flops werden billiger.
Und die Gebrauchtpreise orientieren sich auch erstmal an den Neupreisen und DANN, wenn es eine großes Angebot an Gebrauchtiteln gibt auch an Gebrauchtiteln!
Re: Allgemein: GameStop: "Gebrauchte Spiele auszuschließen m
Ich weiß ja nicht, wo und wie du deine Spiele kaufst, aber ich kaufe keine Spiele auf UVP-Niveau. Das einzige Spiel, das ich mir zum "Vollpreis" (also zu dem Preis, den sich der Hersteller wohl wünscht) gekauft habe, ist Daggerfall - auf einer Messe für ca. 120 DM. Wer heutzutage nicht in der Lage ist, den Markt zu sondieren und Spiele günstiger zu kaufen als direkt nach Release bei MM, der ist auch selbst Schuld.Thyrael hat geschrieben:Du weißt doch ganz genau dass er damit meinte, dass Spiele nur noch exakt zu dem Preis gekauft werden können, den der Publisher diktiert und nicht den, den das Spiel vielleicht noch tatsächlich Wert ist, was dann untedrückt wird.
Kurz: Der Publisher mag diktieren, was er will, aber der Markt hat auch noch ein Wörtchen mitzureden.
Wie gesagt: Entweder es wird billiger oder aber die Spieler geben mehr aus. Wenn die Spieler mehr auszugeben bereit sind, dann können wir das nicht den Publishern vorwerfen, sondern müssen uns an die eigene Nase fassen.Ich meine du hast schon recht, sicher wirds erstmal weniger aber ich würde mal drauf wetten dass die darauf setzen, dass sich das nach einer Zeit wieder gibt und die Leute eben anfangen mehr von ihrem Geld dafür locker zu machen. Klappt bei Handys ja auch, falls man das vielleicht vergleichen kann.
Re: Allgemein: GameStop: "Gebrauchte Spiele auszuschließen m
Hmm meinst du jetzt den Fall, dass ein Händler Spiele kauft, sie dann nicht los wird und daraufhin den Preis unter seinen Einkaufspreis senkt? Okay, den Fall hab ich außer Acht gelassen. Ansonsten ist eine Neupreissenkung ja nach wie vor der vom Publisher vorgesehe Preis. Und den kann der Händler ja selbst auch nur so weit drücken, bis er keinen Gewinn mehr macht.Usul hat geschrieben: Ich weiß ja nicht, wo und wie du deine Spiele kaufst, aber ich kaufe keine Spiele auf UVP-Niveau. Das einzige Spiel, das ich mir zum "Vollpreis" (also zu dem Preis, den sich der Hersteller wohl wünscht) gekauft habe, ist Daggerfall - auf einer Messe für ca. 120 DM. Wer heutzutage nicht in der Lage ist, den Markt zu sondieren und Spiele günstiger zu kaufen als direkt nach Release bei MM, der ist auch selbst Schuld.
Kurz: Der Publisher mag diktieren, was er will, aber der Markt hat auch noch ein Wörtchen mitzureden.
Eigentlich hast du ja gesagt es wird billiger,Usul hat geschrieben:Wie gesagt: Entweder es wird billiger oder aber die Spieler geben mehr aus. Wenn die Spieler mehr auszugeben bereit sind, dann können wir das nicht den Publishern vorwerfen, sondern müssen uns an die eigene Nase fassen.
Ich werd mir da nicht an meine Nase fassen müssen, aber darunter leiden werd ich trotzdem. Nur weils Leute gibt, die das mit sich machen lassen, muss ichs ja nicht gut finden oder?Usul hat geschrieben:Oder sie bleiben bei den Preisen und nehmen Verluste in Kauf.
Ich hab gestern erst zu dem Thema "Die Leute kaufens ja, also kann man dem Entwickler keinen Vorwurf machen" einen echt interessanten Vortrag von Jonathan Blow angeguckt:
http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... u5O-oPmU#!
Ehrlich gesagt fand ich das Argument "es ist nicht gesetzeswidrig, also ist es auch legitim und moralisch" aka "dich zwingt ja keiner" vorher schon absoluten Blödsinn. Damit will ich dir jetzt nicht unterstellen du hättest das gesagt, aber manche tun das. Wenn dem so wäre, gäb es ja auch garkeine neuen Gesetze mehr zu erlassen, was so gut wie jeden Tag passiert, so weit ich weiß.