Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

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johndoe702031
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von johndoe702031 »

Damit ist ja nicht gesagt, dass die alten Herrschaften nicht auch gerne mal ein simples Ballerspiel zocken wollen. Wie ich schon im anderen Thread "drüben" schrub, ist das keine Entweder-Oder-Frage, und man sollte sich dann auch keine draus drehen.
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muecke-the-lietz
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von muecke-the-lietz »

SardoNumspa hat geschrieben:
muecke-the-lietz hat geschrieben:was ist denn das für eine antwort?
Eine etwas plumpe, gebe ich zu. :)
muecke-the-lietz hat geschrieben:und jetzt frag ich dich. wie soll sich die spielewelt regulieren, wenn sie es selber nicht schafft?
Natürlich über ihre Käuferschaft, die zwar einerseits aus pubertierenden Rotzbengeln besteht, aber andererseits auch zunehmend aus Ü-30 und mittlerweile sogar Ü-40-Publikum, die eben verstärkt mehr wollen als das 0815-Ballerspiel mit funky Headshots. Letztlich wird sich auch die journalistische Kritik diesen Veränderungen anpassen müssen, und Magazine wie 4P, Eurogamer, Escapist, Gee etc.pp. sind da auf einem guten Weg.
muecke-the-lietz hat geschrieben:denn wenn nichts passiert, werden spiele irgendwann gar nichts mehr anderes bieten können.
Das ist genau die fatalistische Schwarzmalerei, die ich kritisiere. Das, was du hier verkündest, ist hochgradig scheuklappenhaft und einseitig. Momentan haben wir ein unglaublich breitgefächertes Spieleangebot, wo Spiele wie Heavy Rain, Braid, Journey etc. genauso existieren wie CoD und Battlefield. Ich warne davor, sich die Sache zu leicht zu machen und vor "Gewaltspiralen" und "nur noch Mord und Totschlag" zu reden, wo sich die Spielewelt ständig weiter ausdifferenziert. Große Teile des Mainstreams werden sich auch weiterhin auf:
muecke-the-lietz hat geschrieben:tolle grafik, fette sequenzen, viel action, tolle headshots, mittlerweile auch titten und ein schöner mp
konzentieren, und das ist auch absolut in Ordnung! Ich habe früher auch saubrutale Sachen wie Commando Libya und Barbarian bis zum abwinken gezockt, pubertierende Jungs stehen nunmal auf so einen Schwachsinn. Spiele müssen sowas dürfen! Sie müssen unvernünftig, pubertär, dümmlich und simpel sein dürfen, das ist mir wirklich ein Anliegen! :) Daneben gibt es aber auch unglaublich viel Alternativen jenseits überzogener Gewalt, viel mehr, als ich je im Jahr spielen könnte. Daher meine Bitte: Sich nicht in negativem Fatalismus ergehen ("wenn nichts passiert, werden wir bald nur noch dumme Gewaltspiele haben"), sondern die Augen aufmachen und auch die positiven Entwicklungen wahrnehmen.
ich stimme dir ja auch in allem zu, dass ist nicht die frage. nur die sache ist eben doch die dominanz bestimmter titel. in deiner aufzählung waren jetzt auch sachen wie baird und journey, klar es gibt auch flower und mirrors edge, es gibt deadalic mit ihren tollen p&c adventures und es gibt bei steam unglaublich viele weitere gut indie titel, aber die dominieren nicht den markt. und das ist für mich immer das entscheidene, denn die kleinen schrulligen games sind zwar toll und vor allem auch preiswert und immer mal super für zwischendurch, aber sie können für mich nicht die großen teuren produktionen in ihrer gänze ersetzten, egal wie schön sie oft sind.

wie gesagt, ich stimme dir uneingeschränkt zu und natürlich habe ich schwarzmalerei betrieben und ein bild gezeichnet, welches so einfach nicht der realität entspricht. aber der trend ist eindeutig und ich kann nur hoffen, dass die kundschaft irgendwann auch mal wieder was anderes will.

aber wie du schon sagtest: pubertierende jungs stehen auf sowas, ich habe auch erst mit 18/19 begriffen, dass es auch spiele ohne blut gibt. wahrscheinlich werde ich einfach alt. früher war alles besser und nicht so schlimm, aber heute ist alles zu hart und zu brutal... das kann schon sein, aber ich habe halt nur spaß an brutalem schwachsinn, wenn es nebenher noch gute andere sachen gibt und das tun sie derweil auch noch. wollen wir mal hoffen, dass es so bleibt. unreal tournament, quake, blood 1+2, hexen, doom, mortal combat, soldier of fortune, etc. waren schließlich auch alles andere als harmlos.
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mr archer
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von mr archer »

Lilli zockt hat geschrieben: Noch lustiger war es vor einiger Zeit...mein Freund zockte mit einem Kumpel bei uns zuhaus.
..Pixelblut floss in mengen, und toll war das alles. Tag später waren die Skaten und mein Freund viel unglücklich vom Board und brach sich ein Schienbein mit einer offenen Wunde. Sein Kumpel übergab sich vorort zweimal, weil er meinte kein Blut sehen zu können. haha was fürn Waschlappen oder...
Nö. Das hat mit Waschlappen nix zu tun. Das passiert ner Menge Leute beim unerwarteten Anblick von größeren Mengen Blutes. Ist eine normale psychosomatische Reaktion. Stressbewältigung. Und so.

Im übrigen ein schönes Beispiel für das, was hier und nebenan in Jörgs Kommentar bereits mehrfach von den verschiedensten Leuten geschrieben wurde. "Gewalt" in Spielen und unsere Reaktion darauf hat mit Gewalt draußen im Leben und unserer Reaktion darauf herzlich wenig zu tun. Man sollte hier aufpassen, nicht die Perspektiven zu sehr zu vermengen. Das gilt auch für Warren Spector.
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Arteas
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von Arteas »

Hm. Warren Spector hat also eine Meinung. Fein. Die interessiert mich eigentlich herzlich wenig. Wenn es allerdings quasi darum gehen sollte, was ich durchaus nicht so lese wie manch anderer hier, Gewaltszenen zu verurteilen, oder "Pron" in Spielen, welche es ja irgendwie gar nicht gibt (es ist halt ok, wenn gezeigt wird, wie Menschen getoetet werden und sich hassen, aber nicht, wenn sie sich nahe stehen und Leben schaffen *vorsicht, Zwischenzeiler*), dann muss ich sagen :

Wenn die Spieleindustrie mir als erwachsenen keine "Erwachsenengerechte Unterhaltung" bieten kann/will, um das begehrte USK16 noch auf dem Cover zu sehen, ist das schon ein wenig laecherlich.

Warum gibt es in so wenigen Spielen eigentlich einen "Gore-Regler" in den Optionen ? Warum kann ihc bei keinem Spiel waehlen,vor Beginn, welche Version ich spielen will (Elternsperre von mir aus...).

Und wenn ich in Dragon Age sehe, dass jemand mit ner Axt in Horden reinschlaegt aus Monstern, hm...naja, da spritzt halt Blut, und das Monster explodiert halt nicht. Ja....und ?

Ich bin erwachsen. Ich kann sehr gut selbst auf mich aufpassen. Und Erwachsene, die das nicht koennen, sollten vielleicht eh ueber betreutes Wohnen nachdenken (und vor allem den Fernseher abgeben...mitsamt dem Wahlrecht).

Und ja, ich kann unterscheiden zwischen Realität und Spiel. Ich wuerd in der Realität weder Katzen als Schalldaempfer benutzen (allein,weil sie viel zu sehr rumjaulen beim aufsetzen auf die Knarre), noch wuerd ich glauben, dass alle Frauen so aussehen wie in Baywatch oder Rumble Roses... Und auch umherirrende Zombies hab ich in den Strassen meiner Stadt noch nicht gesehen...Obwohl..eigentlich schon,aber die glauben wirklich,sie haben ein leben, kurz nach Arbeitsende wenn GZSZ laeuft,oder andere Sozialpornos...

Whatever.

Liebe Spieleindustrie : Zuviel Gewalt...nein. Gewalt, Ja. Sex ? Ja bitte... Die Moeglichkeit selbst zu waehlen im Spiel ? JA BITTE.

Was man aber wirklich aus Spielen streichen koennte waere ueberfluessige indoktrinierende Subluminale Werbung. Das seh ich als viel groessere Gefahr und als echtes ethisches Dilemma.


Und noch was zum thema "Titten in Spielen" etc.

Wie ich es im normalen Leben zu sagen pflege :
"Wer mit nackten Frauen wirbt, hat kein Produkt" (Ausnahmen wie dem Playboy etc...geschenkt..:) )
johndoe702031
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von johndoe702031 »

muecke-the-lietz hat geschrieben:ich kann nur hoffen, dass die kundschaft irgendwann auch mal wieder was anderes will.
Das hoffe ich auch. Und nicht, dass wir uns falsch verstehen: Ich wollte mit meinem Geschreibsel auf keinen Fall ausdrücken, dass man bestehende Trends großer Produktionen nicht kritisieren und hier Schönfärberei betreiben sollte: "Casualisierung", inhaltliche Stagnation bei gleichzeitigem Grafikwahn, Scriptwahn, coole Gewalt als Köder...Alles feststellbar, sicher zum Teil, aber nicht ausschließlich, weil man älter wird. Nur geht es eben mittlerweile nicht mehr, das auf den gesamten Spielemarkt zu extrapolieren, dafür ist die Sache heuer einfach zu verzweigt und diversifiziert. Und nur das wollte ich sagen.

Langfristig glaube ich, dass auch der Mainstream den "erfahrenen Gamer" stärker als Zielgruppe entdecken wird und sich nicht weiterhin wie bescheuert auf pickelige Kiddies mit beginnendem Bartflaum stürzt, als gäb's kein Morgen mehr. Zum einen liegt das Durchschnittsalter der Spieler längst bei 25+ Jahren (in einigen Umfragen sogar schon bei etwa 30-35 Jahren, was mir aber verdächtig hoch geschätzt vorkommt), zum anderen braucht es dank der zahllosen multimedialen Gamingmöglichkeiten gar nicht mehr das Alter, um relativ schnell relativ erfahren zu werden. Und mit zunehmender Spiel-Erfahrung kommt dann auch die Übersättigung, das Gefühl, alles Herkömmliche schonmal tausendmal gesehen und gespielt zu haben - nicht mehr gefordert zu werden. Momentan fängt der Indiemarkt die daraus entstehenden Bedürfnisse fast im Alleingang auf, mit wenigen Ausnahmen. Ich glaube nicht, dass das in Zukunft weiterhin so "friedlich-symbiotisch" ablaufen wird, sondern dass auch die großen Produktionen stärker als bisher auf dem Terrain des Indiemarktes wildern werden. Nicht, weil sie urplötzlich geläutert wären und die Vernunft sie übermannt hätte, sondern weil da ein riesen Batzen Kohle abseits von ausgelutschten Pfaden und sabbrigen Teeniebedürfnissen wartet. Und da stimme ich dir wieder zu: "Nur Indie" bzw. "nur Retro" wäre mir auf Dauer auch zu wenig. Ich erwarte mir da zukünftig noch einiges von den Big Playern, jetzt keine Wunder in intellektuell höheren Sphären, keine "Autorenspiele", aber in der Breite schon etwas mutiger, abgedrehter, "anspruchsvoller" als momentan. Freilich neben, nicht statt ihrer Kernaufgabe: flache aber spaßige Kurzweil-Spiele für das schnelle Geld zu produzieren.

Nur um mal vorsichtig ein klein wenig Licht in diese finstere Abwärtsspirale zu bringen. Als gelernter Pessimist ganz schön schwierig... :Häschen:

edit:
Ich wuerd in der Realität weder Katzen als Schalldaempfer benutzen (allein,weil sie viel zu sehr rumjaulen beim aufsetzen auf die Knarre), [...]
Danke dafür :mrgreen:
AngstWerk
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Beitrag von AngstWerk »

da ich mir nicht alle kommentare durchgelsesn habe bitte ich zuerst einmal entschuldigen falls ich evt. bereits erwähntes wiederhole.
Nun zum eigentliche thema:
Ich habe soeben spec ops: the line beendet und muß sagen das diese spiel etwas geschafft hat was noch keinens zuvor im militaryshooter-gerne (die gerne auf realismus trimmen es hinbekommen hat. Ich habe mich ernsthaft gefragt ob ich durch spiele wie call of duty, medal of honor oder battlefield abgstumpft und es erst mit einem vorschlaghammer bedarf das ich mich mit der frage gewalt nach all den jahren wieder richtig auseiander setzte. natürlich ging mir diese patriotismuskeule auf nerven und es geht nun rein im die präsentation der gewalt.ich vermute das fast alle die, die kampanie eins dieser spiele gespielt haben es auch zu ende gespielt und somit auch alles getan was uns in den in dieser zeit "befohlen" wurde.Spec ops hat (nicht vom gameplay sondern von der inszierung und story her fast schon ein kleines trauma hinterlassen, das ich es aber als positiv empfinde den wegen diesem spiel habe ich mich mal wieder selbst reflektiert und habe bemerkt das ich keines falls abgestumpft bin. es liegt einzig und allein daran wie die entwickler ihr spiel haben wollen. Ich muß also sagen das nicht der meinung von herrn spector bin. die gewalt in videospielen muß sich weiterentwickeln und weiter über grenzen gehen ob nun ernshaft oder überzogen den nur so dienen sie der inspiration andere entwickler. ich denke das ohne die form der gewaltdarstellung wie sie uns zb beispiel in call of duty präsentiert wurde, es spec ops nicht in dieser form geben würde.Weiterhin denke ich das wenn wir mal ehrlich sind das die meisten leute die call of duty mögen es nicht wegen dem singleplayer sprich gewaltdarstellung mögen sondern es um den online-part geht (also um eine art wettkampf) ich finde es wahnsinnig toll das es so viele facetten in dem medium videospiel gibt.the darkness 1 zb ging sehr geschickt mit der gewalt um so das man sich als freund der comics ( wie jedenfalls ich) gefühlt hat als ob es eine art film ist der das grundthema aufgreift jedoch erwachsen präsentiert ahnlich wie es nolan mit batman gemacht hat.da ich in vorherigen posts das wort "bulletcam" aufgeschnappt habe möchte ich auf max payne 3 eingehen. es hat für mich eher wie aber auch schon teil 1 und 2 wie ein SPIEL-film angefühlt. ein rein fiktionaler charakter mit seiner eigenen fiktionalen welt dem ich ledlich dabei helfe durch die story zu kommen und zu dieser präsentierten fiktion hat diese art der gewalt gepasst wie die faust aufs auge. jedenfalls meiner meinung nach. es erschreckt mich sehr wie manche her lauthals sätze wie "sowas gehört verboten" oder "wer sowas toll findet ist krank" und ich hoffe sehr das warren spector sich bewusst war das allein von der art her wie er sich ausdrückt in eine ähnliche kerbe schlägt.die spielen die sich am besten weltweit verkaufen sind nicht nur spiele in den es um explizite gewaltdarstellung geht und wenn wieder jemand mit c.o.d rufen möchte , ich denke die meisten der käufer geht es ums skills und nicht gewalt sprich den online part geht. das sich c.o.d. permant bis auf kleinigkeiten wiederholt ist ein anders thema wobei wenn ich an die spiele denke die versuchen sich weiter zu entwickeln auch einen schweren stand bei fans wie auch den spieletestern (siehe den test und etliche kommentare zu max payne 3). viel bedenklicher als die gewalt in videospiel-branche sehe ich diesen schlecht programmierten casual mist der meiner meinug nach gern ein ende habe darf. nicht falsch verstehen ich habe nichts gegen casual aber in diesem genre versucht man den weniger erfahrenen spielenkonsummenten ihr hart verdientes geld aus der taschen zu ziehen und da sich die wii sehr gut verkauft hat (für die es leider die meisten dieser machwerke gibt) und eigentlich meistens nur von core-gamern gachtet wird scheint dies leider wohl sehr gut zu funktionieren. siehe sony's move oder microsoft's kinect und auch hier das selbe bild, zuwenig gute exklusive games aber mehrere abzock-kandidaten wenn auch nicht so schlimm wie bei nintendo.es ist ein wohl eher kleines problem aber meiner meinug nach schlimmer als diese ewige diskussion zun thema "gewalt in videospielen wird immer bedenklicher". für was haben wir den die alterskontrolle (auch wenn diese in deutschland leider gleich die schützende hand über die gasammte bevölkerung hält und nicht nur über die jugendliche.
bitte verzeiht evt rechtschreibfehler.
mfg
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muecke-the-lietz
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von muecke-the-lietz »

es geht nicht um alterskontrolle...

zumal das eh lächerlich ist. die typischen 18+ titel werden doch überwiegend von 14-17 jährigen gespielt, einfach, weil da das interesse an so nem blödsinn noch viel größer ist, ging mir damals genau so. ich habe dann irgendwann mit 18/19 überhaupt erst angefangen, mich auch mal an intelligentere genres und spiele ran zu wagen, die auch mal ohne blut auskamen.

und ich denke doch, dass genau diese wahrnehmung sich verändern muss. gewalt heißt nicht erwachsen und die jüngeren spieler werden ja nicht vor diesen spielen geschützt (z.b.von der industrie) , sondern diese spiele werden für die jüngeren spieler konzpiert. so einfach läuft das. von daher finde ich diesen ganzen alterskontrolle schwachsinn total blödsinnig. und vor allem schönmalerisch und unrealistisch. geht halt total an der sache vorbei.

denn erst, wenn man selber entscheiden kann, also halbwegs reif und mündig ist, kann man sich auch erwachsen nennen. halt selbstständigkeit. und dann greift man oft nicht zu den brutalen sachen, denn die hat man in seiner jugend meistens viel zu viel konsumiert, in der man oft eben noch nicht mündig war, sondern eher den verlockungen der spieleindustrie ausgeliefert. das war damals so und ist heute noch massiver ausgeprägt...

das eigentliche problem liegt doch darin, dass der markt nun mal eine junge zielgruppe anstrebt, mit viel blut und gewalt und titten, dabei aber übersieht, dass die kundschaft in den jahren im durchschnitt älter geworden ist. und da sehe ich tatsächlich einen widerspruch.

denn ich brauche mittlerweile ein bisschen mehr als gewalt und krach, finde das aber häufig nicht mehr unbedingt im bereich der big player. und die kleinen indie titel sind zwar nett, aber manchmal brauch ich halt auch was großes, teures. und ich denke, ich bin nicht der einzige, ein wenig ältere spieler der so denkt...
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Fiddlejam
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von Fiddlejam »

Du sagst also, weil du viel Gewalt in jungen Jahren gesehen hast, hast du jetzt kein Interesse mehr, und daraus schließt du, dass Erwachsene keine Gewalt wollen?

Alterskontrollen haben durchaus Sinn und die Industrie kann nicht noch mehr tun als jetzt schon - aber es obliegt schlussendlich dem Handel und den Erziehungsberechtigten, sie auch entsprechend um zu setzen.
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Beitrag von AngstWerk »

Ich stimme Fiddlejam voll und ganz zu.
Wenn es den Eltern zuviel auf ihr Kind Acht zu geben kann die Schuld doch weder bei Entwickler noch bei der Usk gesucht werden.
Ich zB möchte auch jetzt noch mit Ende zwanzig gerne mal zum abschalten oder um mich zu amüsieren, ein stupides Gemetztel spielen und es wieder vergessen oder evt. verkaufen aber auch Titel die "realistischer" mit Gewalt umgehen, die einem im Kopf bleiben oder einen sogar dazu bringen über sich selbst oder gar die Welt nach zu denken möchte ich konsumieren.Das zeigt mir persönlich auch das Videospiele schon längst in der Kunst angekommen sind. Was Warren Spector von sich gibt kommt mir so vor als würde zB Woody Allen (der gerade an neuen film arbeitet und evt. Angst hat zu wenig Menschen würden ihn sich ansehen) sich negativ zum Thema heutige Gewalt im Medium Film äussern und dies zudem noch dazu ein wenig reißerisch. Wenn man etwas nicht spielen, sehen, lesen oder hören möchte da einem die darin präsentierte Gewalt nicht gefällt so muß man das auch nicht, was absolut gut ist jedoch ist es doch auch gut wenn man dies möchte, oder ? Es sollte für vollährige Menschen doch in der heutigen Zeit möglich sein und zwar ohne Zensur oder Menschen die autoritär mit dem Zeigefinger wedeln und einem ihre persönlich Meinung zu etwas das sie nicht gut finden äufzudrängen.
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mr archer
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von mr archer »

Fiddlejam hat geschrieben:Du sagst also, weil du viel Gewalt in jungen Jahren gesehen hast, hast du jetzt kein Interesse mehr, und daraus schließt du, dass Erwachsene keine Gewalt wollen?

Alterskontrollen haben durchaus Sinn und die Industrie kann nicht noch mehr tun als jetzt schon - aber es obliegt schlussendlich dem Handel und den Erziehungsberechtigten, sie auch entsprechend um zu setzen.
Nein. Er sagt, dass mit dem P18 - Logo Heuchelei seitens der Hersteller betrieben wird. Diese Spiele richten sich in ihrer ganz überwiegenden Mehrheit nämlich keineswegs an ein erwachseneres Publikum. Die P18 oder der M - Button ist lediglich das Signal für die Kiddies, dass hier das "interessante" Zeugs drin steckt. Und das merkt man diesen Spielen natürlich nicht nur in der pubertären Art und Weise an, wie sie "Gewalt" präsentieren. Sondern in der gesamten Spielanlage.
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von Knarfe1000 »

mr archer hat geschrieben:
Fiddlejam hat geschrieben:Du sagst also, weil du viel Gewalt in jungen Jahren gesehen hast, hast du jetzt kein Interesse mehr, und daraus schließt du, dass Erwachsene keine Gewalt wollen?

Alterskontrollen haben durchaus Sinn und die Industrie kann nicht noch mehr tun als jetzt schon - aber es obliegt schlussendlich dem Handel und den Erziehungsberechtigten, sie auch entsprechend um zu setzen.
Nein. Er sagt, dass mit dem P18 - Logo Heuchelei seitens der Hersteller betrieben wird. Diese Spiele richten sich in ihrer ganz überwiegenden Mehrheit nämlich keineswegs an ein erwachseneres Publikum. Die P18 oder der M - Button ist lediglich das Signal für die Kiddies, dass hier das "interessante" Zeugs drin steckt. Und das merkt man diesen Spielen natürlich nicht nur in der pubertären Art und Weise an, wie sie "Gewalt" präsentieren. Sondern in der gesamten Spielanlage.
Sehe ich ähnlich. P 18 ist Werbung für die Zielgruppe der jugendlichen Spieler ("Boah, muss ja geil brutal sein..". Mehr statt weniger Verkäufe.
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von muecke-the-lietz »

@Fiddlejam

ey, sorry, aber deine antwort ging an meinem post mal so dermaßen vorbei.

und nochmal. ich liebe meine brutalo games mit dem anspruch eines 5 jährigen. auch heute noch, manchmal. aber eben nicht nur. dafür gibt es alternativen, ändert aber nichts an der entwicklung der industrie, hin zu mehr pubertärem blödsinn, mit viel gewalt. das finde ich nicht gut, aber trotzdem möchte auf diesen blödsinn auch nicht vollständig verzichten. eben ein gesundes mittelmaß und dann vielleicht auch noch ein paar mehr ab 18 spiele, sie sich wirklich an ein erwachsenes publikum richten.

und nein, ich halte von alterkontrolle gar nichts und finde sie völlig überflüssig, da sie nichts und niemanden schützt, sondern eher klar macht, was einem im spiel womöglich erwartet und damit eher eine werbe funktion hat. fertig. das ist ein fakt, den jeder ganz schnell bei sich selber nachvollziehen kann.

aus menschen werden keine monster, nur weil sie mit 14 bulletstorm zocken, meine fresse. außerdem machen diese spiele in diesem alter doch noch am meisten spaß, eben wegen ihrer sehr simplen aber durchaus spaßigen mechanik. von daher denke ich zum thema jugendschutz - abschaffen, wegen lächerlichkeit.

die spieleindustrie selber muss doch erkennen, dass es viel spaßigere dinge gibt als gewalt und das man den spieler wieder mehr mit cleveren ideen herausfordern muss. ein bisschen weg vom tumpfen brutalo einheitsbrei. damit wäre der jugendschutz nämlich absolut obsolet...
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Fiddlejam
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von Fiddlejam »

Die Industrie ist trotz allem die Industrie, und nicht die Wohlfahrt.
Wenn sie viel Gewalt produzieren, liegt das am Interesse der Zielgruppen - klar gefällt es nicht jedem, mir beispielsweise auch nicht, aber dafür gibt es Indie-Games.

Von einem Unternehmen, dass auf wirtschaftlichen Erfolg aus ist, zu verlangen, sie mögen doch bitte weniger Gewalt produzieren, ist, als würdest du im Dönerladen deiner Wahl eine Umstellung auf Bratwürste verlangen.

Also, nein, wir brauchen nicht weniger Gewalt und wir könnten es auch gar nicht umsetzen. Die Industrie hat ihren Weg gefunden und verfolgt diesen - wenn wir wirklich erwachsene Spiele wollen, können wir nicht einfach nur dasitzen und warten, dass sie dann mal aus dem Knick kommen.

Die Frage ist nicht "Wie bekommen wir die Industrie dazu, weniger Gewalt-Spiele zu produzieren?" (das ist nicht möglich) oder "Warum produziert die Industrie so viele Gewalt-Spiele?" (die Antwort ist offensichtlich), sondern "Woher können wir erwachsene Unterhaltung dann bekommen?".
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Wigggenz
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von Wigggenz »

Fiddlejam hat geschrieben:Die Frage ist nicht "Wie bekommen wir die Industrie dazu, weniger Gewalt-Spiele zu produzieren?" (das ist nicht möglich) oder "Warum produziert die Industrie so viele Gewalt-Spiele?" (die Antwort ist offensichtlich), sondern "Woher können wir erwachsene Unterhaltung dann bekommen?".
Das Problem ist, dass viele Leute (auch hier im Thread) vorschlagen, weniger Gewalt mit Hilfe von Zensur zu erzwingen. Wenn solches Gedankengut sich wieder in der USK verbreitet, kann man sich in Deutschland wieder auf Robotergegner in jedem Spiel mit Shooter-Elementen freuen.
Arteas
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Re: Allgemein: Spector: Die extreme Gewalt muss aufhören

Beitrag von Arteas »

muecke-the-lietz hat geschrieben:@Fiddlejam

ey, sorry, aber deine antwort ging an meinem post mal so dermaßen vorbei.

und nochmal. ich liebe meine brutalo games mit dem anspruch eines 5 jährigen. auch heute noch, manchmal. aber eben nicht nur. dafür gibt es alternativen, ändert aber nichts an der entwicklung der industrie, hin zu mehr pubertärem blödsinn, mit viel gewalt. das finde ich nicht gut, aber trotzdem möchte auf diesen blödsinn auch nicht vollständig verzichten. eben ein gesundes mittelmaß und dann vielleicht auch noch ein paar mehr ab 18 spiele, sie sich wirklich an ein erwachsenes publikum richten.

und nein, ich halte von alterkontrolle gar nichts und finde sie völlig überflüssig, da sie nichts und niemanden schützt, sondern eher klar macht, was einem im spiel womöglich erwartet und damit eher eine werbe funktion hat. fertig. das ist ein fakt, den jeder ganz schnell bei sich selber nachvollziehen kann.

aus menschen werden keine monster, nur weil sie mit 14 bulletstorm zocken, meine fresse. außerdem machen diese spiele in diesem alter doch noch am meisten spaß, eben wegen ihrer sehr simplen aber durchaus spaßigen mechanik. von daher denke ich zum thema jugendschutz - abschaffen, wegen lächerlichkeit.

die spieleindustrie selber muss doch erkennen, dass es viel spaßigere dinge gibt als gewalt und das man den spieler wieder mehr mit cleveren ideen herausfordern muss. ein bisschen weg vom tumpfen brutalo einheitsbrei. damit wäre der jugendschutz nämlich absolut obsolet...
Sorry, aber was du hier schreibst ist ausgemachter Quark.

Natuerlich macht es Sinn, heranwachsende zu "schuetzen" indem man ihnen Dinge vorenthaelt, weil ihre Psyche nunmal noch nicht ausgereift ist, sie in der Pubertät noch "wachsen" und "reifen" (die meisten sogar noch weit darueber hinaus), und schlicht und ergreifend ein Risiko besteht, dass der "jugendliche" oder das Kind Schaden nimmt.

Nicht etwa, das er sich nen gleichaltrigen schnappt, und mit ner Kamera filmt, wie gut er die Specialmoves von MK an ihm ausueben kann,waehrend der gleichaltrige von 2 andern festgehalten wird etc.
Oh...doch...machen Kinder. Und das nicht aus "Bosheit",sondern weil Kinder nunmal sich gern Profilieren, weil diese Kinder nunmal in einer Gesellschaft leben, wo es _SCHEINBAR_ ohne Profilierung nicht geht. Sagt ihnen das Fernsehen. Und Filme...und Spiele.

Stimmt aber nicht. Sorry. Und das alles so ist, wie es ist...dazu tragen viele Faktoren bei. Und einer davon ist natuerlich auch das miteinander im Netz und die Spielekultur mit all ihren brutalen Auswuechsen. Welche aber nciht schlimm sind. Fuer Erwachsene.
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