Quo Vadis 2012: Vertrauenskrise in der Branche?
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Quo Vadis 2012: Vertrauenskrise in der Branche?
Am Eröffnungstag der Quo Vadis 2012 wurde gleich ein heißes Thema diskutiert. Aufgrund der DLC-Politik, Kopierschutzmaßnahmen und anderer Restriktionen würden viele Spieler Herstellern eher skeptisch gegenüber stehen. Diese wiederum hätten aufgrund des Raubkopierproblems ein gestörtes Verhältnis zu ihren Kunden. Dr. Maximilian Schenk sah erwartungsgemäß keine generelle Vertrauenskrise - ganz im Ge...
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- Creepwalker
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Kommentar
Jaja, blabla.. Der Kunde müsse endlich ernst genommen werden! Das ich nicht lache..
Solang es diese Zensur des Staates, Geldschneiderei der Industrie und Kriminalisierung der Kunden gibt, wird sich null, niente, nada ändern..
Dafür stecken Politik und Industrie in jeglicher Form zu tief unter einer Decke..
Angesichts konservativer Interessens-Politik, angeführt von den USA und England ist auch irgendwie kein Land in Sicht.
Desweiteren wird sich mit unserer bekloppten Deppenregierung in die Richtung auch nichts bewegen.
Wer nicht mal die grundlegensten Probleme des Landes löst wird mich Sicherheit kein Urheberrecht oder das Strafgesetz reformieren.
Da kann man nur auf einen Regierungswechsel und verlorene Wahlen hoffen.
Außerdem sind wir als Kunden auch nicht ganz unschuldig.
Wer ohne nachzudenken konsumiert, um des Konsumes Willen, der wird wohl sich wohl auch noch in den nächsten 10 Jahren mit veralterter Disbtibutionspolitik herumschlagen.
Meiner Meinung nach einfach weniger und bewusster kaufen, dann werden die Hersteller schnell merken das es so nicht weitergeht.
Braucht man zum Leben 2 Autos, 3 Computer, 4 Smartphones und 50 Apps und Spiele?
Ich glaube nicht...
Solang es diese Zensur des Staates, Geldschneiderei der Industrie und Kriminalisierung der Kunden gibt, wird sich null, niente, nada ändern..
Dafür stecken Politik und Industrie in jeglicher Form zu tief unter einer Decke..
Angesichts konservativer Interessens-Politik, angeführt von den USA und England ist auch irgendwie kein Land in Sicht.
Desweiteren wird sich mit unserer bekloppten Deppenregierung in die Richtung auch nichts bewegen.
Wer nicht mal die grundlegensten Probleme des Landes löst wird mich Sicherheit kein Urheberrecht oder das Strafgesetz reformieren.
Da kann man nur auf einen Regierungswechsel und verlorene Wahlen hoffen.
Außerdem sind wir als Kunden auch nicht ganz unschuldig.
Wer ohne nachzudenken konsumiert, um des Konsumes Willen, der wird wohl sich wohl auch noch in den nächsten 10 Jahren mit veralterter Disbtibutionspolitik herumschlagen.
Meiner Meinung nach einfach weniger und bewusster kaufen, dann werden die Hersteller schnell merken das es so nicht weitergeht.
Braucht man zum Leben 2 Autos, 3 Computer, 4 Smartphones und 50 Apps und Spiele?
Ich glaube nicht...
- Kajetan
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Re: Kommentar
Angesichts der Masse an Dingen, die ich gerade in Vorbereitung eines Umzuges wegwerfe ...nein, braucht man wirklich nicht.Creepwalker hat geschrieben: Braucht man zum Leben 2 Autos, 3 Computer, 4 Smartphones und 50 Apps und Spiele?
Ich glaube nicht...
Aber mal abgesehen davon
Schaut man sich hingegen an, dass viele Spieler mehr oder minder klaglos jeden rostigen Nagelstock in ihr Hinterteil aufnehmen, solange der Publisher nur stark genug vor des Spielers Nase mit einer Karotte wedelt ... zumindest die Majors werden vorerst nicht auf DRM verzichten, da es seitens ihrer Kundschaft nicht genug Druck gibt.
- Master Chief 1978
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Re: Kommentar
Kommt darauf an, Mommy und Daddy beide Berufstätig, 2 Kinder 16 und 15 jahre dann kommts schon hin. Spiele habe ich selbst ja schon um die 300, naja was sich so über die Jahre angesammelt hat. Aber brauchen tu ich die nicht unbedingt.Creepwalker hat geschrieben: Braucht man zum Leben 2 Autos, 3 Computer, 4 Smartphones und 50 Apps und Spiele?
Ich glaube nicht...
- The Incredible Hojo
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Kommentar
Jaja, das Allheilmittel "glückselige digitale Distribution". Hm, also CDs sollten schon vor 5 Jahren tot sein, gibt es immer noch im Laden, haben sich jetzt nur gesund geschrumpft. DVDs sollten auch nicht mehr gekauft werden, wenn aber ein Kinohighlight raus kommt, stehen wieder alle zu Massen an den Kassen. Auch mit Kopierschutz (den man natürlich umgehen kann, wenn man will). Dieser ist bei Software und Spielen eben wichtiger als bei einzelnen Musiktracks und ist somit Bestandteil des Produktes. Ich habe auch kein Problem mit diesen Schutzmaßnahmen, weil sie mehr Leute davon abhalten, illegale Kopien zu beschaffen und zu nutzen. Das ist dann nämlich die Situation, in der ich als Kunde verar****t werde. Wer mal selber ein Programm rausgebracht und für einen moderaten Preis verkauft hat, weiß dann was es heißt, wenn man an ein Bildungsinstitut zehn Exemplare verkauft hat und nach zwei Wochen 350 Teilnehmer das Programm nutzen...
Drei Dinge muss man endlich ins Hirn kriegen:
1. Internet ist nicht neudeutsch für "alles kostenlos"
2. Nicht die sind die Bösen, die versuchen, ihre Produkte gegen illegale Verbreitung zu schützen
3. Torrent und Filesharing sind nicht Bestandteil der digitalen Distribution
Aber es ist so viel einfacher, sich ein Spiel zu brennen oder runterzuladen, sich dann über die Handlung oder das Ende zu beschweren und dann noch Mitbestimmung bei der Entwicklung zu fordern.
Drei Dinge muss man endlich ins Hirn kriegen:
1. Internet ist nicht neudeutsch für "alles kostenlos"
2. Nicht die sind die Bösen, die versuchen, ihre Produkte gegen illegale Verbreitung zu schützen
3. Torrent und Filesharing sind nicht Bestandteil der digitalen Distribution
Aber es ist so viel einfacher, sich ein Spiel zu brennen oder runterzuladen, sich dann über die Handlung oder das Ende zu beschweren und dann noch Mitbestimmung bei der Entwicklung zu fordern.
- Ash2X
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Kommentar
Ich denke das die DLC-Politik das größte Problem ist.Es gibt mittlerweile einen ganzen Haufen Spiele die ich mir nicht gekauft habe weil ich auf eine Version warte bei dem zumindest ein Teil schon drin ist.Ich zahle doch keine 50-70€ um dann schon vorher zu wissen das ich nochmal 15-45€ investieren darf um ein komplettes Spiel zu bekommen.Ich kaufe mir auch keinen Film bei dem ich vorher weiß das der Extended Cut schon so gut wie garantiert ist...
- Kajetan
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Re: Kommentar
Moralpredigten helfen nicht.The Incredible Hojo hat geschrieben: Drei Dinge muss man endlich ins Hirn kriegen:
1. Internet ist nicht neudeutsch für "alles kostenlos"
In Gut/Böse-Schmemata zu denken hilft nicht.2. Nicht die sind die Bösen, die versuchen, ihre Produkte gegen illegale Verbreitung zu schützen
Und ob sie das sind. Das ist die Marktrealität, die man zu akzeptieren hat, wenn man hier Geschäfte machen will. Wie man das RICHTIG macht, zeigt mittlerweile die Musikbranche, wo der legale Download-Bereich nach dem Verzicht auf DRM mittlerweile so stark gewachsen ist, dass bald die Rückgänge bei den CD-Verkäufen ausgeglichen sind.3. Torrent und Filesharing sind nicht Bestandteil der digitalen Distribution
Komm bitte von Deinem moralinsauren Ross runter. Hier geht es ums Geld verdienen. Wer heute, im Digitalen Zeitalter Geld verdienen will, der muss lernen, dass er nach der Veröffentlichung von Inhalten überhaupt keine Kontrolle mehr darüber hat. Stattdessen muss man das Angebot so attraktiv gestalten, dass die Leute freiwillig (!) Geld zahlen wollen, obwohl sie es auch für umme bekommen könnten.Aber es ist so viel einfacher, sich ein Spiel zu brennen oder runterzuladen, sich dann über die Handlung oder das Ende zu beschweren und dann noch Mitbestimmung bei der Entwicklung zu fordern.
Schau Dir an, was uns zB. Megaupload und all die anderen Filehoster zeigen. Wenn man Inhalte so anbietet, dass die Leute bequem aus einem gigantischen Angebot ohne Restriktionen auswählen können, sind sie bereit tonnenweise Geld auszugeben. WIe gesagt, die Musikbranche hat das schmerzhaft lernen müssen und mittlerweile brummen die Geschäfte so gut, dass die traditionelle Klage über "Musikpiraten" nur noch schallendes Gelächter hervorufen kann.
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Kirghiz
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Re: Quo Vadis 2012: Vertrauenskrise in der Branche?
Keine Vertrauenskrise? Manche Menschen Leben wohl ewig in einer Traumwelt.
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Gummirakete
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Re: Kommentar
Genau das ist es, was mich an den Spielern so ärgert.Kajetan hat geschrieben: Aber mal abgesehen davondie Musikindustrie wurde bezüglich DRM/Kopierschutz & Co. von der Kundschaft gezwungen selbige nicht mehr anzubieten, da diese die DRM-verkrüppelten WMA-Files der MI einfach nicht kaufen wollten. Der Downloadmarkt boomt aber mit Rekordwerten, seit die MI Mukke als DRM-freies, wasserzeichenloses MP3 anbietet.
Schaut man sich hingegen an, dass viele Spieler mehr oder minder klaglos jeden rostigen Nagelstock in ihr Hinterteil aufnehmen, solange der Publisher nur stark genug vor des Spielers Nase mit einer Karotte wedelt ... zumindest die Majors werden vorerst nicht auf DRM verzichten, da es seitens ihrer Kundschaft nicht genug Druck gibt.
Sie beschweren sich täglich aufs Neue über DRM oder DLCs. Aber mal ein Zeichen setzen und z.B. ein D3, was den Onlinezwang zementieren wird, mal nicht kaufen – dazu fehlt ihnen das Rückgrat.
Das ist widerlich und traurig zugleich, sind die Konsumenten doch ganz allein der Grund dafür, dass man so gegängelt und abkassiert wird.
Da waren die Musikkunden deutlich schlauer. Sie haben die verkrüppelten DRM-Dateien einfach vergammeln lassen und siehe da, heute ist alles frei und die MI verdient trotzdem.
- The Incredible Hojo
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Re: Quo Vadis 2012: Vertrauenskrise in der Branche?
Das ist auch ein Punkt:
Kritisiert man das "alles umsonst!" System, das zur Zeit herrscht, ist man direkt ein Moralapostel. Ich kann als Käufer illegale Downloader, Kopierer und andere zahlungsunwilligen einfach nicht ausstehen, nicht weil sie das Produkt teurer machen (Hersteller würden den Preis nicht senken, gäbe es gar keine illegalen Versionen mehr), sondern weil sie der Industrie allein schon das Argument dafür liefern.
Das hat nichts mit moralischen Ross zu tun, sondern mit der Auffassung von Recht und Unrecht. Ich zahle für CDs, MP3s, Blu-Rays, Software und Spiele und warum sollte man dafür sein, dass andere es nicht tun? Nur weil es eben so ist und ich es sowieso nicht verhindern kann? Ladendiebstahl gibt es auch schon, seit es Läden gibt, aber nur deshalb muss ich doch nicht dafür sein.
Megaupload, ja schönes Beispiel. Man sieht ja an dem Anwesen von Herr Schmitz, wo das ganze Geld gelandet ist. Wieviel hat den der Möchtegern-Held des Internets an die Firmen gezahlt, deren Software angeboten wurde?
9 USD im Monat sollen also das Angebot auffangen, das dort geboten wird? Trotz des großen Angebots gibt es immer noch Massen, die es sich kostenlos runterladen und es werden auch immer mehr. Wenn es bei einem festen Prozentsatz von 4-5% bleiben würde, wäre das für die Industrie ja kein Problem, das wäre halt Schwund, davon sind wir aber noch weit entfernt.
Und wieso sollte ich mich mit meiner Meinung oder als Hersteller kampflos ergeben, weil mein Produkt nach Veröffentlichung in einen anarchistischen Markt fällt? Das Problem ist, dass es hierfür kein Vergleich gibt, weil man eben Notebooks, Kühlschränke oder Kaffeemaschinen nicht saugen kann. Und nur weil es Dank der Piratenpartei zur Zeit hip ist, alle Unterhaltungsmedien kostenlos zu fordern, muss ich mich diesem Trend nicht beugen, nur weil ich der Auffassung bin, dass man für Ware zu zahlen hat. Wenn das heutzutage schon höchst moralisch ist, dann ist das schon ein ziemlicher Wertefriedhof.
Kritisiert man das "alles umsonst!" System, das zur Zeit herrscht, ist man direkt ein Moralapostel. Ich kann als Käufer illegale Downloader, Kopierer und andere zahlungsunwilligen einfach nicht ausstehen, nicht weil sie das Produkt teurer machen (Hersteller würden den Preis nicht senken, gäbe es gar keine illegalen Versionen mehr), sondern weil sie der Industrie allein schon das Argument dafür liefern.
Das hat nichts mit moralischen Ross zu tun, sondern mit der Auffassung von Recht und Unrecht. Ich zahle für CDs, MP3s, Blu-Rays, Software und Spiele und warum sollte man dafür sein, dass andere es nicht tun? Nur weil es eben so ist und ich es sowieso nicht verhindern kann? Ladendiebstahl gibt es auch schon, seit es Läden gibt, aber nur deshalb muss ich doch nicht dafür sein.
Megaupload, ja schönes Beispiel. Man sieht ja an dem Anwesen von Herr Schmitz, wo das ganze Geld gelandet ist. Wieviel hat den der Möchtegern-Held des Internets an die Firmen gezahlt, deren Software angeboten wurde?
9 USD im Monat sollen also das Angebot auffangen, das dort geboten wird? Trotz des großen Angebots gibt es immer noch Massen, die es sich kostenlos runterladen und es werden auch immer mehr. Wenn es bei einem festen Prozentsatz von 4-5% bleiben würde, wäre das für die Industrie ja kein Problem, das wäre halt Schwund, davon sind wir aber noch weit entfernt.
Und wieso sollte ich mich mit meiner Meinung oder als Hersteller kampflos ergeben, weil mein Produkt nach Veröffentlichung in einen anarchistischen Markt fällt? Das Problem ist, dass es hierfür kein Vergleich gibt, weil man eben Notebooks, Kühlschränke oder Kaffeemaschinen nicht saugen kann. Und nur weil es Dank der Piratenpartei zur Zeit hip ist, alle Unterhaltungsmedien kostenlos zu fordern, muss ich mich diesem Trend nicht beugen, nur weil ich der Auffassung bin, dass man für Ware zu zahlen hat. Wenn das heutzutage schon höchst moralisch ist, dann ist das schon ein ziemlicher Wertefriedhof.
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Bambi0815
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Re: Quo Vadis 2012: Vertrauenskrise in der Branche?
Die hersteller wissen selbst das sie gerade was machen was dem kunden nicht gefallen wird. Vorbestellerbonus, dlcs. sie tun es aber weil sie geld haben wollen. Und davon so viel wie es geht egal ob menschen dabei auf der strecke bleiben. Ea zb, da kannste für bf3 für 30 euro dir alle gadgets freischalten lassen wo andere mühsam seit release alles versixhen freizuschalten werden aie vermutlich es nie schaffen als jemand der geld investiert. das isr nicht fair für die spieler die ehrlich es erreichen wollen und auch das spiel verliert dadurch etwas. es zerstört die atmosphere.
anderes thema wären auch die 60 euro spiele die sie beim pc durchringen wollen. ich.muss meine hardware nicht abbezahlen wie ein konsolenspieler. wieso also die 60 euro spiele.
Weiterhin kommen keine demos mehr für spiele. also muss man tests abwarten. Also muss ich dem vertrauen was die so sagen.
Aber was am meisten zur zeit nervt sind die vorbesteller-bonis. Am besten kommt noch sowas wie: bestellen sie vor dem ersten test und erhalten sie das komplette spiel.
anderes thema wären auch die 60 euro spiele die sie beim pc durchringen wollen. ich.muss meine hardware nicht abbezahlen wie ein konsolenspieler. wieso also die 60 euro spiele.
Weiterhin kommen keine demos mehr für spiele. also muss man tests abwarten. Also muss ich dem vertrauen was die so sagen.
Aber was am meisten zur zeit nervt sind die vorbesteller-bonis. Am besten kommt noch sowas wie: bestellen sie vor dem ersten test und erhalten sie das komplette spiel.
- Kajetan
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- Registriert: 13.04.2004 10:26
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Re: Quo Vadis 2012: Vertrauenskrise in der Branche?
Weil man das in dem Fall auch ist. Weil moralisierendes Fingerwedeln nichts mit der Realität des Geldverdienens zu tun hat. Und man kann ERSTKLASSIG Geld verdienen, wenn man sich den neuen Rahmenbedingungen des Digitalen Zeitalters anpasst, anstatt immer nur davon zu reden, was man nicht tun sollte.The Incredible Hojo hat geschrieben:Das ist auch ein Punkt:
Kritisiert man das "alles umsonst!" System, das zur Zeit herrscht, ist man direkt ein Moralapostel.
Was nichts anderes als Moral istDas hat nichts mit moralischen Ross zu tun, sondern mit der Auffassung von Recht und Unrecht.
Auch argumentierst Du wieder moralisch, hängst Dich an der Person Schmitz auf, anstatt zu erkennen, dass hier ein funktionierendes Geschäftsmodell vorlag, welches die Rechteverwerter für sich übernehmen können. Hier wollen Leute GELD AUSGEBEN und hier haben Leute Geld ausgegeben! Geld, welches den Rechteverwertern gehören könnte, wenn diese ein ähnliches Angebot, diesmal ganz offiziell aufziehen.Megaupload, ja schönes Beispiel. Man sieht ja an dem Anwesen von Herr Schmitz, wo das ganze Geld gelandet ist. Wieviel hat den der Möchtegern-Held des Internets an die Firmen gezahlt, deren Software angeboten wurde?
Und nur darum geht es. Ums Geld verdienen und um nichts anderes.
Weil Du Dich dann in eine Reihe mit Don Quichotte stellen kannst. Es ist eine grundlegende, elementare Eigenschaft digitaler Information, dass man sie in Windeseile schnell, nahezu kostenlos Kopieren und Verteilen kann. Geschäftsmodelle, die auf einer künstlichen Verknappung von Waren basieren, funktionieren hier nicht mehr. Man kann sich jetzt auf den Kopf stellen und sie Luft anhalten, weil man bockig ist. Ändern tut man daber daran nichts, weil daran nichts geändert werden kann.Und wieso sollte ich mich mit meiner Meinung oder als Hersteller kampflos ergeben, weil mein Produkt nach Veröffentlichung in einen anarchistischen Markt fällt?
Richtig, kann man nicht. Weil es physische. materielle Objekte sind. Und keine Daten. Daten/Informationen müssen anders betrachtet und und behandelt werden.Das Problem ist, dass es hierfür kein Vergleich gibt, weil man eben Notebooks, Kühlschränke oder Kaffeemaschinen nicht saugen kann.
Es wäre wirklich ratsam, wenn Du Dich mit dem beschäftigen würdest, was die Piratenpartei TATSÄCHLICH fordert. Ehrlich, mach mal. Fakten können wunderbar dabei helfen Vorurteile abzubauen und zu einem erhellenden Erkenntnisgewinn führen. Wenn man denn möchte. Zwingen kann ich Dich selbstverständlich nicht dazuUnd nur weil es Dank der Piratenpartei zur Zeit hip ist, alle Unterhaltungsmedien kostenlos zu fordern, muss ich mich diesem Trend nicht beugen, nur weil ich der Auffassung bin, dass man für Ware zu zahlen hat. Wenn das heutzutage schon höchst moralisch ist, dann ist das schon ein ziemlicher Wertefriedhof.
-
Kirghiz
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- Registriert: 28.01.2010 09:35
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Re: Quo Vadis 2012: Vertrauenskrise in der Branche?
Ich finde zwar dass Kajetan manchmal warme Luft bläst, aber beim vorgen Post muß ich ihm zustimmen.
