E3-Eindruck: Mass Effect 3

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MrMeister79
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Beitrag von MrMeister79 »

Rabbia hat geschrieben:Solche Threads sind mal wieder der Beweis wie viel Blödsinn von Menschen erzählt wird, die sich selbst für hoch intelligent halten. Schon erstaunlich, wenn die mangelnde Kenntnis bestimmter älterer Spiele als ebenso mangelhafte Bildung dargestellt wird.
Hallo Rabbia,

da ich von Bildung schrieb, nehme ich an, dass Du Dich (auch) auf meinen Beitrag beziehst. Wenn Du noch einmal genau nachliest, wird Dir auffallen, dass ich "Kultur" schrieb, nicht "ältere Spiele". Darunter fallen somit auch Bücher, Filme, usw., also alles, was man als kulturelle Bildung zusammenfassen kann. Somit verstehe ich Deine Kritik nicht: Es liegt auf der Hand, dass jemand, der bestimmte Plots schon hunderte Mal in den verschiedensten Medien gesehen hat, einen anderen Bildungsgrad hat, als jemand, der gerade zum ersten Mal, sagen wir den Romeo-und-Julia-Stoff sieht. Woran will er bemessen, ob es eine gute Umsetzung ist, hier und jetzt in seiner Lieblingszeichentrickserie? Später, wenn er andere, bessere Umsetzungen gesehen hat (meinetwegen in Comics und Filmen, gar nicht mal im Original), wird er über diese Serie vielleicht nüchterner denken.

Und genau das meine ich in Bezug auf Computerspiele: Sie nutzen ihre ästhetischen und erzählerischen Mittel kaum aus und deshalb ist vieles nicht besser als eine Folge einer beliebigen Seifenoper im Vergleich zu einem minutiös durchgestalteten Melodram. Daher habe ich auch auf ältere Spiele wie Planescape oder Alterego verwiesen, die schon vor etlichen Jahren mehr gewagt haben als viele heutige Spiele - daher auch meine These, dass sich nicht viel in der Entwicklung getan hat.

PS: Dir wird aufgefallen sein, dass ich sachlich und zugewandt auf Dein beleidigendes Posting reagiere. Vielleicht überdenkst Du Deine Haltung nochmal.

PPS: Sollte ich nicht gemeint gewesen sein: Es hilft, weniger pauschal zu schreiben und Leute gezielt anzusprechen.

Schöne Grüße

- MM
seelenflug
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Beitrag von seelenflug »

Oh mann, wenn ich schon wieder lese "Was, das soll noch ein Rollenspiel sein?". Mensch, liebe Tester - vorbei sind die Zeiten, in denen ein Rollenspiel nach Baldurs Gate - Manier den Spieler fesseln soll. Und das ist auch gut so!

Mir gefällt der Shooter-Einschlag enorm gut. Für mich war Mass Effect 2 ein kleiner Spielehöhepunkt in der jüngeren Vergangenheit. Wahnsinn, wie gut das Spiel inszeniert und konzipiert war. Das die Story ein wenig hinterherhinkte, habe ich locker verschmerzt, weil der Rest gestimmt hat.

Ach, eine Bitte. JÖRG DARF DAS SPIEL NICHT TESTEN! Da er sich immer noch an das uralte, völlig überholte Rollenspiel-Prinzip krampfhaft klammert und wieder zahlreiche Klicks provozieren möchte, wird er Mass Effect 3 abstrafen - weil bei ihm immer noch nicht angekommen ist, dass Mass Effect KEIN reinrassiges Rollenspiel, sondern ein 3rd-Person-Shooter mit RollenspielELEMENTEN ist.

Bitte, tut uns allen den Gefallen. Danke vorab!
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just_Edu
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Beitrag von just_Edu »

seelenflug hat geschrieben:Oh mann, wenn ich schon wieder lese "Was, das soll noch ein Rollenspiel sein?". Mensch, liebe Tester - vorbei sind die Zeiten, in denen ein Rollenspiel nach Baldurs Gate - Manier den Spieler fesseln soll. Und das ist auch gut so!
Ich hätte gern das KotoR kampfsystem wieder ^^ das war super.. rpg.. und einfach toll :wink:
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Rooster
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Beitrag von Rooster »

MrMeister79 hat geschrieben:
Rooster hat geschrieben:
bouncer19 hat geschrieben:Ich wollt grad schreiben er soll mal Shadow Broker spielen^^
ja hätte er mal lieber... tja, zuerst recherchieren dann kritisieren :)
Wenn Du mich schon zurechtweisen willst, dann erklär mir doch zunächst bitte mal, welche Logik dahinter steckt, dass sie mich ein komplettes Spiel über (mit zig Haupt- und Nebenquests - also viele, viele Spielstunden lang) völlig ignoriert, obwohl wir uns im ersten Teil sehr nahe gekommen sind.

Solltest Du dann, wie ich, eingesehen haben, dass keine Logik dahintersteckt dann kannst Du mir auch gerne erklären, warum sie sich in einer einzelnen Nebenhandlung (dem DLC) dann anscheinend anders verhält.

Und wenn Du, wie ich, auch daran gescheitert bist, frage ich mich (und Dich) allen Ernstes, warum etwas, das ich im ersten Teil begonnen habe und das mir logischerweise wichtig ist (was sich übrigens auch jeder Entwickler denken kann: Romanze <-> Rollenspiel), im zweiten Teil erst in einem ollen DLC weiterspielen kann - der noch dazu zum Erscheinungstag des Spiels noch gar nicht verfügbar war!

Was soll ich daraus schließen? Auf die GOTY-Edition warten? Ob Bioware mir, als bis dahin begeistertem ME-Fan und CE-Vorbesteller, das wohl auch so erklären würde?

"Schön, dass Du Dich auf unser Spiel freust! Aber warte noch ein Jahr, bis die DLCs alle raus sind, sonst kannst Du einiges nicht verstehen und anderes nicht weiterspielen, wie Du es aus Teil 1 erwarten würdest."

Leute, Leute, und damit meine ich meine beiden Vorredner: Lieber einmal mehr über Beiträge nachdenken, die offensichtlich nicht in zehn Sekunden runtergerotzt wurden, als sich selbst diese offensichtliche Blöße zu geben ... ;)
es ist ja schön das du dir soviel mühe beim schreiben deines langen textes gegeben hast und ich habe schon fast mit einer gekränkten reaktion auf meinen beitrag gerechnet aber ich bin nach wie vor davon überzeugt das liaras reaktion auf shepard in me 2 zwar zuerst verwirrend ist aber im endefekt sinn ergibt. ich nehme an du hast redemption nicht gelesen aber vielleicht hilft dieses video schnell weiter:
http://www.youtube.com/watch?v=rjFMPaSjAuo

ich habe zumindest liaras verhalten nicht als unlogisch empfunden. auch wenn du es mir ja in deinem beitrag schon fast vorschreibst (was übrigens ziemlich arrogant ist). bioware hatte schon von anfang an angekündigt das me 2 durch viele DLCs weiter ausgebaut werden soll und so hat man sich den charakter liara eben warmgehalten.
gut es ist natürlich fragwürdig ob ein gekauftes spiel nicht eigentlich in sich geschlossen sein sollte aber fans schreien ja auch nach DLCs mit großen auswirkungen auf spiel und geschichte. imo ist bioware da einen ganz guten mittelweg gegangen...

und keine angst ich habe über deinen beitrag schon nachgedacht, nur hat er mir einfach nicht gefallen ;)
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Brakiri
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Beitrag von Brakiri »

Leute Leute..kriegt euch wieder ein.

Ich mag Shooter, ich mag RPGs, aber warum muss ALLES heutezutage zum Shooter umgebaut werden?
Habt ihr nicht genug davon?
Darf es nicht auch mal in die RPG-Richtung gehen?

Und dieses in Schubladen stecken ist echt peinlich.
Es sollte für jeden was geben, und ganz ehrlich, ich halte das Mass Effect-Universum nach dem ersten Teil einfach für zu schade, um es für einen Shooter gameplaytechnisch zu "verheizen".

Es gibt Potenzial für ein richtig gutes RPG. Um nachvollziehen zu können, dass man darüber traurig sein kann, das man noch weiter in die Shooter-Richtung geht, muss man weder gebildet, noch sonderlich intelligent, ODER ein RPG-Fan sein. Etwas Toleranz genügt.

Und nein, ich halte Shooter-Fans nicht für dümmer, aber Shooter sind nunmal gameplaytechnisch sehr eingeschränkt.
Warum nicht ME3 zu einem guten RPG machen, mit vielen Gameplaymöglichkeiten und Optionen, und als Spin-off einen Shooter?
Warum Trump gewonnen hat:
https://www.youtube.com/watch?v=vSS4GCA__As

Die Wahrheit macht frech
Stop the planet, i wanna get out...

Wenn man sich streitet, einfach Kekse essen. Schmeckt gut und man hört nichts mehr.
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Caphalor
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Beitrag von Caphalor »

Was ist denn die vielbeschworene RPG-Richtung? Zeitraubendes Itemmanagement, monotone, sich wiederholende Kämpfe mit dem einzigen Ziel, XP zusammenzubekommen? Nicht zu vergessen natürlich eine allgemeine Unzugänglichkeit a la Witcher 2 (wobei ich Witcher 2 wegen anderen Dingen gut finde).
Ich habe eigentlich RPGs immer selbstverständlich als mein Lieblingsgenre angegeben, ohne mir groß darüber Gedanken zu machen. Das liegt daran, dass die meisten meiner Lieblingsspiele gemeinhin diesem Genre zugeordnet werden: Gothic 1/2, Oblivion, Mass Effect, Kotor, Fallout 3. Dabei waren es aber selten Skillbäume und wertvolle Items, die mich begeistert haben (am ehesten noch in Gothic 1/2, aber da war ich 12). Mass Effect destiliert dabei auf jeden Fall einiges aus dem omniösen "RPG-Genre", was ich mag: Ordentliche Dialoge, wichtige Entscheidungen, Charaktere, die mir etwas bedeuten.

Mich stören an ME2 übrigens ganz andere Dinge als das fehlende Inventar. Es hätte als Vorspiel zum großen Finale Raum geboten für kreative Experimente und eine wendungsreiche, eher bodenständige Story (politische Intrigen etc.). Diese Chance wurde vertan, herausgekommen ist ein flüssiges, spaßiges und allgemein sehr unterhaltsames Spiel, und doch ist es rückblickend etwas enttäuschend.
Ich habe aber den Eindruck, dass die totale Apokalypse Bioware etwas mehr liegt und sie ein mitreißendes Spiel abliefern werden, dass Mass Effect 2 alt aussehen lässt. :-)
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Rooster
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Beitrag von Rooster »

Brakiri hat geschrieben:Leute Leute..kriegt euch wieder ein.

Ich mag Shooter, ich mag RPGs, aber warum muss ALLES heutezutage zum Shooter umgebaut werden?
Habt ihr nicht genug davon?
Darf es nicht auch mal in die RPG-Richtung gehen?

Und dieses in Schubladen stecken ist echt peinlich.
Es sollte für jeden was geben, und ganz ehrlich, ich halte das Mass Effect-Universum nach dem ersten Teil einfach für zu schade, um es für einen Shooter gameplaytechnisch zu "verheizen".

Es gibt Potenzial für ein richtig gutes RPG. Um nachvollziehen zu können, dass man darüber traurig sein kann, das man noch weiter in die Shooter-Richtung geht, muss man weder gebildet, noch sonderlich intelligent, ODER ein RPG-Fan sein. Etwas Toleranz genügt.

Und nein, ich halte Shooter-Fans nicht für dümmer, aber Shooter sind nunmal gameplaytechnisch sehr eingeschränkt.
Warum nicht ME3 zu einem guten RPG machen, mit vielen Gameplaymöglichkeiten und Optionen, und als Spin-off einen Shooter?
aber die zeichen stehen doch gut das es kein reiner shooter wird, so wie es me1 und me2 auch schon nicht waren. es wird sogar wieder etwas mehr zum skillen geben wie ja bereits gezeigt worden ist. dazu kommen upgrade möglichkeiten, die obligatorische sternenkarte d.h. haupt- und nebenquests, schwere entscheidungen, viele dialoge und story.
natürlich kann man das nur unterschreiben sobald man das spiel in händen hat aber bis jetzt gibt es doch keinen grund rot zu sehen :) mass effect wird bestimmt kein reinrassiger shooter werden genauso wenig wie ein richtiges rpg. irgendwo mittendrin eben und das macht es so umstritten :)

komischwese habe ich aber auch nie eine so wahninnig große kluft zwischen teil 1 und teil 2 bemerkt. ja das inventar war verschwunden aber um ehrlich zu sein habe ich darin sowieso kaum zeit verbracht, es gab ja nur ausrüstung und waffen. kurz stats verglichen, angezogen, rest verkauft. es gab mehr attribute auf die man punkte verteilen konnte aber man hat auch keine stunden damit verbracht um zu grübeln wie denn nun am besten investiert wird.

einfach nicht in eine schublade stecken und spass haben :)

richtige klassische rpgs sind leider mangelware geworden aber man darf auch nicht von einem "hybrid" spiel, welches nie ein klassisches rpg sein wollte, verlangen das es zu solch einem wird... imo
kollimator
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Beitrag von kollimator »

Eigentlich wollte ich mich ja ein wenig darüber auslassen was ich für ein Rollenspiel halte und was nicht - was nun an ME Rollenspiel ist und was nicht - und warum ME trotzdem eine meiner liebsten Serien ist.

Ich habs mir aber anders überlegt und schließe mich 100% "Geordy" an:

"Wisst ihr was? Alles *piep*egal, was ihr hier sagt! [und was ich hier schreibe] Zum sicher glorreichen Abschluß dieser fantastischen Geschichte möchte ich endlich Talis Gesicht sehen..."
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Smurfocide
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Beitrag von Smurfocide »

MrMeister79 hat geschrieben:
Warum ME2 erzählerisch schwach ist

...


Schöne Pfingsten

- MM
Ich muss dir grundsätzlich recht geben, in ME (beide Teile) wurde verdammt viel Potential verschenkt wenn bedenkt was möglich wäre.

Trotzdem fand ich ME2 erzählerisch gut gelungen, auch wenn das wohl eher an schlechten Vergleichsmöglichkeiten als an der Reinqualität des Spiels an sich liegt.

Die Spiele, die erzählerisch wirklich was zu bieten haben, kann man doch in den letzten Jahren an einer Hand abzählen. Ein weiteres Manko das für mich persönlich dazu kommt: die Mehrheit der genutzten Settings find ich einfach nur öde (GTA4 soll eine tolle Story haben? juckt mich null). Wenn dann endlich mal ein Spiel wie ME daher kommt, bei dem ich das Setting annehmbar finde und das, zumindest Rudimentär, die interaktiven Stärken des Mediums nutzt, dann wird es halt gefressen.
Ein verhungernder beschwert sich ja auch nicht über verbrannte Bratkartoffeln, er geniesst sie und träumt von Besserem.
Life's just a process of delamination,
Stripping your hopes- dissecting them gently.
I've opened my heart - and to my consternation
when I peered inside it was small, dark and empty.
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Sugandhalaya
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Beitrag von Sugandhalaya »

Naja, dass BW nach ME2 und DA2 noch weiß, was RP bedeutet (wozu aber NICHt das üben von Kopfschüssen bei CoD gehört...was einer der BW-Oberen ja behauptete), wage ich zu bezweifeln und dank der Zurschaustellung ihrer hochkarätigen "am Kunden vorbei"-Entwicklung bei DA2 würde es mich nicht wundern, wenn ME3 noch weniger RP hat (obwohl mehr versprochen wurde) oder uns Waffenmodifikationen als RP verkauft werden. ABgesehen davon, dass das feuer schons eit ME1 lächerlich aussieht und die ganze Farbgebung dafür sorgt, dass ich bei mattem orange nicht mehr an mattes orange denke, sondern an Mass Effect und dessen komische Feuerdarstellung *grusel*
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MS (The Chosen One)
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Beitrag von MS (The Chosen One) »

Das Spielen ist doch nicht so wichtig ^^ Die Story ist es, wie hier schon erzählt wurde. Ich bin in ME 1 und 2 so eingetaucht, dass ich mir glatt noch die Bücher gekauft habe.
Ich freu mich auf ME3. Von mir braucht es auch keine grafische Aufwertung etc. Hauptsache die Geschichte im Universum geht weiter *yeah*
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Beitrag von MrMeister79 »

Smurfocide hat geschrieben:
MrMeister79 hat geschrieben:
Warum ME2 erzählerisch schwach ist
Trotzdem fand ich ME2 erzählerisch gut gelungen, auch wenn das wohl eher an schlechten Vergleichsmöglichkeiten als an der Reinqualität des Spiels an sich liegt.

Wenn dann endlich mal ein Spiel wie ME daher kommt, bei dem ich das Setting annehmbar finde und das, zumindest Rudimentär, die interaktiven Stärken des Mediums nutzt, dann wird es halt gefressen.
Genauso geht es mir ja auch. Nur leider werde ich bei neuen Spielen, die auf diese Weise daherkommen, leicht euphorisch. ME1 hatte ich nur zufällig gespielt, weil es mir ein Freund mitgegeben hatte. Danach war ich so begeistert, dass ich gehofft habe und fast davon ausgegangen bin, dass gerade die Stärken ausgebaut werden; und die waren für mich beim ersten Teil die Story und die Figureninteraktion.

Ich habe nichts dagegen, dass ME2 einen besseren Shooterpart bekommen hat. Nur hätte man die obigen Aspekte ebenso weiter ausbauen müssen; zumindest hätte es dort keinen Rückschritt geben sollen.

PS: Witzigerweise ging mir das bei GTA4 ähnlich. San Andreas war für mich ein Highlight, in Teil 4 wurde dann alles Lustige und Individualisierbare zusammengestutzt und in eine ach so erwachsene Story gestopft. Wer's mag, für mich war auch das ein Rückschritt. Hätte vorher nie gedacht, dass ich ein GTA mal nach drei Vierteln liegen lasse.
Zuletzt geändert von MrMeister79 am 10.06.2011 23:53, insgesamt 1-mal geändert.
MrMeister79
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Beitrag von MrMeister79 »

Rooster hat geschrieben:
MrMeister79 hat geschrieben:Was soll ich daraus schließen? Auf die GOTY-Edition warten? Ob Bioware mir, als bis dahin begeistertem ME-Fan und CE-Vorbesteller, das wohl auch so erklären würde?

"Schön, dass Du Dich auf unser Spiel freust! Aber warte noch ein Jahr, bis die DLCs alle raus sind, sonst kannst Du einiges nicht verstehen und anderes nicht weiterspielen, wie Du es aus Teil 1 erwarten würdest."
ich nehme an du hast redemption nicht gelesen aber vielleicht hilft dieses video schnell weiter:
http://www.youtube.com/watch?v=rjFMPaSjAuo

ich habe zumindest liaras verhalten nicht als unlogisch empfunden. auch wenn du es mir ja in deinem beitrag schon fast vorschreibst (was übrigens ziemlich arrogant ist).
Das hat mit Arroganz nichts zu tun, und mich würde ehrlich interessieren, warum das für Dich nicht unlogisch war. Oder hattest Du zu dem Zeitpunkt schon den DLC bzw. hattest Du in Teil 1 ohne die Romanze mit ihr gespielt?

Hier mal zum Vergleich, wie das Gespräch bei mir verlief:
http://www.youtube.com/watch?v=U_XCQEL8RiE

Dein Video und der Verweis auf Redemption bestätigen mich jedenfalls nur darin, dass ich solche Entwicklungen für sehr fragwürdig halte und mit dem Download von solchen DLCs nicht unterstützen werde. Wenn Du mich im Vorfeld gefragt hättest, was ich von den Dingen, die ich in ME1 beeinflusst habe, am ehesten fortgeführt sehen möchte, dann wäre die Romanze ganz weit oben gewesen (egal mit wem, sie gehört dicht zum Charakter). Und ich denke es ist zu verstehen, dass ich darauf erstens nicht warten will, obwohl ich das Spiel längst durch habe, und dass ich zweitens bis zur Veröffentlichung des DLCs nicht im Ungewissen darüber gelassen werden will, ob da überhaupt noch etwas kommt. Da hilft mir der Verweis auf Redemption auch herzlich wenig: Wenn ich mir den zweiten Teil eines Films ansehe, dann gehe ich auch davon aus, dass ich nicht irgendwelche nach dem ersten Teil veröffentlichten Merchandisingartikel wie Comics, Romane und Zusatzfilmclips erworben haben muss, damit ich ihn verstehen kann ... und außer bei Mass Effect 2 ist mir das bei einem Computerspiel auch noch nicht so untergekommen.

DLCs können meinetwegen neue Nebenhandlungen einführen. Aber sie sollten nichts künstlich entfernen oder aufschieben, das wegen der Kontinuität der Chrakterentwicklung vom ersten Teil bis zum Ende des zweiten fest zur (individuellen) Haupthandlung gehört.
Mordegar
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Beitrag von Mordegar »

Caphalor hat geschrieben:Was ist denn die vielbeschworene RPG-Richtung? Zeitraubendes Itemmanagement, monotone, sich wiederholende Kämpfe mit dem einzigen Ziel, XP zusammenzubekommen? Nicht zu vergessen natürlich eine allgemeine Unzugänglichkeit a la Witcher 2 (wobei ich Witcher 2 wegen anderen Dingen gut finde).
Ich habe eigentlich RPGs immer selbstverständlich als mein Lieblingsgenre angegeben, ohne mir groß darüber Gedanken zu machen. Das liegt daran, dass die meisten meiner Lieblingsspiele gemeinhin diesem Genre zugeordnet werden: Gothic 1/2, Oblivion, Mass Effect, Kotor, Fallout 3. Dabei waren es aber selten Skillbäume und wertvolle Items, die mich begeistert haben (am ehesten noch in Gothic 1/2, aber da war ich 12). Mass Effect destiliert dabei auf jeden Fall einiges aus dem omniösen "RPG-Genre", was ich mag: Ordentliche Dialoge, wichtige Entscheidungen, Charaktere, die mir etwas bedeuten.

Mich stören an ME2 übrigens ganz andere Dinge als das fehlende Inventar. Es hätte als Vorspiel zum großen Finale Raum geboten für kreative Experimente und eine wendungsreiche, eher bodenständige Story (politische Intrigen etc.). Diese Chance wurde vertan, herausgekommen ist ein flüssiges, spaßiges und allgemein sehr unterhaltsames Spiel, und doch ist es rückblickend etwas enttäuschend.
Ich habe aber den Eindruck, dass die totale Apokalypse Bioware etwas mehr liegt und sie ein mitreißendes Spiel abliefern werden, dass Mass Effect 2 alt aussehen lässt. :-)


Drehen wir aber mal den Spiess um:
Was will die heutige Generation der *RPG* Spieler? Einsteigerfreundlichkeit, Spieltiefe, ein aktives Kampfsystem und schnelle Action.
Das ist genausowenig mit dem Genre an sich zu vereinbaren wie der Versuch aus einem Wingcommander ein Need for Speed zu machen.
Es gibt nicht umsonst andere Genre's die sich über Jahre definiert haben und noch heute so halten, wieso versucht man also jetzt krampfhaft die bewährte Formel über den Haufen zu werfen nur um die Kundschaft mehrerer Genre's in ein Spiel zu bekommen?
Der schnöde Mammon ist schuld, einzig und allein die Gewinnmaximierung!
Wenn die Industrie mit Baldurs Gate 2011 mehr Kohle scheffeln könnte als mit Dragon Age 2 und Co. dann würde sie das tun, hauptsache der Kunde kauft das Produkt.
Viele klassische Rollenspieler leiden dafür darunter und sehen ihr Genre langsam zu Grunde gehen.

Es allen Recht machen zu wollen ist aus meiner Sicht der falsche Weg, daher hoffe ich das Bioware irgendwann noch mehr auf die Schnauze fällt als bei Dragon Age 2 und noch deutlicher in die Kritik gerät.
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Rooster
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Beitrag von Rooster »

MrMeister79 hat geschrieben:
Rooster hat geschrieben:
MrMeister79 hat geschrieben:Was soll ich daraus schließen? Auf die GOTY-Edition warten? Ob Bioware mir, als bis dahin begeistertem ME-Fan und CE-Vorbesteller, das wohl auch so erklären würde?

"Schön, dass Du Dich auf unser Spiel freust! Aber warte noch ein Jahr, bis die DLCs alle raus sind, sonst kannst Du einiges nicht verstehen und anderes nicht weiterspielen, wie Du es aus Teil 1 erwarten würdest."
ich nehme an du hast redemption nicht gelesen aber vielleicht hilft dieses video schnell weiter:
http://www.youtube.com/watch?v=rjFMPaSjAuo

ich habe zumindest liaras verhalten nicht als unlogisch empfunden. auch wenn du es mir ja in deinem beitrag schon fast vorschreibst (was übrigens ziemlich arrogant ist).
Das hat mit Arroganz nichts zu tun, und mich würde ehrlich interessieren, warum das für Dich nicht unlogisch war. Oder hattest Du zu dem Zeitpunkt schon den DLC bzw. hattest Du in Teil 1 ohne die Romanze mit ihr gespielt?

Hier mal zum Vergleich, wie das Gespräch bei mir verlief:
http://www.youtube.com/watch?v=U_XCQEL8RiE

Dein Video und der Verweis auf Redemption bestätigen mich jedenfalls nur darin, dass ich solche Entwicklungen für sehr fragwürdig halte und mit dem Download von solchen DLCs nicht unterstützen werde. Wenn Du mich im Vorfeld gefragt hättest, was ich von den Dingen, die ich in ME1 beeinflusst habe, am ehesten fortgeführt sehen möchte, dann wäre die Romanze ganz weit oben gewesen (egal mit wem, sie gehört dicht zum Charakter). Und ich denke es ist zu verstehen, dass ich darauf erstens nicht warten will, obwohl ich das Spiel längst durch habe, und dass ich zweitens bis zur Veröffentlichung des DLCs nicht im Ungewissen darüber gelassen werden will, ob da überhaupt noch etwas kommt. Da hilft mir der Verweis auf Redemption auch herzlich wenig: Wenn ich mir den zweiten Teil eines Films ansehe, dann gehe ich auch davon aus, dass ich nicht irgendwelche nach dem ersten Teil veröffentlichten Merchandisingartikel wie Comics, Romane und Zusatzfilmclips erworben haben muss, damit ich ihn verstehen kann ... und außer bei Mass Effect 2 ist mir das bei einem Computerspiel auch noch nicht so untergekommen.

DLCs können meinetwegen neue Nebenhandlungen einführen. Aber sie sollten nichts künstlich entfernen oder aufschieben, das wegen der Kontinuität der Chrakterentwicklung vom ersten Teil bis zum Ende des zweiten fest zur (individuellen) Haupthandlung gehört.
bei mir verlief das erste gespräch mit liara genauso und wie ich schon sagte ist die erste reaktion verwirrung. zu einem teil wahrscheinlich auch weil die eigenen erwartungen nicht erfüllt werden. aber spätestens im zweiten gespräch macht liara auf nachfrage klar das sie anscheinend unter schweren gewissensbissen leitet und gleichzeitg auf rache sinnt. das begründet warum sie nicht gerade auf kuschelkurs ist. von daher war die begegnung mit liara nicht unlogisch für mich ,auch wenn nicht alles im ersten moment auf dem silbertablett präsentiert wird.
das gespräch findet übrigens vor dem DLC release statt und redemption ist nicht unbedingt notwendig...

vielleicht war es machen spielern einfach zu wenig im ersten moment aber das ganze wurde ja in shadow broker toll fortgeführt. und selbst wenn dieser DLC nie erschienen wäre ist me2 ja schliesslich der mittelteil einer trilogie d.h. charaktere und handlungsstränge können im unvermeidlichem dritten teil fortgeführt und aufgelöst werden. die armen ashley fans habens ja imo noch schwerer, aber bekommen sie zumindest nach den ersten screenshots, doch zurück... und ein bisschen ungewissheit gehört halt auch dazu.
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