FuerstderSchatten hat geschrieben:Mr.Freaky hat geschrieben:Nein ich spiele sie dann nicht zu Ende....häufig spiel ich nichtmal Spiele die ich gekauft hab zu Ende, weil immer mal wieder was dazwischen kommt. Ein anderer interessanter Aspekt mag übrigens sein, dass ich später zu 98% wohl selbst in der Software Entwicklung tätig sein werden und dennoch diese Einstellung vertrete.

Und das Beispiel mit der Schokolade hingt für mich, da geht es um ein paar Cent nicht um 50 Euro.
Gut dann eben ein Produkt für 50 €, dann hinkt es nit mehr.
Dein Arbeitgeber später wird aber nicht der selben Meinung sein. Und wenn du selbst der Boss sein wirst, dann du auch nit mehr.
Das selbe Argument hört man ja immer wieder von Forumsmitgliedern die postulieren, dass Musiker XYZ auch sich für Schwarzkopieren ausspricht. Dem Musiker ist das eventuell auch egal, denn er lebt heutzutage oft schon nit mehr von den verkauften CDs, sondern mehr von den Touren.
Der Vergleich mit der Schokolade hinkt alleine deshalb schon wieder, weil es um ein materielles Gut geht, nicht um ein immaterielles. Die angebissene Schokolade hatte Herstellungskosten, und ist nun unverkäuflich, ergo ein realer Verlust. Eine Kopie, angefertigt von einer Crackergruppe hat der Firma die das Spiel entwickelt/publiziert hat, keine Mehrkosten verursacht und hat auch keinen zählbaren Schaden angerichtet.
Trotz aller Propaganda darf man die essentiellen Fakten nicht aus den Augen verlieren.
Eine Kopie verursacht zunächst erstmal keinen Schaden. Dieser fiktive Schaden wird erst dann "real", wenn die Zahlungsbreitschaft des Urherberrechtverletzers ausreichend gewesen wäre, den Titel auch im Laden oder online zu erstehen. Alles andere ist Augenwischerei der Content-Industrie.
Bei Titeln wo keine Demo existiert, ich aber nicht einschätzen kann, ob es das Geld wert ist oder nicht, gehe ich auch ab und zu über diesen Weg. Dies machen recht viele Leute, egal ob man das persönlich für ein Randphänomen hält oder nicht, weil es z.B. nicht der eigenen Lebenswirklichkeit entspricht. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es kein Randphänomen ist.
Man darf nicht vergessen: Recht ungleich Gerechtigkeit.
Heutzutage werden Gesetze nicht im Interesse des Vollkes gemacht, sondern im Interesse der stärksten Lobbygruppen. Traurigerweise hat das "Volk" keine starke Lobby.