USA: 'Free Speech' schützt Spiele

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Worrelix
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Beitrag von Worrelix »

Blasebalken hat geschrieben:
Worrelix hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:Das Problem ist hier in Deutschland doch schon längst gelöst, wer in einer ihm verständlichen Sprache spielen will, sieht eh weniger Gewalt als der Rest der Welt.
Aber eben suboptimal. Als Erwachsener sollten mir keinerlei Stolpersteine beim Erwerb eines Spiels oder Films im Weg liegen. ...
Gibt es eigentlich auch so einen Interessenverband in Deutschland? warum macht der nix gegen die Ungleichheit bei der Behandlung von Spielen und Filmen?
Ich weiß nicht ob das idealistisch klingt, aber meiner Meinung nach sollte eine Gesellschaft immer das schwächste Glied schützen.
Was hat "das schwächste Glied schützen" damit zu tun, daß ich als Erwachsener nicht einfach in den nächsten Film/Spiele Laden gehen und mir dort ein(en) Spiel/Film für Erwachsene aus dem Regal kaufen kann, sondern erst nachforschen muß, wie geschnitten und verboten der denn ist, damit ich nicht nur einen halben Film bekomme, der ein ganz anderes Ende hat (siehe "True Romance") und mich gegebenenfalls sogar damit abfinden muß, daß das hierzulande beschlagnahmte Medium auf dem Postweg ebenfalls beschlagnahmt wird?
Der Unterschied zwischen Filmen und Spielen liegt daran, dass Videospiele noch nicht einmal ne Generation poplär sind.
Was hat das Alter des Medium mit der Beschränkung des Zugangs zu selbigem für Erwachsene zu tun?

(Mal ganz davon abgesehen, ob eine Generation jetzt wirklich 30-35 Jahre dauert ...) (1976: Breakout ; 1978: Space Invaders; 1980: Pac Man)
Außerdem sind die Spiele, die sich am besten verkaufen, die mit viel Blut, Geballer und Aktion.
Nicht ausschließlich.
Siehe zB Minecraft, Plants vs. Zombies, Guitar Hero, Portal und World of Goo
Man kann von Filmen wie Avatar, Titanic, Herr der Ringe, Fluch der Karibik halten was man will, sie gehören zu den Filmen, die den meisten Umsatz eingespielt haben.
... sind aber bei weitem nicht die blutrünstigsten oder actionreichsten Filme, die es gibt. Also scheint es nicht ausschließlich um den Blut-, Geballer- und Actiongehalt zu gehen.

Abgesehen davon hat Avatar den 3D Technik Bonus, HdR die Buchvorlage und Pirates of the Caribbean die Disney-World Attraktion als Zugpferd - sollte man in diesem Zusammenhang auch nicht vernachlässigen.
Heute, auf PS3 und Xbox360, also den "Umsatzmaschienen" im Videospielbereich sind halt Spiele wie Call of Duty, GTA und Battlefield gefragt.
... die dementsprechend nur für die entsprechende Altersklasse zugänglich gemacht werden. Wieso muß ich mir als Erwachsener allerdings bei manchen Titeln trotzdem anhören "Haben wir nicht im Sortiment, weil der Film/das Spiel indiziert ist" oder "Dürfen wir nicht verkaufen, weil beschlagnahmt"?
Und bitte, es gibt sooooo viel mehr Klassiker im Filmischen Bereich, dass eine Gleichstellung nach nicht einmal 1 Genaration schon fast lächerlich anmutet, da man an vielen Stellen einfach merkt, dass das Medium Spiel noch in den Kinderschuhen steckt. ...
Na und? Dann wird das Medium halt noch nicht optimal genutzt. Warum soll ich mir als Erwachsener nicht trotzdem das "in den Kinderschuchen"-Spiel kaufen dürfen?
Blasebalken
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Beitrag von Blasebalken »

Jetzt wird es aber seltsam, tja warum im Gamerforum über Politik reden. :wink:
Jeder hat das Recht auf freie Meinungäußerung und dann kommt die Einschränkung. Wir leben in einer Gesellschaft, die sich aus so vielen Unterschiedlichen Einflüssen (religös und kulturell) zusammensetzt, dass der gemeinsame Nenner meißt recht wage ist. Du bist keinen Klassen zugeordnet (zumindest offiziell), also keine strikte Einteilung, zum Beispiel wie in Indien, wo es beinah unmöglich ist aus seiner eingen Klasse herauszukommen. Einerseits ist es gut, da man freier ist, andererseits hat man die Qual der Wahl.
Man kann sich in unterschiedlichen Parteien beteiligen, seine Meinung äußern, etc. Doch sobald diese Meinung die Gesellschaft gefährdet wird es schwierig. Schaut man sich die Islamisten an, kann man ihnen aus Sicht der Meinungsäußerung nicht verurteilen, sie haben ja das Recht und teilweise Grund es so zu sehen. Wenn man es auf diesem Gebiet sieht wird alles sehr schwammig. Am Ende kannst du niemanden etwas anhaben, um es auf die Spitze zu treiben. Mord, Gewalt dienen dazu nur das eigene Recht auf Meinungsfreiheit durchzusetzen, denn warum sollte man es solchen Menschen einschränken dürfen, wenn man es bei anderen nicht tut?
Für mich ist dabei entscheidend wie der Respekt auf der anderen Seite aussieht und wie "menschlich" man miteinander umgeht. Und Menschen nur wegen Abstammung und Aussehen abzustempeln ist für mich keine sonderlich gewinnbringende Form der Meinungsäußerung. Die roten Khmer aus Kambotscha, die was weiß ich wieviele Menschen bei sich im Land ungebracht haben, das Abschlachten und Verfolgen unschuldiger Shiiten im Irak und natürlich das NS-Regim sind für mich Meinungsansätze, die ich, vielleicht sieht es bei auch anders aus, in einer Gesellschaft nicht toleriert haben möchte.

Edit:@ Worrelix
Ich weiß nicht ob man die Spieleranzahl, also Verbreitung, und Gewinmargen mit der heutigen Zeit vergleichen kann. Darum meinte ich populär. Es ging mir mehr um die künstlerische Gleichsetzung von Spiel, Film und Buch, dass bei solchen Diskussionen immer stark gefordet wird. Ich bespielsweise würde Filme wie Rambo und Rocky nicht als Kunst bezeichnen, was nicht heißt das sie schlecht sind, was aber nicht heißt, dass der Film allgemein keine Kunstform wäre. Genauso kann auch das Videospiel eine Kunstform sein, die meisten sind es leider nicht. Ich kenne kaum Spiele, die mich nach dem Beenden noch zum Denken anregen, die irgendwie mehr bieten wollen als einen nur zu unterhalten. Wo vielleicht unter der schillernden oder vielleicht auch drögen Oberfläche noch etwas versteckt liegt.
Für mich z.B. ist Kill Bill, trotz großer Brutalität Kunst oder ein Fight Club, da es Zwar Zweck, aber nicht Sinn ist. Und das fehlt für mich halt bei sehr vielen Videospielen.
Zuletzt geändert von Blasebalken am 28.06.2011 14:06, insgesamt 1-mal geändert.
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johndoe549497#2
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Beitrag von johndoe549497#2 »

Einige hier zeigen die typische Internetkrankheit: Halbwissen gepaart mit zu schnellem Posten.

Ein Vergleich des Amerikanischen Rechtssystems bzw. der Constitution im Verhältnis zum Grundgesetz muss zu Beginn aus seinem Historischen Kontext gesehen werden.

Das Grundgesetz entsand unter dem Einfluss des 2. Weltkrieges und dem vorherigen Aufstiegs der NSDAP unter einem schwachen,von einem Großteil der damaligen Bevölkerung abgelehnten demokratischen System.

Die Amerikanische Constitution steht unter dem Einfluss von Religionsfllucht aus Europa und dem Recht auf Selbstbestimmung und freier Meinung. " No taxation without Selfreprensentation ". Garniert mit dem sogenannten " Pursuit of Happiness ".

Darauf basierend enstanden über in unserem fall Jahrzehnte, im Amerikanischen Jahrhunderte zwei Gesellschaftsphilosophien die sich in den Gesetzen widerspiegeln denn jene sind immer ein Abbild ihrer Epoche und werden auch deswegen zuweilen angepasst. Jeder kann sich selbst ein Bild davon inwieweit das heutige Grundgesetze dermassen viele Zusätze hat dass es mit jenem von 1949 gravierende Unterschiede auffweisst.

Darum werdet ihr in den Vereinigten Staaten trotz gewaltigster sozialer Unterschiede nicht Szenen wie in Hamburg oder Berlin erleben in denen selbst ernannte Kämpfer für soziale Gerechtigkeit Autos anzünden.

Hier Zwang zu Gleichheit , dort Freiheit
Zuletzt geändert von johndoe549497#2 am 28.06.2011 14:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Worrelix
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Beitrag von Worrelix »

Umimatsu hat geschrieben:
Könntest du bitte erläutern, was der "Tipper Gore Act" sein soll? Du tust als wäre das ein feststehender, geläufiger Begriff und ich finde dazu nicht einmal etwas auf amerikanischen Seiten.
Gerne. Tipper Gore, der Frau des ehemaligen Vizepräsidenten Al Gores, ist es zu verdanken, dass Medien mit explizitem Inhalt gekennzeichnet werden müssen. Das Verfahren, welches sie damals anstieß, wird laut meiner amerikanischen Freunde abwertend Tipper Gore Act genannt
Siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Parental_Advisory
http://de.wikipedia.org/wiki/Parents_Mu ... rce_Center
http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Zapp ... Engagement

Wer noch mehr wissen will, dem kann ich das entsprechende "Porn Wars" Kapitel in der Frank Zappa AutoBiographie "I am the American Dream" empfehlen.
johndoe549497#2
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Beitrag von johndoe549497#2 »

@ Worrelix

Ja du hast Recht, das Medium wird noch nicht optimal genutzt.

Und die Gericht kommen mit der rasanten Entwicklung noch nicht hinterher und fällen in den meisten Fällen Entscheidungn die auf Gesetzestexten beruhen die einen völlig anderen Hintergrund aufweisen.

Ich schätze in ca . 20- 30 Jahren ist eine solche Debatte obsolet da eine breite Rechtssicherheit herrschen wird, da Games ein so immanenter Betsandteil der Gesellschaft sein werden dass Politik und ! Gesellschaft eine Rechts und Norm- Rahmen schaffen.

Der Durchschnittsgamer heute ist 30 jahre alt, wie wird er wohl bei dem Thema Gewalt in Spielen reagieren wenn seine Kinder spielen und er auch ?

Ich vermute so wie bisher auch es Eltern im Umgang mit Alkohol, Tabak etc. tun. Viele Verantwortungsbewusst und manche einfach nur als Schande für die menschliche Spezies.

Trotz allem gilt für mich: Ich als Erwachsener der mit Volljährigkeit frei wählen darf, heiraten und in die Armee meiner Heimat eintreten darf, habe dass Recht Spiele wie Filme ungeschnitten sehen bzw. spielen zu dürfen.

Wie die Industrie reagiert ist etwas anderes.
KOK
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Beitrag von KOK »

Bin ich der Einzige, der keine Kausalität zwischen Meinungsfreiheit und den Konsum von Medien, die für Kinder nicht gedacht sind, erkennt? Warum soll man Händlern nicht verbieten dürfen, Gewaltspiele, von mir aus auch Gewaltfilme an Kinder und Jugendlichen verkaufen zu können? Bei Alkohol klappt es in den USA ja ganz gut, das ist dort nämlich erst ab 21. In wiefern wird die Meinungsfreiheit beschnitten, in dem man den Zugang zu bestimmten Inhalten für eine bestimmte Gruppe verbietet?

@Commander Shepard:
Das ist doch genau so falsch. Das ganze amerikanische System, ob es das vollständig veraltete Wahlsystem, oder halt die Verfassung ist, ist hilflos veraltet und einfach in vielen Fällen nicht mehr wirklich anwendbar. Die Amerikaner tuen das nur aus falschem Stolz und Patriotismus. In den USA gibt es extrem viele Stimmen, die das veraltete US-System sehr stark kritisieren. Sein Höhepunkt hatte es wohl, als jemand Gott anklagen wollte.

Und der Umstand, das man in den USA nicht auf die Straßen geht und Autos anbrennt ist jetzt ganz aktuell ein Umstand, der stark kritisiert wird. Die USA ist momentan in einer wirtschafltich sehr schlechten Lage. Die Arbeitslosigkeit und Armut ist in den letzten Jahren extrem angestiegen, die Verschuldung hat Extremhöhen erreicht und momentan gibt es keine Ansätze, wie man die Spirale brechen kann. Nur leider gibt es auch überhaupt kein Feedback von der Bevölkerung. Sowas wie unseren 1. Mai in Berlin und Hamburg würden die USA ganz gut tuen.
johndoe549497#2
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Beitrag von johndoe549497#2 »

@kok

Verzeih bitte wenn ich es so direkt sage aber mit deiner Aussage bezüglich des 1. Mai hast du dich direkt disqualifiziert.

Bei den 1. Mai Demos die jedes Jahr in unserem Land stattfinden handelt es sich meist um Berufsschaoten die simple Lust an der Zerstörung haben und /oder in Antifa Manier sozialistische Träume ausleben wollen.
Um den " kleinen Mann " geht es diesen Damen und Herren ganz und gar nicht.

Es gibt in demokratischen Gesellschaften viele gewaltfreie Möglichkeiten Veränderungen durchzuführen.

Man denke z.b: ( auch wenn ich nichts von ihne halte aber dass ist irrelevant ) an die Grünen die zu Beginn der 80er das Thema und Umwelt und Nachhaltigkeit in die deutsche Politik Landschaft gebracht haben.

Und zeige mir als jemand dessen Vater Amerikaner war und der viel Familie in den USA hat die er jedes Jahr besucht bitte die " extrem vielen Stimmen " die das US System kritisieren.
Die Politik wird kritisiert aber nicht die Verfassung.

Medien die nicht für Kinder gedacht sind sollten nicht von ihnen konsumiert werden aber dies darf im Umkehrschluss nicht heissen dass ich die Industrie unter Strafe dazu zwinge Erwachsenen jene Inhalte vorzuenthalten. Darum geht es.

Es ist die Frage wie dich der Staat sieht. Als mündigen Bürger dem MAN auch das Recht zugesteht gelinde gesagt mal " aus Maul zu fallen ".

Oder als quasi kleines Kind den Papa Staat an die Hand nimmt.

Und da gibt es große Unterschiede zwischen den USA und Deutschland. Nicht nur bei Games.
KOK
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Beitrag von KOK »

Naja, wenn man jedes Wort auf die Goldwaage wiegt. Es ging mir darum zu sagen, daß speziell die Amerikaner, wenn es um ihre Rechte geht und um die Freiheit, einfach kein Willen haben, den auch durchzusetzen.
Ein Journalist hat mal geschrieben: "Der Amerikaner ist ein Sklave seines Nationalstolzes", oder so ähnlich. Wie ich finde, sehr treffend formuliert. Damit kommen wir auch zum Punkt, den Sie meinen. Das die Politik kritisiert wird, aber nicht die Verfassung. Denn das ist falsch. Alles, was an der Politik kritisiert wird, ist oft zurück zu führen auf die Verfassung und dann gibt es zwei Lager: Pro und Contra. Die eine Seite ist so blind und pocht auf die Verfassung und dessen Gültigkeit und ist somit unter anderem Schuld am sozialistischem Stillstand in den USA, die andere Seite hat aber keinen Arsch in der Hose, Änderungen durchzusetzen, da sie sonst als Unamerikanisch oder gar unpatriotisch abgestempelt wird und das in den USA einem Todesstoß gleicht.

Und das zeigt sich in vielen Themen, z.B. Sozialismus, Umweltschutz und Außenpolitik.

Und nein: als Kind und Jugendlicher ist man beim besten Willen kein mündiger Bürger. In den USA ist man erst ab 21 erwachsen. Man könnte nun Lobbyismus in den Raum werfen, warum man Rechte an den falschen Stellen ausspricht und an anderen Stellen gerne mal vergisst, aber das ist dann wieder ein anderes Thema.
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DM1664
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Beitrag von DM1664 »

Ich bin ein großer Fan von Freiheit und freie Meinungsäusserungen.

Ich bin sogar dafür, dass man die Gurt- und Helmpflicht abschafft, da jeder tun lassen sollte, solange niemand anderes gefährdet wird.

Allerdings finde ich, dass solche Entscheidungen erst ab 18 (oder gar 21) Jahren gefällt werden dürfen. Bis dahin sollten strenge Vorschriften eingehalten werden, welche fürs spätere Leben wegweisend sind.

So haben die Eltern die gesetzliche Pflicht ihre Kinder anzuschnallen und so haben auch die Geschäfte den Verkaufs-Verbot von gewalttätigen Spielen an Minderjährige einzuhalten.

Wenn man all dies einzig und allein in der Verantwortung der Eltern überlässt, dann geht das schnell nach hinten los. Schließlich gibt es mehr als genug Eltern die ihre Kinder tun und machen lassen was sie wollen. Das kann man schon allein daran sehen, wie viele Kinder (11-, 12-, 13-jährige) im Multiplayer sind, bei Spielen wo sie absolut nix zu suchen haben.

Was sie dann tun wenn sie dann 18 sind, sollte dann jedem selber überlassen sein. Und so sollte soweit wie möglich alles und ohne jede Zensur den erwachsenen Spielern zur Verfügung stehen. Aber da in Deutschland wiezuviele Kinder erwachsenen Spiele spielen, kann ich die Politiker teilweise schon verstehen, wenn sie viele Spiele indizieren bzw. zensieren.
Solange sich die Eltern nicht besser um ihre Kinder kümmern, und schauen was sie gerade spielen, sehe ich das als die Pflicht des Staates an, sich auf die ein oder andere Art sich da einzumischen.

Bedauerlich aber ein Muss.
"Zitate in der Signatur sind wirklich albern und überflüssig."
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greenelve
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Beitrag von greenelve »

DM1664 hat geschrieben:Ich bin ein großer Fan von Freiheit und freie Meinungsäusserungen.

Ich bin sogar dafür, dass man die Gurt- und Helmpflicht abschafft, da jeder tun lassen sollte, solange niemand anderes gefährdet wird.

Allerdings finde ich, dass solche Entscheidungen erst ab 18 (oder gar 21) Jahren gefällt werden dürfen. Bis dahin sollten strenge Vorschriften eingehalten werden, welche fürs spätere Leben wegweisend sind.

So haben die Eltern die gesetzliche Pflicht ihre Kinder anzuschnallen und so haben auch die Geschäfte den Verkaufs-Verbot von gewalttätigen Spielen an Minderjährige einzuhalten.

Wenn man all dies einzig und allein in der Verantwortung der Eltern überlässt, dann geht das schnell nach hinten los. Schließlich gibt es mehr als genug Eltern die ihre Kinder tun und machen lassen was sie wollen. Das kann man schon allein daran sehen, wie viele Kinder (11-, 12-, 13-jährige) im Multiplayer sind, bei Spielen wo sie absolut nix zu suchen haben.

Was sie dann tun wenn sie dann 18 sind, sollte dann jedem selber überlassen sein. Und so sollte soweit wie möglich alles und ohne jede Zensur den erwachsenen Spielern zur Verfügung stehen. Aber da in Deutschland wiezuviele Kinder erwachsenen Spiele spielen, kann ich die Politiker teilweise schon verstehen, wenn sie viele Spiele indizieren bzw. zensieren.
Solange sich die Eltern nicht besser um ihre Kinder kümmern, und schauen was sie gerade spielen, sehe ich das als die Pflicht des Staates an, sich auf die ein oder andere Art sich da einzumischen.

Bedauerlich aber ein Muss.
Es ist die Pflicht von Verkäufern darauf zu achten, dass Minderjährige nichts kaufen, wofür sie zu jung sind (Spiele, Filme, Takak, Alkohol usw) Ebenso ist es die Pflicht der Eltern dies in den eigenen vier Wänden durchzusetzen.

Der Staat darf nicht zensieren.

Es ist wie immer eine Sache der Gewohnheit. Wer hat nicht seinen ersten Schluck Alkohol im Kreis der Familie genossen. Wer achtet darauf, wenn ein 15jähriger am Wochenende bis Mitternacht aufbleibt und sich Filme ab 16/18 im TV anschaut. Wer weiss, dass 14jährige keine Feuerzeuge kaufen dürfen...

PS: Kinder sollen also Helmpflicht haben, die Erwachsenen, denen sie als Vorbild dienen und Kinder sich Verhalten abschauen, brauchen das nicht 8O ja das wird super funktionieren... :?
Gelangweilt? Unterfordert? Masochistisch veranlagt? http://www.4players.de/4players.php/dow ... 47903.html Jetzt auch auf Steam: store. steampowered .com/app/752490/
Who knows what evil lurks in the hearts of men? The Shadow knows!

Geklaut von greenelve. Falls das Forum schließen sollte:
Inoffizieller Forennachfolger: https://konsolentreff.de/ (hat auch PC Bereiche, ähnliche Struktur wie 4players und aus einer Reihe an Alternativen der letzten Wochen, war dies mit die beste)
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Beitrag von Mindflare »

Sir Richfield hat geschrieben:Technisch gesehen könnten da auch die "öffentlichen" Sender senden, was sie wollen. Dass "Fuck" und ähnliches rausgeschnitten oder übertönt wird, liegt daran, dass sie keine Lust auf permanente Beschwerden haben, die dann zu weniger Zuschauern führen, die dann zu weniger Werbeeinnahmen führen.
Nicht ganz.

Hier ist das Thema aber sehr gut erklärt: http://usaerklaert.wordpress.com/2007/0 ... fernsehen/

Überhaupt sollte sich jeder im Rahmen dieser Diskussion mal die "Free Speech" Einträge dieses Blog durchlesen: http://usaerklaert.wordpress.com/index- ... ch-themen/

Auch die anderen Themen lohnen sich. Der Autor zockt zudem alles mögliche und bringt oft Beispiele aus der Welt der Videospiele.
Zuletzt geändert von Mindflare am 28.06.2011 16:02, insgesamt 1-mal geändert.
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johndoe549497#2
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Beitrag von johndoe549497#2 »

@ KOK

Entschuldige aber deine Kenntnisse der Amerikanischen Innenpolitik und Gesellschaft scheinen mir eher aus deutschen Quellen zu stammen und damit einer bestimmten nicht unbedingt neutralen Sichtweise zu entstammen.

Bestimme deutsche haben ein Problem mit Nationalstolz und sind quasi missionarisch unterwegs aus in anderen Ländern darin ein Problem statt einen Vorteil zu sehen.

Zur Tea Party Bewegung mag jeder stehn wie er will aber hier hast du ein Beispiel bei einer Gruppe der Bevölkerung die - natürlich ihrer Meinung nach- für Rechte kämpft von denen sie sagt dass sie ihnen von Washigton D.C verweigert, weggenommen etc. werden.

Da ich mir von den Admins und Moderatoren aber kein " back to Topic " einfangen möchte, möchte ich den Fokus mehr auf die Gaming Situation legen.

@greenelve

Bei Games ist es so wie mit allen anderen Dingen des Lebens. Viele Vorurteile aber auch Ängste könnten abgebaut werden wenn z.B Eltern die nicht spielen sich nur alleine 15 min mit ihrem Kind hinsetzen und unvoreingeommen ! Fragen stellen z.B "worum es in diesem Spiel geht, was die Motivation ist bzw. den Reiz ausmacht etc. etc.

Locker, ernsthaft und nicht auf Hippie " Du wir müssen reden ey " Art.

Das Kind fühlt sich ernstgenommen und wird meist rationaler auf Einschränkungen und Diskussionen reagieren und die Eltern müssen sich nicht auf Schreckenszenarios ala Dr. Christian Pfeiffer und Monitor Sendungen verlassen.

Nur müsste man sich dafür eine wenig in die Materie einarbeiten und sich Zeit für das Kind nehmen. Vielen eltern ist das zuviel Arbeit.
Lieber heist es :
( Hier jetzt die Frau von Reverand Lovejoy aus den Simpsons vorstellen )
" Aber die Kinder, denkt denn niemand an die Kinder !? " :)
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DM1664
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Beitrag von DM1664 »

greenelve hat geschrieben:
Es ist die Pflicht von Verkäufern darauf zu achten, dass Minderjährige nichts kaufen, wofür sie zu jung sind (Spiele, Filme, Takak, Alkohol usw) Ebenso ist es die Pflicht der Eltern dies in den eigenen vier Wänden durchzusetzen.
Stimmt. Allerdings ist es eben bedauerlicherweise nicht immer so. Und was die Spiele angeht, ist es ja, wie im Thema beschrieben, in den USA schon gar nicht mehr die Pflicht der Verkäufer darauf zu achten was Kinder und Jugendliche kaufen. Somit bleibt alles nur noch bei den Eltern hängen.
greenelve hat geschrieben: Der Staat darf nicht zensieren.
Der Staat zwingt zur Selbstzensur. Das kommt auf das gleiche hinaus.
greenelve hat geschrieben: Es ist wie immer eine Sache der Gewohnheit. Wer hat nicht seinen ersten Schluck Alkohol im Kreis der Familie genossen. Wer achtet darauf, wenn ein 15jähriger am Wochenende bis Mitternacht aufbleibt und sich Filme ab 16/18 im TV anschaut. Wer weiss, dass 14jährige keine Feuerzeuge kaufen dürfen...
Es gibt Sachen, die, wie ich finde, können durchaus, mit Maßen und unter Kontrolle, tolleriert werden. Andere sollten von Eltern gar nicht erst genehmigt werden. Die Liste ist lang.
greenelve hat geschrieben: PS: Kinder sollen also Helmpflicht haben, die Erwachsenen, denen sie als Vorbild dienen und Kinder sich Verhalten abschauen, brauchen das nicht 8O ja das wird super funktionieren... :?
So ist es :) Bis zum 18. Lebensjahr. Da die Eltern darauf zu achten haben, dass Kinder (wie in diesem Beispiel) Helme zu tragen haben, können sie sich abgucken was sie wollen. Bei nicht Beachtung = harte Strafen.
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Frontschwein91
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Beitrag von Frontschwein91 »

Bei dem gesetztes entwurf gings ja gar nicht um Jugendschutz sondern um die Bösen Spiele die man verbannen muss.

Würds ihnen um Jugendschutz gehn könnte man versuchen einfach die Ersb Empfehlungen bindend zu machen wie damals in Deutschland pasiert ist.

Aber generel jedes game das gewalt beinhaltet(dazu zählen auch 12er games[RPG´s,Adventures etc-) ab 18/Adult Only(porno freigabe) zu machen ist bullshit. Von daher gute entscheidung.
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Armin
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Beitrag von Armin »

Lustiger thread, scheint als wenn alle hier die "Jugendschutzgesetze" an sich fuer eine gute Sache halten. Aber wer von uns hat sich nicht regelmaessig als 12 Jaehriger Duke Nukem,Terminator und alle pornos an die man die Finger bekam reingezogen.
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