Fable III: "Nicht genug Zeit gehabt"
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Fable III: "Nicht genug Zeit gehabt"
In einem umfangreichen Interview plauderten die Kollegen von Fable III: "Nicht genug Zeit gehabt"
- artmanphil
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Um kurz abzuhaken: Ich fand Fable I sehr gelungen, erinnere mich aber nicht an Molyneux einstellung dazu. Fable II empfand ich als weniger charmant und Teil 3 wirkte auf mich wie "wir müssen alles noch viel epischer machen - aber wie?".
Molyneux hat bereits offen gesagt, dass all sein "Geschwätz" vor einem Release und besonders in der Planungsphase tatsächlich nur Geschwätz sei, ihm sei von vorn herein bewusst, dass es nur Teilwahrheiten und überspitzte Formulierungen sind. Er spricht ja auch meistens von Ideen für ein Spiel, nicht aber von Tatsachen. Einschub: "Kinect ist das Größte" - jetzt aber "Kinect ist'n riesen Problem.. wir solltens lassen". Also wird das kommende Fable als die Revolution der Interaktion angepriesen, um nach Release und Siebzigerwertungen mit einem "Tja Kinect war einfach ein Hindernis, ich bin mir meiner Fehler bewusst."
Kennt jemand die erste Folge von Malcolm Mittendrin? Francis hält einen Monolog vor seinem Vater mit wechselnden Schauplätzen, von Cops an der Tür "Dad, ich bin mir meiner Fehler bewusst", über nackte Frau im Bett "und habe daraus gelernt, ich wäre dir sehr dankbar" zu brennendem Auto "wenn Du irgendeine Möglichkeit siehst, mir nochmal eine Chance zu geben."
In meinen Augen ist seine Review im Nachhinein eher ein Fishing for Compliments, als ein echtes Zugeständnis. Das Genie ist sich seiner Fehler bewusst, nur er als einsamer Ritter in strahlender Rüstung sei in der Lage, seine Schmach zu empfinden und das Team sei an nichts Schuld. Zwischen den Zeilen: Mein Team war nicht in der Lage umzusetzen, was ich ihnen sagte, wovon ich träumte. Aber seit ihnen nicht böse, denn sie wissen nicht, was sie tun.
Sie haben zwar alle ihr Geld bekommen, genau wie ich, aber der schnöde Mammon ist nicht alles, denn für ein ach so miserables Spiel haben wir viel Geld bekommen. Liebe User, ihr glaubt vorher so viel Mist, und unterstützt mich mit Eurem Bestem, Eurem Geld, aber ich bin unvollkommen.
Monsieur Molyneux, bitte bau mal selbst ein Minigame mit einer perfekt durchdachten und vollendeten Deiner Ideen, und sei es nur eine Gameplay-Techdemo. Dann können Deine Fans und auch Deine Kritiker sehen, was wirklich in Dir steckt. Kleinvieh macht auch Mist und wenn Du es einmal schaffst, ein perfektes Kleinod zu schaffen, ist Dein Ruf als Genius der interaktiven Kunst gesichert.
Molyneux hat bereits offen gesagt, dass all sein "Geschwätz" vor einem Release und besonders in der Planungsphase tatsächlich nur Geschwätz sei, ihm sei von vorn herein bewusst, dass es nur Teilwahrheiten und überspitzte Formulierungen sind. Er spricht ja auch meistens von Ideen für ein Spiel, nicht aber von Tatsachen. Einschub: "Kinect ist das Größte" - jetzt aber "Kinect ist'n riesen Problem.. wir solltens lassen". Also wird das kommende Fable als die Revolution der Interaktion angepriesen, um nach Release und Siebzigerwertungen mit einem "Tja Kinect war einfach ein Hindernis, ich bin mir meiner Fehler bewusst."
Kennt jemand die erste Folge von Malcolm Mittendrin? Francis hält einen Monolog vor seinem Vater mit wechselnden Schauplätzen, von Cops an der Tür "Dad, ich bin mir meiner Fehler bewusst", über nackte Frau im Bett "und habe daraus gelernt, ich wäre dir sehr dankbar" zu brennendem Auto "wenn Du irgendeine Möglichkeit siehst, mir nochmal eine Chance zu geben."
In meinen Augen ist seine Review im Nachhinein eher ein Fishing for Compliments, als ein echtes Zugeständnis. Das Genie ist sich seiner Fehler bewusst, nur er als einsamer Ritter in strahlender Rüstung sei in der Lage, seine Schmach zu empfinden und das Team sei an nichts Schuld. Zwischen den Zeilen: Mein Team war nicht in der Lage umzusetzen, was ich ihnen sagte, wovon ich träumte. Aber seit ihnen nicht böse, denn sie wissen nicht, was sie tun.
Sie haben zwar alle ihr Geld bekommen, genau wie ich, aber der schnöde Mammon ist nicht alles, denn für ein ach so miserables Spiel haben wir viel Geld bekommen. Liebe User, ihr glaubt vorher so viel Mist, und unterstützt mich mit Eurem Bestem, Eurem Geld, aber ich bin unvollkommen.
Monsieur Molyneux, bitte bau mal selbst ein Minigame mit einer perfekt durchdachten und vollendeten Deiner Ideen, und sei es nur eine Gameplay-Techdemo. Dann können Deine Fans und auch Deine Kritiker sehen, was wirklich in Dir steckt. Kleinvieh macht auch Mist und wenn Du es einmal schaffst, ein perfektes Kleinod zu schaffen, ist Dein Ruf als Genius der interaktiven Kunst gesichert.
Zuletzt geändert von artmanphil am 27.06.2011 16:36, insgesamt 1-mal geändert.
- Frontschwein91
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Wo steht das The Journey Teil 4 ist?!Nekator hat geschrieben:Langsam ist er wirklich nur noch lächerlich. Und wenn man sich den Kinect Dreck ansieht, der Teil 4 werde soll.. gute Nacht.
Erstmal nachdenken bevor man so einen Bullshit postet.
Fable 3 war sehr gut und Peters Selbstkritik ist ja schon berühmt, wenns ihn anspornt die sachen immer wieder besser zu versuchen ist das doch gut^^
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Wobei man, ausgehend von den Wertungen, Fable 3 sicherlich nicht als mittelmäßiges Spiel bezeichnen kann.Ikar hat geschrieben:Jaja, zuwenig Zeit gehabt Fable 3 vernünftig anzugehen, da schnell am nächsten Titel - Fable 4 - gearbeitet werden muss....
Aber wenn die Leute es trotzdem kaufen lohnt's sich für die ja lieber 2 mittelmäßige Spiele zu entwickeln, als ein richtig gutes..
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Ihr habt echt Probleme mit Enthausiasten, was?artmanphil hat geschrieben:Um kurz abzuhaken: Ich fand Fable I sehr gelungen, erinnere mich aber nicht an Molyneux einstellung dazu. Fable II empfand ich als weniger charmant und Teil 3 wirkte auf mich wie "wir müssen alles noch viel epischer machen - aber wie?".
Molyneux hat bereits offen gesagt, dass all sein "Geschwätz" vor einem Release und besonders in der Planungsphase tatsächlich nur Geschwätz sei, ihm sei von vorn herein bewusst, dass es nur Teilwahrheiten und überspitzte Formulierungen sind. Er spricht ja auch meistens von Ideen für ein Spiel, nicht aber von Tatsachen. Einschub: "Kinect ist das Größte" - jetzt aber "Kinect ist'n riesen Problem.. wir solltens lassen". Also wird das kommende Fable als die Revolution der Interaktion angepriesen, um nach Release und Siebzigerwertungen mit einem "Tja Kinect war einfach ein Hindernis, ich bin mir meiner Fehler bewusst."
Kennt jemand die erste Folge von Malcolm Mittendrin? Francis hält einen Monolog vor seinem Vater mit wechselnden Schauplätzen, von Cops an der Tür "Dad, ich bin mir meiner Fehler bewusst", über nackte Frau im Bett "und habe daraus gelernt, ich wäre dir sehr dankbar" zu brennendem Auto "wenn Du irgendeine Möglichkeit siehst, mir nochmal eine Chance zu geben."
In meinen Augen ist seine Review im Nachhinein eher ein Fishing for Compliments, als ein echtes Zugeständnis. Das Genie ist sich seiner Fehler bewusst, nur er als einsamer Ritter in strahlender Rüstung sei in der Lage, seine Schmach zu empfinden und das Team sei an nichts Schuld. Zwischen den Zeilen: Mein Team war nicht in der Lage umzusetzen, was ich ihnen sagte, wovon ich träumte. Aber seit ihnen nicht böse, denn sie wissen nicht, was sie tun.
Sie haben zwar alle ihr Geld bekommen, genau wie ich, aber der schnöde Mammon ist nicht alles, denn für ein ach so miserables Spiel haben wir viel Geld bekommen. Liebe User, ihr glaubt vorher so viel Mist, und unterstützt mich mit Eurem Bestem, Eurem Geld, aber ich bin unvollkommen.
Monsieur Molyneux, bitte bau mal selbst ein Minigame mit einer perfekt durchdachten und vollendeten Deiner Ideen, und sei es nur eine Gameplay-Techdemo. Dann können Deine Fans und auch Deine Kritiker sehen, was wirklich in Dir steckt. Kleinvieh macht auch Mist und wenn Du es einmal schaffst, ein perfektes Kleinod zu schaffen, ist Dein Ruf als Genius der interaktiven Kunst gesichert.
Die meisten Spiele können nicht mal ansatzweise ihre Ideen einlösen.
Bei Epic Mickey ist es genauso. Die optische Veränderungen der Maus durch ihre Taten, ob zum alten, zum 80er oder zum Neuzeitmicky wurde genauso wenig umgestzt, aber vollmundig angekündigt, wie etwa ein Seekampf gegen die Jolly Rogers, den man in den Kozeptzeichnungen zu Gesicht bekommt.
Peter Moloneux ist da ein besonders schwerer Fall, aber mir sind solche Leute lieber als intolerante Hirntote wie David Jaffe. ich kann es persönlich nachvollziehen, das man an einem Projekt sitzt und total davon überzeugt ist. Dann braucht man Leute, die einen auf den Boden zurück holen. Moloneux fehlt wirklich der grips, manchmal einfach die Klappe zu halten. Die schwierigere Aufgabe ist es, Erwartungen zu erfüllen. Niedrige Erwartungen lassen auch mittelmäßige Spiele wie Borderlands besser dastehen. Lies den Text nochmal auf englisch. bei der deutschen Übersetzung wird da nicht selten was verfälscht.
Zuletzt geändert von crewmate am 27.06.2011 17:01, insgesamt 1-mal geändert.
