Eagle -PsyX- hat geschrieben: Aber zum Verkaufspreis:
Dir ist schon klar, dass vom Verhältnis von Entwicklungskosten und Verkaufspreis die anderen Spiele (EA, Ubi, ID Software, Valve, etc.) besser sind.
Ich meine willkürliche Zahlen mal:
150.000 € entwicklskosten - 10 € verkaufspreis
oder
30.000.000 € entwicklungskosten - 60 € verkaufspreis.
Würde man das hochskalieren, müssten die andern Games mindestens 200 € kosten
Nicht ganz korrekt deine Vermutung.
Du vergisst mittlerweile die DLC Abzocken, die zusätzliche Millionen einspülen usw. Hinzu kommen die ständigen Lügen der Entwickler, dass sie ja alle am Hungertuch nagen würden usw. und eine News weiter liest man dann wieder "Wir verkünden mit stolz, dass wir unseren Gewinn um 300 Millionen $ steigern konnten"....
Minecraft ist streng genommen keine 15€ wert, aber für 15€ gaben viele Leute dem Spiel eine Chance und sie haben gemerkt, dass es ein sehr sehr gutes Spiel ist. Und dadurch hat der Entwickler sich den Verkaufspreis von 15€ eben verdient. Ich will nicht wissen wieviele Kronjuwelen in den Regalen liegen und von den Kunden einfach ignoriert werden, weil sie sich nicht trauen 60€ für ein Spiel auszugeben, dass ihnen nichts sagt.
Würde auf diesen Spielen "nur" 45€ oder 39€ stehen, statt 59€, würden sie wohl erfolgreicher sein.
Da fällt mir z.B. Overlord2 ein. Ein solides Spiel und für Freunde des Genres nicht mal wirklich schlecht, aber kaum eine Sau hat es eingesehen 60€ dafür zu bezahlen - schade.
Und dann darfst du nicht vergessen, dass die Publisher seit dem Boom der digitalen Distribution noch mehr Geld einnehmen als damals, weil die ganzen Transportkosten, Kosten fürs Presswerk, Handbücher (bzw. Handzettel), Händlermargen usw. nicht mehr anfallen. Sie müssen zwar Server dafür bereitstellen, aber diese Kosten sind nur ein kleiner Bruchteil von dem, was sie beim Retail-Verkauf haben.
Viele AAA-Titel würden sogar die Kosten wieder einspielen, wenn sie nur 30€ kosten würden, aber da der Preis von 50€ bzw. 60€ vom Kunden "genormt wurde" lachen sich EA und Activision doch nur drüber kaputt, dass die Leute ihnen freiwillig das Geld in den Rachen werfen.
Ein weiterer Faktor sind die Verkaufszahlen an sich. Wo damals Rekorde gefeiert wurden, dass ein Spiel 100.000x über den Ladentisch gewandert ist, feiert man heute wenn ein Titel die 1.000.000 oder sogar 5.000.000 Grenze übertrifft. Daher brauchen die Entwickler nicht rumheulen "Heute sind Spiele teurer als damals", denn damals gab es auch viel weniger Kunden.
Ich nenne dir mal ein Beispiel: GTA4 zählt ja (seit kurzem "nur noch") als zweitteuerstes Spiel der Geschichte. Kostenpunkt: 100 Millionen $.
Wenn man den Publishern jetzt alles glauben würde, was die uns erzählen, müsste GTA4 zum Release 80€ gekostet haben. Stattdessen lag es in 3/4 aller Läden für 49-55€ rum. Und Rockstar hat sich trotzdem eine goldene Nase verdient - und GTA4 hat bis auf die 2 Episoden keine Abzock-DLCs.
Es gibt eben nur noch sehr wenige Entwickler/Publisher, die wissen wie man den Kunden zufrieden stellt, ein hohes Ansehen genießt und trotzdem nicht am Hungertuch nagen muss. 2 solcher Diamanten sind Valve und Rockstar...




