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THQ: Man denkt über Linux nach
Verfasst: 17.12.2012 13:42
von 4P|BOT2
Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Vor über zwei Wochen hatte THQ zusammen mit den Organisatoren des Humble Bundles ein Paket geschnürt. Das Humble THQ Bundle konnte immerhin einen Umsatz von nahezu 5,1 Mio. Dollar generieren, von denen ein Teil natürlich an die Plattform selbst, aber auch an wohltätige Zwecke geht. Zu denen THQ dieser Tage vermutlich gezählt werden kann, dürf...
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THQ: Man denkt über Linux nach
Kommentar
Verfasst: 17.12.2012 13:42
von Bambi0815
hat linux und spiele potential?! naja ich warte da mal ab.
Kommentar
Verfasst: 17.12.2012 15:04
von alex9k
Wenns so kommt, müsst ich wohl den Betrag, den ich für das THQ Bundle bezahlt hab,
deutlichst nach oben korrigieren

Re: THQ: Man denkt über Linux nach
Verfasst: 17.12.2012 15:34
von lurks36
Ich hoffe das Sie es machen.
Und das dann andere Publisher nachziehen bei SteamforLinux
Re: THQ: Man denkt über Linux nach
Verfasst: 17.12.2012 16:07
von GrinderFX
Damit würden sie ihr eigenes Grab auch noch zuschütten.
Das wollen die Linux Fanboys jetzt wieder nicht wahr haben aber das wurde ihnen ja nun oft genug vorgerechnet und das sollte auch der Pleitefirma THQ klar sein.
Die sollten ja ziemlich einfach ausrechnen können was die Portierung nur kosten darf bzw. wie viele Einheiten sie verkaufen müssten. Spätestens da sollte denen doch klar sein, dass dies ein weiteres schweres Verlustgeschäft werden wird. Das können und dürfen die sich nicht mehr erlauben.
Das ist einfach nur ein trauriger Versuch noch mal in die Medien zu kommen, wirklich machen werden die das nicht.
.
Verfasst: 17.12.2012 17:04
von Tettsui
Bambi0815 hat geschrieben:hat linux und spiele potential?! naja ich warte da mal ab.
Da kannst du ja ruhig warten. Deine Aussage lässt mich aber schätzen, dass du von der Sache keine Ahnung hast.
Was sollte gegen Spielepotential auf Linux sprechen? Linux ist nur das Operationssystem, also ist es nichts anderes als Spiele auf einem regulären Windows PC laufen zu lassen.
Bezügliche einer Fragestellung, OB Spiele auf Linux umsetzbar sind, kann nur geantwortet werden, dass momentane Probleme nur auf fehlender Unterstützung, mittels offiziellen Treibern für die Hardware, von Seiten der Hersteller basieren und dass daraus resultierend Unmut besteht für die Platform zu entwickeln.
Durch eine initiale Handlung, wie etwa trotz momentan bestehender Probleme erfolgreich zu entwickeln, können Hardware-Hersteller überzeugt werden, ihre Ware auch auf Linux besser zu unterstützen (wie es auf Windows Gang und Gebe ist), was wiederum langfristig dafür sorgt, dass die Entwicklung auf dieser Platform geläufiger wird.
Ist so ein sich gegenseitig fördernder Prozess eingeleitet spricht praktisch nichts mehr gegen einen allgemeinen Siegeszug von Linux im Spielebereich und auch im allgeimeinen (kostenlos ne Distro zu ziehen ist immerhin leichter bzw. billiger als sich Windows gecrackt zu besorgen oder teuer zu erwerben ; 9)
Re: Kommentar
Verfasst: 17.12.2012 17:09
von holydürüm
Bambi0815 hat geschrieben:hat linux und spiele potential?! naja ich warte da mal ab.
technisch klar. kommerziell: kommt drauf an...
einfach so "aus heiterem himmel" auf irgendwelchen desktop distris? höchst unwahrscheinlich.
z.b. als basis von valve's steam box? sehr gut möglich! stellt sich nur die frage, ob diese games dann auch auf nem normalen linux rechner laufen, oder bewusst nur auf valve's hardware/software. wenn es nicht eingeschränkt ist, könnte die steam box indirekt natürlich auch den normalen linux desktop nach vorne katapultieren.
es braucht eben nicht nur ein technisch einwandfreies produkt, das alleine bringt überhaupt nix diesbezüglich. was den unterschied macht, ist ein kommerziell funktionierendes konzept und ein grosses marketingbudget. etwas worauf sich die spielemacher und distris verlassen können. erst dann kann eine plattform wirklich im grossen stil erfolgreich sein im CONSUMER massenmarkt.
lassen wir uns überraschen. iOS und android haben gezeigt dass alles möglich ist und sich in wenigen jahren sehr viel ändern kann. man könnte auch sagen dass mit diesen beiden plattformen unix und linux bereits enorm erfolgreiche spieleplattformen sind

auch wenn es genau genommen vielleicht nicht ganz korrekt ist ^^
Re: .
Verfasst: 17.12.2012 17:49
von Kuemmel234
Tettsui hat geschrieben:Bambi0815 hat geschrieben:hat linux und spiele potential?! naja ich warte da mal ab.
Da kannst du ja ruhig warten. Deine Aussage lässt mich aber schätzen, dass du von der Sache keine Ahnung hast.
[...]
Das gebe ich gleich an dich weiter. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es genau um diese Umsetzung geht. Viele Linuxuser wissen, dass in einer unixumgebung "emulierte"(wine ist kein Emulator *g*) Windowsprogramme immer noch besser laufen als unter Windows selbst - zumindest wenn directx in der Weite unterstuetzt wird (was das Problem ist). Wir sprechen also weniger von der technische Umsetzung, als um das Potential dieser freien Plattform. Android hat das gezeigt. Sollte SteamForLinux ordentlich laufen, sehe ich da Potential.
Andererseits habe ich selbst in einem Informatics-studiengang erstmal eine menge "Linux ist scheiße" Kommentare gehört. Erst mit der Zeit nutzen jetzt immer mehr Leute Mac oder Linux. Es braucht also Zeit die Leute davon zu ueberzeugen, dass das Terminal nicht zwingend - aber ein riesen Vorteil ist.
Ich selber wuerde es begrüßen. Auch wenn ich bis jetzt lieber unter Windows zocke. Ich hoffe ja, dass das die Leute allgemein zu Linux zieht. Es ist einfach so viel mehr möglich. Und so viel mehr produktiver (richtig eingesetzt).
Re: THQ: Man denkt über Linux nach
Verfasst: 17.12.2012 20:53
von GrinderFX
Das ist so nicht wirklich richtig.
Die Anwendungen die dann besser laufen, laufen dann mit 1- 5 Frames besser. Die, die aber schlechter laufen, sofern sie überhaupt laufen, laufen dann aber sehr viel schlechter als unter Windows.
Ums kurz zu machen, ganz wenige laufen wirklich minimal besser, der große Teil läuft weit schlechter.
Dazu sind die ganzen Einstellungen ein Kampf, den sich ein normaler Mensch mangels Zeit nicht zumuten möchte. Ich meine, wer konfiguriert 1 - 2 Stunden nach der Arbeit rum, wenn er nur 2 Stunden Zeit zum Spielen hat?
Und um nochmal auf die Kosten und den Nutzen zurück zukommen.
Der Linux Marktanteil auf dem PC ist sogar fallend, weil viele eben nach dem Testlauf doch nicht so überzeugt waren. Dieser ist ca. bei 1%, sogar bißchen geringer. Geht man also von einem Spiel aus, welches sich 1 Mio mal verkauft hat, und rechnet das auf diese 1% hoch, kommt man auf eine Zielgruppe von ca. 10000 Käufern. Bei ca. 5 Euro Reingewinn, was schon extrem hoch wäre, käme man so auf 50000 Euro. Das wäre sehr wenig für eine Portierung.
Re: THQ: Man denkt über Linux nach
Verfasst: 17.12.2012 20:55
von Nightfire123456
Ich weiß nicht ob das wircklich sinnvoll ist. Ich kenne mich in dem Bereich zu wenig aus um beurteilen zu können wie schwierig es ist eine saubere Umsetzung von einem Windows Spiel auf Linux zu machen. Ich denke das wenn es einfach wäre hätten es schon andere Jahre davor gemacht.
Aber mir gefällt der Gedanke das erst Valve und jetzt THQ interesse an Linux haben. Wenn es darauf Spiele gäbe hätte ich schon längst gewechelt.
Re: THQ: Man denkt über Linux nach
Verfasst: 17.12.2012 20:59
von Scorcher24_
Windows stiehlt eine Menge an Desktopusern für Linux weil man eben keine kommerziellen Games hat auf der Platform.
Das ist derzeit einfach ein typischens Catch 22 Problem. Aber mit Steam für Linux wird sich der Anteil mehr oder weniger deutlich verschieben, auch wenn am Anfang keine AAA Games dabei sind.
Btw würde auch schon ein custom Winewrapper für THQ reichen... hauptsache die Games laufen und sind spielbar.
Re: THQ: Man denkt über Linux nach
Verfasst: 17.12.2012 21:01
von Scorcher24_
Nightfire123456 hat geschrieben:Ich weiß nicht ob das wircklich sinnvoll ist. Ich kenne mich in dem Bereich zu wenig aus um beurteilen zu können wie schwierig es ist eine saubere Umsetzung von einem Windows Spiel auf Linux zu machen. Ich denke das wenn es einfach wäre hätten es schon andere Jahre davor gemacht.
Aber mir gefällt der Gedanke das erst Valve und jetzt THQ interesse an Linux haben. Wenn es darauf Spiele gäbe hätte ich schon längst gewechelt.
ID Software hats doch ständig vorgemacht und zuletzt Doom 3 portiert.
Der Löwenanteil der Portierung ist der Renderpfad von DirectX auf OpenGL und eventuelle andere platformabhängiger Code wie Fenstermanagement und Input. Würden mehr Firmen in dem Bereich auf Wrapper wie SDL oder OSI und andere setzen, dann wäre das hinterher auch kein großes Problem und die Portierungskosten wären deutlich weniger.
Aber OpenGL an sich steht DirectX in nichts nach.
Re: THQ: Man denkt über Linux nach
Verfasst: 17.12.2012 21:13
von AtzenMiro
Ich kenne Linux auch noch vom Studium und meiner Abi-Zeit und bin eigentlich doch ganz glücklich mich damit nicht mehr beschäftigen zu müssen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Ich denke auch, dass Linux-Spieler eine einfach zu kleine Zielgruppe abgeben. Auch sehe ich das nicht als typisches Catch 22 Problem. Das setzt ja voraus, dass der gemeine Spieler generell dazu bereit wäre auch auf Linux umzusteigen, aber das ist ein Irrtum. 99% aller Gamer würde nicht mal einen Treiber "installiert" (compiliert) bekommen, geschweige denn die Software zum Laufen bekommen. Und selbst wenn die was installiert bekommen, so werden sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Fehler treffen, den sie nicht im Stande sind zu lösen. In Linux muss man sich wirklich erst richtig einarbeiten. Für Office-Anwendungen reicht eine von den vielen Distributionen sicher aus, da gibt es schon ziemlich Anfänger-freundliche, inklusive Desktop mit Verknüpfungen etc. Aber alles was darüber hinaus geht ist erstmal stundenlanges einarbeiten. Und nicht jeder Gamer hat das technische Know-How dafür.
Vielleicht schafft Steam da ein wenig mehr Struktur reinzubringen, aber soweit ich das verstanden habe, hatte Valve das gar nicht vor mit der Linux-Unterstützung. Sprich, keine leichte Treiber-Installation, keine leichte Spiele-Installation etc.
Und gerade bei neueren Spielen, die aktuellere Treiber voraussetzen wird es bei Linux extrem schwer, da wird auch Steam nichts dran ändern. Ich bezweifle aber auch, dass die Linux-User selbst den Anspruch haben "Windows-Spiele" drauf zu zocken. Die, die es unbedingt gerne wollen, haben eh ihr Windows-Rechner, oder halt eine Spielekonsole.
Re: THQ: Man denkt über Linux nach
Verfasst: 17.12.2012 21:16
von Scorcher24_
AtzenMiro hat geschrieben:Ich kenne Linux auch noch vom Studium und meiner Abi-Zeit und bin eigentlich doch ganz glücklich mich damit nicht mehr beschäftigen zu müssen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Ich denke auch, dass Linux-Spieler eine einfach zu kleine Zielgruppe abgeben. Auch sehe ich das nicht als typisches Catch 22 Problem. Das setzt ja voraus, dass der gemeine Spieler generell dazu bereit wäre auch auf Linux umzusteigen, aber das ist ein Irrtum. 99% aller Gamer würde nicht mal einen Treiber "installiert" (compiliert) bekommen, geschweige denn die Software zum Laufen bekommen. Und selbst wenn die was installiert bekommen, so werden sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Fehler treffen, den sie nicht im Stande sind zu lösen. In Linux muss man sich wirklich erst richtig einarbeiten. Für Office-Anwendungen reicht eine von den vielen Distributionen sicher aus, da gibt es schon ziemlich Anfänger-freundliche, inklusive Desktop mit Verknüpfungen etc. Aber alles was darüber hinaus geht ist erstmal stundenlanges einarbeiten. Und nicht jeder Gamer hat das technische Know-How dafür.
Vielleicht schafft Steam da ein wenig mehr Struktur reinzubringen, aber soweit ich das verstanden habe, hatte Valve das gar nicht vor mit der Linux-Unterstützung. Sprich, keine leichte Treiber-Installation, keine leichte Spiele-Installation etc.
Und gerade bei neueren Spielen, die aktuellere Treiber voraussetzen wird es bei Linux extrem schwer, da wird auch Steam nichts dran ändern. Ich bezweifle aber auch, dass die Linux-User selbst den Anspruch haben "Windows-Spiele" drauf zu zocken. Die, die es unbedingt gerne wollen, haben eh ihr Windows-Rechner, oder halt eine Spielekonsole.
Das ist nicht richtig sorry.
Mit Ubuntu kannst die aktuellen Treiber, die meistens zeitgleich mit dem Windows pendant erscheinen btw, mit einem Klick installieren. Nur in seltenen Fällen funktioniert X danach nicht mehr. Ist ein Problem, kann dir aber unter Windows genauso passieren. Da kriegst halt nen Bluescreen, unter Linux schmiert dir im schlimmsten Fall X ab.
Kommerzielle Treiber wie die von NVIDIA/ATI werden übrigens nicht kompiliert, nur gelinkt und das ist ein relativ einfaches Unterfangen. Das ging schon vor 10 Jahren mit einigen mitgelieferten Shellscripts gut von der Hand.
Das "stundenlange frickeln" ist ein Vorurteil von vor 12 Jahren das heute einfach nicht mehr zutrifft.
Re: THQ: Man denkt über Linux nach
Verfasst: 17.12.2012 21:55
von Wuschel666
AtzenMiro hat geschrieben:Ich kenne Linux auch noch vom Studium und meiner Abi-Zeit und bin eigentlich doch ganz glücklich mich damit nicht mehr beschäftigen zu müssen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Und ich bin froh mich dank Linux nicht mehr mit Windows beschäftigen zu müssen^^
Bezüglich portierungskosten, wenn man direkt Platformunabhängig programmiert, zB openGL statt DirectX nutzt, dann sind die Portierungskosten quasi 0.
Musst halt ne Version für alle 3 Platformen kompilieren, aber das sollte nicht das Problem sein oder?
Problem is halt, wenn die Spiele dann trotzdem Steam Only sind, weil dann bringts ja nix, dann gehen wir von der Pest auf Scheiße zur Pest allein über. Ich Spiel am PC an sich eh nur Indie Games, die laufe halt au ohne Probleme unter Linux weil die Indie Entwickler halt kapiert ham, dass Linux auch ein Markt ist.