"Wir veröffentlichen das Spiel. Es wird innerhalb von zwei Stunden geknackt, also fast sofort. Was mich wirklich überrascht hat, war der Umstand, dass die Piraten nicht auf die ungeschützte GOG-Version zurückgegriffen hatten. Sie nahmen die mit SecuROM ausgestattete Retail-Version, knackten sie und sagten dann: 'Wir haben sie geknackt'.
Nix verstanden, wie? Gar nix? Wirklich nicht? SO blind?
Den Gruppen geht es eigentlich nur genau darum - die ersten zu sein, die erfolgreich irgendwas geknackt haben.
Dass diese Versionen dann ins Netz gelangen ist denen zwar ein Dorn im Auge, aber auch "Kollateralschaden"
Bei allen kommenden Spielen würde man deswegen komplett auf DRM verzichten wollen, so Iwinski - das verkompliziere die Dinge nur.
Eben - das muss man ja programmieren und so. Dann lieber ein paar Anwälte beschäftigen, da muss man wahrscheinlich nicht mal einen Vertrag unterschreiben, weil das wäre ja nicht grau genug, da könnte man sich dann bei Bedarf nicht rausreden.
"DRM schützt dein Spiel nicht. Falls es da Beispiele geben sollte, dass das doch so ist, dann sollte man vielleicht darüber nachdenken, aber dann gibt es Komplikationen für legitime Kunden."
Und schon am zurückrudern am tun.
Kein DRM wird hier nicht aus Überzeugung gesagt, sondern weil es sich für CD Projekt nicht rechnet!
Er sagt hier unverblümt dass, sobald man denkt, dass DRM erfolgreich unlizensierte Kopien unterdrückt, auf den Kunden geschissen ist und man einbaut, was geht.
Und was sind denn illegitime Kunden bitteschön? Ich kenne nur Kunden und eben solche, die keine sind.
Nein, ich habe auch kein Allheilmittel, halte aber für einen guten Anfang, wenn alle Beteiligten mal begreifen, dass Software kein rares Gut ist, sondern im Gegenteil durch ihre Kopierbarkeit unendlich oft vorhanden sein kann.
Denn dann stellt man fest, dass das bisherige Geschäftsmodell - limitiertes Gut anbieten - gar nicht mehr funktionieren kann.
Und DANN kann man mal in Ruhe über neue Modelle nachdenken.