Spielkultur: "Kickstarter-Zusatzziele sind Bullshit"
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Re: Spielkultur: "Kickstarter-Zusatzziele sind Bullshit"
1.@ - spiele sind kunst diskussion
mir ist es ein völliges rätsel, warum spiele immer in den stand der kunst erhoben werden müssen. spiele sind gestaltung. gute gestaltung orientiert sich an den bedürfnissen des verbrauchers und verbindet dies auf geschickte weise mit ästhetisch erziehenden elementen. dies gilt nun seit fast 100 jahren für architektur, grafik, mode und produkte. wieso für spiele eine extrawurst gedreht und vom texture artist anstelle von texture designer geredet wird, bleibt mir schleierhaft. gute gestaltung ist nicht minderwertiger als kunst. aber ein produkt, welches in seiner form völlig der funktion widerspricht, ist ein schlechtes produkt. wenn menschen gefallen daran finden auf einbenigen stühlen zu sitzen, dann wird man sich als tischler oder kurz oder lang auf diesen umstand einstellen müssen. ein gestalter ist eben nicht nur seinem freien willen in der ausgestaltung seiner ideen unterworfen. gleiches gilt natürrlich auch für spiele.
natürlich gibt es auch spiele, die aus diesem muster ausbrechen. genauso wie es architektur, filme, grafik, mode und produkte gibt, die mehr kunst als gestaltung sind, nur kann man dies nicht zur regel machen. auch jedes spiel zur kunst zu erklären, welches sich von bekannten pfaden abwendet und versucht eine erziehende funktion auszuüben , einen gewissen anspruch an den nutzer stellt, ist meiner meinung nach falsch, da dies fundamentale kernelemente der (modernen) gestaltung sind.
natürlich ist auch das vorgebrachte argument richtig, dass die meisten nutzer selbst nicht genau wissen, was sie möchten und deshalb konkrete wünsche eines einzelnen nutzers mitunter sehr widersprüchlich sein können. deshalb aber gleich alle wünsche als unbrauchbar abzuschmettern, ist zu einfach, man möchte sogar sagen schlichtweg faul.
2.@ topic
wenn die entwickler mehr geld für ihr produkt bekommen können , weil es soviel interesse erweckt, dann sehe ich kein problem in stretch goals. aussserdem bekommen die 'spender' ja idr einen materiellen gegenwert ihrer spende mit fertigstellung des projekts. wer gute spiele macht soll auch gut davon leben können. wenn der stretch goal überhang dafür verwendet wird, den mitarbeitern ein besseres gehalt zu zahlen, dann freut mich das. und auch wenn es nur in der kriegskasse des büros landet, kann ich keine nachteile erkennnen.
das statement ist untereste schublad und dient zur reinen selbstiszinierung. dummerweise trifft er damit genau den tonfall der blökenden internetclientele. im abwehrreflex eines hyperkommerziellen gesellschaftssystems wird allles, was auch nur ansatzweise nach erfolg oder wirtschaftlickeit riecht, als moralisch verwerflich gebrandmarkt, um die eigene behäbigkeit und anspruchslosigkeit zu rechtfertigen.
pfui.
mir ist es ein völliges rätsel, warum spiele immer in den stand der kunst erhoben werden müssen. spiele sind gestaltung. gute gestaltung orientiert sich an den bedürfnissen des verbrauchers und verbindet dies auf geschickte weise mit ästhetisch erziehenden elementen. dies gilt nun seit fast 100 jahren für architektur, grafik, mode und produkte. wieso für spiele eine extrawurst gedreht und vom texture artist anstelle von texture designer geredet wird, bleibt mir schleierhaft. gute gestaltung ist nicht minderwertiger als kunst. aber ein produkt, welches in seiner form völlig der funktion widerspricht, ist ein schlechtes produkt. wenn menschen gefallen daran finden auf einbenigen stühlen zu sitzen, dann wird man sich als tischler oder kurz oder lang auf diesen umstand einstellen müssen. ein gestalter ist eben nicht nur seinem freien willen in der ausgestaltung seiner ideen unterworfen. gleiches gilt natürrlich auch für spiele.
natürlich gibt es auch spiele, die aus diesem muster ausbrechen. genauso wie es architektur, filme, grafik, mode und produkte gibt, die mehr kunst als gestaltung sind, nur kann man dies nicht zur regel machen. auch jedes spiel zur kunst zu erklären, welches sich von bekannten pfaden abwendet und versucht eine erziehende funktion auszuüben , einen gewissen anspruch an den nutzer stellt, ist meiner meinung nach falsch, da dies fundamentale kernelemente der (modernen) gestaltung sind.
natürlich ist auch das vorgebrachte argument richtig, dass die meisten nutzer selbst nicht genau wissen, was sie möchten und deshalb konkrete wünsche eines einzelnen nutzers mitunter sehr widersprüchlich sein können. deshalb aber gleich alle wünsche als unbrauchbar abzuschmettern, ist zu einfach, man möchte sogar sagen schlichtweg faul.
2.@ topic
wenn die entwickler mehr geld für ihr produkt bekommen können , weil es soviel interesse erweckt, dann sehe ich kein problem in stretch goals. aussserdem bekommen die 'spender' ja idr einen materiellen gegenwert ihrer spende mit fertigstellung des projekts. wer gute spiele macht soll auch gut davon leben können. wenn der stretch goal überhang dafür verwendet wird, den mitarbeitern ein besseres gehalt zu zahlen, dann freut mich das. und auch wenn es nur in der kriegskasse des büros landet, kann ich keine nachteile erkennnen.
das statement ist untereste schublad und dient zur reinen selbstiszinierung. dummerweise trifft er damit genau den tonfall der blökenden internetclientele. im abwehrreflex eines hyperkommerziellen gesellschaftssystems wird allles, was auch nur ansatzweise nach erfolg oder wirtschaftlickeit riecht, als moralisch verwerflich gebrandmarkt, um die eigene behäbigkeit und anspruchslosigkeit zu rechtfertigen.
pfui.
Re: Spielkultur: "Kickstarter-Zusatzziele sind Bullshit"
bei me3 scheint mir, dass den entwicklern schlicht das geld ausgegangen ist. nicht nur wg dem ende mit dem kurz-vor-knapp multiple choice, sondern besonders auch wegen dem gesamten letzten drittel des spiels. die missionen der hauptstory sind dort von der spieldynamik komplett austauschbar und werden fortlaufend kürzer. bis auf die endmission, welche dafür an uninspirierter standard-action schwer zu überbieten ist. die interaktion im interlude-bereich verhält sich fast komplett passiv und die pathetische "verabschiedung" der mitstreiter zum ende hin wirkt arg konstruiert. das einzige, was qualitativ das niveau durchgehend hält, sind die film-sequenzen.Kajetan hat geschrieben:Ja, das erste Ende von ME3 war auch furchtbar und lächerlich. Die Aufregung war berechtigt. Denn Entwickler sind keine Halbgötter, die nie Fehler machen. Entwickler sind ganz normale Menschen, die auch mal ganz gewaltig daneben liegen können und Scheisse bauen.
hoffentlich. speziell marktforscher sind - langfristig gesehen - mit die größte seuche in der games branche. das einzige, was man nach marktforschungs-kriterien und breit gefächerter kundenmeinung sicher festhalten kann sind bessere technik und ein mehr vom bekannten, was in der vergangenheit und gegenwart erfolg bringt. mit anderen worten: kreativität ist irgendwo anders und am ende droht dann sowas wie resident evil 6...schefei hat geschrieben:Entwickler die Kickstarter bemühen haben (normalerweise) keine Marktforscher und Analysten.


Re: Spielkultur: "Kickstarter-Zusatzziele sind Bullshit"
Das Beispiel ist aber gewaltig schief. Denn das Architekturbüro arbeitet nach Auftrag des Kunden, der sich selbstverständlich einmischen kann. Bei Spielen hast du aber nicht einen Kunden, sondern viele, viele Konsumenten. Wer soll sich da in welchem Maße einmischen dürfen? Diese Frage führt auch zum nächsten Zitat:MoJoe83 hat geschrieben:nehmen wir mal an du arbeitest in nem architekturbüro un ein firmakunde kommt zu dir und bittet dich einen neue filliale zu entwerfen, er hat erstmal keine vorstellung...
also setzt du dich hin un tust worum er dich gebeten hat, stellst das dem kunden dann vor und er hat vllt., jetzt wo er nen entwurf sieht, doch ne idee.
du antwortest dann: "nein, ich hab mir das so vorgestellt, dann haben wir beide wohl pech gehabt."
was glaubst du wieviel kunden dann noch zu dir kommen un wie lange sich dein architekturbüro hält?
Ich gebe zu, daß ich mich etwas überspitzt ausdrücke in dieser Frage... und daß nicht viele die Meinung in der Form teilen mögen... aber: Ich persönlich fände es besser, wenn die Entwickler tatsächlich zuerst für SICH entwickeln würden... wenn was Gutes dabei rauskommt, können dann ANDERE auch Spaß daran haben. Wenn nicht, dann leider nicht. Und ich bin der Überzeugung, daß man bei solch einem Vorgehen ebenfalls gute Spiele entwickeln kann. Das bedeutet natürlich nicht, daß gar kein Kontakt zu den Spielern vor Release stattfinden soll. Aber bitte behutsam und punktuell. Ich habe wirklich genug von allen Produkten, die vielen Leuten gefallen möchten. Daher nehme ich es gerne in Kauf, daß "unvollkommene" Produkte erscheinen, die mir aber etwas vom Urheber dieses Produkts zeigen und nicht von dessen Wunsch, möglichst viele Konsumenten damit zu begeistern.klar sollte ein entwickler seine eigenen gedanken durchsetzten können, aber eben in absprache mit den spielern. er entwickelt das game ja nich für sich selber, sondern dafür das auch ANDERE damit spass haben.
Wie gesagt: Etwas überspitzt formuliert. Aber nur, um zu zeigen, in welchem Punkt ich mit dem Bullshit-Ansatz der Nachricht übereinstimme.
Re: Spielkultur: "Kickstarter-Zusatzziele sind Bullshit"
Computerspiele sind in meinen Augen genauso Kunst wie auch Bücher und Filme. Sie haben sich nicht in erster Linie an den Bedürfnissen des "Verbrauchers" zu orientieren. Meistens sollen sie unterhalten, ja, aber es gibt ca. drölfmilliarden verschieden Arten, unterhalten zu werden. Genausowenig wie ich einem Autor vorschreiben möchte, wie er sein Buch schreibt, oder einem Filmteam, wie es einen Film abdreht, will ich auch einem Entwicklerteam Vorgaben machen, wie ein bestimmtes Spiel auszusehen hat. Ob mir das am Ende gefällt oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. So sehe ich das zumindest und denke nicht, daß da irgendeine Extrawurst gemacht wird für Spiele.zipit hat geschrieben:mir ist es ein völliges rätsel, warum spiele immer in den stand der kunst erhoben werden müssen. spiele sind gestaltung. gute gestaltung orientiert sich an den bedürfnissen des verbrauchers und verbindet dies auf geschickte weise mit ästhetisch erziehenden elementen. dies gilt nun seit fast 100 jahren für architektur, grafik, mode und produkte. wieso für spiele eine extrawurst gedreht und vom texture artist anstelle von texture designer geredet wird, bleibt mir schleierhaft. gute gestaltung ist nicht minderwertiger als kunst.
- gracjanski
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Re: Spielkultur: "Kickstarter-Zusatzziele sind Bullshit"
hat vollkommen recht. Jedoch sin diese Stretchgoals auch einfaches Marketing, da darüber News = Werbung generiert werden. Würde mich nicht wundern, wenn die Designer eh schon alles programmiert haben, aber trotzdem die programmierten Elemente als optionale Ziele veröffentlichen
aktuell am spielen: Baldurs Gate 2,
Noch vor mir: Arcanum ?, Astebreed ?, Civilization V, Company of Heroes, Crysis, Dark Souls, Day of the Tentacle, Dead Space 1 2 ?, Europa Universalis 4, Final Fantasy 7, Gone Home ?, Gothic 2, GTR 2, Half-Life/ Black Mesa, Homeworld, Heroes of Might & Magic 3, Ikaruga, Medal of Honor - Pacific Assault, Mafia 1, Neverwinter Nights 2, Oblivion, Path of Exile, Rayman Legends, Skyrim, South Park ?, System Shock 2, Total War - Shogun 2
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Re: Spielkultur: "Kickstarter-Zusatzziele sind Bullshit"
Genau diese Dienstleister-Mentalität, dieses unsägliche Zielgruppenbedienertum ist ja erst dafür verantwortlich, dass es nur noch Einheitsware gibt. Der Kunde hat die Klappe zu halten und zu respektieren was der Profi - respektive Künstler - tut. Die Hierachieverflachung der Generation Google und das ewige Mitgequatsche von Dilettanten wirkt sich qualitätsmindernd auf dadurch entwertete geistige und physikalische Erzeugnisse aus. Nicht nur in der Gamesbranche, sondern überall dort wo echte Visionäre, Akademiker, Künstler, Fachleute etc. durch unvermeidbare Zwänge und Rahmenbedingungen (Entprofessionalisierung ganzer Branchen, Budget-Generierung etc.) im Sumpf der unreflektierten Volksmeinungen untergehen.MoJoe83 hat geschrieben:tut mir leid, aber so ne einstellung kann ich nich nachvollziehn.Usul hat geschrieben:Soll ich ganz ehrlich sein? Ja, genau so würde ich es machen.MoJoe83 hat geschrieben:gut, wozu dann noch beta-test's machen, wozu noch in foren mit spielern reden um verbesserungsvorschläge einzuholen?
das konzept eines spiels steht, was der kunde letztendlich davon hält is egal?Ich bin kein Freund der großen Zusammenarbeit mit Spielern - Beta-Tests müssen wegen Bugfixing sein, in Foren kann man bestimmte Features den Spielern zur Diskussion vorlegen, aber die Entscheidung fällt meiner Meinung nach bestenfalls der Entwickler. Ich erinnere nur an die Farce um das Ende von Mass Effect 3: So etwas finde ich einfach furchtbar und lächerlich. Im optimalen Fall halte ich Spiele genauso wie Filme für Kunst im weitesten Sinne... und ich vertrete die Ansicht, daß der Künstler (also hier der Entwickler) genau das Kunstwerk machen soll, das er sich vorgenommen hat... statt zu versuchen, es jedem recht zu machen.
jetzt mal unabhängig von kickstarter bist du als entwickler, bzw. als komplette firma abhängig von den kunden/spielern.
wenn ich so ne aussage wie deine von egal welcher entwicklerfirma hören würde, wären die für mich gestorben.
klar sollte ein entwickler seine eigenen gedanken durchsetzten können, aber eben in absprache mit den spielern. er entwickelt das game ja nich für sich selber, sondern dafür das auch ANDERE damit spass haben.
mal nen beispiel:
nehmen wir mal an du arbeitest in nem architekturbüro un ein firmakunde kommt zu dir und bittet dich einen neue filliale zu entwerfen, er hat erstmal keine vorstellung...
also setzt du dich hin un tust worum er dich gebeten hat, stellst das dem kunden dann vor und er hat vllt., jetzt wo er nen entwurf sieht, doch ne idee.
du antwortest dann: "nein, ich hab mir das so vorgestellt, dann haben wir beide wohl pech gehabt."
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- gracjanski
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Re: Spielkultur: "Kickstarter-Zusatzziele sind Bullshit"
ähm, ich schätze, es gibt zig Gründe, warum ein Kunstwerk in seiner Entwicklung behindert wird: DAs kann das Geld sein, das Marketing, aber auch das Anbiedern an die Masse sein. Finde so eine Diskussion überflüssig, da alle schuld sind, in der einen Branche mehr in der anderen weniger
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Re: Spielkultur: "Kickstarter-Zusatzziele sind Bullshit"
Stretch Goals werden aber vor Ende der Kampagne veröffentlicht, wenn das Spiel da schon fertig wäre bräuchten die auch kein Kickstarter mehr.gracjanski hat geschrieben:hat vollkommen recht. Jedoch sin diese Stretchgoals auch einfaches Marketing, da darüber News = Werbung generiert werden. Würde mich nicht wundern, wenn die Designer eh schon alles programmiert haben, aber trotzdem die programmierten Elemente als optionale Ziele veröffentlichen
Re: Spielkultur: "Kickstarter-Zusatzziele sind Bullshit"
wozu dann überhaupt noch testen, da könnte man gleich sagen das hat der entwickler so gewollt findet euch damit ab.
wozu dann überhaupt die ganzen threads in denen es nur darum geht sich darüber aufzuregen das das spiel nich das geworden is was man sich vorgestellt hat, das könnte man dann alles mit dem satz beenden: "der entwickler hat sich das so gedacht, nehmt es halt hin."
übrigens ein künstler, sei es nun ein maler oder ein autor muss sich auch am geschmack und teilweise an den wünschen seiner kunden orientieren wenn er davon leben will, wenn er der einzige is dem sein "produkt" gefällt wird er wohl verhungern müssen.
spiele werden FÜR die käufer produziert und da muss man nunmal auf deren wünsche eingehn.
solange bis er sie nich mehr los wird un seinen laden dicht machen muss.
es war schon immer so, ein künstler in der antike musste sich auch den wünschen seines auftraggebers unterwerfen, sonst war er entweder nen kopf kürzer
oder eben pleite.
ich will mich nich zu weit aus dem fenster lehnen, aber ein da vinci oder micheangelo haben sicher auch arbeiten machen müssen die sie sich möglicherweise anders vorgestellt haben, aber graf/fürst wer auch immer wollten es eben anders.
sobald jemand sein produkt komplett selber finanziert kann er machen was er will, wenn er aber angewiesen is auf investoren muss er sich zwangsweise deren wünschen annehmen oder es lassen klar, aber das kann ja wohl nich das ziel sein.
wozu dann überhaupt die ganzen threads in denen es nur darum geht sich darüber aufzuregen das das spiel nich das geworden is was man sich vorgestellt hat, das könnte man dann alles mit dem satz beenden: "der entwickler hat sich das so gedacht, nehmt es halt hin."
übrigens ein künstler, sei es nun ein maler oder ein autor muss sich auch am geschmack und teilweise an den wünschen seiner kunden orientieren wenn er davon leben will, wenn er der einzige is dem sein "produkt" gefällt wird er wohl verhungern müssen.
spiele werden FÜR die käufer produziert und da muss man nunmal auf deren wünsche eingehn.
du magst nich derjenige sein der einem filmteam das vorschreibt, aber auch ein regisseur muss sich an vorgaben des produktionsstudios halten, obwohl er vllt. andere ideen hat.Usul hat geschrieben:Genausowenig wie ich einem Autor vorschreiben möchte, wie er sein Buch schreibt, oder einem Filmteam, wie es einen Film abdreht
finde dieses beispiel sehr passend, usul würde wohl weiterhin stühle mit 4 beinen tischlern :wink:zipit hat geschrieben:wenn menschen gefallen daran finden auf einbenigen stühlen zu sitzen, dann wird man sich als tischler oder kurz oder lang auf diesen umstand einstellen müssen. ein gestalter ist eben nicht nur seinem freien willen in der ausgestaltung seiner ideen unterworfen
solange bis er sie nich mehr los wird un seinen laden dicht machen muss.
es war schon immer so, ein künstler in der antike musste sich auch den wünschen seines auftraggebers unterwerfen, sonst war er entweder nen kopf kürzer
ich will mich nich zu weit aus dem fenster lehnen, aber ein da vinci oder micheangelo haben sicher auch arbeiten machen müssen die sie sich möglicherweise anders vorgestellt haben, aber graf/fürst wer auch immer wollten es eben anders.
sobald jemand sein produkt komplett selber finanziert kann er machen was er will, wenn er aber angewiesen is auf investoren muss er sich zwangsweise deren wünschen annehmen oder es lassen klar, aber das kann ja wohl nich das ziel sein.
- gracjanski
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Re: Spielkultur: "Kickstarter-Zusatzziele sind Bullshit"
habe mich falsch ausgedrück: ich meine, dass elemente in den zielen schon im ursprünglichen design drin sind.brent hat geschrieben: Stretch Goals werden aber vor Ende der Kampagne veröffentlicht, wenn das Spiel da schon fertig wäre bräuchten die auch kein Kickstarter mehr.
@mojoe83: wurde hier doch schon gesagt: Geld korrumpiert, da man sein produkt verkaufen muss und deshalb in seiner Freiheit sich künstlerisch auszudrücken eingeschränkt ist. Es gibt eben noch viele andere Faktoren, wie z.b. die Wünsche der Elite (damals der König und sein Hof, Dikatoren usw., heute irgendwelche psychopathischen think tanks).
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Re: Spielkultur: "Kickstarter-Zusatzziele sind Bullshit"
Wie so mancher DLC eben. Nur, dass nicht nach dem Kauf damit abgezockt wird.
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Re: Spielkultur: "Kickstarter-Zusatzziele sind Bullshit"
Teilweise hat er mit seiner Aussage schon recht. Sehr oft hab ich in letzter Zeit aber das Gefühl als würden die Strechtgoals als Drohung benutzt werden. So nach dem Mottto legt noch Summe X drauf oder ihr bekommt kein komplettes Spiel.
Bei Projekt Eternety fand ich es ganz witzig wie mit den Strechtgoals umgegangen wurde. Da wurden ja ganz divuse Sachen hin zu gefügt nur um neue Stretch goals zu haben. Die haben aber kaum wirckung auf das Spielgefühl sondern sind nur nette berreicherungen. Ich meine das Game würde bestimmt auch ohne riesen Dungeon funktionieren, aber das er jetzt dabei ist eine nette drein gabe
Bei Projekt Eternety fand ich es ganz witzig wie mit den Strechtgoals umgegangen wurde. Da wurden ja ganz divuse Sachen hin zu gefügt nur um neue Stretch goals zu haben. Die haben aber kaum wirckung auf das Spielgefühl sondern sind nur nette berreicherungen. Ich meine das Game würde bestimmt auch ohne riesen Dungeon funktionieren, aber das er jetzt dabei ist eine nette drein gabe
Re: Spielkultur: "Kickstarter-Zusatzziele sind Bullshit"
ich würde das nich korruption nennen.gracjanski hat geschrieben:@mojoe83: wurde hier doch schon gesagt: Geld korrumpiert, da man sein produkt verkaufen muss und deshalb in seiner Freiheit sich künstlerisch auszudrücken eingeschränkt ist. Es gibt eben noch viele andere Faktoren, wie z.b. die Wünsche der Elite (damals der König und sein Hof, Dikatoren usw., heute irgendwelche psychopathischen think tanks).
ich beglückwünsche jeden künstler der es sich leisten kann, seine arbeit so zu machen wie er sich das vorstellt, wenn er allerdings davon leben muss, wird er kompromisse eingehen müssen.
würde mich ein entwickler in der art ansprechen: "ich möchte diese oder jenes projekt realisieren und bitte dich um finanzielle unterstützung, aber mehr als dein geld will ich nich, deine wünsche oder anregungen sind mir egal."
der würde keinen cent von mir sehn.
in meinen augen wäre es wünscheswert wenn entwickler und spieler soweit in das gespräch kommen würden das die idee ganz klar vom entwickler kommt, er sich gewisse wünsche aber zumindest anhört un vllt. versucht einen kompromis einzugehn, oder zumindest erklärt warum er dieses oder jenes feature nicht möchte, so das am ende beide seiten zufrieden sind.
als entwickler ist man sicher auch nich unfehlbar und vllt. kommen ja sogar ideen die man selber gut finden kann, das muss ja nich heißen das man jeden mist den irgendnen idiot vorschlägt auch umsetzen muss, allerdings auch nich das man von vornherein alles abschmettert un sagt nein das will ich nich.
un was strecht goals angeht, wenn die einzelnen etappen schon von anfang an drin sind is das absolut kein problem in meinen augen, im nachhinein noch irgendwelche sachen hinzuzufügen um noch mehr geld zu erpressen is fragwürdig, aber bestimmt auch nich in 100% der fälle schlecht un ausbeuterisch
- Max Headroom
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Re: Spielkultur: "Kickstarter-Zusatzziele sind Bullshit"
@MoJoe83:
Der Bluescreen in Windows ist kein Fehler in der Software, sondern ein Feature, um die Farbe Blau, die in unserem Alltag leider nicht so oft auf dem Bildschirm zu sehen ist, zu bewerben. Und die vielen weissen Buchstaben sollen den Zeichensatz des Betriebssystemes warm halten, weil sie sonst in den Tiefen des Computerspeichers verschimmeln würden. Hey, war alles nur Spaß
@Topic:
In gewisser weise stimme ich ihm zu. Wenn ein Spiel seine Features aus dem Spielekonzept allesammt komplett in den Kickstarter-Grundpreis integriert, sind die zusätzlichen Elemente nur ein Bonus zum ansonstem fertigem Spiel. Eine orchestrale Musik, statt Soundtracker-Routinen? Ein Gebäudedesign aus einem Architekturbüro, statt vom Azubi? Texturen in Ölgemäldequalität, statt prozedualem Pixelmatsch? Wenn der Zusatz zu einem hübscherem Fertigprodukt führt, habe ich kein Problem damit. Wer ein Poster abgrabscht, sich seinem Asteroiden mit eigenem Namen versehen lässt oder mal mit dem Designer im Whirlpool tummelt, bekommt für den Kickstart-Einsatz einen individuellen Mehrwert zum fertigem Produkt hinzu.
Wer hingegen erst bei $$$ das Feature einbauen wird, was man eigentlich von dem Spiel erwartet, dann grübele ich schon eher, ob das Produkt nicht schon vom Design her seine Ziele falsch angesetzt hat. Wer die Perspektive erst ab bestimmten Milestones zur Schau stellt, wer erst ab einer bestimmten Summe ein "konkurrenzfähiges Produkt" präsentieren kann, hat die Sache in meinen Augen falsch angegangen. Der sollte die ersten Milestones als Alpha oder Beta präsentieren und darauf hoffen, dass man für das fertige(!) Produkt bereit ist, bis zu $$$ zu zahlen. Erst dann, wenn man Einnahmen über dem angezieltem Budget kommt, sollte man an den Feinschliff der einzelnen Assetts denken. Bis dahin sollte das fertige Produkt - inklusive aller Features - stehen. Diese digitale Form der "Zweiklassengesellschaft" (wer mehr Zahlt hat Zugang zu X oder Y), welche das Spielgefühl manchmal gar fundamental ändern, bereitet mir Migräne. Lieber das Ziel in greifbarer Nähe haben, als das Produkt von Anfang an in Featuresets-Pakete aufteilen. Damit wird das Spiel an sich zerhackstückelt. Und wir Spieler mögen es nicht so, wenn unser Spielgefühl dann portioniert zu Hackfleischbällchen zu uns gebacht wird
It's not a bug, it's a feature.wozu dann überhaupt noch testen, da könnte man gleich sagen das hat der entwickler so gewollt findet euch damit ab.
Der Bluescreen in Windows ist kein Fehler in der Software, sondern ein Feature, um die Farbe Blau, die in unserem Alltag leider nicht so oft auf dem Bildschirm zu sehen ist, zu bewerben. Und die vielen weissen Buchstaben sollen den Zeichensatz des Betriebssystemes warm halten, weil sie sonst in den Tiefen des Computerspeichers verschimmeln würden. Hey, war alles nur Spaß
@Topic:
In gewisser weise stimme ich ihm zu. Wenn ein Spiel seine Features aus dem Spielekonzept allesammt komplett in den Kickstarter-Grundpreis integriert, sind die zusätzlichen Elemente nur ein Bonus zum ansonstem fertigem Spiel. Eine orchestrale Musik, statt Soundtracker-Routinen? Ein Gebäudedesign aus einem Architekturbüro, statt vom Azubi? Texturen in Ölgemäldequalität, statt prozedualem Pixelmatsch? Wenn der Zusatz zu einem hübscherem Fertigprodukt führt, habe ich kein Problem damit. Wer ein Poster abgrabscht, sich seinem Asteroiden mit eigenem Namen versehen lässt oder mal mit dem Designer im Whirlpool tummelt, bekommt für den Kickstart-Einsatz einen individuellen Mehrwert zum fertigem Produkt hinzu.
Wer hingegen erst bei $$$ das Feature einbauen wird, was man eigentlich von dem Spiel erwartet, dann grübele ich schon eher, ob das Produkt nicht schon vom Design her seine Ziele falsch angesetzt hat. Wer die Perspektive erst ab bestimmten Milestones zur Schau stellt, wer erst ab einer bestimmten Summe ein "konkurrenzfähiges Produkt" präsentieren kann, hat die Sache in meinen Augen falsch angegangen. Der sollte die ersten Milestones als Alpha oder Beta präsentieren und darauf hoffen, dass man für das fertige(!) Produkt bereit ist, bis zu $$$ zu zahlen. Erst dann, wenn man Einnahmen über dem angezieltem Budget kommt, sollte man an den Feinschliff der einzelnen Assetts denken. Bis dahin sollte das fertige Produkt - inklusive aller Features - stehen. Diese digitale Form der "Zweiklassengesellschaft" (wer mehr Zahlt hat Zugang zu X oder Y), welche das Spielgefühl manchmal gar fundamental ändern, bereitet mir Migräne. Lieber das Ziel in greifbarer Nähe haben, als das Produkt von Anfang an in Featuresets-Pakete aufteilen. Damit wird das Spiel an sich zerhackstückelt. Und wir Spieler mögen es nicht so, wenn unser Spielgefühl dann portioniert zu Hackfleischbällchen zu uns gebacht wird

-=Der Virus Der Gesellschaft=-
Re: Spielkultur: "Kickstarter-Zusatzziele sind Bullshit"
so war's zwar nich gemeint (is wohl klar), aber der war echt gutMax Headroom hat geschrieben:@MoJoe83:It's not a bug, it's a feature.wozu dann überhaupt noch testen, da könnte man gleich sagen das hat der entwickler so gewollt findet euch damit ab.
Der Bluescreen in Windows ist kein Fehler in der Software, sondern ein Feature, um die Farbe Blau, die in unserem Alltag leider nicht so oft auf dem Bildschirm zu sehen ist, zu bewerben. Und die vielen weissen Buchstaben sollen den Zeichensatz des Betriebssystemes warm halten, weil sie sonst in den Tiefen des Computerspeichers verschimmeln würden. Hey, war alles nur Spaß: