Also ich zocke seit dem NES+GameBoy Zeitalter und ich stimme erst einmal dem Herren zu, dass die Games zu einfach geworden sind. Wenn ich mir überlege, dass ich bei Zelda TP kein einziges mal verreckt bin, bei MW2 kaum gefordert wurde und bei Resi5 mehr Munition wie Rambo zur Verfügung habe, stimmt diese Aussage also wirklich.
Allerdings stimme ich meinen Vorrednern auch zu, dass die Spielebranche den Markt bzw. die Zielgruppe um ein Vielfaches vergrößert hat in den letzten 10 Jahren. Da spielen nicht mehr nur die Jungs zu Hause in ihrem Zimmer heimlich bis 6 Uhr morgens Final Fantasy sondern es sitzt die ganze Familie zum Vorabend auf der Couch und spielt Mario Party, Singstar oder Buzz. Und wenn sich schon die Familie damit beschäftigt, soll diese große Gruppe dann evtl. auch mal sich ein Spiel alleine zu Gemüte führen. So spielt die kleine auf dem DS mit ihrem Ponyhof, die Mutter spielt WiiFit und wenn der Herr des Hauses heim kommt, dann zockt er evtl. mal einen Shooter. Der darf natürlich nicht zu schwer sein, sonst ist Feierabend.....
Klingt alles ziemlich sarkastisch aber genau das geht in den Köpfen der Publisher wohl vor. In meiner Familie nicht vorstellbar, wir unternehmen zwar vieles zusammen, aber da bleibt die Glotze aus! Höchstens mal zur EM Fußball schauen oder einen guten Film
Ein jugendlicher Zocker im Jahre 2012 kauft sich ein Spiel und hat meist schon vorher auf Youtube oder ähnliches sich Gameplayvideos, mögliche Walkthroughs, Cheats, Mods oder sonstiges bereitgestellt. Ich will nicht alle über einen Kamm scheren aber früher hatten wir nur Zeitschriften, die abfotografierte Röhrenfernseher zeigten, auf denen die ersten Bilder eines neuen Games zu sehen waren, das war DIE SENSATION!!! E3 Bilder gab es erst am Monatsanfang in den Zeitungen, heute gibt es Livestreams. Will damit sagen: Frust- oder auch Geduldsmomente sind hier fast nie gegeben, wie ist es dann erst mit dem Zocken???
Ich habe Megaman gehasst... für seine assoziale Schwierigkeitsstufe!!! Aber ich hab jeden Tag aufs neue dieses Modul in den NES geschmissen, bis ich es durch hatte. Und es hat ewig gedauert ^^ Ich wollte UNBEDINGT den Abspann sehen, unbedingt sehen, was nach dem letzten Boss passiert. Warum sollte ich mir heutzutage die Arbeit machen, wenn ich auf Youtube den Abspann sehen kann oder mir auf irgend einer Spieletipps-Seite nen Code geben, der mir die ersten 5 Lvl erspart, an denen ich immer und immer wieder den Fragsound hören musste?!? Zeit ist schließlich Geld und Geld brauche ich ja in 2 Tagen wieder, weil da kommt schon wieder der nächste Shooter. Bis dahin muss ich also das Spiel spätestens durch haben, dazwischen will ich nämlich noch genug Zeit für meine 3 Flashgames auf FB haben und auf Pro7 läuft heute ja noch simpsons... wie soll ich das alles schaffen in dieser Zeit? Die lachen mich in 2 Tagen auf dem Pausenhof aus, wenn ich das Spiel nicht durch habe...
Während früher alle paar Monate mal ein Spielekracher rauskam geht es heutzutage im Wochentakt! Man hat kaum noch Zeit für all die Spiele, muss sich durch die Games rushen damit man noch rechtzeitig fertig wird, bevor der neue MW Teil rauskommt. Wie soll ich also ein Spiel wertschätzen, wenn ich noch nichtmal die Zeit dazu habe, es mir in aller Ruhe zu betrachten? In "A Link to the past" kann ich nahezu jeden Dialog mitsprechen, Secret of Mana... für solch traurige Stories ist keine Zeit mehr und genau aus diesem Grund sind auch die Spiele zu einfach geworden! Es bleibt keine Zeit mehr sich länger als ein paar Stunden damit zu beschäftigen. Einzig der MP eines Spiels fesselt noch mehrere Stunden. Wer zockt heutzutage noch mehr als 2-stellige Stundenzahlen ein Offlinespiel?
Meine Hoffnung ist jedenfalls, dass Spiele mehrere Schwierigkeitsstufen anbieten. Dahingehend bin ich mit Diablo3 z.b. zufrieden, es fordert mich mit lvl 60 immer noch, durch Inferno zu laufen. Sniper Elite ist an manchen Stellen schön assi und zur Not spiele ich online z.b. FIFA oder BF3, da hab ich dann den Schwierigkeitsgrad selbst in der Hand
