Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören
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Kommentar
Ich denke, dass er nicht unrecht hat. Allerdings bin ich selbst so einer der auf übermäßige Gewalt steht.
Habe heute Lollipop Chainsaw bekommen und liebe es! Ich denke, dass man solche Spiele genauso braucht, wie z. B. Edna bricht aus.
Doch damit ein Spiel wirklich gut wird, braucht es Seele. Und wenn diese Seele Dinge wie Gewalt sein eigen nennt, dann ist das in meinen Augen nichts schlechtes.
Manchen macht es eben mehr Spaß solche Spiele zu zocken und anderen eben nicht. Das hat vor allem mit dem persönlichen Geschmack zu tun und über den lässt sich ja bekanntlich streiten.
Doch damit ein Spiel wirklich gut wird, braucht es Seele. Und wenn diese Seele Dinge wie Gewalt sein eigen nennt, dann ist das in meinen Augen nichts schlechtes.
Manchen macht es eben mehr Spaß solche Spiele zu zocken und anderen eben nicht. Das hat vor allem mit dem persönlichen Geschmack zu tun und über den lässt sich ja bekanntlich streiten.
- Slavovitsh
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören
Übermäßige Gewalt ist eben nicht gleich erwachsen, da hat er recht.
- muecke-the-lietz
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören
ich war früher auch mal selber fan von blödsinn gewalt... aber erstens war ich da ein wenig jünger und zweitens gab es starke, gewaltfreie alternativen.
gerade die kurzweiligen spiele neigen heute nämlich zu dieser extremen gewalt und letztlich habe ich für diese noch am ehesten zeit. und da, wo ich einst auch mal ein abschaltspiel reinschmeißen konnte, gibt es heute nur noch extrem laute gewalt, die zum teil auch alles andere als entspannend ist.
aber das beeinflusst sicher auch meine wahrnehmung, dennoch muss ich dem herrn recht geben.
gerade die kurzweiligen spiele neigen heute nämlich zu dieser extremen gewalt und letztlich habe ich für diese noch am ehesten zeit. und da, wo ich einst auch mal ein abschaltspiel reinschmeißen konnte, gibt es heute nur noch extrem laute gewalt, die zum teil auch alles andere als entspannend ist.
aber das beeinflusst sicher auch meine wahrnehmung, dennoch muss ich dem herrn recht geben.

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[Shadow_Man]
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören
Das Problem ist doch nicht, dass es Spiele mit Gewalt gibt. Zu Hitman z.B. gehört es dazu. Es geht doch darum, dass mittlerweile fast jedes(!) Spiel nur noch darauf getrimmt wird. So als würde ein neues Mario erscheinen und man sieht dann in Zeitlupe wie überall das Blut spritzt und Gedärme rausfliegen (stark überspitzt ausgedrückt). Man hat das Gefühl als wird das ganze Medium nur noch durch Gewalt definiert, es nur noch darum geht. Und das prangert der Herr Spector hier an und damit hat er ja nicht unrecht, oder?kokusu hat geschrieben:[Shadow_Man]: Willst du mir vorschreiben was ich spielen darf? Mir reicht es schon, dass ich in Deutschland nicht die Möglichkeit haben soll, als Erwachsener zu spielen was ich will. Zumindest dagegen gibt es dank Import Abhilfe, aber gegen so ein Gesülze wie deines sicher nicht. Dann beziehst du dich auch noch auf ZDF, die im Bezug auf die Killerspiel-Thematik jawohl die größten Vorreiter sind, die selbst WoW als Killerspiel abstempeln und von denen soll ich mir sagen lassen, dass die E3 nichts zu bieten hatte. Sie hatte vielleicht nichts für dich zu bieten, aber selbst unter den Top10 von 4Players sind mit Unfinished Swan und Quantum Conundrum zwei "normale" Spiele enthalten und weder bei Watch_Dogs, Beyond: Two Souls, Tomb Raider oder The Last of Us, hatte ich das Gefühl mit einem Ultrabrutalem Spiel konfrontiert zu sein, welches Gewalt der Gewalt wegen inszeniert. Die restlichen Spiele sind dann halt nichts für dich, deswegen können andere diese aber doch toll finden. Niemand will sich vorschreiben lassen, was er mögen soll, genauso wie ich Werther doof finde, obwohl es so tolle Literatur sein soll, oder Avatar für den größten Drecksmist halte, obwohl ihn jeder mag. Trotzdem habe ich nix dagegen, wenn andere so etwas mögen, denn Kunst ist entgegen manch einer Meinung Geschmackssache.
Ich mag halt mein God of War blutig oder meinen Hitman roh, wogegen mir Far Cry 3 und Call of Duty zu durchgekocht waren.
Außerdem: Wie kommst du darauf, dass ich anderen vorschreiben will, was sie zu spielen haben? Das hab ich doch mit keinem Wort in meinem Text erwähnt, sondern hab lediglich geschrieben, wie ich die Sicht dieser Dinge sehe.
Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören
Es besteht ein Unterschied zwischen "gewaltverherrlichend" und einer Faszination an Gewalt. Ich sprach nur davon, dass wir Menschen von Gewalt fasziniert sind.brent hat geschrieben: Wir leben also in einer gewaltverherrlichenden Gesellschaftsform?
Gewalt um ihrer selbst Willen ist also nicht primitiv und rückständig?
Woher genau kommst du?
Ich komme aus einem Land, in dem in den Kinocharts meist Actionfilme erfolgreich laufen und der Sonntagsabendkrimi genauso Tradition hat wie die blutigen Bilder aus den Krisenregionen dieser Welt in den Nachrichten. Aus einem Land, in dem es Sondersendungen gibt, wenn am anderen Ende der Welt Menschen zu Tausenden in Naturkatastrophen sterben oder sich ein Amokläufer überlegt hat, ein paar Schlagzeilen zu machen und die Auflagen der größten Tageszeitungen dadurch steigen. Aus einem Land, in dem alle Menschen hinschauen, wenn ich zusammengeschlagen werde und blutend auf der Straße liege und nur ein paar wenige den Mut aufbringen, mir zu helfen.
Scheinbar komme ich aus jedem Land dieser Welt.
- muecke-the-lietz
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören
oh mann, das war jetzt aber mal ein polemischer kommentar...
sorry, aber wenn du alles so schlimm findest, ist doch die aussage, dass videospiele vielleicht wieder ein bisschen runterkurbeln sollten, was gewalt anbelangt, gar nicht soweit her, also wenn man sowieso schon den ganzen tag anderweitig damit konfrontiert ist...
sorry, aber wenn du alles so schlimm findest, ist doch die aussage, dass videospiele vielleicht wieder ein bisschen runterkurbeln sollten, was gewalt anbelangt, gar nicht soweit her, also wenn man sowieso schon den ganzen tag anderweitig damit konfrontiert ist...

Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören
Ich denke eher, du solltest die 2 Bier zum Frühstück weglassen und das Ding jenseits der Schultern zum denken hernehmen.Nanimonai hat geschrieben:Es besteht ein Unterschied zwischen "gewaltverherrlichend" und einer Faszination an Gewalt. Ich sprach nur davon, dass wir Menschen von Gewalt fasziniert sind.brent hat geschrieben: Wir leben also in einer gewaltverherrlichenden Gesellschaftsform?
Gewalt um ihrer selbst Willen ist also nicht primitiv und rückständig?
Woher genau kommst du?
Ich komme aus einem Land, in dem in den Kinocharts meist Actionfilme erfolgreich laufen und der Sonntagsabendkrimi genauso Tradition hat wie die blutigen Bilder aus den Krisenregionen dieser Welt in den Nachrichten. Aus einem Land, in dem es Sondersendungen gibt, wenn am anderen Ende der Welt Menschen zu Tausenden in Naturkatastrophen sterben oder sich ein Amokläufer überlegt hat, ein paar Schlagzeilen zu machen und die Auflagen der größten Tageszeitungen dadurch steigen. Aus einem Land, in dem alle Menschen hinschauen, wenn ich zusammengeschlagen werde und blutend auf der Straße liege und nur ein paar wenige den Mut aufbringen, mir zu helfen.
Scheinbar komme ich aus jedem Land dieser Welt.
Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören
Du hast recht, es war pure Polemik und absolut nicht differenziert.muecke-the-lietz hat geschrieben:oh mann, das war jetzt aber mal ein polemischer kommentar...
sorry, aber wenn du alles so schlimm findest, ist doch die aussage, dass videospiele vielleicht wieder ein bisschen runterkurbeln sollten, was gewalt anbelangt, gar nicht soweit her, also wenn man sowieso schon den ganzen tag anderweitig damit konfrontiert ist...
Ich wollte damit auch nur verdeutlichen, dass wir Menschen von Gewalt fasziniert sind.
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören
^^brent hat geschrieben:Ich denke eher, du solltest die 2 Bier zum Frühstück weglassen und das Ding jenseits der Schultern zum denken hernehmen.Nanimonai hat geschrieben:Es besteht ein Unterschied zwischen "gewaltverherrlichend" und einer Faszination an Gewalt. Ich sprach nur davon, dass wir Menschen von Gewalt fasziniert sind.brent hat geschrieben: Wir leben also in einer gewaltverherrlichenden Gesellschaftsform?
Gewalt um ihrer selbst Willen ist also nicht primitiv und rückständig?
Woher genau kommst du?
Ich komme aus einem Land, in dem in den Kinocharts meist Actionfilme erfolgreich laufen und der Sonntagsabendkrimi genauso Tradition hat wie die blutigen Bilder aus den Krisenregionen dieser Welt in den Nachrichten. Aus einem Land, in dem es Sondersendungen gibt, wenn am anderen Ende der Welt Menschen zu Tausenden in Naturkatastrophen sterben oder sich ein Amokläufer überlegt hat, ein paar Schlagzeilen zu machen und die Auflagen der größten Tageszeitungen dadurch steigen. Aus einem Land, in dem alle Menschen hinschauen, wenn ich zusammengeschlagen werde und blutend auf der Straße liege und nur ein paar wenige den Mut aufbringen, mir zu helfen.
Scheinbar komme ich aus jedem Land dieser Welt.
Also ich finde Nani immer sympathischer. Er ist so intensiv uns zugleich feinfühlig. Da werde ich schwach....
(x_x((o---(*_*Q) Duck Hunt - 4players Erste und Vorderste Front für Tierrecht, Tierschutz und Tierliebe. Jetzt besonders wuffig und quakig in sm4sh.
http://www.youtube.com/watch?v=LZ5-cHx2GOw
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- muecke-the-lietz
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören
@nanimonai
naja, berichterstattung ist ja erstmal informativ, weggucken, bei gewalt auf der straße feige, in beiden fällen steht ja die fazsination an nicht an erster stelle. auch bei den meisten action filmen ist sind wohl eher die spannende story, die effekte und die action, die die leute ins kino locken.
naja und die sonntag abend krimis versuchen ja auch immer anhand der verbrechen die alltäglichkeit der situation auf zu brechen und drehen sich ja auch um charakterstudien von mördern, also grund und ursache für das handeln des mörders.
da sehe ich jetzt nicht so die mordsprobleme wie du...
sicher, es gibt gewaltfilme, gewaltspiele, gewalttexte in musik, gewaltbücher, gewalttheaterstücke...
aber die sollten entweder versuchen gewalt als satire, übertreibung, abschreckung, metapher, auslösendes momment oder abschreckung und schockierendes element zu verwenden.
gewalt als spiegel, gewalt als überzeichnung...du verstehst was ich meine...
einfach wie, so oft, in der spielewelt alles mit riesen gore und bluteffekten zu zu schmeißen, ohne dass es irgendeine bedeutung hat und einen dadurch kalt lässt, ist eben ziemlich dämlich und durchaus zu kritisieren.
außerdem muss man der, wie du sagts, gesellschaftlichen fazsination an gewalt, nicht noch mehr futter geben...
naja, berichterstattung ist ja erstmal informativ, weggucken, bei gewalt auf der straße feige, in beiden fällen steht ja die fazsination an nicht an erster stelle. auch bei den meisten action filmen ist sind wohl eher die spannende story, die effekte und die action, die die leute ins kino locken.
naja und die sonntag abend krimis versuchen ja auch immer anhand der verbrechen die alltäglichkeit der situation auf zu brechen und drehen sich ja auch um charakterstudien von mördern, also grund und ursache für das handeln des mörders.
da sehe ich jetzt nicht so die mordsprobleme wie du...
sicher, es gibt gewaltfilme, gewaltspiele, gewalttexte in musik, gewaltbücher, gewalttheaterstücke...
aber die sollten entweder versuchen gewalt als satire, übertreibung, abschreckung, metapher, auslösendes momment oder abschreckung und schockierendes element zu verwenden.
gewalt als spiegel, gewalt als überzeichnung...du verstehst was ich meine...
einfach wie, so oft, in der spielewelt alles mit riesen gore und bluteffekten zu zu schmeißen, ohne dass es irgendeine bedeutung hat und einen dadurch kalt lässt, ist eben ziemlich dämlich und durchaus zu kritisieren.
außerdem muss man der, wie du sagts, gesellschaftlichen fazsination an gewalt, nicht noch mehr futter geben...

Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören
Verzeihung, ich hätte es etwas umfangreicher beschreiben sollen. Weiterhin möchte ich anmerken, dass ich mich nur auf die Spiele beziehe.Du hast nicht nur Arkham Asylum nicht verstanden, Du hast die komplette Figur Batman nicht verstanden.
Und in diesen ist er eindeutig "nur gut". Wortwörtlich. Es ist die einzige Eigenschaft über die man ihn definiert - er verzeiht den größten Schurken, er tut stets das richtige, er tötet nie.
Es geht mir nicht einmal darum, dass er nie tötet, sondern darum, dass es einfach so als das bestmögliche hingenommen wird. Die Schurken töten, also werden sie zusammengeschlagen und verlieren (oder sterben sogar, aber natürlich nicht durch Batmans Hand). Batman tötet nicht, also gewinnt er.
Und nein, das ist auch keine Kritik daran, dass der Held gewinnt - aber nenne mir eine einzige Szene in den Spielen, in denen seine Vorgehensweise ernsthaft in Frage gestellt wird.
Zeig mir eine Szene, in der er verliert, weil er eben niemanden tötet.
Das ist es, was ich an dieser Figur so hasse. Batman wird als jemand beschrieben, der aus Prinzip nicht tötet - aber es ist eben nicht aus Prinzip. Prinzip bedeutet, dass ich etwas tue, obwohl ich dafür etwas opfern muss. Aber in den Spielen opfert er nichts. Er gewinnt nicht, obwohl er niemanden tötet sondern er Gewinnt, WEIL er nicht tötet.
Es gibt am Ende von Bastion einen sehr starken Moment, als der Held nämlich einen leblosen Körper im Feindesland aufnimmt, gegen seine Waffe tauscht und zum Ausgang schleppt (es ist optional, man kann ihn auch liegen lassen). Zuerst wird er von allen Seiten beschossen, dann halten die Feinde aber inne und, was den Moment sogar noch verstärkt, als einer das Feuer wieder eröffnet, wird er von einem Kameraden nieder gestreckt.
Das ist eine verdammt einfache Szene, aber sie setzt sich mit dem Thema weitaus tiefgründiger auseinander als Batman. (und dauert kürzer als die Spiele). Der Held (The Kid) entscheidet sich, aus Prinzip, einen Nachteil hin zu nehmen, es erscheint, dass es sich falsch entschieden hat, dennoch schafft er es. (und er könnte natürlich auch einen komplett anderen Weg einschlagen und die Waffe behalten, dann muss er sich durchkämpfen)
Was haben wir hingegen bei Batman? Bleib gewaltlos oder du wirst von einem Typ im Fledermauskostüm verprügelt. Hui, tiefgründig.
Ein zweiter Faktor, der sich ebenfalls darum dreht, dass die einzige Thematik seine Gewaltlosigkeit ist, ist das völlige Ignorieren aufkommender Fragen/Konflikte. Batman ist nicht nur immer gut, er ist auch immer der Gewinner, abgesehen von einigen Stellen, die nicht überzeugen können.
Erneut, eines meiner beliebtesten Beispiele für schlechte Heldencharakterisierungen: Die Szene in Arkham Asylum nach dem ersten Albtraum in der Leichenhalle. Batman halluziniert unter anderem, dass Gordon tot ist und Oracle verschwunden.
Was sagt er nach Ende der Sequenz? Absolut nichts. Das Thema wird völlig weggeschmissen. Warum muss Batman immer der perfekte, emotionslose Held sein? Er hat offensichtlich gewisse Ängste, warum werden die nicht thematisiert? Der ganze Part um Scarecrow im allgemeinen ist völlig verhunzt. Zu Beginn hat er mit wirklichen Ängsten zu kämpfen, bspw. seinen toten Eltern, die ihm Vorwürfe machen, gegen Ende ist es nur noch Skelett-Klopperei. Selbst wenn man das mit der völligen Überdosierung des Angstgases erklärt wird, führt es direkt zum nächsten Punkt, der Auflösung der Scarecrow-Geschichte.
Leichte Spoiler:
Spoiler
Show
Er entkommt irgendwie aus der Traumwelt, Scarecrow meint, dass die Menge einen Elefanten hätte umhauen können und Batman sperrt ihn in die nächstbeste Zelle.
Anderes Beispiel für eine schlechte Auflösung ist die Hugo Strange-Story in Arkham City.
Große Spoiler:
Spoiler
Show
Hugo Strange meint, dass Batman die eigentliche Ursache für die Existenz der Schurken ist. Durchaus berechtigter Einwand, da er sie eben immer wieder nur bewusstlos schlägt und manche sogar offen liegen lässt, statt sie zu arrestieren. Und natürlich dadurch, dass er der ideale Gegenspieler ist.
Was macht Batman? Er schlägt ihn gegen die Fensterscheibe und sagt in ungefähr, dass er böse ist, weil er ja tötet.
Daraufhin kommt Ras al Ghul und tötet Strange (erneut: tötende Schurken werden selbst sterben). Batman und er stürzen aus dem Fenster, Ras tötet sich selbst (indirekt, zumindest stirbt er nicht durch Batman. Und da er generell immer wiederbelebt werden kann, wäre das auch keine Peripetie der Figur.)
Was macht Batman? Er schlägt ihn gegen die Fensterscheibe und sagt in ungefähr, dass er böse ist, weil er ja tötet.
Daraufhin kommt Ras al Ghul und tötet Strange (erneut: tötende Schurken werden selbst sterben). Batman und er stürzen aus dem Fenster, Ras tötet sich selbst (indirekt, zumindest stirbt er nicht durch Batman. Und da er generell immer wiederbelebt werden kann, wäre das auch keine Peripetie der Figur.)
(Bevor ichs vergesse, bei der Sidequest mit dem Hutmacher gibt es wieder eine ähnliche bescheuerte Auflösung wie bei Scarecrow: Warum kann Batman die Hypnose überwinden? Weil er Batman ist! Und Batman tötet nicht! Und deshalb ist Batman toll! Und deshalb gewinnt Batman! Batman!)
Je länger ich über diese Story nachdenke, desto mehr erscheint sie mir wie "Punch people in the face to be awesome and win".
Ich möchte abschließend zum Vergleich einfach mal Assassins Creed anbringen. Das leistet sich auch ein paar Storyschwächen (aus Revelations hätte man beispielsweise sehr viel mehr für Ezios Charakter heraus holen können), aber es schafft es, bedeutend tragischere Helden zu erschaffen, die töten, dafür mit Konsquenzen leben, aber dennoch nicht nach dem Motto "sie haben getötet, also mussten sie sterben" verschwinden.
Mittelgroße Spoiler für Revelations und Embers im Anmarsch:
Spoiler
Show
Altair stirbt einsam und allein in seiner unterirdischen Bibliothek, nachdem ihn der Edenapfel abhängig und wahnsinnig gemacht hat. Vorher verlor er Frau und Sohn an Abbas, der den Edenapfel wollte, und tötete schließlich diesen, womit er einen ehemaligen Freund endgültig verlor.
Ezio stirbt auf einer Bank an einer Lungenerkrankung, war aber eigentlich an einer Stelle in seinem Leben angekommen, an der er sich seiner Familie hingeben wollte.
(Nur meine persönliche Vermutung, aber ich möchte darauf spekulieren, dass die Edensplitter das Leben eines Menschen erst verlängern und aufrecht erhalten können, bei zu langer Abstinenz aber sogar verkürzen. Wie gesagt, nur meine These, aber es würde passen.
Ezio stirbt auf einer Bank an einer Lungenerkrankung, war aber eigentlich an einer Stelle in seinem Leben angekommen, an der er sich seiner Familie hingeben wollte.
(Nur meine persönliche Vermutung, aber ich möchte darauf spekulieren, dass die Edensplitter das Leben eines Menschen erst verlängern und aufrecht erhalten können, bei zu langer Abstinenz aber sogar verkürzen. Wie gesagt, nur meine These, aber es würde passen.
Spoiler
Show
Ezio zum Beispiel den Tod seines Onkels. Indirekt auch den seines Vaters und seiner Brüder, da sein Vater ebenfalls Assassine war.
Altair opfert sein gesamtes Leben für einen Orden von Meuchelmördern. Er wird wahnsinnig, weil er die Geheimnisse einer untergegangenen Zivilisation bewahren will. Er verliert geliebte Menschen, weil er nicht bereit ist, diese Geheimnisse in falsche Hände geraten zu lassen.
Ezio ist Zeit seines Lebens stets nur der Bote für Desmond in der Zukunft und auch die Taten, die er in seiner Epoche vollbringt, gewähren ihm keinen Frieden. Er sucht ein friedliches Leben, erkennt aber nicht, dass er es längst hatte und sich eigentliche nur selbst hindert, es zu genießen - aber auch damit findet er sich kurz vor seinem Tod ab.
Und was ist Batman?
Ein Typ im Fledermauskostüm, der nichts sein kann aus awesome und gewaltlos.
Was er ja eigentlich tut und in den Comics auch thematisiert wird. Batman gilt ja eigentlich als eines der Muster-Gegenbeispiele für die 3x3Grid-Character-Alignment-Einteilung. Nur sieht man davon in den Spielen absolut nichts.Weil er weiß, dass er sich nicht über das Gesetz stellen darf.
Gewaltverherrlichung wäre es, die Gewalt als schön oder erstrebenswert zu zelebrieren.Wir leben also in einer gewaltverherrlichenden Gesellschaftsform?
Gewalt um ihrer selbst Willen ist also nicht primitiv und rückständig?
Woher genau kommst du?
Gewalt in Videospielen übt eine Faszination aus, weil sie im echten Leben verboten ist. Wir können selbst ausloten, wie weit wir gehen würden, wie wir reagieren würden, alles in einer kontrollierten und immer noch recht abgemilderten Umgebung.
Es fiel einmal der Begriff Torture Porn, das beschreibt es recht gut, droht aber auch, das Ziel völlig zu verfehlen.
Niemand wird sich Saw ansehen und einen runterholen. (Ok, irgendjemand bestimmt. Das hier ist schließlich das Internet.)
Und man sieht es sich auch nicht an, weil man es nachmachen will. (erneut... welcome to TEH INTERNET)
Ich stelle hier eine meiner Lieblingsthesen in den Raum:
Sämtliche erzählende Kunst der letzten Jahre handelt eigentlich von Kontrollverlust (jede, egal wie gut oder schlecht). Von der Unfähigkeit, die Ereignisse zu kontrollieren. Und wir lieben dieses Thema so, weil es eben vollkommen dem widerspricht, was wir tagtäglich erleben. Wir sind behütet, relativ geschützt gegen Katastrophen, ... Wir haben eigentlich nichts zu fürchten und gerade deswegen wollen wir uns fürchten.
Nicht vor einem Rieseninsekt vor unserer Haustür, vor Blut, Gore, was weiß ich, nein, vor Kontrollverlust. Vor der Unfähigkeit, durch unser Handeln zu gewinnen... oder auch nur zu versagen. Ja, selbst das kann erschreckend sein.
Heute kein Kindergarten offen?Leider ist das sogar noch zu viel und mir fällt da noch der Prozentwert für ü16 was du bewusst ausgelassen hast um zu verschleiern wieviel von den Einzelstücken in deinem Besitz sind. Wenn wir eines Tages bei 1 % angekommen sind, melde dich wieder bei mir, dann bin ich zufrieden.
Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören
Stopp, Missverständnis.muecke-the-lietz hat geschrieben:@nanimonai
naja, berichterstattung ist ja erstmal informativ, weggucken, bei gewalt auf der straße feige, in beiden fällen steht ja die fazsination an nicht an erster stelle. auch bei den meisten action filmen ist sind wohl eher die spannende story, die effekte und die action, die die leute ins kino locken.
naja und die sonntag abend krimis versuchen ja auch immer anhand der verbrechen die alltäglichkeit der situation auf zu brechen und drehen sich ja auch um charakterstudien von mördern, also grund und ursache für das handeln des mörders.
da sehe ich jetzt nicht so die mordsprobleme wie du...
Ich sagte nie, dass ich das problematisch sehe. Ich sehe es als vollkommen normal an.
Gewalt, Spektakel, Tragödien, Katastrophen waren seit Anbeginn der Menschheit faszinierend. Warum sollten wir uns damit rauszureden versuchen, dass es in dem Sonntagabendkrimi nicht darum geht, sondern um Sozialstudien? Wir gucken uns keine Actionfilme wegen der tollen Story an, sondern wegen der Action! Und das ist doch vollkommen in Ordnung.
Nachrichtenberichterstattung ist bei weitem nicht nur informativ, denn die reine Information kann man ganz anders transportieren. Es geht immer um die Tragödie, das Spektakel, die Sensation. Ich muss als Journalist keine Interviews mit Menschen führen, die gerade Angehörige in der Katastrophe verloren haben, um die reine Sachinformation zu vermitteln. Es müssen auch keine Nahaufnahmen der Opfer gezeigt werden für diese Information. Es ist nicht notwendig, das Leid und die Zerstörung zu zeigen. Aber wir machen es, weil die Menschen genau das sehen wollen.
Sieh es bitte nicht als gegeben an, dass Gore und Bluteffekte in Computerspielen irgendwann zu Abstumpfung führen.muecke-the-lietz hat geschrieben: einfach wie, so oft, in der spielewelt alles mit riesen gore und bluteffekten zu zu schmeißen, ohne dass es irgendeine bedeutung hat und einen dadurch kalt lässt, ist eben ziemlich dämlich und durchaus zu kritisieren.
außerdem muss man der, wie du sagts, gesellschaftlichen fazsination an gewalt, nicht noch mehr futter geben...
In der Medienpädagogik sprechen wir da von Habitualisierungstheorie und dieser "Abstumpfungseffekt" ist genauso wenig bewiesen worden wie die umgekehrte Annahme, dass Gewalt in Videospielen eher zu einer abschreckenden oder gewalthemmenden Wirkung führt. Es sind Theorien, keine belegten Studien.
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stackenblochen
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören
um nochmal kurz auf den Kunstbegriff zurückzukommen: Kreative spielideen und schöne Grafiken sind für mich eher design als Kunst, aber das ist ja auch alles auslegungssache.
ich finde es jedenfalls interessant zu sehen, wie schnell sich viele Spieler auf den Schlips getreten fühlen, wenn man dieses Thema anspricht (übertriebene gewaltdarstellung bzw. Gewalt aus gründen der Verkaufsförderung). warum eigentlich? hat man etwa angst davor, sich einzugestehen, dass man das einfach geil findet? (sorry, aber die Leute, die sich saw wegen der kriminalistischen Motive anschauen kennen entweder keine guten Krimis oder suchen eine ausrede)
natürlich führt Gewalt eine gewisse Anziehungskraft aus, und genau deshalb erfordert es einen reflektierten Umgang damit. es ist doch genau diese Anziehungskraft, die als verkaufsförderndes element gezielt bedient und eingesetzt wird. und wenn das medium computerspiele wirklich erwachsen werden will, sollten sich die spieleentwickler ihrer verantwortung langsam mal bewusst werden. im übrigen sollte auch bei denen langsam mal angekommen sein, dass zocker nicht nur dumme gewaltgeile blödbolzen sind, die nach dem motto kaufen "höhöhö geil, titten und blut, höhöhö". (also jedenfalls nicht ausschliesslich
ich finde es jedenfalls interessant zu sehen, wie schnell sich viele Spieler auf den Schlips getreten fühlen, wenn man dieses Thema anspricht (übertriebene gewaltdarstellung bzw. Gewalt aus gründen der Verkaufsförderung). warum eigentlich? hat man etwa angst davor, sich einzugestehen, dass man das einfach geil findet? (sorry, aber die Leute, die sich saw wegen der kriminalistischen Motive anschauen kennen entweder keine guten Krimis oder suchen eine ausrede)
natürlich führt Gewalt eine gewisse Anziehungskraft aus, und genau deshalb erfordert es einen reflektierten Umgang damit. es ist doch genau diese Anziehungskraft, die als verkaufsförderndes element gezielt bedient und eingesetzt wird. und wenn das medium computerspiele wirklich erwachsen werden will, sollten sich die spieleentwickler ihrer verantwortung langsam mal bewusst werden. im übrigen sollte auch bei denen langsam mal angekommen sein, dass zocker nicht nur dumme gewaltgeile blödbolzen sind, die nach dem motto kaufen "höhöhö geil, titten und blut, höhöhö". (also jedenfalls nicht ausschliesslich