Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

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Bedlam
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von Bedlam »

The Incredible Hojo hat geschrieben:Das ist sogar noch günstiger, weil man dann die Freundschaft nicht wegen einer Spielebewertung riskiert. Läuft dann eher so ab:
"Dein Test war schon fies!"
"Ja, aber sei ehrlich, ich hatte recht..."
"Ja, hattest du. Aber hätte man schöner schreiben können. Meinte mein Chef auch."
"Du weiss, ist mein Schreibstil."
"Ich weiss. Naja, lief trotzdem nicht schlecht. Auf ein Bier heute Abend?"
"Nur wenn du zahlst."
"Du hast den fiesen Test geschrieben!"
"Und von euch kam das Scheiss-Spiel!"
"Gut, ich zahle."

Kein Grund, sich aufzuregen.
Mit Sicherheit sehr realistisch. :ugly:
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3nfant 7errible
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von 3nfant 7errible »

achja, mal wieder aufgedecktes Geklüngel, dem man sich sowieso bewusst sein kann, macht den Kohl jetzt auch nicht noch fetter. Ob sich da nun jemand bewusst bestechen lässt, oder unbewusst oder ob da einfach nur ein voreingenommener Fanboy sitzt, das macht doch alles für den Spieler, der eine möglichst neutrale Berichterstattung erwartet, keinen Unterschied.

Echte Neutralität gibts sowieso kaum mehr, weder bei Journalisten und bei den Spielern leider auch immer weniger. Es wird so gut wie gar nicht mehr das eigentliche Produkt beurteilt, sondern nur noch die ganze Politik die dahinter steckt, woher es kommt und von wem. Es gibt fast nur noch Plattform Fanboys und Hater, die Big Brands Anbeter und die Indie Jünger, die Hyper und die Hipster, die Harten und die Casuals..... über das eigentliche Spiel wird doch immer nur zuletzt geredet, ein kleiner Nebensatz am Rande. Und was da gesagt wird basiert dann häufig auch nur auf Trailern, Screenshots und Lets plays, oder es wird einfach total unreflektiert nachgeplappert was irgendwelche anderen Heinis zuvor gesagt haben. :hammer:
Spieler2008
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von Spieler2008 »

Wie denn nun? Einerseits wird hier Kritik an umstrittenen Wertungen mit dem Hinweis abgewedelt, es gebe keine objektiven Kriterien der Spielbeurteilung. Und nun soll dieses von euch immer wieder als nicht-existierend Behauptete von bestechlichen Kollegen verletzt worden sein. Wie denn, wenn es das gar nicht gibt? Wer sich kaufen ließ und eine bequeme Ausrede sucht, kann sie bei euch finden. Auf so einer inhaltlichen Redaktionslinie der Meinungswillkür lernen sachliche Vorwürfe ganz schlecht laufen.
4P|Bodo hat geschrieben:[Dass sich Einzelpersonen, Blogschreiber oder Redaktionen bestechen lassen, ist ein offenes Geheimnis in der Branche. In welchem Umfang das passiert, kann man nur erraten, da es im Geheimen geschieht.
Worin besteht der Unterschied zwischen Verschwörungstheoretikern und Journalisten? Bitte Butter bei die Fische.
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KATTAMAKKA
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von KATTAMAKKA »

Da glaubt doch tatsächlich einer das das eine böswillige und wiederliche Verschwörung gegen den Game Journalismus ist Bitte Butter bei die Fische HAHAHAHA :mrgreen:
johndoe702031
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von johndoe702031 »

KATTAMAKKA hat geschrieben:Da glaubt doch tatsächlich einer das das eine böswillige und wiederliche Verschwörung gegen den Game Journalismus ist Bitte Butter bei die Fische HAHAHAHA :mrgreen:
Vor allem glauben anscheinend einige, dass man subjektive Kritik mal eben mit Bestechung auf eine Stufe stellen kann, weil es im Resultat für den "Endverbraucher" beides keine "objektive Kaufberatung" darstellt. Und 4P wäre demnach auch gar nicht erst berechtigt, Kritik an solchen Tendenzen zu üben, sondern sollten mal lieber vor der eigenen Haustüre kehren und den Ball schön flach halten.

Wenn die eigenen Leser schon keinen Unterschied mehr zwischen "abweichenden Wertungen" aufgrund von Eigenbestimmung (persönliche Präferenzen, Ticks der jeweiligen Redakteure etc.) und Fremdbestimmung sehen - und zwar einen riesigen Unterschied -, dann ist man tatsächlich versucht zu sagen, dass sie auch keinen besseren Journalismus verdient haben. Dann ist es in der Tat vollkommen egal, wieviel Kungelei und Bestechung es in der Branche gibt.
Easy Lee
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von Easy Lee »

Richtig. Der Zynismus der Branche hat nicht zuletzt mit der Dummheit der Zielgruppe zu tun. Ist in der TV Branche nicht anders, auch wenn dort gerne diskutiert wird, ob die Leute schon immer blöd waren oder das Fernsehen sie erst blöd gemacht hat.
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4P|Bodo
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von 4P|Bodo »

Spieler2008 hat geschrieben:Wie denn nun?
4P|Bodo hat geschrieben:[Dass sich Einzelpersonen, Blogschreiber oder Redaktionen bestechen lassen, ist ein offenes Geheimnis in der Branche. In welchem Umfang das passiert, kann man nur erraten, da es im Geheimen geschieht.
Worin besteht der Unterschied zwischen Verschwörungstheoretikern und Journalisten? Bitte Butter bei die Fische.
Willste ernsthaft bestreiten, dass das in der Branche vorkommt. Dann biste reichlich weltfremd, da man es letztlich nicht ausschließen kann. Es liegt einfach zu viel Nähe zwischen Publishern und Journalisten, da man ständig miteinander zu tun hat, es geht leicht und bietet sich quasi an.

"Bestechung" gibt 's auch im achso schönen Deutschland, auch wennn sie hier anders als in südlichen Länder funktioniert. Sie ist unter Geschäftsleuten weit verbreitet und wird "Beziehungen" genannt.Wer keine hat, kann abdanken. So will natürlich jeder jemand kennen, der jemand kennt... Und da geht's natürlich auch darum, den wirtschaftlichen Motor zu schmieren: Mit Reisen, Geschenken, Einladungen, Parties und wenn nötig Geld.
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sourcOr
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von sourcOr »

Scipione hat geschrieben:achja, mal wieder aufgedecktes Geklüngel, dem man sich sowieso bewusst sein kann, macht den Kohl jetzt auch nicht noch fetter. Ob sich da nun jemand bewusst bestechen lässt, oder unbewusst oder ob da einfach nur ein voreingenommener Fanboy sitzt, das macht doch alles für den Spieler, der eine möglichst neutrale Berichterstattung erwartet, keinen Unterschied.(...)
Dir ist egal, ob da jemand sitzt, der von Call of Duty nicht genug kriegen kann oder jemand, der bei jedem zweiten EA-Spiel völlig unauffällig die 9 zückt? Wenn das allgemein für Leute gelten würde, die neutrale Berichterstattung erwarten, dann können die Redakteure ja endlich die Karten auf den Tisch legen und das Geld in Strömen fließen lassen!

Verallgemeinere bitte nicht so einen Unsinn. Jedem ist wohl klar, dass es "echte" Neutralität kaum gibt. Das sollte aber kein Freiticket für Bestechung im Journalismus sein. Aber wenn es dir persönlich egal ist - auch gut.
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von Spieler2008 »

4P|Bodo hat geschrieben:Willste ernsthaft bestreiten, dass das in der Branche vorkommt. Dann biste reichlich weltfremd, da man es letztlich nicht ausschließen kann.
Das ist es jetzt? Dann will ich eben selbst die gestellte Frage beantworten: Ein Journalist betreibt Recherche und kann im Gegensatz zu einem Verschwörungstheoretiker mit belastbaren Fakten aufwarten; gerne griffig und zuspitzend präsentiert, man will ja auch wahrgenommen werden. Was du hingegen ausführst, geht auch nicht über meine Blubbeleien beim Bier mit Freunden hinaus.

Ich fände es schön, falls ihr den Ehrgeiz entwickeln solltet, mehr als "nur" eine Seite zur Kaufberatung zu sein, die gelegentlich um ein paar Kolumnen zur eigenen Befindlichkeit ergänzt wird. Ich halte das Themenbündel Korruption-Bestechlichkeit-Kundenverarsche-Innovationssabotage für wichtig. Aber wenn ihr mehr als bloße Meinungsäußerungen dazu präsentieren wollt, wenn ihr Spielejournalisten werden wollt, kommt ihr um Fakten, Fakten, Fakten nicht herum.
Eure Objektivitätsverneinung steht euch dabei zwar theoretisch im Wege, aber die halte ich eh für bloße Masche. Also: Nur Mut. :)
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3nfant 7errible
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von 3nfant 7errible »

sourcOr hat geschrieben:
Scipione hat geschrieben:achja, mal wieder aufgedecktes Geklüngel, dem man sich sowieso bewusst sein kann, macht den Kohl jetzt auch nicht noch fetter. Ob sich da nun jemand bewusst bestechen lässt, oder unbewusst oder ob da einfach nur ein voreingenommener Fanboy sitzt, das macht doch alles für den Spieler, der eine möglichst neutrale Berichterstattung erwartet, keinen Unterschied.(...)
Dir ist egal, ob da jemand sitzt, der von Call of Duty nicht genug kriegen kann oder jemand, der bei jedem zweiten EA-Spiel völlig unauffällig die 9 zückt? Wenn das allgemein für Leute gelten würde, die neutrale Berichterstattung erwarten, dann können die Redakteure ja endlich die Karten auf den Tisch legen und das Geld in Strömen fließen lassen!

Verallgemeinere bitte nicht so einen Unsinn. Jedem ist wohl klar, dass es "echte" Neutralität kaum gibt. Das sollte aber kein Freiticket für Bestechung im Journalismus sein. Aber wenn es dir persönlich egal ist - auch gut.


Wenn es schon naiv ist anzunehmen, dass es keinerlei Beeinflussung von aussen gäbe, wie naiv ist es dann erst anzunehmen, dass es keinerlei feste Vorlieben und Abneigungen gäbe, die genauso verzerrende Wirkung haben? Und ausserdem geht es doch nicht nur um den finalen Test am Ende, der selbstverständlich immer subjektiv geprägt ist, und diese kleine Zahl darunter, sondern um die gesamte Berichterstattung, die schon bei der Auswahl der News anfängt.

Der Journalist (nicht nur der Spielejournalist, sondern generell) kann sich immer hinter der Ausrede verstecken, dass er doch nur das wiedergäbe was auch tatsächlich geschehe, und dennoch kann er allein durch die geschickte Auswahl der Dinge von denen er berichtet ein völlig falsches Bild der Realität zeichnen. Bei Produkten kann er den persönlich bevorzugten mehr Platz einräumen, den verhassten eher weniger. Es gibt genügend Raum für "Manipulation", nicht nur im Test. Die Berichterstattung bei Spielen fängt ja häufig schon 2+ Jahre vor eigentlichem Release an, jede Menge Zeit fürs Hypen oder Totschweigen, manchmal angetrieben von einem zugesteckten Lolli oder eben wegen pers. Präferenzen. Von mir egal sein hab ich nichts gesagt, aber am Ende kommt es nunmal so gut wie aufs selbe hinaus.
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Batistuta
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von Batistuta »

Ich glaube der Trend, dass große Firmen sich die Meinung der Kunden kaufen können, hängt sehr stark mit der Vernetzung der Leute durch das Internet zusammen. Viele Games-"Journalisten" die nun bei großen Magazinen arbeiten waren anfangs ja nur private Blogger oder hatten einen Youtube-Channel auf dem sie Reviews gemacht haben. Sie waren jedenfalls so ein Typ wie du und ich der halt über sein Hobby quatscht und dadurch halt auch authentisch wirkt und damit viele Zuschauer anlockte die unbewusst seiner Objektivität vertraut haben.

Es sind keine professionellen Journalisten, die irgendwie studiert haben was Journalismus ausmacht und was bestimmte Grundprinzipien sind, aber trotzdem können sie denselben Einfluss haben wie ein Profi. Solche Leute sind natürlich ein gefundenes Fressen für große Unternehmen. Schick irgendeinem Typen mit Millionen Youtube-Klicks mal ein paar schicke Schuhe aus deiner Firma und leg nen Zettel bei "Hey, erwähn das doch mal bei dir, dann schicken wir dir noch mehr :)" und schon hast du mit einer 100 €-Investition hundert Tausende potenzielle Kunden erreicht.

Vielen ist einfach nicht bewusst, dass man auch eine gewisse Machtstellung besitzt, wenn man tausende Fans und Follower hat und damit ist ihnen auch nicht bewusst dass diese Macht eine gewisse Verantwortung mit sich bringt. Den Unternehmen ist das allerdings schon klar und sie wissen sicherlich inzwischen wie sie geschickt ihre Marionetten formen können. Die ersten bei denen sie anfragen sind sicher die ganzen Blogger, Youtuber und Let's-Player mit den meisten Klicks.
Und wenn sie Pech haben sitzen sie irgednwann tatsächlich wie die letzte PR-Bitch zwischen Chips-Tüten, Energy-Drinks und MasterChiefs :mrgreen:

Darum: ein hoch auf den professionellen Journalismus :wink:
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Bedlam
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von Bedlam »

Scipione hat geschrieben:
sourcOr hat geschrieben:
Scipione hat geschrieben:achja, mal wieder aufgedecktes Geklüngel, dem man sich sowieso bewusst sein kann, macht den Kohl jetzt auch nicht noch fetter. Ob sich da nun jemand bewusst bestechen lässt, oder unbewusst oder ob da einfach nur ein voreingenommener Fanboy sitzt, das macht doch alles für den Spieler, der eine möglichst neutrale Berichterstattung erwartet, keinen Unterschied.(...)
Dir ist egal, ob da jemand sitzt, der von Call of Duty nicht genug kriegen kann oder jemand, der bei jedem zweiten EA-Spiel völlig unauffällig die 9 zückt? Wenn das allgemein für Leute gelten würde, die neutrale Berichterstattung erwarten, dann können die Redakteure ja endlich die Karten auf den Tisch legen und das Geld in Strömen fließen lassen!

Verallgemeinere bitte nicht so einen Unsinn. Jedem ist wohl klar, dass es "echte" Neutralität kaum gibt. Das sollte aber kein Freiticket für Bestechung im Journalismus sein. Aber wenn es dir persönlich egal ist - auch gut.


Wenn es schon naiv ist anzunehmen, dass es keinerlei Beeinflussung von aussen gäbe, wie naiv ist es dann erst anzunehmen, dass es keinerlei feste Vorlieben und Abneigungen gäbe, die genauso verzerrende Wirkung haben? Und ausserdem geht es doch nicht nur um den finalen Test am Ende, der selbstverständlich immer subjektiv geprägt ist, und diese kleine Zahl darunter, sondern um die gesamte Berichterstattung, die schon bei der Auswahl der News anfängt.

Der Journalist (nicht nur der Spielejournalist, sondern generell) kann sich immer hinter der Ausrede verstecken, dass er doch nur das wiedergäbe was auch tatsächlich geschehe, und dennoch kann er allein durch die geschickte Auswahl der Dinge von denen er berichtet ein völlig falsches Bild der Realität zeichnen. Bei Produkten kann er den persönlich bevorzugten mehr Platz einräumen, den verhassten eher weniger. Es gibt genügend Raum für "Manipulation", nicht nur im Test. Die Berichterstattung bei Spielen fängt ja häufig schon 2+ Jahre vor eigentlichem Release an, jede Menge Zeit fürs Hypen oder Totschweigen, manchmal angetrieben von einem zugesteckten Lolli oder eben wegen pers. Präferenzen. Von mir egal sein hab ich nichts gesagt, aber am Ende kommt es nunmal so gut wie aufs selbe hinaus.
Es ist einfach nur traurig und bezeichnend, dass sich die Diskussion um Einflussnahme durch PR in Richtung "mimimimi 4P Wertungen gefallen mir oft nicht, sind zu subjektiv... deshalb haltet schön die Klappe!" gekippt ist.

Was ist daran schwer zu verstehen, dass ich die ehrliche Meinung eines Testers hören will? Und in die fließen natürlich all seine Vorlieben und Abneigungen mit ein. Dass diese anders sein können, als die des Lesers, ist völlig legitim. Das ist genau das, was viele Fanboys/Hater nicht verstehen können, denen mal wieder eine Wertung zu hoch/niedrig ist (als wenn der Tester sich irgendeinem metacritic-Durchschnitt bzw einer Mehrheitsmeinung unterordnen müsste). Meinungen können auseinandergehen und daran ist auch absolut nichts verwerflich. Mir ist es viel lieber, wenn ein Jim Sterling einem Assassin's Creed 2 eine 5/10 gibt (womit wohl viele Leser nicht einverstanden wären; ich persönlich fand das Spiel ebenfalls toll) als wenn IGN oder Gamepro mal wieder die mit der PR vereinbarte 8,5-Mindestwertung für einen Exklusivtest zückt (ganz egal ob verdient oder unverdient).

Jeder mit etwas Auffassungsgabe und Hirn erkennt den Unterschied zwischen eigener Meinung und Advertorial-Geschreibsel ala IGN, Gameinformer, Gamepro etc. Und wenn ich sowas sehe, dann bin ich im Zweifel bei der entsprechenden Publikation doch lieber skeptisch: http://www.neogaf.com/forum/showpost.ph ... tcount=321 Übrigens ging es in dem originalen Artikel auf Eurogamer genau darum: Man darf als Journalist garnicht erst den Eindruck erwecken irgendwie käuflich zu sein.
Zuletzt geändert von Bedlam am 28.10.2012 16:14, insgesamt 4-mal geändert.
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Kajetan
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von Kajetan »

Bedlam hat geschrieben:Das ist genau das, was viele Fanboys/Hater nicht verstehen können, denen mal wieder eine Wertung zu hoch/niedrig ist (als wenn der Tester sich irgendeinem metacritic-Durchschnitt bzw einer Mehrheitsmeinung unterordnen müsste).
Können tun sie schon, sie wollen nur nicht. Fanboytum ist bewusst gelebte Ignoranz.
https://seniorgamer.blog/
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Bedlam
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von Bedlam »

Kajetan hat geschrieben:
Bedlam hat geschrieben:Das ist genau das, was viele Fanboys/Hater nicht verstehen können, denen mal wieder eine Wertung zu hoch/niedrig ist (als wenn der Tester sich irgendeinem metacritic-Durchschnitt bzw einer Mehrheitsmeinung unterordnen müsste).
Können tun sie schon, sie wollen nur nicht. Fanboytum ist bewusst gelebte Ignoranz.
Du hast wahrscheinlich Recht. Solche Leute wollen keine ehrlichen Meinungen lesen. Die wollen ihr Fanboytum bestätigt sehen. Und wenn der Redakteur es gewagt hat, dem Verlangen nicht zu entsprechen, gibts direkt den Hass-Kommentar unter den Test mitsamt Erklärung was er falsch gemacht hat.
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crewmate
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Re: Spielkultur: Britischer Kolumnenwirbel

Beitrag von crewmate »

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