Game&Watch hat geschrieben:Versteht mich nicht falsch, das Spiel sieht momentan absolut umwerfend aus. Aber glaubt ihr ernsthaft, dass das Spiel sich später auch tatsächlich so spielen wird ?
Sowohl Ellie als auch die Gegner sagen ja ständig etwas zur entsprechenden Situation. Das bedeutet, dass das alles von vorne bis hinten durchgeskriptet sein muss denn es müssen ja all diese Sätze aufgenommen worden sein. Also nix mit freier Interaktionsspielraum, zumindest nicht freier als die Entwickler es vorherbestimmen.
Denn ich glaube nicht, dass die Technik schon so weit ist dass KI Gegner sich ihre Sätze quasi aus einem großen "pool" an Wörtern zusammensetzen können. (Zumindest nicht auf der PS3

)
Ist auch meine Befürchtung.
Das sieht alles echt toll aus, und auch wirklich sehr dynamisch, aber es wirkt halt wie ein Film und es scheint kein wirkliches "Abseits" der vorgegebenen Pfade zu geben.
Denn: Ein Spiel sollte doch auch Spiel sein und nicht nur eine dynamische, interaktive Folge geskripteter Szenen.
Aber abgesehen von dieser Befürchtung gefällt mir das alles sehr gut, was man dort zu sehen bekommt.
Arco hat geschrieben:Öhm schau dir mal Interviews von Leuten mit Naughty Dog an, da sagen sie genau das. Sie wollen dem Spieler nur soviel Freiheit geben, dass sie trotzdem noch Herr der Lage sind und bestimmen können, wie es dramaturgisch weitergeht. Alles andere wäre bei einem Spiel, dass so sehr auf das Erzählen einer Geschichte ausgelegt ist, wie es Uncharted auch war, total sinnlos. Eine solch dichte Atmo und stark inszenierte Geschichte, kann man nicht zeigen, wenn man die Wege, die der Spieler gehen kann nicht limitiert. Selbst ein GTA begrenzt dich in Storymissionen durch Vorgaben, wie du am besten vorgehst, oder wo du hinsollst. Man kann halt nicht alles aufeinmal haben, was ich aber auch vollkommen willkommen heiße, wenn es gut gemacht ist und mir irgendwas neues bietet.
Ja aber die Frage hierbei ist immer, was dann daran noch rein "Spiel" ist. Ich bin der Meinung, dass wir eigtl. irgendwie im Zeitalter der interaktiven Filme angelangt sind. Nur das es irgendwie keinen Mehrwert darstellt.
Mit "I am Omega" "I am Legend" und viele andere postapokalyptischen Filmen, gibt es doch mehr als genug gut erzählte Geschichten in diesem Setting.
Ein Spiel will doch eigentlich den Spieler einladen, SELBST Hand anzulegen, sich selbst in diese lebensfeindlichen Welt zu begeben um zu ergründen, wie man sich selbst verhalten würde, wenn man in so einer Welt mit Problemen konfrontiert wird.
Wenn man dem Spieler jetzt aber in jeder Szene sagt, was er tun soll und seine einzigen Aufgaben, das Kämpfen gegen Gegner und das selbstbetätigen der Bewegungstasten ist, stellt sich doch bereichtigterweise die Frage, ob der Mehrwert der Interaktivität des Mediums "Spiel" hier wirklich notwendig ist. Wozu aufwändige 3D-Modelle, Programmiercode, Syncronsprecher, etc. wenn man das auch als Film gehabt hätte?
Ich verstehe diese "Faszination" an diesen filmartigen Spielen nicht, denn sie verdammen mich dazu Zuschauer zu sein. Aber eben diesem Problem wollte ich doch entfliehen, denn Fernsehen und Film verbieten es mir miteinzusteigen, meine eigene Geschichte zu schreiben, etc.
Warum man soviel Energie aufwendet um diesen Zustand auch bei Spielen herzustellen, ist mir ein Rästel...
MfG Ska