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id Software: Carmack über "hochnäsige" FPS-Kritik
Verfasst: 19.07.2011 05:55
von 4P|BOT2
shooter =)
Verfasst: 19.07.2011 05:55
von slugger
-ich mag egoshooter
-ich mag es ein spiel aus den augen der person wahrzunehmen (auch cutszenen)
-ich mag ID spiele und deren recht plastische darstellung
und ich mag es mittendrin statt nur dahinter zu spielen
also fullack

Verfasst: 19.07.2011 08:29
von Levi
naja ... kanns so zusprechen kann ich ihn persönlich da nicht ...
mir fiel beim lesen das hier ein:

Verfasst: 19.07.2011 08:35
von schwarzkopf
Und manchmal braucht es halt einfach auch ein irrsinnig hohes Werbebudget, damit die Leute begreifen was sie lieben sollen und wofür sie ihr Geld auszugeben haben...
Ob man bei einem Call of Duty wirklich von "Liebe" oder "Herdentreiben" sprechen kann, sei nun dahingestellt
Und irgendwann wird auch die "bewährteste Formel" öde, spätestens dann, wenn sie nicht mehr mit toller Funkelgraphik, hohem Werbebudet oder Kontroversen angepriesen werden kann.
Verfasst: 19.07.2011 08:36
von Opa
Ich finde das was er sagt auch richtig - wobei das Ende (3rd Person Sicht) echt sehr subjektiv ist, ich mag sie aber tatsächlich mehr weil mir die Spiele Filmmäßiger vorkommen (Uncharted).
Das mit der fehlenden Kreativität ist tatsächlich sone Sache über die man sich echt ärgern kann - das Problem ist der Mittelweg. Ein Spiel darf meiner Meinung nach auch nicht bloß ein Mappack als Nachfolger bekommen. Ich erwarte zudem Kreativität oder besser Ideenreichtum im Leveldesign. Alles andere sowie auch gameplay Änderungen nur wenns passt.
Und manches lehnt der Markt ja auch ab - ich fand z.B. Lost Planet mit dem Zeitfaktor dank Wärmeenergie richtig richtig klasse - gut verkauft hat´s sich jetzt nicht unbedingt.
A propos - ich finde ja man könnte das Lost Planet Team mal zusammentrommeln und für Transformers 3 anheuern. Gibt´s außer mir nochjemanden, der gerne in 15 Mann Teams Online ca. 3 Häuserblock große Bot´s taktisch ausseinandernehmenn würde?!
Verfasst: 19.07.2011 08:43
von Zappes
Ich sehe das genau so wie Herr Carmack, und zwei in beiden wesentlichen Punkten. Erstens ist es offensichtlich korrekt, dass eine Firma wie id kein Künstlerkollektiv ist, sondern versucht Geld zu verdienen. Man kann es den Leuten schlecht vorwerfen, dass sie produzieren, was sich gut verkauft - alles andere würde die Firmenführung und die Anteilseigner zu Recht in Rage versetzen. Zweitens ist es tatsächlich extrem dumm und arrogant, automatisch alles als objektiv schlecht abzutun, was zufällig vielen Leuten gefällt. Der feste Glaube, das man selbst zu einer elitären Minderheit gehört, die das kulturelle Licht gesehen hat und damit über allen anderen steht, tritt wirklich sehr selten bei Leuten auf, die tatsächlich etwas in der Birne haben.
Manchmal kommt man sich hier wirklich wie auf einer Kulturtagung von Germanisten und Filmstudenten vor. Ist ja schlimm.
Verfasst: 19.07.2011 08:47
von Levi
ZappesBPD hat geschrieben:[....]
Manchmal kommt man sich hier wirklich wie auf einer Kulturtagung von Germanisten und Filmstudenten vor. Ist ja schlimm.
das schlimme ist: ich mag die ID-Produkte, weil sie zumindest als Shooter abwechslungsreich von spiel zu spiel sind ...
aber warum lobt er ausgerechnet Call Of Duty so ... beim besten willen: spielerisch ist es der letzte .... sry ...
Verfasst: 19.07.2011 08:50
von D_Sunshine
Stimmt.
Bei Games ist es mitlerweile wie mit Filmen. Aber einem gewissen Budget/Inhalt wird ein Titel "Mainstream" und damit automatisch seelenlos und die freiwillligen Reziepenten anspruchslos.
Natürlich denken nicht alle Indies so. Indie-Produktionen sind halt wie Verschwörungstheorien ein Auffangbecken für Leute mit Minderwertigkeitskomplexen, die versuchen sich schlauer darzustellen als alle anderen.
Dabei werden dann Titel wie CoD automatisch als Scheisse abgestempelt nur weil sie ihr Konzept beibehalten und populäre Themen wie Action und Patriotismus bedienen. CoD wird von mir immer wieder gekauft, weil das Franchise, wie Carmack richtig festgestellt hat, das Mittendrin-Gefühl auszureizen weiß, das nur die Ego-Ansicht bietet.
Und solange das mir und Millionen anderer zurecht Spass macht, wäre es idiotisch unnötig am Prinzip der Serie rumzudocktorn und vielleicht mit Taktik/Team/OpenWorld-Elementen rumzuexpementieren, die am Ende nur das Tempo der Inszenierung stören.
Ein anderer Punkt ist dann aber zugegebenermaßen der, dass Gameplay-unabhängige Elemente wie die Grafik quasi auf der Stelle treten.
Verfasst: 19.07.2011 09:00
von Kalto0815
hat geschrieben:ZappesBPD hat geschrieben:[....]
Manchmal kommt man sich hier wirklich wie auf einer Kulturtagung von Germanisten und Filmstudenten vor. Ist ja schlimm.
das schlimme ist: ich mag die ID-Produkte, weil sie zumindest als Shooter zumindest abwechslungsreich von spiel zu spiel sind ...
aber warum lobt er ausgerechnet Call Of Duty so ... beim besten willen: spielerisch ist es der letzte .... sry ...
Weil CoD, zur Zeit, der Klassenprimus ist was Verkaufszahlen angeht und er somit auf eine größere Zuhörerschaft für seine Worte trifft... Tät ich jetzt mal sagen tun! :wink:
Zum topic
Ich mag Ego Shooter zumeist auch lieber als 3rd Person, da das mittendrin Gefühl einfach stärker ist. Ein Uncharted würde allerdings nicht als Fps funktionieren, ich mag es aber trotzdem.
Verfasst: 19.07.2011 09:00
von xtremefl0
hat geschrieben:aber warum lobt er ausgerechnet Call Of Duty so ... beim besten willen: spielerisch ist es der letzte .... sry ...
Ich kann dir ganz genau sagen warum. Weil es auf der einen Seite Leute wie dich gibt, die sagen, dass CoD der totale Müll ist und ihre Aussage dabei auch gleich auf die Allgemeinheit projezieren, auf der anderen Seite sich das Spiel aber wie doof verkauft.
Ich hab ja nix dagegen, wenn man ein Spiel nicht mag, aber dann muss man es anderen Leuten auch zugestehen, wenn sie Spaß an einem Spiel finden. Und genau das ist der entscheidene Faktor, dass die Leute Spaß daran haben. Es gibt halt anscheinend genug Leute, die sich laaaaaaaaaaaange im Multiplayer von CoD aufhalten können. Ich gehöre zwar nicht dazu, finde aber so ne Runde im Multiplayer auch mal ganz lustig. Die Story fand ich im übrigen auch ganz unterhaltsam, Grafik war auch in Ordnung (wenn auch nicht überragend, aber akzeptabel)
Verfasst: 19.07.2011 09:20
von Corvus901
Da gebe es z.B. einige Indie-Entwickler, die eine recht "hochnäsige Einstellung" an den Tag legen würden, führt Carmack weiter aus.
Hat der gute Herr dafür auch irgendetwas in schriftform? Oder ist das nur sein subjektiver Eindruck von manchen indi-Entwicklern?
Es sei fast so, als ob etwas, das beliebt ist, dadurch automatisch nicht mehr gut ist. Das sei einfach nicht richtig.
Aber die Annahme, das etwas, nur weil es beliebt ist, auch gut ist, ist genauso falsch. CoD = MCDonalds.[/quote]
Verfasst: 19.07.2011 09:24
von mr archer
Zur Egosicht gebe ich Carmack ausdrücklich recht. Auch wenn ich meinen Max Payne nicht missen möchte.
Was er zu Mainstream vs. Indie blubbert: Schnarch. Gähn. Nase popel.
Andererseits: was hätte man auch erwarten sollen? ID Software hat in den 90ern doch nix anderes gemacht, als Activision heute: Shooter für den Mainstream. DOOM kann man ja für seine Zeit wohl kaum als Indie-Spiel bezeichnen.
He, Carmack! Zieh Dir das mal rein: Das Problem des FPS-Genres ist nicht die Hochnäsigkeit der Feingeister. Das Problem des FPS-Genres ist, dass es die Wurzeln verraten hat, die unter anderem mal deine Klitsche in den 1990ern deffiniert und zu einigem Glanz poliert hat. Das Problem des FPS-Genres ist nicht, dass es nur aus AAA-Blockbustern besteht. Das Problem ist, dass diese AAA-Blockbuster nix taugen.
Also ob es im FPS-Bereich namhafte und von der Zahl her relevante Indie-Produktionen gäbe. Ist doch Nonsens. Wer wissen will, was mit diesem Genre nicht stimmt, der schaue sich einfach mal die Katastrophe an, die mit "Call of Juarez: Das Cartel" da auf uns zugeschlingert kommt.
Carmack, mach Mainstream. Aber mach gefälligst VERNÜNFTIGEN Mainstream.
Eigentlich gibt es gerade kein Genre, in dem eine unabhängige Indie-Szene nötiger wäre, als mein gutes altes FPS.
Verfasst: 19.07.2011 09:26
von JesusOfCool
baRDok hat geschrieben:
Es sei fast so, als ob etwas, das beliebt ist, dadurch automatisch nicht mehr gut ist. Das sei einfach nicht richtig.
Aber die Annahme, das etwas, nur weil es beliebt ist, auch gut ist, ist genauso falsch. CoD = MCDonalds.
ansichtssache.
etwas das geld bringt ist für das unternehmen gut, also ist es gut.
kritiker haben andere kriterien
der endverbraucher hat wieder andere, wobei hier der erfolg des spiels auch eine rolle spielt, vor allem wenns um MP spiele geht.
Verfasst: 19.07.2011 09:30
von crewmate
Romero hat Daikatana gemacht
D_Radical hat geschrieben:Stimmt.
Bei Games ist es mitlerweile wie mit Filmen. Aber einem gewissen Budget/Inhalt wird ein Titel "Mainstream" und damit automatisch seelenlos und die freiwillligen Reziepenten anspruchslos.
Natürlich denken nicht alle Indies so. Indie-Produktionen sind halt wie Verschwörungstheorien ein Auffangbecken für Leute mit Minderwertigkeitskomplexen, die versuchen sich schlauer darzustellen als alle anderen.
Dabei werden dann Titel wie CoD automatisch als Scheisse abgestempelt nur weil sie ihr Konzept beibehalten und populäre Themen wie Action und Patriotismus bedienen. CoD wird von mir immer wieder gekauft, weil das Franchise, wie Carmack richtig festgestellt hat, das Mittendrin-Gefühl auszureizen weiß, das nur die Ego-Ansicht bietet.
Und solange das mir und Millionen anderer zurecht Spass macht, wäre es idiotisch unnötig am Prinzip der Serie rumzudocktorn und vielleicht mit Taktik/Team/OpenWorld-Elementen rumzuexpementieren, die am Ende nur das Tempo der Inszenierung stören.
Ein anderer Punkt ist dann aber zugegebenermaßen der, dass Gameplay-unabhängige Elemente wie die Grafik quasi auf der Stelle treten.
Und damit bist du kein bisschen besser als sie!
hat geschrieben:ZappesBPD hat geschrieben:[....]
Manchmal kommt man sich hier wirklich wie auf einer Kulturtagung von Germanisten und Filmstudenten vor. Ist ja schlimm.
das schlimme ist: ich mag die ID-Produkte, weil sie zumindest als Shooter abwechslungsreich von spiel zu spiel sind ...
aber warum lobt er ausgerechnet Call Of Duty so ... beim besten willen: spielerisch ist es der letzte .... sry ...
I trolled Call of Duty before it was Mainstream.
Verfasst: 19.07.2011 09:34
von kilL666
mr archer hat geschrieben:
Andererseits: was hätte man auch erwarten sollen? ID Software hat in den 90ern doch nix anderes gemacht, als Activision heute: Shooter für den Mainstream. DOOM kann man ja für seine Zeit wohl kaum als Indie-Spiel bezeichnen.
entwickler und publisher werden oft miteinander vertauscht. wie auch hier. activision hat mit der entwicklung wenig zu tun. die finanzieren nur. entwickelt wird von id software.
und zum mainstream damals... in den neunzigern... es gab keinen shooter mainstream. das genre ist mit doom quasi erst erfunden worden. an welche zielgruppe richtet sich das spiel, wenn es das erste des genres ist? hm...
erst mit doom hat sich doch eine shooterszene etabliert. es gab nichts anderes, also war doom so gesehn das ultimative mainstream spiel. vergleicht man aber mit heutigen spielen, ist doom ganz klar ein nischenspiel. hölle, spacemarines, dämonen. wo gibts das denn heute? doom3... nicht besonders mainstream...