Wizz hat geschrieben:Aber regenerative Energien sind nicht wirklich "unbegrenzt", sie sind es höchstens in Hinsicht auf ihre Laufzeit, nicht was ihre Kapazitäten betrifft.
Die Kapazitäten regenerativer Energiequellen sind so groß, dass es auf absehbare Zeit keine anderen Energiequellen benötigt. Aber es braucht eben Zeit, bis man diese Potentiale erschlossen hat. Bis dahin muss man eben noch Kohlekraftwerke und ähnliches ertragen. Auch das eine oder andere AKW, welches noch auf der Welt herumsteht und nicht auf Knopfdruck verschwinden kann.
Wind- und Solarparks brauchen viel Platz uns sind Witterungsabhängig.
Für Solarpanel ist Platz auf jedem Hausdach. Windparks stellt man ins Meer. Dann haben wir noch nutzbare Gezeitenenergie, wir haben Geothermie, wir haben Wasserkraft und wir haben das große, noch kaum ausgeschöpfte Potential entsprechender Baustoffe und Bauweisen, welche den Energiebedarf drastisch senken können. Und wir haben noch nicht einmal ansatzweise damit angefangen mit dezentralen Stromnetzen zu arbeiten, in denen eine Unzahl kleiner Generatoren den Energiebedarf decken und Lastspitzen und Bedarfsspitzen entsprechend verteilt werden können.
Auch die Wasserkraft und Bioenergie und Geothermie sind keine Allheilmittel.
Sind sie aber. Lass Dir von niemand etwas anderes einreden.
Stellt euch einfach mal vor wenn wirklich alle Autos aufeinmal auf Elektromotoren umgestellt werden. Der Strom muss auch irgendwoher kommen.
Auf "einmal" wird gar nix umgestellt. Bleib realistisch
Alles was ich sagen wollte ist folgendes: ich finde den Trend die Kernkraft als böses Teufelswerk zu verschreien wie das momentan der Fall ist falsch.
Das ist kein Trend, sondern eine aus diversen Erfahrungen und Überlegungen gewonnene Erkenntnis. Dass Du hier von "Trend" sprichst, zeigt nur, wie wenig Du eigentlich von diesem Themenkomplex verstanden hast.
Ja wir sind noch nicht bereit mit diesen Kräften sicher umzugehen. Umso mehr ein grund zu forschen.
Forschen ist ok. Aber unerforschte Technik erstmal dutzendweise in die Landschaft stellen und sich dann damit rausreden, dass spätere Generation bestimmt eine Lösung finden werden ... egoistischer und kurzsichtiger geht es nicht mehr.
Man sollte keine unnötigen Tabus aufbauen.
Auf Kernkraft zu verzichten ist keine Folge eines Tabus, sondern Folge entsprechender Erfahrungen und Erkenntnisse.
Auch durch das Feuer, was wir seit Jahrtausenden verwenden kommen jedes Jahr noch tausende Menschen und Tiere ums Leben, trotz das wir es als "gemeistert" werten.
Und wenn Du irgendwann verstehst, dass es einen gewaltigen Unterschied gibt zwischen "lokale, eng begrenzte Folgen, nur betreffend für Leute am Ort des Unglücks" wie zb. Hausbrand und "nicht absehbare Folgen für ganze Landstriche über zig Generationen hinweg, Schädigung von Genmaterial, Fehlgeburten, Behinderungen, Strahlenschäden" wie bei einem AKW-Unfall, dann wird auch Dich der Erkenntnisgewinn erleuchten können, so dass auch Du fürs Lesen im Bett keine Nuklearbatterie mehr benötigst.
Lass uns erst dann wieder über Kernkraft reden, wenn es Einsatzgebiete gibt, wo deren Einsatz durchaus sinnig sein kann. Wie zB. an Bord von Gerätschaften, die man tief in All schiesst. Auf der Erde ist Kernkraft höchstens interessant fürs Militär. Der Rest der Menscheit kann aber auf Kernkraft und Militärs gerne verzichten.