Levi hat geschrieben:Rabidgames hat geschrieben: Levi hat geschrieben:Bedeutungen:
[1] Note für geforderte Leistung oder Verhalten
[2] kein Plural: Einschnitt in die Pressefreiheit; Zurückhalten von unerwünschten Meldungen, Filmen oder literarischen Werken
nope. Keine Zensur. Zensur wäre es maximal, würde es konsequent weg gesperrt werden. wird es aber nicht.
Und: Ja, die Frage ist ernst gemeint. Warum wird der Shop, der ansonsten scheinbar sehr Entwickler-Freundlich ist, im Verhältnis zu anderen Konsolen-Shops, damit uninteressant?
Eine wirkliche Antwort hast du mir nämlich nicht gegeben. Du hast mir nur erklärt, dass es für Leute, die zwischen 9 und 5 Schlafen, nicht möglich ist, mal eine Ausnahme zu machen, und nen Moment länger wach zu bleiben. Das hat aber keinen Einfluss auf Entwickler.
"Zurückhalten von unerwünschten Meldungen, Filmen oder literarischen Werken"
Beschlagnahmte Spiele werden auch im Nintendo-Shop nicht verfügbar sein. Punkt erfüllt. Zensur.
Nur weil dort "Spiele" nicht explizit steht, bedeutet es nicht, dass dem nicht so ist (im Iran werden ja auch genügend Spiele verboten, so ist es ja nicht).
Zudem ist es halt auch eine ausgeklügelte Form der sanften Zensur, wenn man es Kunden so schwer wie möglich macht, unliebsame Artikel zu erwerben.
Welches Interesse hat ein Entwickler daran, für eine Konsole zu entwickeln, bei der die angebotene Software zeitlich eng begrenzt verfügbar ist, wenn diese bei der Konkurrenz jederzeit verfügbar ist.
Kundenfreundlichkeit ist heutzutage wichtig.
Sie wird nur zeitlich zurück gehalten, aus gründen des Jugendschutzes. Keine Zensur
Beschlagnahmte Titel werden natürlich nicht angeboten. Das wäre dann sogar tatsächlich Zensur, hat aber nichts mit Jugendschutz zu tun.
Welches Interesse? ... es sind potentielle Kunden. weiterhin: Wieviele Kunden stören sich ernsthaft an diesen Punkt? ... ich habe noch keinen WiiU-Besitzer gesehen, der sich mehr als: "Ist blöd, aber nun gut" darüber aufregt. Entwickler sind im normalfall nicht so dumm, sich davon abhalten zu lassen, Geld zu verdienen.
Ach komm, Jugendschutz ist doch nicht der wahre Grund, das wissen wir beide. Jugendschutz wird doch nur als Deckmantel benutzt, damit gewisse christliche Parteien schön beim Ü60-Stammtisch punkten können, weil man standhaft der Verrohung der Sitten Einhalt gebietet. Aber gut, die deutsche Abart des "Jugendschutzes", die auch Erwachsene vor grausamen Foltern schützt, ist eh eine eigene Diskussion ...
Beschlagnahmte Titel haben mit dem Jugendschutz wenig zu tun, indizierte Spiele allerdings schon - und wenn man diese nicht bewerben darf, wie es in Deutschland der Fall ist, findet schon eine Zensur statt. Ob und wie sich dies nun auf Nintendos Online-Shop auswirkt, weiß ich leider nicht.
Sind indizierte Titel versteckt oder überhaupt anwählbar?
Es geht aber nicht nur um Wii U-Besitzer. Momentan überlegen viele ja noch, ob sich der Kauf lohnt. Und im Hinblick auf diese Zielgruppe hat Nintendo nun einmal einen ansehlichen Bock geschossen, denn der Imageschaden ist europaweit da. Denn Deutsche mögen sich an die lächerliche Bevormundung gewöhnt haben, für den Rest Europas ist der gegenwärtige Zustand eine Unverschämtheit.
Nochmal - hätte Nintendo im Vorfeld von Problemen mit Ab 18-Titeln gesprochen und die Einschränkungen a priori kommuniziert - Europa hätte Verständnis gehabt und auf Deutschland geschimpft. Da Wii U-Käufer aber die Katze im Sack gekauft haben und jetzt erst auf die Problematik aufmerksam wurden, steht Nintendo als Mittäter da, nicht als Opfer. Und das hätte nun wahrlich jeder dort kommen sehen müssen.
Zu den Entwicklern:
Aber es ist doch logisch, dass man innerhalb von maximal 6 Stunden weniger Geld verdienen wird als wenn ein Angebot 24 Stunden lang abrufbar ist, oder?
In Großbritannien ist die Erwachsenenabteilung übrigens gerade mal von 23 Uhr bis 3 Uhr verfügbar ... ein schlechter Witz.