Valve: Newell warnt vor geschlossenen Plattformen

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Vernon
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Beitrag von Vernon »

Kajetan hat geschrieben: Warum kostet eine digitale Kopie genausoviel (oder mehr) wie das Spiel aus dem Laden, wo ich noch Hülle, Datenträger und Schnickschnack dazu bekomme?
Das stimmt, es grämt mich auch jedes Mal aufs Neue.
Allerdings während selbst die Gurken unter den Vollpreis-Spielen als Box für Monate (ich trau´ mich nicht "Jahre" zu sagen) in den Läden für 50-60€ verkauft wurden - für Konsolen sowieso, fallen die Preise für die digitalen Versionen oft recht schnell.
Zumindest ist das mein Eindruck bei Steam. Während mich Xbox Live anwiderte, bin ich mit Steam recht zufrieden.
reeBdooG
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Beitrag von reeBdooG »

Soweit ich weis ist die Preisgestaltung einzig Sache der Publisher. Selbst die Angebote kommen von denen.
Wenn das Spiel also als download genausoviel oder gar mehr kostet als im Laden ist das den Publishern und nicht der Plattform anzulasten.
(nur so als Beispiel: Paradox Interactive Spiele sind auf Steam und Gamersgate im Normalfall billiger als im Handel)
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

KOK hat geschrieben:Diese Restrikition kommt aber nicht von Valve.
Sir Richfield hat geschrieben:und riskiere damit, dass Steam mir (über den Publisher) Vorschriften macht,
Ich kann schon recht deutlich unterscheiden zwischen den Dingen, die Valve als Platform Anbieter voraussetzt, was Valve als Spieleentwickler tut, was Steam generell anbietet und was der jeweilige Publisher mit diesen Möglichkeiten macht.
Valve ist es eben egal, welchen Kopierschutz die Retail-Versionen nutzen. Viele Entwickler setzen nur noch aus Bequemlichkeit auf Steam(works). Aber nicht, weil Valve es so vorschreibt. Also ganz anders als Apple. Nehmen wir doch The Witcher 2 als Beispiel. Kauft man es über Steam, so ist es (logischerweise) an den Steamaccount gebunden, was ich unter anderem auch richtig finde. Kauft man die Retail-Version, so kommt Steam gar nicht mehr zum Einsatz.
Das ist ja auch völlig OK so.
Ich habe das ja auch nur aus Kundensicht betrachtet. Und da ist es eigentlich egal, ob Du ein Spiel hast, das Steam voraussetzt oder was bei Apple kaufst.
In dem Fall ist es, wie Kajetan sagt: Du suchst Dir die Farbe der Gitterstäbe aus.
Apple hat halt den Vorteil, dass sie die Hardware verkaufen und all ihre Software an diese Hardware gekoppelt haben.
Denen gehört das komplette Gefängnis, während Valve halt nur als Wachpersonal eingestellt werden kann.

Sollte Valve eine Konsole herstellen, kannst Du mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Software Freiheiten da nicht mehr so groß sind.
Und das werfe ich dann Newell auch "nur" vor, dass er einfach nur so tut, als seien sie sie Guten. Aus der Not heraus geboren, dass er nicht anders handeln kann, will er die Publisher nicht vergraulen.
Er spricht ja auch nur die Publisher an. Er sagt halt: Bei geschlossenen Platformen steckt ihr Eure Software in den Knast und müsst tun, was der Direktor sagt. Mit uns wählt ihr ein tolles Wachpersonal für ein Gefängnis ohne Mauern und Direktor.

Und dieses Denken nervt mich als Kunden (also ganz persönlich!). Ich habe nichts gegen eine Platform, auf der ich Spiele digital erwerben und dann immer wieder downloaden kann. Und von mir aus erkaufen sich die Publisher auch noch die Faulheit, eigene update Systeme schreiben lassen zu müssen.
Aber die Restriktionen, die Steam jemandem aufzwingen kann und die nach und nach von den Publishern auch genutzt werden, bieten mir keinen Mehrwert. Im Gegenteil.

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HanFred
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Beitrag von HanFred »

reeBdooG hat geschrieben:Soweit ich weis ist die Preisgestaltung einzig Sache der Publisher. Selbst die Angebote kommen von denen.
Wenn das Spiel also als download genausoviel oder gar mehr kostet als im Laden ist das den Publishern und nicht der Plattform anzulasten.
(nur so als Beispiel: Paradox Interactive Spiele sind auf Steam und Gamersgate im Normalfall billiger als im Handel)
Dabei geht es scheint's auch um Zugeständnisse, die Publisher den grossen Retailern machen. Die meckern nämlich, wenn Download-Software günstiger verkauft wird und anscheinend sind Branchenriesen wie Gamestop durchaus in einer Position, in der sie gewisse Forderungen stellen können.
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Bloody Sn0w
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Beitrag von Bloody Sn0w »

JesusOfCool hat geschrieben:@seriennummer und tastatur: kenn da ein paar leute die damit erfahrung gemacht haben. vielleicht wurde das ja auch geändert, vor ein paar jahren wars aber definitiv so.
Abgefahren, nie gehört. Ne, ist nicht mehr so, aber nette Anekdote. ^^
KOK hat geschrieben:Nehmen wir doch The Witcher 2 als Beispiel. Kauft man es über Steam, so ist es (logischerweise) an den Steamaccount gebunden, was ich unter anderem auch richtig finde. Kauft man die Retail-Version, so kommt Steam gar nicht mehr zum Einsatz.

Apple würde in so einem Fall wohl den Retail-Verkauf verbieten und wenn sie sowas wie einen Retail-Verkauf erlauben würden, was nie passieren wird, dann wäre immer noch der iTunes pflicht, wie bei allen Apple-Produkten.
http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?_ ... &x=14&y=15

Es gibt keine allgemeine iTunes Pflicht für Apple Produkte. Lediglich die mobilen Endgeräte setzen auf iTunes. Unter OSX ist es immer noch gang und gebe, dass Produkte lediglich durch Produktschlüssel geschützt sind. Außer Entwickler entscheiden sich für die Distribution über den Mac Appstore oder Steam. Apple verzichtet bei hauseigenen Programmen sogar meist komplett auf einen Kopierschutz.

Das DRM von Steam richtig zu finden und über iTunes zu beschweren ist recht paradox. :wink:
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

reeBdooG hat geschrieben: Du solltest beim Wort "Firmen" halt nicht sofort an Activision und EA denken.
Wie, es gibt ausser den beiden noch anderen Firmen? :)
Steam bietet für kleine Publisher/Indieentwickler einen relativ einfachen Marktzugang. Keine 30% Applesteuer, keine Kosten für Logistik (es soll tatsächliche welche geben die die Ersparnisse weitergeben^^), kein Zwang zuerst auf Steam veröffentlichen zu müssen.
Keine Frage. Je "liberaler" und offener ein Plattformbetreiber den Zugang gestaltet, umso mehr Anbieter und Kunden nutzen die Plattform, umso größer die Vielfalt und das Angebot.

Allerdings sehen Indies Steam auch mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Steam hat eine enorme Reichweite, die ein Indie "einfach so" nicht hinbekommen würde. Einmal kurz auf der Frontpage angeteasert und der Rubel rollt. Das Steam gleichzeitig aber auch DRM ist und vor allem von den Majors massiv mißbraucht wird (ohne dass Valve dem Grenzen setzt), passt ihnen auch nicht wirklich.

Es fehlt immer noch eine gesunde Konkurrenz, bzw. ich habe mich vor ein paar Wochen mit einem deutschen Indie unterhalten (sein Spiel gibt es natürlich auf Steam), der es so schade findet, dass CD Project nur ältere Spiele auf GOG.com vertreibt, denn DAS wäre für ihn die ideale Plattform. Beliebt, große Reichweite, kompetentes Betreiberteam, einheitliche Preise weltweit und eine strikte No-DRM-Policy.

Aber was mit GOG.com noch nicht ist, kann ja noch werden.
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KOK
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Beitrag von KOK »

Ich bezweifle, daß gog.com mit seiner strickten No-DRM-Poltik wirklich groß werden kann. Viele Publisher setzen auf Steam doch gerade wegen dem DRM.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

KOK hat geschrieben:Ich bezweifle, daß gog.com mit seiner strickten No-DRM-Poltik wirklich groß werden kann. Viele Publisher setzen auf Steam doch gerade wegen dem DRM.
Ich rede hier nicht von den Major Publishern, sondern von Indies, die sich mehr Vielfalt und Konkurrenz im Download-Bereich wünschen. Indies brauchen auch nicht die Abermillionenumsätze eines Konzerns wie EA. Wenn da im Monat für die Arbeit des einmaligen Anmeldens und Einstellens eines bereits vorhandenen Spieles ein paar tausend Dollar/Euro/whatever rüberkommen, dann ist das für einen Indie ein gutes Geschäft.
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