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Quo Vadis 2011: Hubertz'sche Milliardenvisionen
Verfasst: 03.05.2011 05:09
von 4P|BOT2
<em>From a million to a billion</em> - so das Motto der Keynote von Heiko Hubertz, der einmal mehr der Quo Vadis abstattete. Einige der zentralen Erkenntnisse seiner Präsentation hatte er bereits im vergangenen Sommer
auf der GDC Europe dargeboten.
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Quo Vadis 2011: Hubertz'sche Milliardenvisionen
GELD!
Verfasst: 03.05.2011 05:09
von [Shadow_Man]
Ja, die Welt braucht noch mehr Rotzspiele mit Itemshop, Abos, Millionen kostenpflichten DLCs und anderen Abzockmöglichkeiten. Darauf wartet jeder Spieler
Die deutsche Spielebranche ist doch nur eine Peinlichkeit. Außer von Piranha Bytes, Daedalic und Kalypso kommt doch sonst nur irgendwelcher grausamer Müll.
Verfasst: 03.05.2011 07:28
von Nordwesen
So hart es klingen mag. Ich empfinde diese neuen Geschäftsmodelle als Ekeleregend. Genauso wie die Personen, die dahinter stecken.
Ich war eine lange Zeit der Überzeugung das Kapitalismus ok ist. Aber mittlerweile kann man ja nur noch von Hardcore-Kapitalismus in allen Berreichen sprechen. Und das finde ich pervers. Die Leute werden heute förmlich ausgezogen, egal wo. Lebensmittelindustrie.. Spieleindustrie... ach egal wo. Die riesen Konzerne sehen ihre Kunden nicht mehr als Menschen, sondern als Kühe die man so richtig melken muss.
Ich wünsche mir von Herzen, das solche perverslinge, und ich rede hier wirklich nur über die schwarzen Schafe, bei irgendwelchen Aktienspekulationen mal so richtig auf die Nase fallen, damit man endlich mal verschont wird von diesen abzockern.
Und vermutlich werde ich genau wegen dieser offenen Meinung hier auch noch gebannt. Aber dann ist das eben so.
Verfasst: 03.05.2011 08:17
von Acer1111
den entwicklern im ausland aber auch manchen entwicklern in deutschland ist es lieber mehr geld zu verdienen als gute spiele zu machen.das alles bei WoW angefangen hatt müste eigendlich klar sein.man gibt dem spieler die möglichkleit sich mit geld verbesserungen zu kaufen die meist dass spiel sogar aus der balance bringen weshalb auch so viele patchs benötigt werden.Manche spiele kosten so schon viel mehr geld als es nötig ist.
Das geld ist aber vorallem beim downlode deshalb manchmal deutlich billiger weil man keine datzenabsicherung hat.man handelt praktisch mit daten die jederzeit gelöscht werden können. sei es durch einen löschen der daten auf dem pc. oder der daten im online geschäft.CDs und DVDs sind immernoch das beste medium wen man auf der sicheren seiten sein will und von daher sag ich das man sich mit den bis jetzigen verkaufszahlen zufrieden geben sollte und nicht daten verkaufen sollte die man sobieso nicht dauerhaft hat.
Verfasst: 03.05.2011 08:52
von |Chris|
Ich empfinde den Text als eine Milchmädchenrechnung, ich glaube nicht das hinter diesen Zahlen ein Wirtschaftsmathematiker (oder entsprechend ausgebildete Person) sitzt.
Ich kann mir ausserdem nicht vorstellen das das "f2p" Geschäftsmodell noch lange in so großem Umfang Erfolg haben wird. Die Spiele sind einfach zu generisch und die Spieler zeigen Heuschreckenverhalten, man fängt ein Spiel an, investiert 2-5 Dollar und zieht weiter. In der Masse bringt das natürlich den gewünschten Umsatz. Trotzdem, das wenige Spieler mit sehr teuren Käufen Milliardenumsätze verursachen halte ich für völlig aus der Luft gegriffen.
Verfasst: 03.05.2011 09:08
von Sir Richfield
Nordwesen hat geschrieben:
Ich war eine lange Zeit der Überzeugung das Kapitalismus ok ist. [...]
Och, Kapitalismus an sich ist nicht sooo schlecht.
Ich gebe Dir in Bereichen recht, an denen man sich nur schwerlich "wehren" kann, nehmen wir mal als Beispiel, was Banken oder Krankenkassen mit unseren Geldern machen. (Oder unsere Politiker...)
Auf solche Dinge kann man nur schwer, bzw. langfristig Einfluss nehmen.
Bei Videospielen allerdings ist das ganz einfach: Nicht kaufen!
Wenn genug Leute die Geschäftsmodelle "ekelhaft" finden, trocknet das einfach aus.
Hinderlich daran sind natürlich diejenigen, denen alles egal ist, bzw. die eher bedenkenlos an die Sache gehen (mangelnde Aufklärung??).
Aber auch die werden älter.
Sollten sich diese Modelle dennoch durchsetzen, dann sollte man denen allen viel Spaß wünschen, nicht zu hämisch herabblicken, wenn Daten kopiert werden (Gestohlen hat SONY ja niemand was! Das reine Kopieren der Daten ist ja auch nicht so schlimm - was man damit MACHT zeigt den Grad der Kriminalität an!), Server abgeschaltet werden oder zusammen brechen.
Für die "Verweigerer" wird es immer Nischen geben. Klassische Musik kann man ja auch immer noch kaufen und hören...
Verfasst: 03.05.2011 09:20
von Simulacrum
Solange es die sogenannten "Gelegenheitsspieler" gibt, wird es auch immer erfolgreiche F2P-Spiele geben. Die Gelegenheitsspieler bieten den Hardcore-Spielern (wovon es wirklich nicht wenige gibt) die Möglichkeit, sich durch Geldeinsatz "besser" zu fühlen. Dieses Wettkampf wird es immer geben, ebenso den "Kick", den Hardcore-Spieler erleben, wenn sie in der Top100 ihres Games erneut einen Platz gestiegen sind oder ihr Charakter im Level zu den "Ausnahme-Helden" gehört.
Hier geht es um Macht, Prestige, Anerkennung und F2P-Spiele bedienen den Wunsch danach hervorragend.
Dieses Modell langfristig tot zu reden oder darauf zu hoffen, dass man diesen Spieltyp "austrocknen" kann, ist naiv; sorry.
Heiko Hubertz ist nicht einfach nur ein Visionär, er weiß genau wovon er spricht -und auch, wie er umsetzt, wovon er spricht. Ich bin ganz seiner Meinung: was wir zurzeit erleben, ist erst der Anfang.
Verfasst: 03.05.2011 09:40
von crackajack
Sir Richfield hat geschrieben:Hinderlich daran sind natürlich diejenigen, denen alles egal ist, bzw. die eher bedenkenlos an die Sache gehen (mangelnde Aufklärung??).
Kann aber auch ganz einfach sein das die das was sie bezahlen preiswert empfinden und gar keine "richtigen" kompletten Spiele für fixes Geld bevorzugen.
Früher war es ja auch angesagt bei den HC-Gamern Münzen endlos lange in Automaten zu stecken... :wink:
Verfasst: 03.05.2011 09:47
von LawrenceXXX
Man kann sich über Browsergames streiten. Es gibt durchaus welche, die Spaß machen, obwohl sie Geld kosten.
Nur worüber man sich nicht streiten kann ist der Fakt, dass die Spiele von BigPoint nur wenig spielerischen Wert für viel Geld bieten. Wer in BigPoint-Spielen was reissen will, MUSS Geld ausgeben. Dieser Fakt im Zusammenhang mit "Free-to-Play" zu bewerben ist für mich knapp am Verbrechertum vorbei. Es sollte eher heissen "Feel-Free-to-Pay". Und es ist wohl eine Ironie der Geschichte, dass der feine Herr Hubertz seine erste Million mit Dialern gemacht hat.
Verfasst: 03.05.2011 10:01
von Sir Richfield
Simulacrum:
Das meinte ich mit dem "Hinderlich" und dem Absatz, dass es jedem selbst überlassen sein sollte.
Klar wird es weiter F2P Spiele geben, die so eigentlich keine sind! Solange das Angebot noch stimmt.
Projekte, die zuviel Geld für zu wenig wollen, gehen aber auch genauso sang- und klanglos unter.
Auch denke ich, dass F2P Spiele ähnlich wie MMOs bald an eine Grenze stoßen werden. Genauso wenig, wie der Großteil Abogebühren für mehrere Spiele zahlt, wird die "Masse" mehrere F2P Spiele mit Geld versehen. Die werden dann auch bei einem bleiben.
Crackajack, das lag aber auch daran, dass die Alternativen irgendwie nicht vorhanden oder extrem Analog waren.

Aber Du hast recht, das war eine frühe Form von Micropayment und extrem darauf angelegt, dass Du Geld reinsteckst.
Nur die ganz Harten konnten mit nur einem Credit gewinnen. Wie viel Kohle die dann für's Training gelassen haben, darüber reden wir besser nicht.
Lawrence, deshalb heißt das auch Free2Play und nicht Free2Win oder Free2HaveFun.

Wenn Bigpoint das Sprichwort "Jeden Morgen steht ein neuer Dummer auf" testen möchte, dann bitte.
Muss ja nicht Deine Kohle sein.
Verfasst: 03.05.2011 10:15
von Morcar
Ich war eine lange Zeit der Überzeugung das Kapitalismus ok ist.
Eigentlich ist jedes Wirtschaftssystem ok. Sogar beispielsweise das Feudalsystem des Mittelalters.
Die Komponente die alles zum Einsturz bringt sind die Menschen, die, wie wir hier sehen, zu gierig werden und immer mehr wollen und sich nicht mit dem zufrieden geben was sie haben. Im Mittelalter waren das eben die Adligen, die ihren aufwendigen Lebenswandel durch das ausquetschen der Bauern finanziert haben. So ähnlich wird hier ja auch mit dem Kunden verfahren, der bis auf den letzen Penny ausgequetscht werden soll.
Zum Glück hat er aber immer noch die Wahl sich ausquetschen zu lassen oder nicht.
Verfasst: 03.05.2011 10:17
von Ash2X
Das Free 2 Play-Prinzip ist eigentlich nicht schlecht wenn man es clever einsetzt.Natürlich würde ich für coole Items zahlen wenn ich das Gefühl habe nicht dazu gezwungen zu sein - und bestimmt nicht für einen PC/Mobile-Titel,der Markt ist so schnelllebig das ich soetwas auf dem noch ungesättigten Konsolenmarkt eher als sinnvolle Investition sehen würde...ich gebe kein Geld für Titel aus die in 3 Monaten wieder vom Netz sind oder die Firma wechseln.
Einige der schon existenten Titel sind wirklich gut und soetwas wie z.B. Dragonica ist eigentlich leicht umzusetzen - auf dem PC beschäftige ich mich damit nur alle paar Monate mal und den Pad-Support kann man in der Pfeife rauchen.
Verfasst: 03.05.2011 10:23
von BigBamDaddy
Der "F2P + Bezahlinhalte"-Markt ist noch relativ jung, sicherlich gibt es da Missstände die oft einfach nur kundenfeindlich sind. Das ist aber eben ein kurzfristiger Umstand. Sobald immer mehr Entwickler/Publisher auf den Zug aufspringen und der Markt allmählich gesättigt ist, muss man zunehmend kundenfreundlichere Lösungen finden um im Markt bestehen zu können.
In Zukunft werden auch F2P-Spiele qualitativ besser, die Produktionsbudgets werden höher und die Entwickler konkurrieren auch über den Preis der Zusatzinhalte und deren Bedeutung für das Spiel.
Einfach abwarten. Da wird es sicherlich auch die eine oder andere gute Alternative geben. Derzeit wird da allerdings viel rumprobiert, leider auch hinsichtlich der Schmerzgrenze bei den Preisen.
Grauenhafte Entwicklung des Spielemarktes
Verfasst: 03.05.2011 11:50
von S3bish
Hauptaufgabe der Entwickler und des Produzenten sei es also bei jedem Spiel, den 2-Dollar-Kunden in einen 100-Dollar-Kunden zu verwandeln.
Nordwesen hat geschrieben:So hart es klingen mag. Ich empfinde diese neuen Geschäftsmodelle als Ekeleregend. Genauso wie die Personen, die dahinter stecken.
Meiner Meinung nach ist die Hauptaufgabe eines Spieleentwicklers, ein gutes, rundes Spiel zu entwickeln. Ich schließe mich Nordwesen an und werde solche Raubtierkapitalisten und "Entwickler" lebenslang boykottieren!
Mein letztes AHA-Erlebnis war, als ich durch Zufall den Portal 2 "Shop" fand. Ich dachte zuerst, wie mein Coop-Partner auch, dass es sich um erspielbare Ingame-Währung oder einen Scherz handeln müsse.
Valve hat Team Fortress 2 mit diesem Minitransaktionsmüll unspielbar gemacht und so überfüllt, dass weder Client noch Server mehr stabil laufen. Jetzt wird der Dreck wohl bei jedem neuen Spiel eingeführt. Ich sage nur 2,50€ für eine "coole" Mütze

. Das DLC-System ist Abzocke, aber dieses Geschäftsmodel ist ekelhaft!
Re: Grauenhafte Entwicklung des Spielemarktes
Verfasst: 03.05.2011 12:44
von 7yrael
S3bish hat geschrieben:
Mein letztes AHA-Erlebnis war, als ich durch Zufall den Portal 2 "Shop" fand. Ich dachte zuerst, wie mein Coop-Partner auch, dass es sich um erspielbare Ingame-Währung oder einen Scherz handeln müsse.
Valve hat Team Fortress 2 mit diesem Minitransaktionsmüll unspielbar gemacht und so überfüllt, dass weder Client noch Server mehr stabil laufen. Jetzt wird der Dreck wohl bei jedem neuen Spiel eingeführt. Ich sage nur 2,50€ für eine "coole" Mütze

. Das DLC-System ist Abzocke, aber dieses Geschäftsmodel ist ekelhaft!

, von dem habe ich noch nichts mitbekommen. Habe aber auch noch nicht so lange gespielt. Allerdings verstehe ich den Sinn eines Ingameshops bei Portal absolut nicht, gibts da dann nur Mützen oder auch eine 3-Portal-Kanone :wink: ?