Valve: Newell warnt vor geschlossenen Plattformen

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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

ph0en1xs hat geschrieben: also meiner meinung nach ist das zwar ganz nett was newell sagt, aber eigentlich sollte er mal lieber die backen halten mit seiner knebelplattform.
Wobei, um ganz genau zu sein, all diese Restriktionen Entscheidung des Publishers sind. Allerdings stellt Valve mit Steam eine Plattform bereit, mit der man genau solche Restriktionen en Detail ausüben und durchführen kann. Von daher hast Du prinzipiell natürlich Recht.
ihm gehts am ende doch nur darum, dass sein kack steam überall laufen kann. weil von offenheit und nutzerfreundlichkeit ist steam weit entfernt.
Natürlich. Gabe will auch nur sein Produkt im besten Licht erscheinen lassen.

Was aber, man kann es nur wiederholen, angesichts der erschreckenden Naivität und emotionalen Abhängigkeit vieler Zocker von ihren Spielen ein kinderleichtes Unterfangen ist.
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Raskolnikow
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Beitrag von Raskolnikow »

wie ist das nochmal mit dem löschen von spielen aus der libary wenn man z.b. einen billigen key aus thailand hat? (rede nicht von carderdreck...)
Wobei ich da nicht vorschnell urteilen würde. Ich weiß aus eigener Erfahrung bei einem großen B2B Logistikdienstleister dass solche Spiele palettenweise gestohlen werden. Spiele sind da mittlerweile fast so beliebt wie Handys, ganz einfach weil sich CD-Keys extrem einfach und risikofrei wieder unter die Leute bringen lassen.
Ich will sicher nicht alle Key-Shops über einen Kamm scheren, aber ich bin mir sicher dass viele von diesen Händlern selbst nicht so genau wissen (wollen) wer da ihre Lieferanten sind.
Episode 3 is a lie!
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Raskolnikow hat geschrieben:Ich will sicher nicht alle Key-Shops über einen Kamm scheren, aber ich bin mir sicher dass viele von diesen Händlern selbst nicht so genau wissen (wollen) wer da ihre Lieferanten sind.
Solche Keys werden normalerweise gleich gesperrt und können erst gar nicht registriert werden. Der Grund für die Sperren ist also nicht potentielle Hehlerware, sondern der Unwillen der Publisher dem Kunden die gleichen Vorteile der Globalisierung einzuräumen, die er selbst selbstverständlich in Anspruch nimmt.
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JesusOfCool
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Beitrag von JesusOfCool »

ph0en1xs hat geschrieben:
JesusOfCool hat geschrieben:@sir richfield: ich mag zwar steam nicht, aber apple mit valve gleichzusetzen was das anbelangt geht ja mal gar nicht. apple ist viel restriktiver. da kann es auch mal vorkommen, dass eine app von einem unabhängigen entwickler aus dem shop abgezogen und von den iphones gelöscht wird weil apple irgendwas eigenes anbieten will, das ähnlich ist. auf steam ist das nicht so.
öööhm moment.
wie is das nochmal mit steamzwang bei einigen spielen?!
wie ist das nochmal mit dem löschen von spielen aus der libary wenn man z.b. einen billigen key aus thailand hat? (rede nicht von carderdreck...)
wie ist das nochmal mit sprachversionszwang damit man nicht billiger ein spiel aus uk holt?
also klingt für mich wie applestore in grün.
also meiner meinung nach ist das zwar ganz nett was newell sagt, aber eigentlich sollte er mal lieber die backen halten mit seiner knebelplattform.
ihm gehts am ende doch nur darum, dass sein kack steam überall laufen kann. weil von offenheit und nutzerfreundlichkeit ist steam weit entfernt.
steamzwang gibts ja nur, weils nicht anders vertrieben wird. valve zwingt niemanden dazu ihr zeug nur auf steam vertreiben zu dürfen.
mit billigen keys aus thailand kenn ich mich nicht aus, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das was mit illegalen keygens zu tun hat.
die länderbeschränkung gibts überall und ich finde sie absolut unverständlich.

ich will nicht sagen, dass steam so toll offen oder nutzerfreundlich ist, ich kanns ja selbst nicht leiden. allerdings ist steam garantiert weit nicht so restriktiv wie der apple store. das ist gleich nochmal ein ganz anderes level.
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ToryFaol
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Beitrag von ToryFaol »

hm ich bin nach wie vor zufrieden mit steam. ich bekomme dort indie-titel, ich bekomme dort sonderangebote, ich bekomme dort die möglichkeit, mit freunden zu kommunizieren. ich kann onlinepartien, die meine freunde spielen, ohne probleme beitreten. mit einem mausklick. einfach so. ich kann mich dort in gruppen zusammenfinden, die meine interessenen teilen, ohne extra bei faceblöd oder irgendwelchen forum rumschauen zu müssen... und geupdatet werden meine spiele auch automatisch.

an und für sich wiegen für mich die vielen sachen, die mir steam bietet, den online-zwang auf. ich fühle mich bei steam weit weniger verarscht, als bei der online aktivierung von assassin's creed oder GTA IV. ganz einfach, weils eben nicht nur eine online aktivierung ist. steam hat zwar diesen unfug mit dem onlinezwang quasi salonfähig gemacht, aber sie bieten dafür eben auch eine wirklich nette plattform. so blauäugig das auch klingt, ich sehe das eher als geben und nehmen.

und mal abgesehen davon, hat mich bislang valve mit keinem spiel enttäuscht. die orange box, portal 2, lef 4 dead... ich bereue keinen cent beim kauf dieser spiele. portal2 würd ich sogar ne glatte 100 verpassen, weil ich einfach nichts an dem spiel auszusetzen habe.

DRM, onlinezwang und der ganze scheiß ist für mich nur dann richtig bescheuert, wenn ich dafür nichts geboten bekomme. wenn ich mich hintergangen fühle. und dieses gefühl stellt sich bei steam einfach nicht ein.
und wer partout gegen den kram ist, muss eben in zukunft entweder gecrackte versionen spielen oder gar nichts mehr zocken.
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Xris
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Beitrag von Xris »

Beim starten von Fable 3
Dieses Spiel ist zur Zeit nicht verfügbar. Bitte versuchen sie es später erneut.
:danke:

Wo kann man sich eigl. bei Steam beschweren? Vorzugsweise auf deutsch.
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Bloody Sn0w
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Beitrag von Bloody Sn0w »

Du willst dich bei Steam über die Verfügbarkeit beschweren?
JesusOfCool hat geschrieben:ich will nicht sagen, dass steam so toll offen oder nutzerfreundlich ist, ich kanns ja selbst nicht leiden. allerdings ist steam garantiert weit nicht so restriktiv wie der apple store. das ist gleich nochmal ein ganz anderes level.
Garantiert nicht. Der einzige echte Unterschied, und daraus leitet sich alles andere ab, ist dass Valve im Gegensatz zu Sony, Microsoft und Apple keine Hardware für ihre Software vertreibt. Für den Konsumenten läuft es aber in jedem Fall auf das selbe hinaus.

Und Gabe ist schon ne coole Sau, stimmt. So cool, dass er seine Meinung über eine Plattform um 180° dreht, wenn die Absatzprognosen stimmen.
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JesusOfCool
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Beitrag von JesusOfCool »

für den konsumenten ist der unterschied vielleicht wirklich nicht besonders groß, für die firmen die auf der plattform etwas anbieten wollen ist der unterschied allerdings riesig.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

JesusOfCool hat geschrieben:für den konsumenten ist der unterschied vielleicht wirklich nicht besonders groß, für die firmen die auf der plattform etwas anbieten wollen ist der unterschied allerdings riesig.
Aber was interessiert es uns, was gut für die Firmen ist?
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JesusOfCool
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Beitrag von JesusOfCool »

weil es letztenendes die kunden genauso betrifft.
apple will einfach alles kontrollieren. sie wollen die firmen kontrollieren die verträge mit apple abschließen, sie wollen all ihre geräte kontrollieren, all ihre kunden, alle software die auf ihre geräten ist. das beginnt dabei, dass man die seriennummer von seinem mac angeben muss wenn man im mac shop eine mac tastatur kaufen will und geht über die kontrolle welche app auf den iphones der kunden installiert sein darf bis zur kompletten kontrolle was andere firmen tun dürfen die mit apple zusammenarbeiten. letzteres sind so dinge wie preiskontrolle. apple gibt den preis vor für das was die andere firma anbieten will und zwingt sie dann auch noch dazu, dass wenn sie das auch für andere plattformen anbieten, es nicht billiger anbieten zu dürfen.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

JesusOfCool hat geschrieben:weil es letztenendes die kunden genauso betrifft.
Die Kunden betrifft es immer, keine Frage. Was habe ich jedoch als Kunde davon, wenn die Firmen irgendwo von irgendwas Vorteile haben, wenn diese Vorteile aber nicht an mich weitergereicht werden? Sind all die Sportspiele mit Ingame-Werbung etwa billiger geworden? Warum kostet eine digitale Kopie genausoviel (oder mehr) wie das Spiel aus dem Laden, wo ich noch Hülle, Datenträger und Schnickschnack dazu bekomme?

Von daher kann es uns Kunden eigentlich juck sein, ob die Firmen mit Valve als Plattformbetreiber besser dran sind als mit Apple, wenn wir davon keine Vorteile haben und sich nur die Farbe der Gitterstäbe ändert. Das wollte ich damit nur ausdrücken :)
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Bloody Sn0w
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Beitrag von Bloody Sn0w »

Um Firmen muss man nun wirklich nicht sorgen. Die treffen ihre Entscheidungen zur Distribution ihrer Produkte primär aus wirtschaftlichen Aspekten und nicht zu Gunsten des Kunden. Dabei scheren sie sich offensichtlich kaum um die Rahmenbedinungen und werden erst stinking, wenn die von dir angesprochene Kontrolle zu sehr an ihrer Eigenkontrolle rüttelt.

Ja, Apple versucht viel Kontrolle auszuüben, aber das versuchen alle anderen Unternehmen, so weit es ihnen möglich ist, leider auch. Was du aufzählst sehe ich in Form von EULAs, DRM, Verfügbarkeit und Preisgestaltung überall. Steam ist da keine Ausnahme, nur sind ihre Möglichkeiten weit geringer als die von Apple. Unternehmen bemühen sich auf der anderen Seite aber auch nicht Plattformen zu pushen die offener sind.

Im übrigen gibt es Steam auch für OSX.

PS: Das mit der Seriennummer und Tastatur ist doch absurd. Wie kommst du da drauf?
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JesusOfCool
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Beitrag von JesusOfCool »

@seriennummer und tastatur: kenn da ein paar leute die damit erfahrung gemacht haben. vielleicht wurde das ja auch geändert, vor ein paar jahren wars aber definitiv so.
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KOK
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Beitrag von KOK »

Sir Richfield hat geschrieben:
Myratax hat geschrieben:Du verstehst da was grundlegend falsch. Beispiel... sagen wir mal... hmm... RAGE. Du möchtest dir also RAGE kaufen. Dann hast du die Wahl, ob du dies bei STEAM machst, oder bestellst, zb. hier im 4p-store oder bei Amazon oder ob du in den nächsten MM oder Saturn gehst um sie dir dort zu kaufen. Du hast die Wahl.
Ich MUSS Rage aber über Steam aktivieren und riskiere damit, dass Steam mir (über den Publisher) Vorschriften macht, wie ich mit meiner Software umzugehen habe.
Als geringstes Übel war da noch der Region Lock, als Leute es gewagt haben, eine Version aus dem günstigen Ausland zu kaufen.

Deshalb sagte ich, als Entwickler hast Du die Wahl, als Kunde dann nicht mehr.
Diese Restrikition kommt aber nicht von Valve. Valve ist es eben egal, welchen Kopierschutz die Retail-Versionen nutzen. Viele Entwickler setzen nur noch aus Bequemlichkeit auf Steam(works). Aber nicht, weil Valve es so vorschreibt. Also ganz anders als Apple. Nehmen wir doch The Witcher 2 als Beispiel. Kauft man es über Steam, so ist es (logischerweise) an den Steamaccount gebunden, was ich unter anderem auch richtig finde. Kauft man die Retail-Version, so kommt Steam gar nicht mehr zum Einsatz.

Apple würde in so einem Fall wohl den Retail-Verkauf verbieten und wenn sie sowas wie einen Retail-Verkauf erlauben würden, was nie passieren wird, dann wäre immer noch der iTunes pflicht, wie bei allen Apple-Produkten.

Die selbe Art von Restrikition betreibt auch Microsoft bezüglich der Xbox 360, was Newell von Valve genau so kritisiert.
Kajetan hat geschrieben:
JesusOfCool hat geschrieben:weil es letztenendes die kunden genauso betrifft.
Die Kunden betrifft es immer, keine Frage. Was habe ich jedoch als Kunde davon, wenn die Firmen irgendwo von irgendwas Vorteile haben, wenn diese Vorteile aber nicht an mich weitergereicht werden? Sind all die Sportspiele mit Ingame-Werbung etwa billiger geworden? Warum kostet eine digitale Kopie genausoviel (oder mehr) wie das Spiel aus dem Laden, wo ich noch Hülle, Datenträger und Schnickschnack dazu bekomme?

Von daher kann es uns Kunden eigentlich juck sein, ob die Firmen mit Valve als Plattformbetreiber besser dran sind als mit Apple, wenn wir davon keine Vorteile haben und sich nur die Farbe der Gitterstäbe ändert. Das wollte ich damit nur ausdrücken :)
Der Unterschied ist, daß Valve den Firmen keine Vorschriften macht.
reeBdooG
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Registriert: 21.11.2010 18:37
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Beitrag von reeBdooG »

Kajetan hat geschrieben:
JesusOfCool hat geschrieben:für den konsumenten ist der unterschied vielleicht wirklich nicht besonders groß, für die firmen die auf der plattform etwas anbieten wollen ist der unterschied allerdings riesig.
Aber was interessiert es uns, was gut für die Firmen ist?
Einfach mal das Beispiel im Artikel lesen :lol:
Du solltest beim Wort "Firmen" halt nicht sofort an Activision und EA denken. Steam bietet für kleine Publisher/Indieentwickler einen relativ einfachen Marktzugang. Keine 30% Applesteuer, keine Kosten für Logistik (es soll tatsächliche welche geben die die Ersparnisse weitergeben^^), kein Zwang zuerst auf Steam veröffentlichen zu müssen.

Und ich als Spieler haben ein riesiges Interesse daran eine möglichst breite Auswahl an Spielen zu haben um mir die rauszusuchen die mir am besten gefallen.
In the kinetic energy of a moving fist
Lies a birth machine for a parallel universe
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