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Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel
Verfasst: 26.10.2012 07:29
von 4P|BOT2
Die Nähe zwischen Spielepresse und Herstellern ist mehr oder weniger ein Dauerthema. Im Rahmen einer Kolumne bei Eurogamer.net hatte Robert Florence sein Unbehagen in jener Hinsicht kundgetan.Dabei nimmt der Mann u.a. Geoff Keighley von Spike TV bzw. GTTV ins Visier, äußert sich aber auch nicht unbedingt lobend über die Gaming Media Awards. Die Veranstaltung, in der die britische Spielepresse jede...
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Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel
Kommentar
Verfasst: 26.10.2012 07:29
von Trimipramin
Ich konnte garnicht aufhören zu grinsen beim Lesen, auch wenn ich mir durchaus bewusst bin wie sensibel das Thema ist. Ich glaube das wenn publik werden wollte wieviele gekauft sind dann kann dieses Metacritic Dings einpacken^^ Und nicht nur das, selbstredend. Und das mit dieser Wainwright da las sich einfach zu köstlich "Lösche den Verweis, den Links etc." Da muss man sich doch fragen, ob nicht doch etwas dran ist.
Mensch, Mensch, Mensch was leben wir doch in einer dekadenten Welt... !
Kommentar
Verfasst: 26.10.2012 07:30
von sYntiq
Mal abgesehen davon dass diese Hexenjagd echt voll daneben ist, (Es gibt bestimmt so einige Redakteure mit "Dreck am Stecken" und nicht nur sie) finde ich ihre Reaktion auch irgendwie merkwürdig.
Das sie jetzt nachträglich anfängt sämtliche Verweise etc. zu Square Enix zu entfernen hat ein wenig was von "Ich versuch nachträglich noch schnell sämtliche Beweise verschwinden zu lassen." In sofern: Da muss wohl irgendwas dran sein an den Vorwürfen ihr gegenüber. Sonst könnte sie ja einfach dazu stehen und gut ist.
Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel
Verfasst: 26.10.2012 08:55
von Jim Panse
Schön wäre ja jetzt noch wenigstens ein Absatz zur Situation in deutschen Landen gewesen.
Kommentar
Verfasst: 26.10.2012 09:02
von giselher
So eine Sauerei. Es ist wirklich traurig das es fast keine anständigen englischen Seiten gibt wo keine Publischerfreunde und Geschenkempfägern sitzen.
Gestern öffnete Polygon seine Pforten, aber ich war nie ein Fan von Verge und denn riesigen Bannern. GatherYourParty ist "/v/ light" und MultiplayerReviews sind auch keine richtige Reviewseite.
Im deutschsprachigen Teil des Internets gibt es wenigstens 4players, welche ich aber trotzdem noch kritisch gegenüberstehe.
Re: Kommentar
Verfasst: 26.10.2012 09:42
von Oldholo
sYntiq hat geschrieben:Da muss wohl irgendwas dran sein an den Vorwürfen ihr gegenüber. Sonst könnte sie ja einfach dazu stehen und gut ist.
Nö, muss nicht. Vielleicht wollte sie auch einfach nur vermeiden, den Hexenjägern noch mehr Munition für ihre Kampagne zu bieten.
Ansonsten:
Im Westen nichts Neues.
Re: Kommentar
Verfasst: 26.10.2012 09:55
von sYntiq
Oldholo hat geschrieben:Nö, muss nicht. Vielleicht wollte sie auch einfach nur vermeiden, den Hexenjägern noch mehr Munition für ihre Kampagne zu bieten.
Die Hexenjäger HABEN ja diese Munition bereits gefunden und erst als das dann auch ins Gespräch kam, also danach hat sie angefangen den Kram zu löschen.
Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel
Verfasst: 26.10.2012 10:20
von Kajetan
Jim Panse hat geschrieben:Schön wäre ja jetzt noch wenigstens ein Absatz zur Situation in deutschen Landen gewesen.
"Der kritische Herbst" - Lange, ausführliche Artikelserie bei 4Players:
http://www.4players.de//4players.php/sh ... ur/36.html
Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel
Verfasst: 26.10.2012 10:42
von KATTAMAKKA
Die Frau hatte einfach die Schnauze voll von diesem Pseudo journalismus in Sachen Games . Und das sie in ihrer Vergangenheit Teil von diesem Puplisher-Hype-Verarschungs-System war, macht ihren letzten kritischen Artikel ( die Gründe warum jetzt auf einmal Kritisch sind unwichtig) sogar noch glaubwürdiger bzw macht es klar was für ein trübe Sosse der Game Journalismus eigentlich ist. Wobei ich denke das der original artikel die Mogelpackung Game-Journalismus und ihre totale Abhängig und hörigkeit von den Puplishern nur zum Teil offenlegt.
Die Reaktion von Eurogamer zeigt aber klar wessen Knecht Eurogamer ist und sie nur eine gut getarnte Werbeseite für die Puplisher ist. Die sich scheinbar kritisch im Sinne der Scheuklappen-Fanboys und Grafik-Vollpfosten und natürlich den Puplishern mit dem ``Gamen`` auseinandersetzt
Das grösste Problem der Gamepresse ist allerdings, das sie immer noch glaubt für ein 12jähriges Massen- Puplikum zu schreiben, das man mit jedem Scheiss der Puplisher begeistern und verarschen kann.Ergo Game Journalist zu sein ist praktisch der simpelste Job der Welt, man muss nur das abschreiben was die Puplisher einem vorkauen
Der neueste Verarschungstrend ist jedoch dem Kunden zu suggerieren das man das Produkt alleine für ihn in der ganzen einzigartigen Pracht seines Individiums produziert. Ja jetzt wirds doch ein bischen kniffliger , aber die puplisher haben auch dafür ihre werbespezialisten die der Gamepresse mit Rat und Tat zur Seite stehen

Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel
Verfasst: 26.10.2012 10:53
von DasGraueAuge
Na dann hat der Mob doch wieder was zu tun.
Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel
Verfasst: 26.10.2012 11:13
von Isterio
Interessant.
Hach, wenn ich jetzt doch der beste Schreiberling der Welt beim beliebtesten Spielemagazin der Welt wäre und keine Prinzipien hätte. Was man mir dann wohl nachwerfen würde, um positive Artikel zu schreiben? Und würde ich dadurch mit der Zeit meine Popularität einbüssen? Hmmmm. Dann würde ich vielleicht einen Enthüllungsartikel schreiben und sagen, dass ich alle Geschenke nur akzeptiert hätte, um eben zeigen zu können, was da abläuft
In dem Sinne bleibt ja schön kritisch, liebe 4player-Schreiberlinge. Von angemessenen Wertungen haben die Spieler mehr und das sollte dann auch mehr Leser geben ... wenngleich wohl weniger Werbung von den Publishern :/
Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel
Verfasst: 26.10.2012 11:20
von XenolinkAlpha
Nepotismus wird es immer geben egal wo.
Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel
Verfasst: 26.10.2012 11:42
von Nauglamir
Das zeigt nur in wie weit sich der Journalismus mittlerweile abhängig gemacht hat. Das ist nicht nur in der Spielebranche so, sondern auch in anderen Zweigen.
In der Spielebranche jedoch hat sich der Journalismus aus Testmagazinen heraus entwickelt. Also einem Serviceangebot für Spieler die mit enormer "Leitfunktion" verbunden ist. Die großen Zusammenschlüsse von Print und Onlinemagazinen war in der Vergangenheit of kritisch beäugt worden, halfen teilweise aber auch dazu diesen Magazinen mehr in die Unabhängigkeit.
"Freie Journalisten" waren in der Vergangenheit oft ein Garant für gute Artikel, da man Ihnen jene Unabhängigkeit immer "unterstellte". Aber die Marketingabteilungen der großen Spielehersteller haben auch diesen Trend und damit eine oft einfachere Möglichkeit der "Beeinflussung" gefunden und nutzen diese natürlich.
Man darf sich nicht wundern wenn junge, technik-affine und interessierte Schreiber den journalistischen Grundgedanken "unabhängig von politischen Parteien, Institutionen und Interessensgruppen" immer mehr in den Hintergrund drängen, insbesondere bei hochwertigen und oft teuren "kostenlos" Angeboten... da kann man schon mal ein Auge zudrücken oder?
Aber jede Branche braucht Ihre schwarzen Schafe... und dann darf man sich nicht wundern wenn eine Hexenjagd startet - die es allerdings nicht braucht, da man so schon genug mit der eigenen Reputation kämpfen muss. Besonders als Journalist.
Kommentar
Verfasst: 26.10.2012 11:43
von Traumdiktator
Schön, dass ihr das hier umfangreich zusammenfasst und alle relevanten Links präsentiert. Hab das Thema auch verfolgt und freue mich, dass es hier angemessen präsentiert wird.
Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel
Verfasst: 26.10.2012 11:58
von Sir Richfield
Hmm, ich denke mal ein Teil des Problems kommt daher, dass man versucht, Leuten hinterherzurennen, die eh nicht Kunden sind.
Der Wettbewerb ist ja, die ersten sein zu wollen, die ersten mit einem Review, die ersten mit Infos, etc. pp.
Nur - WER und WARUM soll das lesen? Eigentlich Leute, die VOR dem Release eines Spieles wissen wollen, ob es gut ist.
Nur, die Menge hat eh schon Vorbestellt oder läuft komme was wolle zum Releasetag in den Laden.
Die lesen nur, um ihre Entscheidung zu rechtfertigen oder die Seite/Zeitung niederzumachen.
Diejenigen, die einen Artikel tatsächlich lesen, um sich über ein (schon erschienes) Spiel zu informieren, die Erfahrungen mit dem Programm "out of the box" lesen wollen, also die eigentliche Zielgruppe - die haben sich zynisch abgewandt, weil sie nicht mehr an die Unabhängigkeit glauben.
Denn der Preis für die Geschwindigkeit ist halt die Integrität.
Achja und es gibt zu wenig von uns um irgendeine Redaktion am Leben zu halten.