Dear Esther: "Emotionale Sandbox"
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Dear Esther: "Emotionale Sandbox"
Dear Esther ist ein durchaus polarisierender Titel: Während die einen die Stimmung und die Erzählweise des Inseltrips schätzen, können andere nicht viel mit dem Konzept anfangen und fragen stattdessen, ob es überhaupt noch als Spiel einzuordnen sei. Eine Fangemeinde hat das Debüt von thechineseroom allerdings gefunden: Nur innerhalb weniger Stunden nach dem Verkaufsstart hatte das Adventure seine ...
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- No Cars Go
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Kommentar
Seitenhieb gegen Heavy Rain: Ich bin dabei.
@Fori: Ab nach Kassel damit. Ich liebe Dear Esther. Es hat mich tief berührt. Ganz gleich, ob nun Spiel oder nicht.
@Fori: Ab nach Kassel damit. Ich liebe Dear Esther. Es hat mich tief berührt. Ganz gleich, ob nun Spiel oder nicht.
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Fori
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Re: Kommentar
Dann ähm, betiteln wir es jetzt als Kunst , in etwa so wertvoll wie ein Gemälde aus Klecksen von Jackson Pollock.No Cars Go hat geschrieben:Seitenhieb gegen Heavy Rain: Ich bin dabei.
@Fori: Ab nach Kassel damit. Ich liebe Dear Esther. Es hat mich tief berührt. Ganz gleich, ob nun Spiel oder nicht.
Aber bitte lasst die Seite 4PLAYERS = für Spieler frei von solchen "Spielen".
- mr archer
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Re: Kommentar
Ich finde ja unter solch tiefschürfenden Kommentaren wie Deinem hier dieses 4p-Lesemeister-Banner mit dem Unterpunkt "argumientieren" immer besonders amüsant.Fori hat geschrieben:Dann ähm, titeln wir es jetzt als Kunst ab, in etwa so wertvoll wie ein Gemälde aus Klecksen von Jackson Pollock.No Cars Go hat geschrieben:Seitenhieb gegen Heavy Rain: Ich bin dabei.
@Fori: Ab nach Kassel damit. Ich liebe Dear Esther. Es hat mich tief berührt. Ganz gleich, ob nun Spiel oder nicht.
Aber bitte lasst die Seite 4PLAYERS = für Spieler frei von solchen "Spielen".
Und wegen Pollock:

Also ich könnte das nicht.
Zuletzt geändert von mr archer am 12.07.2012 11:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Fori
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Re: Kommentar
Ich habe es nur mit anderer "Kunst" gleichgesetzt. Ausserdem gab es ja keine anderen Argumente, die ich hätte lesen können. Oder willst Du etwa sagen, dass Jackson Pollock keine Kunst ist?mr archer hat geschrieben:Ich finde ja unter solch tiefschürfenden Kommentaren wie Deinem hier dieses 4p-Lesemeister-Banner mit dem Unterpunkt "argumientieren" immer besonders amüsant.Fori hat geschrieben:Dann ähm, titeln wir es jetzt als Kunst ab, in etwa so wertvoll wie ein Gemälde aus Klecksen von Jackson Pollock.No Cars Go hat geschrieben:Seitenhieb gegen Heavy Rain: Ich bin dabei.
@Fori: Ab nach Kassel damit. Ich liebe Dear Esther. Es hat mich tief berührt. Ganz gleich, ob nun Spiel oder nicht.
Aber bitte lasst die Seite 4PLAYERS = für Spieler frei von solchen "Spielen".
Ich hab seine Werke ja im MOMA oder Metropolitan, wo auch immer, gesehen und dachte mir: "Oh, da ist wohl nen Farbeimer umgefallen, zweimal. Oder gar n-mal?"
Edit: Und was ist überhaupt tiefschürfend? Macht man sowas nicht im Bergbau?
- mr archer
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Re: Kommentar
Klar. Kunst. Und für mich zumindest ziemlich gute. Ich hatte bisher einmal im Leben die Möglichkeit, vor einem Original-Pollock zu stehen. Ich fand es großartig.Fori hat geschrieben:
Ich habe es nur mit anderer "Kunst" gleichgesetzt. Ausserdem gab es ja keine anderen Argumente, die ich hätte lesen können. Oder willst Du etwa sagen, dass Jackson Pollock keine Kunst ist?
Und wieso sollen Videospiele denn nicht auch versuchen, zumindest ein bisschen in diese Sphären vorzudringen. Und wieso sollte 4players nicht auch über solche Spiele berichten.
Und wer bist Du, dass Du meinst für die Allgemeinheit festlegen zu dürfen, welche Spiele hier "etwas verloren haben" und welche nicht?
- Chibiterasu
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"
Also wie man sich da echt so drüber aufregen kann...
Ich hab es genossen. Ob man es jetzt als Visual Novel, interaktiven Film etc. bezeichnet ist doch völlig gleichgültig.
Am Ende ist es geschmackssache was man in einem Spiel sucht. Ich hab da zwei Prioritäten: entweder mich fesselt etwas emotional oder ich hab daran einfach Spiel-/Experimentierfreude.
Im Idealfall natürlich beides. Bei Dear Esther war sicher nur ersteres der Fall aber das war richtig gelungen.
Und deswegen darf man auch auf ein großartiges Amnesia 2 hoffen!
Ich hab es genossen. Ob man es jetzt als Visual Novel, interaktiven Film etc. bezeichnet ist doch völlig gleichgültig.
Am Ende ist es geschmackssache was man in einem Spiel sucht. Ich hab da zwei Prioritäten: entweder mich fesselt etwas emotional oder ich hab daran einfach Spiel-/Experimentierfreude.
Im Idealfall natürlich beides. Bei Dear Esther war sicher nur ersteres der Fall aber das war richtig gelungen.
Und deswegen darf man auch auf ein großartiges Amnesia 2 hoffen!
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Fori
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Re: Kommentar
Wie gesagt, ich stand ja auch schon vor einer Menge "Pollocken", ich denke nicht, dass in New York Replica ausgestellt wurden und fand sie nahezu atemberaubend.mr archer hat geschrieben:Klar. Kunst. Und für mich zumindest ziemlich gute. Ich hatte bisher einmal im Leben die Möglichkeit, vor einem Original-Pollock zu stehen. Ich fand es großartig.Fori hat geschrieben:
Ich habe es nur mit anderer "Kunst" gleichgesetzt. Ausserdem gab es ja keine anderen Argumente, die ich hätte lesen können. Oder willst Du etwa sagen, dass Jackson Pollock keine Kunst ist?
Und wer bist Du, dass Du meinst für die Allgemeinheit festlegen zu dürfen, welche Spiele hier "etwas verloren haben" und welche nicht?
Und zu letzerem: Ich wollte das nicht für die Allgemeinheit festlegen, Verzeihung, lediglich meine Präferenz zum Ausdruck bringen.
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niratschi
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"
Lieber Fori,
Sie sind also der Meinung, nur weil ein "Spiel" kein klassisches Gameplay an sich enthält, sei es kein Spiel? Das letzte Mal wo ich mich mit dem Begriff Spiel auseinandersetzte, war es es für mich etwas, wo ich etwas tue, und dabei meinen Spaß habe. Ist dies digital auf dem PC vorhanden, ist es ein Computerspiel.
Bei Dear Esther TUE ich was, ich bewege mich durch eine Welt. Also ist es für mich auch ein Spiel, da ich dort meine Spaß habe, während ich selbst etwas tue...
Hochachtungsvoll, nira
Sie sind also der Meinung, nur weil ein "Spiel" kein klassisches Gameplay an sich enthält, sei es kein Spiel? Das letzte Mal wo ich mich mit dem Begriff Spiel auseinandersetzte, war es es für mich etwas, wo ich etwas tue, und dabei meinen Spaß habe. Ist dies digital auf dem PC vorhanden, ist es ein Computerspiel.
Bei Dear Esther TUE ich was, ich bewege mich durch eine Welt. Also ist es für mich auch ein Spiel, da ich dort meine Spaß habe, während ich selbst etwas tue...
Hochachtungsvoll, nira
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Fori
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"
Sehr geehrte(r) Herr / Frau "niratschi",
mit großer Freude las ich Ihren konstruktiven Beitrag zu dieser Diskussion.
Nun Folgendes: Ich denke, dass ein Computerspiel stark über sein sog. "Gameplay" definiert wird. Da meiner Ansicht nach das Gameplay (zu Deutsch also Spielspiel) der wichtigste Bewertungsfaktor für ein Spiel ist. Meine Abneigung neigt sich in den tieferen Sphären nun also eher gegen das Urteil dieser Seite hier über das Spiel, als dass es als Spiel anerkannt werden möchte. Denn wo kein Gameplay vorhanden, kein Spiel vorhanden.
Hochachtungsvoll,
Fori
mit großer Freude las ich Ihren konstruktiven Beitrag zu dieser Diskussion.
Nun Folgendes: Ich denke, dass ein Computerspiel stark über sein sog. "Gameplay" definiert wird. Da meiner Ansicht nach das Gameplay (zu Deutsch also Spielspiel) der wichtigste Bewertungsfaktor für ein Spiel ist. Meine Abneigung neigt sich in den tieferen Sphären nun also eher gegen das Urteil dieser Seite hier über das Spiel, als dass es als Spiel anerkannt werden möchte. Denn wo kein Gameplay vorhanden, kein Spiel vorhanden.
Hochachtungsvoll,
Fori
- mr archer
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"
Ich bin auch ein Freund von Gameplay, gerade in Action-betonten Titeln ist das für mich ein extrem wichtiger Punkt. Es gibt aber auch Spiele, die ihre Immersion aus anderen Facetten beziehen. Über die Atmosphäre, die sie erzeugen, den Grad an Eskapismus, den sie ermöglichen, die Kontemplation, die sich bei meiner Anwesenheit in ihrer Welt bei mir einstellt. Dear Esther gehört zu dieser Spielart und darf deswegen meiner Meinung nach durchaus auf einem Forum wie 4players seinen Auftritt erleben.Fori hat geschrieben:Sehr geehrte(r) Herr / Frau "niratschi",
mit großer Freude las ich Ihren konstruktiven Beitrag zu dieser Diskussion.
Nun Folgendes: Ich denke, dass ein Computerspiel stark über sein sog. "Gameplay" definiert wird. Da meiner Ansicht nach das Gameplay (zu Deutsch also Spielspiel) der wichtigste Bewertungsfaktor für ein Spiel ist. Meine Abneigung neigt sich in den tieferen Sphären nun also eher gegen das Urteil dieser Seite hier über Spiel, als dass es als Spiel anerkannt werden möchte. Denn wo kein Gameplay vorhanden, kein Spiel vorhanden.
Hochachtungsvoll,
Fori
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niratschi
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"
Ich denke dies ist eine stark persönliche Neigung. Es gibt Spieler, die ein gutes Gameplay und Spielmechaniken über alles setzen, über Grafik und auch Story. Andere Spieler bevorzugen gute Grafik und manche mögen eine gute Story.
Ich denke Spiele wie Dear Esther wenden sich an Leute, die eine gut dargebrachte Story mögen, ohne Gameplay zu verlangen. Dass für andere Leute ein Spiel welches hauptsächlich "erlebt" werden muss, keinen Sinn macht, kann ich verstehen.
Deshalb denke ich, dass man als Redakteur in der Verantwortung steht gut darauf aufmerksam zu machen, dass dieses Spiel keine großartige Spielmechanik enthält. Aber nichtsdestotrotz sollte auch über solche Spiele berichtet werden, da einen Teil der Spieler solche Spiele interessiert.
Ich denke Spiele wie Dear Esther wenden sich an Leute, die eine gut dargebrachte Story mögen, ohne Gameplay zu verlangen. Dass für andere Leute ein Spiel welches hauptsächlich "erlebt" werden muss, keinen Sinn macht, kann ich verstehen.
Deshalb denke ich, dass man als Redakteur in der Verantwortung steht gut darauf aufmerksam zu machen, dass dieses Spiel keine großartige Spielmechanik enthält. Aber nichtsdestotrotz sollte auch über solche Spiele berichtet werden, da einen Teil der Spieler solche Spiele interessiert.
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Fori
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"
Durchaus valide Argumente MrArcher. Dann muss ich mich wohl aus einem anderen Thread zitieren, da dies wohl auf meinen für Kunst nicht offenen Organismus zutrifft.
Für mich bestehen Spiele nunmal aus Spielen, weniger aus Erleben. Aber das sind wohl persönliche Differenzen.
Nennen wir diese Spielergruppe doch ganz einfach Kunstbegeisterte, Documenta-Besucher, oder Cineasten. Oder einfach Casuals.
Fori hat geschrieben:Ahja, 90%. Wahrscheinlich ist das "Spiel" wirklich fantastisch, so wie dieses "Harveys neue Augen", aber wohl bin ich einfach nicht offen dafür...
Für mich bestehen Spiele nunmal aus Spielen, weniger aus Erleben. Aber das sind wohl persönliche Differenzen.
niratschi hat geschrieben:Aber nichtsdestotrotz sollte auch über solche Spiele berichtet werden, da einen Teil der Spieler solche Spiele interessiert.
Nennen wir diese Spielergruppe doch ganz einfach Kunstbegeisterte, Documenta-Besucher, oder Cineasten. Oder einfach Casuals.
Zuletzt geändert von Fori am 12.07.2012 12:23, insgesamt 2-mal geändert.
- crewmate
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"
warum spielst du dann nicht weiter Militärshooter und Action Rollenspiele?
Wie beeinflusst Dear Esther deine AAA Spiele?
Dear Esther, The Path und wie sie nicht alle heißen sind kleine Nischensoftware. Sie haben keinen einfluss. Sie verkaufen nicht mal den Bruchteil eines Call of Duties oder Dark Souls. Sie tun niemandem weh. Außer deiner Nerdseele vielleicht, die nichts tolleriert, was nicht speziell für sie gemacht wurde.
Wie beeinflusst Dear Esther deine AAA Spiele?
Dear Esther, The Path und wie sie nicht alle heißen sind kleine Nischensoftware. Sie haben keinen einfluss. Sie verkaufen nicht mal den Bruchteil eines Call of Duties oder Dark Souls. Sie tun niemandem weh. Außer deiner Nerdseele vielleicht, die nichts tolleriert, was nicht speziell für sie gemacht wurde.
Zuletzt geändert von crewmate am 12.07.2012 12:28, insgesamt 1-mal geändert.
