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USA: 'Free Speech' schützt Spiele

Verfasst: 28.06.2011 02:51
von 4P|BOT2
Mit einem 2005 eingebrachten Gesetz hatte der Bundesstaat Kalifornien den Verkauf und Verleih gewaltlastiger Spiele an Minderjährige untersagen wollen. Pro Verstoß hätte jeder Anbieter bis zu 1000 Dollar an Strafgebühren entrichten müssen. Dabei verwies man auf die möglichen Folgen, die der Konsum solcher Spiele auf Kinder haben könnte.

Die Gegenreaktion ließ nicht lange auf sich warte...</br>

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hmm

Verfasst: 28.06.2011 02:51
von 6zentertainment
spiele sind KUNST leute wann checkt ihr das endlich Pixel und Pixel Blut und Pixel gemetzel haben nichst mit der realität zutun, genauso würden diese leute die das spiel als medium für kranke ideen misbrauchen eben einfach raten oder etwas anderes qällen oder töten um ihre fantasien anzukurbeln.das ist wie mit nazi symboliken in spielen. als ob ich davon zum rechten faschisten werde,oder mich an den symboliken ergötze.aber sie würden einen realistischen und historischen aspeckt in einem spiel erfüllen ähnlich von filmen oder print medien......naja......what auch immer.

Verfasst: 28.06.2011 03:16
von Muramasa
filme und videospiele sind für mich auf fast einer ebene, ich denke da sollten die gleichen rechte drüber walten.

Verfasst: 28.06.2011 08:12
von trineas
Valve bejubelt dieses Urteil sogar ganz prominent im US-amerikanischen Steam-Store:
http://www.hlportal.de/images/images/original/32944.jpg

Verfasst: 28.06.2011 08:38
von Jo-Tomato
Ich werd echt wütend wenn ich das les! Was bilden sich diese Idioten ein!?!

Verfasst: 28.06.2011 08:48
von Sir Richfield
Die Agression, die einem hier entgegenschlägt dient eher dazu, den Antragstellern recht zu geben.
Bleibt doch mal gelassen.
Zum einen ist das eh die bessere Idee und zum anderen, was interessiert uns Amerika?
Das Problem ist hier in Deutschland doch schon längst gelöst, wer in einer ihm verständlichen Sprache spielen will, sieht eh weniger Gewalt als der Rest der Welt.

Die Freedom of Speech ist den Amerikanern heilig. Es ist sehr schwer, gegen diese anzukommen.
Das ist nicht wie hier, wo die Meinungsfreiheit zwar im Grundgesetz steht, aber das eh nur eine Richtlinie ist, so ein freundlicher Hinweis.

Natürlich unterstütze ich dieses Urteil und finde, dass sie recht haben. Es muss dem Entwickler frei stehen zu produzieren, was er will.
Es muss den Eltern auch freistehen zu kaufen, was sie wollen.

Der Rest fällt unter "Ham wer auch gemacht, damals" und "Ist eigentlich mehr Sache der Eltern zu gucken, was die Kinder spielen" und "Natürlich sollte man ein M Spiel nicht an 12Jährige verkaufen. Sollen die doch auf dem Schulhof tauschen, wie wir damals."

Verfasst: 28.06.2011 08:50
von johndoe713862
Finde ich gut

Verfasst: 28.06.2011 08:57
von 47Ronin
Wie hieß es doch in der PISA-Studie: deutsche Kinder leiden an einer Leseschwäche? rofl
Hier ging es lediglich um den Verkauf an Minderjährige, der im übrigen auch hier bei uns geregelt ist.
Und diese Entscheidung war auch nicht besonders wunderlich, haben doch diverse oberste Richter Frauen mit "Hiflsorganisationen" in die man lediglich etwas einzahlen muss. Da hat Bobby einfach mal ein par Kröten springen lassen^^

Verfasst: 28.06.2011 09:22
von dcc
Kommt drauf an wo man diese Studien macht. Genau sagt es nämlich nie einer.
Sicher wurden irgendwelche Proleten in Berlin befragt...

Verfasst: 28.06.2011 09:29
von Frontschwein91
Die entscheidung ist sehr gut, es ging nicht nur um Jugendschutz, laut diesem Gesetzt würde jedes Spiel erst ab 18 Verkauft werdne dürfen. Nicht nur Brutale Shooter sondern auch zB ein Elder Scrols und andere games die in irgendeinerform gewalt beinhalten.

Verfasst: 28.06.2011 09:48
von SonicSuperfast
Umimatsu hat geschrieben:Ich bin anscheinend der Einzige, der die Entscheidung nicht nur nicht nachvollziehen kann, sondern schlichtweg als großen Fehler betrachtet. Meinungsfreiheit ist ein wichtiges Gut - auch hier in Deutschland -, welche durch den Jugendschutz eine Einschränkung erfährt.

Prinzipiell ist dieses System zu begrüßen, allerdings müssen Erwachsene unter den paradoxen Folgen einer fehlgeleiteten Politik leiden, die dem mündigen Bürger einen legalen Konsum jugendgefährdeter Medien nicht nur erschwert, sondern teilweise schier unmöglich macht. Hier besteht Handlungsbedarf, der von der jetzigen Politikergeneration nicht erwartet werden kann.

Was mich an Amerika, speziell an deren hochgelobter Meinungsfreiheit stört, ist der maßlose Umgang damit, sowie die allenorts herrschende Bigotterie. Da dürfen Rechtsradikale, in Totenkopfuniformen bekleidet und mit Hakenkreuzfahnen bewaffnet, durch die Städte ziehen und den Holocaust leugnen; Kinder können gewaltverherrlichende Medien nicht nur konsumieren, sondern auch kaufen - legal und neuerdings mit höchstrichterlicher Segnung.

Ebenjene Richter sind und waren es aber auch, die den Tipper Gore Act, der - rein logisch betrachtet - ebenso gegen den ersten Verfassungszusatz verstößt, für rechtens hielten und die auch sonst nichts unversucht lassen, Sex und Explicit Language aus dem öffentlichen Raum zu verbannen.

Ich halte den Gesetzentwurf für richtig: Kinder sollten keine gewaltverherrlichende Medien kaufen dürfen. Schade, dass das Oberste Gericht anders entschieden hat.

Edit:
Valve bejubelt dieses Urteil sogar ganz prominent im US-amerikanischen Steam-Store:
http://www.hlportal.de/images/images/original/32944.jpg
Es verwundert nicht, dass ein gewinnorientiertes Unternehmen, dem das Gemeinwohl vollkommen egal ist, das Urteil bejubelt.
Könntest du bitte erläutern, was der "Tipper Gore Act" sein soll? Du tust als wäre das ein feststehender, geläufiger Begriff und ich finde dazu nicht einmal etwas auf amerikanischen Seiten.

Denn auch wenn es in den USA starke Bemühungen gibt "Sex und Explicit Language aus dem öffentlichen Raum zu verbannen", bleibt das doch in der Regel beim Versuch. Parental Advisory ist lediglich ein Hinweis und Medien werden nicht zensiert, sondern erscheinen höchstens in verschiedenen Versionen.

Und jetzt würde mich interessieren, was für dich wirklich bigott ist.
Ein Volk, das zusieht wie Nazis in Totenkopfkluften bewaffnet mit Hakenkreuzfahnen durch die Straßen ziehen und den Holocaust leugnen oder doch eher das Volk, das zusieht wie Nazis in Anzügen, die als öffentliche Partei rassistische Äußerungen an jede Straßenecke anbringen und hinter hochgestochenen wirtschaftlichen und politischen Manifesten Rechtsextremismus verstecken.
Beides hat seine Vor- und Nachteile. Bigotterie ist aber sicher nur eins.

Und wo wir schon bei Bigotterie sind. Die gesetzliche Kontrolle von "Erwachsenenmedien" ist doch eine Farce. Seit dem Internet haben wir ein großflächiges alles umfassendes Medium. Man braucht weder einen Videotheksausweis noch einen Nachweis, dass man volljährig ist, um auf die härtesten, krankesten Pornos und wirklich gewaltverherrlichende Medien zuzugreifen. Das Internet ist eine mediale Flutwelle und die Politik schließt ein, zwei Fenster, um die Schäfchen im Trockenen zu halten...

Verfasst: 28.06.2011 10:00
von Sarnar
Umimatsu hat geschrieben:Ich bin anscheinend der Einzige, der die Entscheidung nicht nur nicht nachvollziehen kann, sondern schlichtweg als großen Fehler betrachtet. Meinungsfreiheit ist ein wichtiges Gut - auch hier in Deutschland -, welche durch den Jugendschutz eine Einschränkung erfährt.

Prinzipiell ist dieses System zu begrüßen, allerdings müssen Erwachsene unter den paradoxen Folgen einer fehlgeleiteten Politik leiden, die dem mündigen Bürger einen legalen Konsum jugendgefährdeter Medien nicht nur erschwert, sondern teilweise schier unmöglich macht. Hier besteht Handlungsbedarf, der von der jetzigen Politikergeneration nicht erwartet werden kann.

Was mich an Amerika, speziell an deren hochgelobter Meinungsfreiheit stört, ist der maßlose Umgang damit, sowie die allenorts herrschende Bigotterie. Da dürfen Rechtsradikale, in Totenkopfuniformen bekleidet und mit Hakenkreuzfahnen bewaffnet, durch die Städte ziehen und den Holocaust leugnen; Kinder können gewaltverherrlichende Medien nicht nur konsumieren, sondern auch kaufen - legal und neuerdings mit höchstrichterlicher Segnung.

Ebenjene Richter sind und waren es aber auch, die den Tipper Gore Act, der - rein logisch betrachtet - ebenso gegen den ersten Verfassungszusatz verstößt, für rechtens hielten und die auch sonst nichts unversucht lassen, Sex und Explicit Language aus dem öffentlichen Raum zu verbannen.

Ich halte den Gesetzentwurf für richtig: Kinder sollten keine gewaltverherrlichende Medien kaufen dürfen. Schade, dass das Oberste Gericht anders entschieden hat.

Edit:
Valve bejubelt dieses Urteil sogar ganz prominent im US-amerikanischen Steam-Store:
http://www.hlportal.de/images/images/original/32944.jpg
Es verwundert nicht, dass ein gewinnorientiertes Unternehmen, dem das Gemeinwohl vollkommen egal ist, das Urteil bejubelt.
Du siehst das mit der Meinungsfreiheit etc. auch aus deutscher "verstümmelter" Sicht. Denn, liberal gesehen, haben auch Nazis ein Recht darauf ihre Meinung öffentlich kund zu tun.

Dass man das in Deutschland nicht tolerieren kann liegt an dem geschichtlichen Hintergrund hier. Man kann aber nicht verlangen, dass das jedes andere Land genauso sieht.

In den Vereinigten Staaten legen die Menschen eben sehr viel mehr Wert auf Freiheit eines einzelnen, statt hier in Deutschland. Deshalb gibts in Bundesstaat A teilweise auch völlig andere Gesetze als in Bundersstaat B.

Übrigens gibts in den U.S.A. auch eine Institution, welche die Videospiele etc prüft und kennzeichnet. Doch seien wir mal ehrlich, wenn Kinder sich "Mature" Titel zulegen, sollte man nicht das System in Frage stellen, sondern den Fehler bei den Eltern suchen und evtl sensibilisieren.

Aber man kann nicht jede Kleinigkeit vom Staat regeln lassen, so wie das manche gern hätten.

Zu der "sex & language" Sache: Nun, in den U.S. darf man Alkohol nicht öffentlich konsumieren (daher die braunen Tüten um die Vodkaflaschen etc.) und sowieso erst ab 21 Bier etc trinken. Hier dürfen sich 16 jährige mit nem Kasten Bier wegrichten. Da finde ich das Gesetz in U.S.A. durchaus angemessener.

Was ich damit sagen will: Jedes Völkchen auf dieser Welt hat halt so seine eigenen Vorstellungen von einem gesittetem miteinandern.

Verfasst: 28.06.2011 10:10
von Kajetan
Sarnar hat geschrieben: Übrigens gibts in den U.S.A. auch eine Institution, welche die Videospiele etc prüft und kennzeichnet. Doch seien wir mal ehrlich, wenn Kinder sich "Mature" Titel zulegen, sollte man nicht das System in Frage stellen, sondern den Fehler bei den Eltern suchen und evtl sensibilisieren.

Aber man kann nicht jede Kleinigkeit vom Staat regeln lassen, so wie das manche gern hätten.
Wie heisst es so schön: THIS! :)

Der ständige Schrei nach dem Staat, der ständige Schrei nach Regelungen und Gesetzen ist oftmals nur Ausdruck einer tiefen Frustration ob der Tatsache, dass sich die Wirklichkeit unverschämterweise nicht an das halten mag, was sich manche zwischen ihren beiden Ohren so ausdenken. Die Welt geht nicht unter, wenn sich manche Jugendliche die Hucke zusaufen oder sich Spiele/Filme/Bücher besorgen, die so mancher Erwachsener aus rein moralisch-religiös-politisch motivierten Gründen von ihnen fernhalten will. Das einzige, was hier untergeht, ist die schöne Idealwelt, die so mancher in seinem/ihrem Kopf mit sich herumträgt.

Verfasst: 28.06.2011 10:25
von Blasebalken
Oh Man, wenn es in einem Gameforum über Politik geht, da kann man sich meist nur an den Kopf fassen. Eigentlich dürfte man garnichts dazu schreiben aber gut.
Wenn man die Meinung vertritt, dass Nazis liberal gesehen die Freiheit haben, andere Leute wegen Abstammung und Aussehen unterdrücken zu wollen, weiß ich nicht, ob ich in solch einem liberalen System leben kann und will. Wobei, wenn man die weißen Christen in den USA angreift, da sieht es schon anderes aus mit den "liberalen"...
Außerdem, Amerika, dass Land der Extreme, würde ich aus deutscher Sicht nicht sonderlich hochjubeln. Was es dort für soziale und wirtschaftliche Klüfte gibt ist schon nicht mehr feierlich. Einerseits reich, andererseits 3te Welt Land.
Ich finde es schon nen bisschen lächerlich, dass Kinder (Jugendliche) zwar Gewallt sehen dürfen, hat es aber irgendetwas mit Sex zu tun, springen gleich alle auf die Barikaden. Tja, The Witcher 1 wurde in Amiland zensiert, wegen den ach so schlimmen Karten. Dazu muss man wissen, dass die USA die Nation ist, die bei jugendlichen Schwangerschaften sehr weit oben steht. Nur die Türkei macht es noch besser.

Und das Spiele allgemein als Kunstform anerkannt werden ist solch eine Entscheidung eher abträglich, da es einfach zu wenig Vertreter gibt, die diesem Ansatz folgen. Einzig, was man daran merkt ist, dass die Lobby stark genug ist ( machen ja auch genug Gewinn ), um ihren Einfluss geltend zu machen.

Und was die Zensur in Deutschland betrifft, weiß ich nicht, warum sich so viele heutzutage noch darüber aufregen. Die Gothic-Teile wurden im angelsächischen Raum, da dort das "kiffen" ja so verherrlicht wurde, zensiert. :roll: Dead Space wurde ungeschnitten veröffentlicht, genauso wie andere Spiele bei denen Gewalt mit dazu gehörte, um die Atmo zu erzeugen. Ob ich aber in einem selbstreflektionslosen Militär-Shooter Köpfe und Arme wegballern können muss sei mal dahingestellt.

Edit: Es ist aber auch schon eine Idealwelt zu glauben, dass Eltern alles bestimmen können, was ihr Kind macht... Besonders bei Jugendlichen ist der Drang verbotenes zu tun ausgeprägt. Wenn ich in ein Restaurant gehe, dann erwarte ich auch, dass das Essen vorher kontrolliert wurde und nicht etwas bekomme, was meinem Kind schaden könnte.
Unsere Welt ist mittlerweile so komplex, dass niemand alles selbst abschätzen bzw kontrollieren kann.

Verfasst: 28.06.2011 10:26
von Worrelix
Sir Richfield hat geschrieben:Das Problem ist hier in Deutschland doch schon längst gelöst, wer in einer ihm verständlichen Sprache spielen will, sieht eh weniger Gewalt als der Rest der Welt.
Aber eben suboptimal. Als Erwachsener sollten mir keinerlei Stolpersteine beim Erwerb eines Spiels oder Films im Weg liegen. Sprich: in dem ab18 Regal im Saturn/Media Markt & Co sollten Medien wie From Dusk Till Dawn & L4D2 (jeweils ungeschnittene Originalversion) offen ausliegen dürfen.
Ausnahmen: wirklich menschenverachtende Spiele wie zB "KZ Simulator"

Als Konsument fehlt mir übrigens auch noch die Pflicht zur Kennzechnung "geschnittene Version/erweiterte Version verfügbar" auf der Medienpackung.

Gibt es eigentlich auch so einen Interessenverband in Deutschland? warum macht der nix gegen die Ungleichheit bei der Behandlung von Spielen und Filmen?