Obsidian: Tim Cain angeheuert

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Sid6581
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Beitrag von Sid6581 »

Obsidian kann alles, Story, Gameplay, Charaktere. Aber sie können keine Projektplanung.

Das Problem bei Obsidian ist halt tatsächlich, dass dort viele Leute sitzen, die mitbekommen haben, wie schwer es ist, Ambitionen und finanziellen Erfolg unter einen Hut zu bekommen. Black Isle wurden von Interplay mit als erstes zusammengestrichen, weil die Projekte (Baldur's Gate 3 und Fallout 3) zu groß wurden. Troika hat drei geniale Spiele abgeliefert. Aber was bringt dir das alles, wenn kein Geld reinkommt?

Also nimmt Obsidian Auftragsarbeiten an und versucht aus dem zugesprochenen Zeitbudget das Beste zu machen. Ich bin der absoluten Überzeugung, dass Obsidian mit der richtigen finanziellen Ausstattung ein RPG zaubern kann, welches die Black Isle-Tradition weiterführt.

Und auch wenn es momentan teilweise an der Technik und am Gameplay hakt, finde ich rein vom Rollenspielaspekt her gesehen die Arbeiten von Obsidian einfach gelungener als das was Bioware in letzter Zeit so abliefert - sprich, ich fühle mich einfach mehr als Rollenspieler. Das kann Bethesda wiederum auch, aber dort finde ich Charaktere und Story meistens zu flach.

Wenn ich jetzt an Vampire, KOTOR2, Arcanum usw. denke, bin ich extrem gespannt darauf, was Tim Cains erstes Projekt sein wird.
Mordegar
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Beitrag von Mordegar »

Hier wird sich teilweise gross über Obsidian ausgekotzt, aber dabei auch vergessen, das sie einige ihrer früheren Titel als Auftragsproduktion gemacht haben und die Engine des Vorgängers weiterverwenden mussten.
So zu sehen bei Kotor 2 und bei FO:NV. Ettliche der technischen Fehler in New Vegas hingen schlichtweg mit der Engine zusammen, da hätte man Bioware und Blizzard zusammen hinsetzen können, die hättens nicht bugfreier hinbekommen!.
Was das Falloutgefühl angeht, so ist New Vegas deutlich näher dran, als das Oblivion with Guns Spiel Fallout 3. Bei Fallout 3 fühlte ich mich zu keinem Zeitpunkt wirklich innerhalb eines Fallout Spiels, das fing bei Supermutanten als Stufe 2 Prügelknaben an und endete bei den immer gleichen Metrostationen innerhalb DC's.
Das Storywriting zur Hauptquest in New Vegas ist auch deutlich gelungener als das in Fallout 3, ebenso die Geschichten zu den DLC's.

Das Studio schafft es zwar immer wieder durch ziemlich verbuggte Spiele aufzufallen, wirklich anrechnen tu ich davon aber nur die, die sie auch wirklich von Grund auf incl. die Engine einzubinden programmiert haben.
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Ponte
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Beitrag von Ponte »

Ich kann mich hier nur mit anschließen - Obsidian ist eine meiner liebsten Rollenspielschmieden. Und zwar ganz weit vor Bioware.

Das deren Spiele diverse Fehler an Technik und Gameplay vorweisen ist richtig, das sie aber auch einen immens starken Charme und eine super Atmosphäre haben auch. In diesem Fall lieber ein RPG mit ein paar Macken als irgendeinen Blizzard oder Bioware Crap. :wink:
PixelMurder
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Beitrag von PixelMurder »

Ja einige Bugs sind prinzipbedingt, aber Scripten können die Jungs genauso wenig wie die von Bethesda und in beiden Spielen gab es da haarsträubende Noob-Fehler, wo man sich fragt, wie überhaupt jemand Quest X erfüllen konnte, wenn nicht durch Zufall.
Und flächendeckend eingesunkene Skorpione und völlig leere Klone der Hütten von Evergreen Mills sind nur ein Zeichen von schlampiger Arbeitsmoral.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Sid6581 hat geschrieben:Das kann Bethesda wiederum auch, aber dort finde ich Charaktere und Story meistens zu flach.
Bethesda kann nur hübsche Sandbox-Welten erstellen und Dich dann reinwerfen. Und wem das Herumlaufen in Sandbox-Welten gefällt, der stört sich auch nicht an an flachen Charakteren und müder Story.
Zuletzt geändert von Kajetan am 13.10.2011 12:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

PixelMurder hat geschrieben:Und flächendeckend eingesunkene Skorpione und völlig leere Klone der Hütten von Evergreen Mills sind nur ein Zeichen von schlampiger Arbeitsmoral.
Nein. Nur von miesem Projektmanagement, wo man für solche Arbeiten VORHER entsprechende Ressourcen einplant, anstatt kurz vor Release panisch festzustellen, dass (mal wieder) keine Zeit für Bugfixing und Polish bleibt.
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gollum_krumen
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Beitrag von gollum_krumen »

Kotor 2 ist doch das beste Beispiel:

Extrem ambitioniert, sehr dichte Atmosphäre, geniale Fortführung (in vielen Punkten Verbesserung) des BioWare-Vorgängers. Dann die Bugs, die Plotholes, der ganze Content, den nun Fans mühsam wieder reingepatcht haben, weil es Obsidian einfach nicht auf die Reihe gekriegt hat, das Projekt konsequent durchzuplanen.

Unterm Strich ist mir das aber viel lieber, als der Weg, den BioWare inzwischen gegangen ist.
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JunkieXXL
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Beitrag von JunkieXXL »

Geil. Und dann noch als Senior Programmierer (mit Parkplatz für die Gehhilfe).

Spass beiseite. Freut mich. Liebe Fallout 3 u. New Vegas.
Mordegar
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Beitrag von Mordegar »

Jedenfalls gilt Cain als einer der Urväter der Fallout Reihe, wer auch immer das nächste Fallout macht, sollte ihn sich als Entwickler mit ins Team holen.
Es ist schon recht wahrscheinlich, das nach Skyrim und dessen DLC/Addons erstmal ein neues Fallout folgen wird.
PixelMurder
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Beitrag von PixelMurder »

Da der Mann offenbar bei NV nichts mit verbrochen hat, gebe ich ihm noch eine Chance :wink: Ansonsten sehe ich keine eigentliche Qualifikation darin, ein Urvater von irgend was zu sein. Ein Mal das Fallout-Wiki durchlesen, ein wenig Talent und man macht ein besseres Spiel als NV.
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Scorcher24_
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Beitrag von Scorcher24_ »

Alandarkworld hat geschrieben:Hi,

also in Bezug auf Obsidian kann ich bislang nur sagen, dass es sich bei diesem Studio um relativ unkreative Trittbrettfahrer handelt (böse ausgedrückt). Man braucht sich nur anzuschauen, was sie so alles produziert haben:

- Star Wars: KotoR 2
- Neverwinter Nights 2
- Fallout New Vegas

... und das sind nur die, die ich kenne. Bei allen war der Vorgänger in vielen Punkten besser. Gerade Neverwinter Nights 2 hatte zwar die bessere Grafik, aber bei Weitem nicht den gleichen Charme. Man hat zwar brav alles implementiert, was die Fans erwartet haben, aber es war hoffnungslos verbuggt und über alle Maßen Hardware-hungrig. Selbst mit einem für heutige Verhältnisse leistungsstarken PC verkommt das Spiel auf höchsten Einstellungen in manchen Momenten zur Slide-show.
Fallout New Vegas war wieder besser, allerdings hat man an den grundlegenden Mechaniken zu wenig geändert, die Story war belanglos (vor allem im Vergleich zu Fallout3), mit einem Wort: unkreativ. Vielleicht ist das Studio auch nur zu stark an Verträge gebunden, als dass sie irgendetwas wirklich Neues aus den Nachfolgern zu Spielen anderer Studios hätten machen können, ich weiß es nicht.

Letztendlich wirken aber die oben genannten Titel für mich eher wie eine Lizenzausschlachtung am Rande des Erträglichen. KotoR 2 war vermutlich relativ zum Vorgänger gesehen das beste der drei.

Ob sich das jetzt ändert, wo sie bekannte Leute in ihre Teams holen? Ich würde meine Hand nicht dafür ins Feuer legen...


Gruß,


Alan
LOL, von wegen Trittbrettfahrer.
Die haben sich auf Sequels SPEZIALISIERT, die sie IM AUFTRAG anderer Hersteller produzieren.
Mal bitte sachlich bleiben.
Ja, technisch sind Obsidian Games immer mit Vorsicht zu genießen, aber in punkto Storytelling ist Obisidian eine Größe.
Und Alpha Protocol war nen gutes Spiel. Man hätte nur die UE3 oder was anderes einsetzen sollen, statt die UE2.5.
_Semper_
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Beitrag von _Semper_ »

PixelMurder hat geschrieben:Ich würde es ja noch verstehen, wenn nicht drei Viertel der Assets ungeändert aus dem Vorgänger(= von Bethesda) übernommen wären. Ich habe keine Ahnung, wie weit die Vorschriften von Bethesda gingen, aber die Anzahl von neuen Meshes und der Details in der Spielwelt gehörten wohl nicht dazu.
Da gibt es keine eigenständige Arbeit, die irgendwie vom Genie von Obisidian zeugen würde. NV ist einfach ein Gross-Mod in einem neuen Worldspace, mehr auch nicht.
dir ist scho klar, dass obsidian für new vegas eine realisierungszeit von unter einem jahr hatte, oder?! wollen wir mal fix zu bioware kieken, was die in fast 1,5 jahren da2 hinbekommen haben? paar stunden spielzeit, keine story, 'ne handvoll detailarmer levels, logische fehler noch und nöcher, unzählige bugs und die rpg-anteile kannst mit der lupe suchen... im übrigen musste obsidian bis jetzt mit fremdengines arbeiten, daher die vielen bugs. ds3 unter onyx hatte kaum bugs, aber du weißt's ja eh besser :P
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Rickenbacker
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Beitrag von Rickenbacker »

Allein die Namenliste der Gründungsväter geht runter wie Öl.
Das sie nicht genug Geld, sowie ausreichend Zeit haben, um das zu entwickeln was sie möchten ist einfach eine Schande.
Das hier sind die wahren Black Isle Erben, nicht Bioware.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Scorcher24 hat geschrieben: Und Alpha Protocol war nen gutes Spiel.
Nein, nicht wirklich. AP war genau die Grütze, die man erwarten kann, wenn man die Entwicklungsgeschichte dieses Spieles kennt. Hier haben zu viele Köche den Brei ganz gewaltig verdorben. Das Entwicklungs-Team von AP hatte drei Vorgesetzte. Den Obsidian-Producer, der sich nie entscheiden konnte, was er denn eigentlich für eine Art Spiel möchte und SEGA, die sich ständig in alles eingemischt haben.
Man hätte nur die UE3 oder was anderes einsetzen sollen, statt die UE2.5.
Die Render-Technik war bei AP nicht das Problem. Es war das Gameplay, das Deseign, welches unausgegoren, unfertig und nicht wirklich überzeugend wirkte. An Story, Dialogen und Charakteren hat man aber wieder wunderbar die Stärken von Obsidian gesehen.
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bird.gif
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Beitrag von bird.gif »

schön böse wie die Trittbrettfahrer von Obsidian ,Bethesda Fallout einfach geklaut haben - Made my Day :D :D :D (wer keine Ahnung hat sollte einfach die Fr.....) :roll:
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