Gewalt fasziniert Menschen. Das war immer so und wird auch immer so sein.4P|BOT2 hat geschrieben:"Die extreme Gewalt muss aufhören. Wir müssen aufhören, das zu mögen. [...] Ich glaube, wir haben einen Fetisch für Gewalt entwickelt und manchmal kommt noch eine unreife Sicht auf Sexualität hinzu. Für mich zeugt das von schlechtem Geschmack." An anderer Stelle fügt er hinzu: "In meinen Augen befriedigen wir einfach pubertäre Bedürfnisse und nennen das 'erwachsen'. Es wird Zeit, dass das aufhört."
Dieses Bedürfnis ist in keinster Weise pubertär, sondern dem Menschen inhärent. Die Menschentraube um einen verunfallten Autofahrer oder zusammengeschlagenen Fußgänger in der Einkaufspassage unterscheidet sich nicht in der Altersstruktur, es bleiben gewiss nicht mehr oder weniger jugendliche als erwachsene Menschen stehen, um ihre Schaulust an dem Spektakel zu befriedigen.
Es kann nicht Zeit werden, dass es aufhört, es wird schlicht und ergreifend niemals aufhören. Weil wir Menschen eben so sind.
Blut, Leid, Gewalt, Krieg... all das fasziniert uns seit je her. Sind wir uns jetzt zu "fein" und zu "erwachsen", um das zuzugeben?
Aber hier geht es ja auch nicht um das ausüben von Gewalt und auch nicht darum, Gewalt wirklich mitzuerleben, es geht einzig und allein um das Spektakel und die Simulation von Gewalt in der virtuellen Welt und da ist es doch schön, wenn ich meine Schaulust in Filmen und Spielen bedienen kann.
Wir müssen nicht aufhören, das zu mögen. Wir müssen so erwachsen sein und uns das zugestehen.

