Ubisoft: Setzt beim PC auf F2P

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Sir Richfield
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Re: Ubisoft: Setzt beim PC auf F2P

Beitrag von Sir Richfield »

Es gibt mehr als einen Steamverweigerer, so ist das nicht. ;)
Echt? Man kann Anno komplett im Offline Modus spielen? Mit Arche? Ist das gepatcht?

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Levi 
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Re: Ubisoft: Setzt beim PC auf F2P

Beitrag von Levi  »

rockhount82 hat geschrieben:Steam habe ich deswegen genannt, weil UPlay PC im Endeffekt das Selbe ist:

- Onlinevertriebsplattform
- Accountsystem
- Spieledownloads

Warum das Eine nun der goldene Käfig ist und das Andere Gängelung sehe ich nicht so ein.
Ok, Steam hat das breitere, unschlagbare Angebot. Zustimmung. Aber im Endeffekt kannst Du bei Uplay Deine Spiele genauso downloaden, offline spielen (mit Ausnahme der älteren Titel wie bspw Siedler 7, Splinter Cell Conviction etc.). Neuere Titel kpmmen gänzlich ohne Always on...also geht doch Uplay (=Ubilauncher) immer mehr Richtung Steam. Hätte es die selbe Titelanzahl im Angebot, wäre es für den User bis auf die Communityfeatures kaum mehr davon zu unterscheiden.
@ältere musste ich ein wenig lachen ...

Es sind aber nunmal sowohl das umfangreiche Angebot und die Deals, als auch die Community-Features, die Steam eben erträglich machen.

"Ja, hätte ubi das auch, ständen sie Steam in nichts nach." .... haben sie aber nicht.
forever NYAN~~ |||||| Hihi
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ZackeZells
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Re: Ubisoft: Setzt beim PC auf F2P

Beitrag von ZackeZells »

rockhount82 hat geschrieben: Aber die Spielerzahlen und Umsätze zeigen doch, dass die Nachfrage nach F2P existiert -> Nachfrage schafft Angebot
Das ist doch nur eine künstlich generierte User Zahl - ein 2 Wochen kostenloses Abo einer beliebigen örtlichen Zeitung generiert auch sehr wenig bis kaum Neukunden > mieserable Wandlungsquote.....als ob das bei F2P-Spielen sich anders verhält
rockhount82
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Re: Ubisoft: Setzt beim PC auf F2P

Beitrag von rockhount82 »

ZackeZells hat geschrieben: DSO ist jetzt auch nicht das F2P-Teil vor dem Herrn - Die ganze umstellung von Retail auf F2P ist doch super....du darfst das Spiel, also den Rahmen kostenlos installieren und zocken, jedoch alles andre wird dir als microtransaktion angeboten....ist das nichts andres wie noch vor ner Kurzen weile 40-50€ für ein Spiel zu zahlen und dann fröhlich die DLC´s des Titels zu kaufen?
Mit dem unterschied das der Anbieter am Ende 90 oder mehr Euronen an dem Titel verdient, wenn er zahlungswillige User findet ( Und das wird er, gibt genug Konsum-Schafe da draussen)

Und was ist mit mir...evtl. finde ich ja gefallen an einem F2P Titel in der Zukunft, werde aber andauernd aus meinem Spiele Erlebnis gerissen, da an jeder Ecke ne Aufforderung zum nachzahlen prangert...
Gemäß dem Fall, es würde so umgesetz, wie von Dir angerissen: Du hast Recht.

Aber eben das steht nicht in Stein gemeisselt. Auch die Publisher dürften wissen, dass der Kunde nicht so dumm ist, in Summe 90€ für einen ehemaligen 40€ Titel zu zahlen.

Jedoch muss man auch sagen: Es gibt genug Spieler die das tun. Hier muss man eher ansetzen. Wenn der Markt den Anbietern signalisiert, dass die Strategie aufgeht, dann gibt es keine Veranlassung etwas zu ändern. Kaufverzicht ist hier das beste Mittel. Aber so konsequent sind am Ende die wenigsten Spieler und gerade am PC wird dann im Zweifel kopiert. Hier die Anbieter zu verurteilen ist imo zwar nachvollziehbar, aber halt auf den Falschen gezielt...

Davon ab gibt es aber bspw. bei The Walking Dead aktuell ja ein Episodenmodell, welches in eine ähnliche Kerbe schlägt: Pro Episode (iOS) 3,99 und in Summe dann 15,98 € (Ersparnis von ~4€).
Das ist imo fair. Solche Modelle dürfte sich durchsetzen.

Aber auch der verstärkte Ansatz, Zeitersparnis gegen Zahlung oder Optische Gimmicks gegen Zahlung dürften in Zukunft stärker im Bereich F2P kommen, sind sie ja zumeist schon -> LoL, HDRO, DSO etc pp.

ZackeZells hat geschrieben:
rockhount82 hat geschrieben: Aber die Spielerzahlen und Umsätze zeigen doch, dass die Nachfrage nach F2P existiert -> Nachfrage schafft Angebot
Das ist doch nur eine künstlich generierte User Zahl - ein 2 Wochen kostenloses Abo einer beliebigen örtlichen Zeitung generiert auch sehr wenig bis kaum Neukunden > mieserable Wandlungsquote.....als ob das bei F2P-Spielen sich anders verhält

Wir reden hier nicht von Nachhaltigkeit.

Es geht darum, dass Du so spieler erreichst, die vorher keine 30+ € für ein Spiel zum testen zahlen wollten.
Bei F2P kommen sie kostenlos an einen Großteil der Spielerfahrung. Ergo ist die Zahl der Interessenten schon passend, auch wenn sie nicht lange im Spiel bleiben. Dafür bleiben aber auch von diesen Spielern welche im Spiel, weil sie merken, dass ihnen das Spiel gefällt.

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Kajetan
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Re: Ubisoft: Setzt beim PC auf F2P

Beitrag von Kajetan »

ZackeZells hat geschrieben:
rockhount82 hat geschrieben: Aber die Spielerzahlen und Umsätze zeigen doch, dass die Nachfrage nach F2P existiert -> Nachfrage schafft Angebot
Das ist doch nur eine künstlich generierte User Zahl - ein 2 Wochen kostenloses Abo einer beliebigen örtlichen Zeitung generiert auch sehr wenig bis kaum Neukunden > mieserable Wandlungsquote.....als ob das bei F2P-Spielen sich anders verhält
All die Abermillionen angeblichen Spieler bei Zyngas Facebook-Spielen entpuppen sich ja auch als Luftnummer, wenn die Werbetreibenden an Hand ihres eigenen Controllings feststellen, wie wenig man dem Zahlenmaterial von Zynga Glauben schenken kann.

Dass man mit Force2Pay Geld machen kann, daran besteht kein Zweifel. Zu bezweifeln, STARK zu bezweifeln ist aber dieser irrwitzige Heilsbringer-Charakter, den die Majors plötzlich diesem Geschäftsmodell zuschreiben. Das wird wie die MMO-Euphorie vor einer Dekade enden. In mißmutiger, stillschweigender Ernüchterung.
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rockhount82
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Re: Ubisoft: Setzt beim PC auf F2P

Beitrag von rockhount82 »

Kajetan hat geschrieben:
ZackeZells hat geschrieben:
rockhount82 hat geschrieben: Aber die Spielerzahlen und Umsätze zeigen doch, dass die Nachfrage nach F2P existiert -> Nachfrage schafft Angebot
Das ist doch nur eine künstlich generierte User Zahl - ein 2 Wochen kostenloses Abo einer beliebigen örtlichen Zeitung generiert auch sehr wenig bis kaum Neukunden > mieserable Wandlungsquote.....als ob das bei F2P-Spielen sich anders verhält
All die Abermillionen angeblichen Spieler bei Zyngas Facebook-Spielen entpuppen sich ja auch als Luftnummer, wenn die Werbetreibenden an Hand ihres eigenen Controllings feststellen, wie wenig man dem Zahlenmaterial von Zynga Glauben schenken kann.

Dass man mit Force2Pay Geld machen kann, daran besteht kein Zweifel. Zu bezweifeln, STARK zu bezweifeln ist aber dieser irrwitzige Heilsbringer-Charakter, den die Majors plötzlich diesem Geschäftsmodell zuschreiben. Das wird wie die MMO-Euphorie vor einer Dekade enden. In mißmutiger, stillschweigender Ernüchterung.
Zynga und Werbung? Du meinst Facebook? Zynga macht sein Geld primär mit F2P auf Facebook und da geb ich Dir Recht: DAS ist Müll :)

Und Unterschätze nicht die Wirkung der Wahl, die der Spieler hat. Er muss ja nicht zahlen.
Wichtig ist aber in dem Zusammenhang: Wie frei ist diese Wahl tatsächlich? Sind die Publisher ehrlich und lassen ein Spiel entwickeln, welches dem Spieler diese Wahl auch lässt oder wird er (versteckt) zu Zahlungen gezwungen?

Wird es richtig fair umgesetzt, kann es ein Zugewinn für beide Seiten sein.

Heilsbringe? Weiss ich nicht, es ist ein sehr schmaler Grat und die Branche muss ehrlich zu sich sein und vor allem aber: Zum Spieler. Dann kann F2P Bestens funktionieren

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ZackeZells
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Re: Ubisoft: Setzt beim PC auf F2P

Beitrag von ZackeZells »

rockhount82 hat geschrieben:


Heilsbringe? Weiss ich nicht, es ist ein sehr schmaler Grat und die Branche muss ehrlich zu sich sein und vor allem aber: Zum Spieler. Dann kann F2P Bestens funktionieren
Da liegt doch die Crux begraben, die Spieleindustrie ist nicht ehrlich, am wenigsten zu sich selbst und der Kunde wird "Verarscht" sry das ichs so ausdrücken muss....andre Umschreibungen würden das Thema nicht so treffen...

F2P ist auf der anderen Seite auch einge gute Möglichkeit für Publisher/Entwickler sich loszusagen von diesen Horrenden Entwicklungskosten die ja häufiger mal über 100 Mio $ liegen loszusagen...die F2P Spiele werden alle weniger Qualität haben, wie der ohnehin schon Qualitätslose Trippel-A-Müll...
Zuletzt geändert von ZackeZells am 22.08.2012 16:28, insgesamt 1-mal geändert.
rockhount82
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Re: Ubisoft: Setzt beim PC auf F2P

Beitrag von rockhount82 »

ZackeZells hat geschrieben:
rockhount82 hat geschrieben:


Heilsbringe? Weiss ich nicht, es ist ein sehr schmaler Grat und die Branche muss ehrlich zu sich sein und vor allem aber: Zum Spieler. Dann kann F2P Bestens funktionieren
Da liegt doch die Crux begraben, die Spieleindustrie ist nicht ehrlich, am wenigsten zu sich selbst und der Kunde wird "Verarscht" sry das ichs so ausdrücken muss....andre Umschreibungen würden das Thema nicht so treffen...
Ich weiss, dass es schwarze Schafe gibt, aber ich hab den Eindruck nicht.
Ich kaufe die Spiele, die ich mir gut vorher aussuche. Ich habe kaum Fehlgriffe und empfinde den Gegenwert bei diesen Titeln als fair => kein Eindruck, verarscht zu werden.
Vielleicht mach ich was falsch?

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ZackeZells
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Re: Ubisoft: Setzt beim PC auf F2P

Beitrag von ZackeZells »

rockhount82 hat geschrieben:
ZackeZells hat geschrieben:
rockhount82 hat geschrieben:


Heilsbringe? Weiss ich nicht, es ist ein sehr schmaler Grat und die Branche muss ehrlich zu sich sein und vor allem aber: Zum Spieler. Dann kann F2P Bestens funktionieren
Da liegt doch die Crux begraben, die Spieleindustrie ist nicht ehrlich, am wenigsten zu sich selbst und der Kunde wird "Verarscht" sry das ichs so ausdrücken muss....andre Umschreibungen würden das Thema nicht so treffen...
Ich weiss, dass es schwarze Schafe gibt, aber ich hab den Eindruck nicht.
Ich kaufe die Spiele, die ich mir gut vorher aussuche. Ich habe kaum Fehlgriffe und empfinde den Gegenwert bei diesen Titeln als fair => kein Eindruck, verarscht zu werden.
Vielleicht mach ich was falsch?
Hmm ich Spiele seit Monaten Uralte Spiele...aus dem letzten Jahrzehnt...evtl. ist Eufloria von 2010 oder so, aber auch ein Indieprodukt.
Diese ganze nur auf Grafik aufgeblähten interaktiven Spielchen reizen mich kaum..., habe mir auch noch nie einen DLC von irgendwas gekauft, da ich sowas nicht möchte, vor allem wenn der DLC am Releasetag herauskommt und kostenpflichtig ist - Früher nannte man sowas Release-Patch und man bekam ihn kostenlos :)
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Kajetan
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Re: Ubisoft: Setzt beim PC auf F2P

Beitrag von Kajetan »

rockhount82 hat geschrieben:Wird es richtig fair umgesetzt, kann es ein Zugewinn für beide Seiten sein.

Heilsbringe? Weiss ich nicht, es ist ein sehr schmaler Grat und die Branche muss ehrlich zu sich sein und vor allem aber: Zum Spieler. Dann kann F2P Bestens funktionieren
Wir reden hier vom real existierenden Big Business und nicht von einer idealen Glücksbärchi-Welt. Wenn börsennotierte Firmen en masse in den F2P-Bereich einsteigen, werden ALLE psychologischen Register gezogen, um mit wissenschaftlicher Hilfe solche Spiele so zu gestalten, dass die große Masse der Spieler gar nicht merkt, wie sie Stück für Stück zum Kauf von Firlefanz "überredet" wird. Da wird es bald gesetztliche Regelungen zum Schutz von Jugendlichen und Kindern geben müssen, bei denen solche Manipulationsversuche auf Grund ihrer Unerfahrenheit besonders effektiv sind. Wenn es derbe übertrieben wird (und es wird derbe übertrieben werden, weil die Gier stärker sein wird als jede Vernunft), werden F2P-Spiele bald wie Spielautomaten und andere Glückspiele behandelt: Nur ab 18!

Aus die Maus mit dem tollen Geschäftsmodell!

Fairness findet da nicht statt, hier geht es um viel Geld. Rücksicht ist ein Begriff für Verlierer und Aufrichtigkeit hat in der Branche aufgehört, als man die ersten Flipper-Automaten so entworfen hat, um den Spieler zum ständigen Nachwerfen von Geldmünzen zu bewegen.
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Re: Ubisoft: Setzt beim PC auf F2P

Beitrag von rockhount82 »

Kajetan hat geschrieben:
rockhount82 hat geschrieben:Wird es richtig fair umgesetzt, kann es ein Zugewinn für beide Seiten sein.

Heilsbringe? Weiss ich nicht, es ist ein sehr schmaler Grat und die Branche muss ehrlich zu sich sein und vor allem aber: Zum Spieler. Dann kann F2P Bestens funktionieren
Wir reden hier vom real existierenden Big Business und nicht von einer idealen Glücksbärchi-Welt. Wenn börsennotierte Firmen en masse in den F2P-Bereich einsteigen, werden ALLE psychologischen Register gezogen, um mit wissenschaftlicher Hilfe solche Spiele so zu gestalten, dass die große Masse der Spieler gar nicht merkt, wie sie Stück für Stück zum Kauf von Firlefanz "überredet" wird. Da wird es bald gesetztliche Regelungen zum Schutz von Jugendlichen und Kindern geben müssen, bei denen solche Manipulationsversuche auf Grund ihrer Unerfahrenheit besonders effektiv sind. Wenn es derbe übertrieben wird (und es wird derbe übertrieben werden, weil die Gier stärker sein wird als jede Vernunft), werden F2P-Spiele bald wie Spielautomaten und andere Glückspiele behandelt: Nur ab 18!

Aus die Maus mit dem tollen Geschäftsmodell!

Fairness findet da nicht statt, hier geht es um viel Geld. Rücksicht ist ein Begriff für Verlierer und Aufrichtigkeit hat in der Branche aufgehört, als man die ersten Flipper-Automaten so entworfen hat, um den Spieler zum ständigen Nachwerfen von Geldmünzen zu bewegen.
Alles richtig. Aber glaubst Du nicht, dass die Publisher wissen, dass dies keine Nachhaltigkeit schafft?
Das man so Spieler vergrault?

Die großen Publisher haben mit F2P rel. wenig Erfahrung und machen aktuell die ersten Schritte in dem Bereich. Man begeht imo einen Fehler, wenn man von Ihnen die Fehler erwartet, die in der Vergangenheit bereits gemacht wurden und die dazu führten , dass F2P bei den Spielern zu verschrien ist.

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ZackeZells
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Re: Ubisoft: Setzt beim PC auf F2P

Beitrag von ZackeZells »

rockhount82 hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:
rockhount82 hat geschrieben:Wird es richtig fair umgesetzt, kann es ein Zugewinn für beide Seiten sein.

Heilsbringe? Weiss ich nicht, es ist ein sehr schmaler Grat und die Branche muss ehrlich zu sich sein und vor allem aber: Zum Spieler. Dann kann F2P Bestens funktionieren
Wir reden hier vom real existierenden Big Business und nicht von einer idealen Glücksbärchi-Welt. Wenn börsennotierte Firmen en masse in den F2P-Bereich einsteigen, werden ALLE psychologischen Register gezogen, um mit wissenschaftlicher Hilfe solche Spiele so zu gestalten, dass die große Masse der Spieler gar nicht merkt, wie sie Stück für Stück zum Kauf von Firlefanz "überredet" wird. Da wird es bald gesetztliche Regelungen zum Schutz von Jugendlichen und Kindern geben müssen, bei denen solche Manipulationsversuche auf Grund ihrer Unerfahrenheit besonders effektiv sind. Wenn es derbe übertrieben wird (und es wird derbe übertrieben werden, weil die Gier stärker sein wird als jede Vernunft), werden F2P-Spiele bald wie Spielautomaten und andere Glückspiele behandelt: Nur ab 18!

Aus die Maus mit dem tollen Geschäftsmodell!

Fairness findet da nicht statt, hier geht es um viel Geld. Rücksicht ist ein Begriff für Verlierer und Aufrichtigkeit hat in der Branche aufgehört, als man die ersten Flipper-Automaten so entworfen hat, um den Spieler zum ständigen Nachwerfen von Geldmünzen zu bewegen.
Alles richtig. Aber glaubst Du nicht, dass die Publisher wissen, dass dies keine Nachhaltigkeit schafft?
Das man so Spieler vergrault?
Auf Nachhaltigkeit legt man als Börsennotiertes Unternehmen wenig Wert....alleine der Umsatz der "JETZT" bzw in einer Abrechnungsperiode generiert wird zählt.
Die großen Publisher haben mir gezeigt das ihnen Nachhaltigkeit nicht wichtig ist, denn sie vernachlässigen Leute wie mich. So genannte "Core-Gamer" haben doch EA/Ubisoft/etc. erst zu dem gemacht was sie Heute sind. Und heute wird auf die "Basis" das ehemalige Fundament nicht viel gegeben, eher mit Füßen getreten, weil es doch so viel potentielle Casual-Spieler gibt die es zu erreichen gilt....
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Kajetan
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Re: Ubisoft: Setzt beim PC auf F2P

Beitrag von Kajetan »

ZackeZells hat geschrieben:Auf Nachhaltigkeit legt man als Börsennotiertes Unternehmen wenig Wert....alleine der Umsatz der "JETZT" bzw in einer Abrechnungsperiode generiert wird zählt.
Korrekt. Deswegen ist EA auch nicht mehr unangefochtener Branchenführer und schier gar uneinholbarer Umsatzriese, sondern nur noch ein Major Publisher, der seit einer Weile keinen Fuß mehr auf den Boden bekommt. Und bald vielleicht sogar nur noch als reine Marke im Besitz einer anderen Firma existiert.

Da hat man in den letzten zehn Jahren den Markt massenhaft mit uninspirierten Fortsetzungen überschwemmt, kreativ herausragende Studios geschlossen, alles dem kurzfristigen Quartalsgewinn untergeordnet, ohne Rücksicht auf Verluste oder gar irgendeiner Form nachhaltiger Geschäftspolitik. Jeder konnte sehen, wohin das führt. Jeder, einschließlich der EA-Führung, hat es auch gesehen. Und als die EA-Führung endlich den Mut gefunden hat, entgegen der Wünsche der Investoren allmählich Abstand von diesem kurzfristigen Denken zu nehmen, was passiert? Der Kurs der EA -Aktie sinkt unentwegt, obwohl die wirtschaftlichen Kennzahlen allmählich eine Besserung erkennen lassen. Und der Kurs der EA-Aktie sinkt, weil die Investoren und Anleger keinen Bock auf langfristige Geschäftspolitk mit soliden Umsätzen und Gewinnen haben. Da geht es nur um schnelle, hohe Umsatzsteigerungen!
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Deuterium
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Re: Ubisoft: Setzt beim PC auf F2P

Beitrag von Deuterium »

Ich frage mich gerade: Wenn 95% aller PC Menschen, die Ubisofttitel installiert haben, diese "illegal" beschafft haben, könnte man dann den Kopierschutz nicht einfach weglassen? Nur mal so. Das kostet doch auch nur Geld.
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Bedameister
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Re: Ubisoft: Setzt beim PC auf F2P

Beitrag von Bedameister »

Deuterium hat geschrieben:Ich frage mich gerade: Wenn 95% aller PC Menschen, die Ubisofttitel installiert haben, diese "illegal" beschafft haben, könnte man dann den Kopierschutz nicht einfach weglassen? Nur mal so. Das kostet doch auch nur Geld.
Aber dann würden sich doch 100% die Sachen illegal beschaffen :mrgreen:
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