id Software: Carmack über "hochnäsige" FPS-Kritik

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johndoe549497#2
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Beitrag von johndoe549497#2 »

             hat geschrieben:kann man so im raum stehen lassen ... aber:
Commander Sheppard hat geschrieben:und Emulgatoren ein Nischenprojekt.
ymmd! :lach: :lach: :lach:
Spoiler
Show
versprechern/verschreibern passieren wirklich jeden ... aber der ist besonders nett :)
Oh ja dass werde ich auch nicht editieren dass lasse ich stehen :D
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Nauglamir hat geschrieben:Tja, da haben wohl ein paar der so "hochnäsigen" Indie-Entwickler nicht die teuren Lizenzkosten für die ID-Engine zahlen wollen. Sind sie zur Konkurrenz gewandert, haben gar selber akzeptable Software kreiert oder hatte man gar deren Programmierschnipsel gerne selber haben wollen und nicht bekommen? Anders kann ich mir so eine so unqualifizierte Aussage nicht erklären.
Da Indie Entwickler eine reiche Auswahl an von id open source gemachten id Engines und diversen open source engines haben, kann es daran nicht liegen.
Alleine die ganzen QIIIA Clone erreichen langsam ein technisches Level, bei denen ich als Entwickler einer teuren Engine anfangen würde zu schwitzen.
Man darf nicht vergessen, die Portals sind von ein paar Leuten geschrieben worden, die hat Valve dann erst später in die Source Engine integriert. Und ich habe schon Videos gesehen, wo einzelne die Idee aufgegriffen und erweitert haben - Nachmittags, als Hobby. (Beeindruckend fand ich da, dass die Größe des Portals die Größe des Objekts beeinflusst hat.)

Im Kern finde ich übrigens dass Herr Carmack recht hat:
Wenn jemand ein Spiel baut, das gekauft wird, dann soll er doch! Da muss man dann als anderer Entwickler! nicht mit der Nase rümpfen, nur weil der eine es geschafft hat.
Als Indie Entwickler zu sagen, dass CoD Scheisse ist klingt halt nach Sandkasten. Oder nach Größenwahn. Wenn man denkt, man würde mit TF Klon 35 von jetzt auf gleich Verkaufszahlen eines CoD erreichen, dann sollte man seine Realität mal prüfen, ob die mit dem Rest der Welt kompatibel ist.

Was nicht heißt, dass ich die CoDs gut finde! Allerdings aus anderen Gründen als "Das ist doch nur noch ein Autoheal Checkpoint Krachbumm Shooter ohne Sinn."
Da ich (wir) CoD eh nur im MP spielen, wäre das ja egal gewesen. (Und sind wir ehrlich - bei DooM MP hätte man auch Autoheal einbauen können, wäre keinem aufgefallen, so schnell wie man da stirbt!).
Nein, konsequenter Verzicht auf vernünftigen (Local Area) Netzwerkcode war der Grund, dass ich die Reihe nicht mal aus dem Budget Eimer fischen würde.

Hier muss Herr Carmack auch erstmal Butter bei die Fische tun. Wenn er wie einst Blizzard sagt, dass LAN ein Relikt der Vergangenheit ist, muss ich seine Bude ebenso betrachten.


Und nein, dass er irgendwo recht hat, gibt ihm noch nicht den Persilschein, dass so laut in die Welt zu rufen. Erst recht nicht, wo die SPIELE seiner Firma in der letzten Zeit nicht so der Knaller waren. (Also ab Q3 ging es den Bach runter IMHO).
Wir reden hier von einer Firma die ein DooM gemacht hat, das keines mehr war. (Echt jetzt: D³? Größte Enttäuschung meinerseits! Da konnte auch "Warum steht da Shock im Namen?" Bioshock nicht gegen anstinken).

Zudem darf man den großen Publishern und damit Entwicklern durchaus fehlenden Mut vorwerfen.
Das haben wir zuletzt noch am Duke gesehen (wobei, sind wir ehrlich - welche Chance hatte Gearbox da?).

Niemand macht einfach mal einen Oldskool Shooter im neuen Gewand um zu gucken, wie es ankommt.
Die Indies übrigens auch nicht, die sind zu sehr auf MP only Shooter getrimmt, weil das viel einfacher ist. Alleine dass man sich die KI sparen kann...

Das ist ja dann auch der Moment an dem ich Herrn Carmack vorwerfen muss, dass er da den falschen Baum anknurrt.
Der Ruf nach Innovation durch Rückschritt kommt von den potentiellen Kunden und nicht von irgendwelchen obskuren Indie-Buden oder Kritikern, die älter als 30 sind.
Seinen Kunden vorwerfen, dass die blöd sind, sollte eigentlich als großes NOGO im "Marketing 101" Kursraum als Poster an der Wand hängen.

Bei MIR als potentieller Rage (und evtl. DooM 4) Käufer führt das zu reflexartiger Verkrampfung des Portemonee-Schließmuskels.
Wenn mir jemand sagt, dass ich eigentlich nicht Zielgruppe bin (Obschon ich mich aufgrund des Genres/Settings dafür halte), dann warte ich erst einmal in Ruhe das finale Produkt an und entscheide dann später, wenn die Verkaufszahlen nicht mehr relevant sind, ob ich dafür Geld ausgebe.

Ich verstehe das alles eh nicht. Ich meine klar, meine Generation hat jetzt Kind, Kegel und (Ehe)weib am Hals/Bein, aber... wir sind doch nicht ausgestorben. Wir sind noch genau die Menschen, die vor 20 Jahren der Videospielindustrie das Geld hinterhergeworfen haben. Wir haben den Spielen nicht generell abgeschworen.
Warum holt man uns nicht AUCH! ab? Warum begrenzt man sich mit der Zielgruppe auf die jungen Leute?
Warum kann nicht AUCH ein NFS machen, in dem es klassisch Arcadig immer im Kreis geht? Wo ist das Problem eine Engine zu nehmen, die Models und den ganzen Krempel - und zwei Ansätze gleichzeitig zu fahren, mit im Kern dem selben Team, aber zwei kleinen Teams für die Richtungen? Und dann wirft man knapp versetzt die beiden Spiele auf den Markt und guckt, wie viele Leute noch einfach mal im Kreis fahren wollen und wie viele QTEs in einem RENNSPIEL!!!! haben wollen oder Semirealismus, wie die ganzen anderen Rennspiele aktuell auch. Es könnte dann sogar *SCHOCK* vorkommen, dass sich manche Leute BEIDE Spiele kaufen, weil sie beides wollen!!!

Aber die Zeiten des Risiko sind vorbei, auch und gerade von id.
Und DANN sollte man natürlich nicht den Leuten ans Bein pinkeln, die noch Risiken eingehen, nämlich die o.a. Hipster Indie Entwickler, die einfach mal was anderes machen, weil sie keinen Publisher im Nacken haben, weil die Ideen eigentlich noch lange nicht ausgereizt sind.

johndoe549497#2
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Beitrag von johndoe549497#2 »

mr archer hat geschrieben:
Commander Sheppard hat geschrieben: Man darf nicht vergessen dass es schon aufgrund des Alters mehr als genug Leute gibt denen ein Thief, System Shock etc. gar nichts sagen oder dass es mal wohl ein tolles Spiel gewesen sein muss. Und anders als bei Filmen gibt es fast keine oder wenig Möglichkeiten in den Genuss alter Klassiker zu kommen. Projekte wie Neuauflagen wie z.B bei der Monkey Island Reihe sind selten und Emulgatoren ein Nischenprojekt.
Und auf der Front muss dringend was passieren. Spiele sind zwar wie Du richtig sagst (wie Filme und Comics) auf Gewinn hin produzierte Produkte. Und gerade für den Shooter-Bereich stimmt das wahrscheinlich noch ein bisschen mehr als anderswo. Carmack stellte sich nach Doom 1 bekanntlich als erstes nen Ferrari in die Auffahrt.

Trotzdem werden sie wie alle anderen Massenerzeugnisse der Moderne irgendwann zu Kulturgütern. Und dieser Punkt ist ziemlich genau dann erreicht, wenn sich an sie Emotionen und wehmütige Rückbesinnung zu knüpfen beginnen - wie hier im Forum. So gesehen ist das auch kein elitärer Prozess, der hier abläuft. Es ist ein schönes Zeichen dafür, dass Videospiele in ihre Phase der Kanonisierung eintreten - also zu Erzeugnissen des kulturellen Gedächtnisses werden.

Und kulturelles Gedächtnis funktioniert nur, wenn man zu ihm Zugang hat.
Denn es ist für jeden Spieler dieser Generation schade, wenn er nicht die technischen Voraussetzungen an die Hand bekommt, alte Klassiker wie Doom, Thief oder System Shock zu spielen. Ob er es, wenn diese Möglichkeit bestünde, dann tut - das ist seine Wahl. Aber er sollte zumindest die Möglichkeit haben.
Das ist der entscheidende Punkt: Der Zugang. Du hast Recht wenn du vom Kulturellen Gedächnis und der Kanonisierung sprichst doch davor muss gegeben sein dass dieses Gedächnis eben von der neuen Generation erfahren werden kann. Ein " Blade Runner " oder " Space 2001 " können nur deswegen als " Kult " erfahren werden weil es Hard- und Software gibt die dies ermöglicht.

So lange dies - aus welchen ( zumeist naheliegenden ) Gründen auch immer - bei Spielen in dieser Form nicht gegeben ist bleibe ich dabei und bezeichne Diskussionen wie diese - nicht wertend ! - als elitär.
SixBottles
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Beitrag von SixBottles »

Kajetan hat geschrieben:Und zum Glück für Dragon Age-Fans hat der Markt, der Kunde in Bezug auf DA2 auch eindrucksvoll gesprochen. Auf den Konsolen solala Umsätze und auf dem PC unter "ferner liefen". DAO ist übrigens auf dem PC, sogar nach Konsolenmaßstäben, eine derartige Goldgrube für Bioware und EA gewesen, dass man sich schon fragen muss, warum man ohne Not einer so lukrativen und umsatzträchtigen Zielgruppe in die Eier tritt.
und genau das vertstehe ich nicht!

mir ist klar das die lieben entwickler spile nicht nur aus spass an der sache machen, das eine firma geld verdienen muss...aber wtf?! SIE HABEN DOCH GELD VERDIENT! das spiel war doch erfolgreich?!

warum schmeist man ein erfolgreiches konzept weg? um NOCH mehr geld zu machen?! sorry aber da hört es für mich auf und ich wechsele von verständnis zu hass...

und lieber herr cormick... sie sind zu alt und haben jeden funken kreativität verloren?! schön für sie...oder auch nicht...wieauchimmer...sie möchten keine neuen ideen verwenden auch gut, oder nicht...vollkommen egal, aber bitte, BITTE, tun sie nicht so als ob es das normalste der welt wäre. und nur wenn jemand nicht dieser ansicht ist, das sämtliche kritik nur von wein-pinkelnden-grün-wählenden-pseudo-intelektuellen-möchtegern-woody-allens kommt.

sie möchten den selben cod klon jahrfürjahr rausbringen? bitte...sie haben meinen segen...aber denken sie nun bitte nicht das sie deswegen der messiah des spielebranche sind.

einige haben es hier ja schon sehr schön gesagt nicht alles was mainstream ist ist automatisch scheiße...siehe die filmbranche...aber nur weil sich fast & the furios super verkauft ist es nicht automatisch gut!



achja...
mr archer hat geschrieben:Also nix gegen Ken Levine. Aber selbst Bioshock 1 war schon ein stark vereinfachtes System Shock 2. Infinite wird sicherlich ein herausragender Shooter. Aber mit der alten Looking Glass-Shooter-Schule hat das nur noch sehr bedingt was zu tun. Gameplaymässig. Siehe zum Vergleich System Shock 2 - Bioshock 1 das Zero punctuation-video. Yahtzee bringt es da sehr gut auf den Punkt.
wow das war mal jut^^

http://www.escapistmagazine.com/videos/ ... 4-BioShock

finde das video sagt so ziemlich alles aus um was es den kritikern hier geht...sogar das obligatorische "...lets get over this and talk shityness" ist dabei :p
Zuletzt geändert von SixBottles am 19.07.2011 14:31, insgesamt 2-mal geändert.
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Arkinos
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Beitrag von Arkinos »

             hat geschrieben:
ZappesBPD hat geschrieben:[....]
Manchmal kommt man sich hier wirklich wie auf einer Kulturtagung von Germanisten und Filmstudenten vor. Ist ja schlimm.
das schlimme ist: ich mag die ID-Produkte, weil sie zumindest als Shooter abwechslungsreich von spiel zu spiel sind ...

aber warum lobt er ausgerechnet Call Of Duty so ... beim besten willen: spielerisch ist es der letzte .... sry ...
Das habe ich mir auch gedacht. Rage scheint ja wirklich Potential zu haben.
Aber diese Lobeshymne auf Call Of Duty verdibrt einem schon fast die Vorfreude auf Rage.

Naja, mal schauen wie es am Ende wird. Könnte immerhin mal ein Borderlands in gut werden und ggf sogar ein wenig Fallout 3 aufmischen.

Diese "Hochnäsige Einstellung" ist übrigens meiner Meinung nach dadurch bedingt das mancher sich bessere SPiele wünscht und diese eben nicht entwickelt werden weil (um mal ein Klischee aufzugreifen) ein Haufen 15 Jahre alte Kiddies sich von ihrem Taschengeld doch nur billige Massenware kaufen.Da fragen sich die Publisher eben warum man gute SPiele entwickeln soll wenn sich 0815 Dreck auch verkauft.
Zuletzt geändert von Arkinos am 19.07.2011 14:35, insgesamt 1-mal geändert.
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

Commander Sheppard hat geschrieben:
So lange dies - aus welchen ( zumeist naheliegenden ) Gründen auch immer - bei Spielen in dieser Form nicht gegeben ist bleibe ich dabei und bezeichne Diskussionen wie diese - nicht wertend ! - als elitär.
Ich bin nur irgendwie tief in mir drinn extrem aversiv dagegen, irgendwo zur Elite zu gehören. Noch dazu in diesem Fall, wo es einfach nur was mit der "Gnade der frühen Geburt" zu tun hat.

System Shock gibt es übrigens über abandonia.com zum Download für lau. Läuft under DosBox und XP anstandslos.
Los Leute! Werdet Teil der Elite! Alle sollen Elite sein!

Übrigens finde ich ja die Tätigkeit von gog.com unter dem Aspekt der Kanonpflege sehr lobenswert.
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johndoe549497#2
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Beitrag von johndoe549497#2 »

@ Sir Richfield

Alles richtig. Was den mangelnden Mut betrifft und den Glauben ein Großteil der Spieler hätte die geistige Beschränkheit von Phytoplankton.....

Nur weil grosse Summen im Spiel und viele intelligente Leute beteiligt sind ist das Endergebnis leider nicht auch zwangläufig von hoher Qualität oder Geistesgröße.

Wie ich es schon einmal schrieb: Die Verkaufszahlen entstcheiden. Und wenn dort die Gamesversionen von " Transformers " oben stehen - bitte dann hat der Markt gesprochen. Das parallel laufende " Intelligenzprojekt " werden wir erst dann sehen wenn Spielefirmen auf mehreren Säulen ruhen und Verluste besser ausgleichen können. Dann wird auch die Risikobereitschaft wachsen.

Dazu mal ein kleiner Vergleich ins Filmgeschäft. Ca 80 % aller Hollywoodproduktionen ( gilt auch für Bollywood ) sind finanziell gesehen Flops, nur 20 % Erfolg. Aufgrund dessen wird auch en masse produziert und auf weitere Vertriebsmöglichkeiten ( DVD etc.) gesetzt . Würde man nur ein Projekt pro Jahr produzieren ist das Risiko viel zu hoch. Dementsprechend gibt es viel Mist und einige Glanzstücke.

Ob es bei Games auch so ist ist eine subjektive Sichtweise
Zuletzt geändert von johndoe549497#2 am 19.07.2011 14:44, insgesamt 1-mal geändert.
Jim Panse
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Beitrag von Jim Panse »

kilL666 hat geschrieben:erst mit doom hat sich doch eine shooterszene etabliert. es gab nichts anderes, also war doom so gesehn das ultimative mainstream spiel. vergleicht man aber mit heutigen spielen, ist doom ganz klar ein nischenspiel. hölle, spacemarines, dämonen. wo gibts das denn heute? doom3... nicht besonders mainstream...
Also eigentlich war ja "Castle Wolfenfels" (darf man den richtigen Namen eigentlich nennen?) der erste FPShooter. So gesehen hat sich seit dem auch nicht viel geändert, wenn man den "kleinen" 10jährigen Abstecher in das Scifi-Genre übersieht, sind wir grundsätzlich immer noch bei Kriegssimulationen im Shooter-Genre (ob WW2 oder fiktiver Krieg in der Neuzeit), die Maps sind immer noch recht 2dimensional und es gibt kaum Waffen und unterschiedliche Gegner.

Ansonsten kann ich nur Commander Sheppard zustimmen und hinzufügen: Damals war das Hobby Videospiele nun mal ein absolutes Insider-Ding. Dem zufolge hielten sich auch die Einnahmen der Spielentwickler in Grenzen. Erst die Erschließung des Mainstreams hat die Tripple A Titel überhaupt ermöglicht.

Denn gerade ein FPS verschlingt im Normalfall Unmengen an Entwicklungszeit und damit Geld. Indie-Entwickler werden nur in den seltensten Fällen in dieses Genre vorstoßen können. Warum? Weil man in einem FPS an jeden noch so unwichtigen Mist sehr nah herangehen kann. Dies erfordert also, will man eine realistische Welt abbilden sehr viel Liebe zum Detail und damit Zeit und damit Geld. Nur wenige Spiele kommen um dieses Detail-Problem herum, da sie das richtige Setting wählen, in denen eine detailgenaue realistische Welt nicht nötig ist. (z.B. Portal oder Minecraft wobei das ja kein Shooter ist. Aber es zeigt das "Detail-Problem" und dessen Umgehungsmöglichkeiten ganz gut.)

Mehr Innovation von den Entwicklern der AAA Shooter zu fordern, klappt damit auch nicht. Eben weil sie so teuer sind kann man da kein so hohes Risiko eingehen.

Abschließend möchte ich noch widersprechen, dass alte Spiele selbst mit Emulgatoren (^^) an jüngere Spieler heran tragbar wären. Zieh dir heute mal Doom rein. Das will man selbst als alter Fan nicht mehr wirklich spielen. Genauso wie ich mir ungern alte Schwarzweiß-Filme anschaue.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Sir Richfield hat geschrieben:Warum holt man uns nicht AUCH! ab? Warum begrenzt man sich mit der Zielgruppe auf die jungen Leute?
Das ist ganz einfach ... warum sollte man Spiele für andere Zielgruppen machen, wenn man mit Spielen für eine spezielle Zielgruppe relativ einfach viel Geld verdienen kann? Es besteht kein Grund für risikoreiche Investments, für Innovation oder gar nur Genre-Revivals. Man macht das, was letztes Jahr erfolgreich war und was dieses höchstwahrscheinlich erfolgreich sein wird, man orientiert sich an den kommerziellen Spitzenreitern.

Natürlich könnten die Publisher NOCH MEHR Geld verdienen, wenn sie zusätzliche Zielgruppen ansprechen würden, aber das ist mit Risiko verbunden, was in einer Branche, in der die Gefahr eines gewaltigen Flopps bei Produktionskosten über 20 Mio. Dollar und mehr pro Spiel eh schon firmengefährdend ist, natürlich vermieden wird.
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johndoe549497#2
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Beitrag von johndoe549497#2 »

mr archer hat geschrieben:
Commander Sheppard hat geschrieben:
So lange dies - aus welchen ( zumeist naheliegenden ) Gründen auch immer - bei Spielen in dieser Form nicht gegeben ist bleibe ich dabei und bezeichne Diskussionen wie diese - nicht wertend ! - als elitär.
Ich bin nur irgendwie tief in mir drinn extrem aversiv dagegen, irgendwo zur Elite zu gehören. Noch dazu in diesem Fall, wo es einfach nur was mit der "Gnade der frühen Geburt" zu tun hat.

System Shock gibt es übrigens über abandonia.com zum Download für lau. Läuft under DosBox und XP anstandslos.
Los Leute! Werdet Teil der Elite! Alle sollen Elite sein!

Übrigens finde ich ja die Tätigkeit von gog.com unter dem Aspekt der Kanonpflege sehr lobenswert.
Das liegt in deiner natürlichen Verhaltensweise als " Linker ". Ich werde versuchen das auslösen diese systemimmanente Allergie in Zukunft durch Begriffe wie " Unterzahl " oder " Minderheit " zu vermeiden. :wink:

Aber dein Beispiel zeigt Lösung und Problem. Bei XP sollte es nicht aufhören so wie wir " Kultfilme " mit absoluter Gesissheit auch in Blue-Ray vorfinden werden , natürlich gewiss nicht aus altruistischen Gründen. Also bitte auch Windows 7.

P.S. Jetzt übermannt mich doch diie Neugierde. Wofür gab es denn die Verwarnung ? Antwort gerne auch als PN falls bei diesem Thema Seriosität angebracht ist....
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

Jim Panse hat geschrieben:
Denn gerade ein FPS verschlingt im Normalfall Unmengen an Entwicklungszeit und damit Geld. Indie-Entwickler werden nur in den seltensten Fällen in dieses Genre vorstoßen können. Warum? Weil man in einem FPS an jeden noch so unwichtigen Mist sehr nah herangehen kann. Dies erfordert also, will man eine realistische Welt abbilden sehr viel Liebe zum Detail und damit Zeit und damit Geld. Nur wenige Spiele kommen um dieses Detail-Problem herum, da sie das richtige Setting wählen, in denen eine detailgenaue realistische Welt nicht nötig ist.
Du gibst Dir die Antwort praktisch selbst. Ich habe "Realismus" in Shootern nie vermisst. Und auch nicht fotorealistische Texturen. Ist nett. Brauche ich aber nicht. Weisst Du, wieviel Leute noch heute mit größten Vergnügen "Painkiller" spielen? Und die sich auf "Serious Sam" freuen, in der stillen Hoffnung, es möge mal etwas weniger glänzen, dafür aber Retro-Spielgelüste befriedigen? Weisst Du wie gut bis heute ein NOLF 2 aus dem Jahr 2002 immer noch aussieht? Bis auf die lediglich sporadische Physik, die in unbeweglich herumhängenden Teppichen etc. resultiert, vermisse ich da grafisch gar nix. Obwohl ein Stalker mit dem 2009er Conversion Mod natürlich eine Augenweide ist.

Wenn DAS der Grund dafür sein sollte, wieso Indies bisher kaum FPS-SP-Titel angehen: Liebe Indies! Macht es. Leute wie ich würden Euch auf Knien danken!
Jim Panse hat geschrieben: Abschließend möchte ich noch widersprechen, dass alte Spiele selbst mit Emulgatoren (^^) an jüngere Spieler heran tragbar wären. Zieh dir heute mal Doom rein. Das will man selbst als alter Fan nicht mehr wirklich spielen. Genauso wie ich mir ungern alte Schwarzweiß-Filme anschaue.
Mir geht es genau andersherum. Und ich glaube sehr wohl, dass man auch ältere Spiele jüngeren Spielern schmackhaft machen könnte.
Und nun?
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

Commander Sheppard hat geschrieben:
Das liegt in deiner natürlichen Verhaltensweise als " Linker ". Ich werde versuchen das auslösen diese systemimmanente Allergie in Zukunft durch Begriffe wie " Unterzahl " oder " Minderheit " zu vermeiden. :wink:

Aber dein Beispiel zeigt Lösung und Problem. Bei XP sollte es nicht aufhören so wie wir " Kultfilme " mit absoluter Gesissheit auch in Blue-Ray vorfinden werden , natürlich gewiss nicht aus altruistischen Gründen. Also bitte auch Windows 7.

P.S. Jetzt übermannt mich doch diie Neugierde. Wofür gab es denn die Verwarnung ? Antwort gerne auch als PN falls bei diesem Thema Seriosität angebracht ist....
1. Genau. Außerdem bin ich zusätzlich noch DDR-Kind, Jahrgang 77. Topfzwang und so. Du weisst schon.

2. Ist ein Problem. Ich habe genau aus diesem Grund den Schritt von XP zu Windows 7 noch nicht vollzogen. Thief 1 und 2 bekommt man unter XP mit etwas Arbeit zum Laufen. Bei Windows 7 ist es noch komplizierter. Im Grunde muss man sich als Retro-Gamer die Festplatte partitionieren, um fürs Spiele-Archiv eine etwas ältere Umgebung zu emulieren. Macht Arbeit.
Aber gog.com sorgt auch für Windows 7 - Kompatibilität.

3. PN kommt.
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Jim Panse
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Beitrag von Jim Panse »

@archer: Tja, dann wohl Geschmackssache. Versteh mich nicht falsch. Ich zock immer noch ca. jedes Jahr einmal Master of Orion 2 und Master of Magic. Ich hab nen Arcade-Automaten zusammen gezimmert, auf dem nen haufen alter SNES-Games per Emulgator (Sry Shep ich glaub ich überspanns grad. ^^) laufen.

Aber bei FPS komm ich irgendwie an die Grafik die > 5 Jahre alt ist nicht mehr ran. Und dabei zocke ich trotzdem keine Blender wie CoD.
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Beitrag von Jim Panse »

@archer: Protip: Auch unter Win7 läuft bei mir JEDES alte Game.

Was unter WinXP lief, kann man per "Kompatibilitätsmodus" auch nativ unter Win7 zocken und für alles was älter ist holt man die DosBox raus. Gibt also wirklich keinen Grund mehr für WinXP.
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

Jim Panse hat geschrieben:@archer: Protip: Auch unter Win7 läuft bei mir JEDES alte Game.

Was unter WinXP lief, kann man per "Kompatibilitätsmodus" auch nativ unter Win7 zocken und für alles was älter ist holt man die DosBox raus. Gibt also wirklich keinen Grund mehr für WinXP.
Gut zu wissen, danke. Muss ich mich bei Gelegenheit mal mit befassen.
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