Kommentar: GabeStop - Wer tritt gegen Steam an?

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Spunior
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Beitrag von Spunior »

Sorry, aber das wird seit Jahren behauptet und wird deswegen nicht wahrer. Sicher wird der Onlinevertrieb wachsen, aber fragt Euch doch selbst mal, wie viele Spiele ihr in letzter Zeit online und wie viele ihr im Einzelhandel gekauft habt?
Ähm... willst du deine Aussage ehrlich über einen Zeitraum von 30, 40, 50 Jahren auftrecht erhalten? Um den geht es nämlich. Geh mal 50 Jahre zurück und guck dir an, welchen Stand die Technik man damals hatte.

'Anecdotal evidence' á la "überlegt mal, wenn ihr kennt" hilft da gar nicht, weil wir einfach über einen riesigen Zeitraum reden, in dem sich Technologie, und damit verbunden die gesellschaftliche Attitüde ihr gegenüber, mehrfach und signifikant ändert.

Natürlich haben MP3-Stores CDs noch nicht komplett verdrängt. Warum? iTunes & Co. gibt es erst seit zehn Jahren. Es gibt noch zwei Generationen, die nicht unbedingt so technik-affin sind, dass sie ihre Musik per Rechner oder iPod konsumieren. Aber was macht der Rest? Selbst wenn der sich noch eine CD kauf, was passiert dann als erstes? Die wird gerippt, weil es einfach fucking inconvenient ist, die rauskramen zu müssen. Von portablen Musikspielern wollen wir gar nicht reden - da spricht die Entwicklung CD-basiert vs. MP3 ja wohl Bände. Irgendwann werden auch diese Leute auf den lästigen Schritt der Konvertierung verzichten wollen.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Genkis hat geschrieben:unsere enkel.. also 1 - 2 generationen weiter.
vielleicht wird der
retailmarkt bis dahin stark geschrumpft sein. und iwann, wenn es sich
nicht mehr lohnt, wegen einer winzigen, hartnäckigen, nicht-online-käufer
gemeinde, dvd's, br's oder was auch immer zu verkaufen, wird er ganz
verschwinden.
Unwahrscheinlich. Ein physikalisches Speichermedium hat soviele Vorteile, dass es in Form von CDs oder DVDs oder was-auch-immer nicht vom Markt verschwinden wird. Mei, selbst die gute alte Vinyl-Schallplatte hat in den letzten Jahren ein vollkommen unerwartetes Comeback hingelegt.

Nur selten verschwindet etwas "ganz". Meistens wird es nur kleiner und verschwindet aus dem Aufmerksamkeitsfokus der großen Masse, obwohl es immer noch "da" ist.

Achja: Sehr schöner Artikel! Bitte mehr davon! Je mehr die Leute über die Hintergründe der Videospiel-Branche wissen, umso schwieriger fällt es dem Marketing sie verarschen zu können :)
Zuletzt geändert von Kajetan am 04.04.2011 18:15, insgesamt 1-mal geändert.
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[Shadow_Man]
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Beitrag von [Shadow_Man] »

Wie die Zukunft aussieht, das kann eh kein Mensch sagen. Vielleicht wird in 10 Jahren wieder was ganz anderes erfunden, was sich durchsetzt und über das was wir hier reden, interessiert keinen mehr. Das weiß niemand.
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Frontschwein91
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Beitrag von Frontschwein91 »

Endlich mal wieder ein Informativer Komentar, gerne mehr davon.

Ich Persönlich denke das XBL weiter unabhänig bleibt und das aufem PC Cloud gaming eine Größere Sache wird die in 20 Jahren auch die Konsolen beherschen wird.
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Meleemaru
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Beitrag von Meleemaru »

Schöner Artikel.
Ach, ich freu' mich drauf endlich nicht mehr die Disk wechseln zu müssen - frage mich gerade wann ich mir zuletzt ne CD geholt hatte. Seit iTunes glaube ich nicht mehr. Und so wird's dann halt auch mit Games, so what? Hoffentlich machen die Firmen es Nutzerfreundlich, aber da kann man eh nur abwarten. Ich für meinen Teil seh die Entwicklung als gut an und freu mich drauf.
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Erynhir
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Beitrag von Erynhir »

ColdFever hat geschrieben: Sorry, aber das wird seit Jahren behauptet und wird deswegen nicht wahrer. Sicher wird der Onlinevertrieb wachsen, aber fragt Euch doch selbst mal, wie viele Spiele ihr in letzter Zeit online und wie viele ihr im Einzelhandel gekauft habt? Abgesehen von der Bequemlichkeit haben Onlinespiele nämlich bisher fast nur viele Nachteile: oft zu teuer (da kein Preiswettbewerb), oft zu geringer Umfang, kein Weiterverkauf möglich usw. usw.
Ich habe mich geärgert, Lego Star Wars III kostet doch tatsächlich weniger bei Steam als die Ladenversion (die ich gekauft habe).
Bulletstorm habe ich als Digital-Version gekauft, Portal 2 wird auch online gekauft (wenn auch nicht bei Steam direkt)... wenn möglich werde ich alle meine Spiele in Zukunft nur als Digital-Version erwerben.
DVD möchte ich möglichst nicht mehr nutzen. Weiterverkaufen tue ich persönlich jetzt eher selten. Finde dass ist ein kleines Übel wenn die Spiele eh schon günstig sind.

Was Steam und Konkurrenz betrifft: Ich bin mit Steam bisher sehr zufrieden. Ist eine tolle Plattform die ja auch bisher immer weiterentwickelt wird. Steam ist wie Amazon, durch gutes Angebot sind die halt verdient Nr. 1 in ihrem jeweiligen Gebiet.
Wie sich das weiterentwickelt bleibt abzuwarten. Nur dem Streaming bin ich skeptisch gegenüber eingestellt.
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johndoe1082095
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Beitrag von johndoe1082095 »

Die kommende Konkurrenz im Online-Bereich zwischen Steam und Gamestop, Battle.net und OnLive, aber natürlich auch Browserspiel-Anbietern kann für den Kunden am Ende nur fruchtbar sein.
das sehe ich eher skeptisch. wenn jeder größere spieleentwickler letztlich seine eigene vertriebsplattform anbietet, läufts wohl eher so, wie weiter oben beschrieben, dass sich die community aufsplittert.

aber ich gehöre auch zu jenen paranoiden, die lieber noch einen datenträger im regal haben. unsere enkel werdens uns danken, wenn wir ein paar scheiben silizium in die post-internet-apokalypse gerettet haben :P

ok, ich hab auch steam-spiele. aber ich installier es nur sporadisch, um mal wieder ein game durchzuzocken und dann verschwindet es wieder. viel häufiger verzichte ich aber auf den kauf von spielen, die steam voraussetzen.
Cohaagen
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Beitrag von Cohaagen »

Nach iTunes, iOS AppStore und Mac Appstore sehe ich es nur noch als kleinen Schritt, dass Apple über kurz oder lang auch (Windows)-PC-Software und -Spiele über ihre digitalen Vertriebskanäle vertreibt.

Musik und Filme kann man per iTunes ja auch schon auf Windows-PCs kaufen und nutzen, warum sollten sie vor PC-Apps zurückschrecken und sich die Knete entgehen lassen? Außerdem wildert Steam auch schon im Mac-Bereich ;)
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Mindflare
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Beitrag von Mindflare »

Cohaagen hat geschrieben:Nach iTunes, iOS AppStore und Mac Appstore sehe ich es nur noch als kleinen Schritt, dass Apple über kurz oder lang auch (Windows)-PC-Software und -Spiele über ihre digitalen Vertriebskanäle vertreibt.

Musik und Filme kann man per iTunes ja auch schon auf Windows-PCs kaufen und nutzen, warum sollten sie vor PC-Apps zurückschrecken und sich die Knete entgehen lassen? Außerdem wildert Steam auch schon im Mac-Bereich ;)
Amazon setzt mit seiner Cloud ja derzeit auch im Bereich Streaming wieder eine neue Marke.

Seitdem ich ne passende Leitung habe ist digitale Distribution für mich auch kein Thema mehr. Gute Anbieter lassen einem ja auch die Möglichkeit offen, die Produkte in Kopie irgendwo zu speichern, so dass auch der "etwas in der Hand haben" Aspekt immer weiter in den Hintergrund tritt.
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Genkis
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Beitrag von Genkis »

Kajetan hat geschrieben:
Genkis hat geschrieben:unsere enkel.. also 1 - 2 generationen weiter.
vielleicht wird der
retailmarkt bis dahin stark geschrumpft sein. und iwann, wenn es sich
nicht mehr lohnt, wegen einer winzigen, hartnäckigen, nicht-online-käufer
gemeinde, dvd's, br's oder was auch immer zu verkaufen, wird er ganz
verschwinden.
Unwahrscheinlich. Ein physikalisches Speichermedium hat soviele Vorteile, dass es in Form von CDs oder DVDs oder was-auch-immer nicht vom Markt verschwinden wird. Mei, selbst die gute alte Vinyl-Schallplatte hat in den letzten Jahren ein vollkommen unerwartetes Comeback hingelegt.

Nur selten verschwindet etwas "ganz". Meistens wird es nur kleiner und verschwindet aus dem Aufmerksamkeitsfokus der großen Masse, obwohl es immer noch "da" ist.

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ich denke auch nicht, dass es die nächste oder übernächste generation so
weit sein wird, aber dann vielleicht. und an das schrumpfen glaube ich
auf jeden fall.

ich finde es auch schwer, die digitalen datenträger mit
schallplatten zu vergleichen. bei den schallplatten liegt noch ein wohl
größerer nostalgiebonus vor, der aber auch mit analoger qualität punkten
kann.
im moment punktet aber auch gerade die br mit enormen speicherplatz.
datenträger haben vor allem den streamverfahren einen vorteil. aber
wenn man sich alles auf seine festplatte lädt und es immer wieder tun
kann?
ich bin kein fan von steam und kollegen, aber ich sehs so kommen.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Genkis hat geschrieben: aber wenn man sich alles auf seine festplatte lädt und es immer wieder tun
kann?
Wenn das Wörtchen "wenn" nicht wäre :)

Spätestens bei ersten Accountproblemen oder der plötzlichen Insolvenz eines nach aussen hin doch gesunden Unternehmens (alles schon vorgekommen), wird man merken, welche Vorteile das lokale, anbieter-unabhängige Speichern von Informationen und das lokale, anbieter-unabhängige Ausführen von Programmen doch hat. Diese Erfahrung müssen die Menschen aber selber machen. Da kann man viele Worte verlieren und mit guten Gründen warnen ... erst muss man selbst auf die Fresse fliegen, um den Lerneffekt anzustoßen.
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ColdFever
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Beitrag von ColdFever »

McCoother hat geschrieben:Was heißt hier Enkel? Glaubst du 12 jährige Bubis, die nur auf ihrem iPod Touch spielen kaufen sich irgendwelche Spiele in einem Laden?
Welche "12 jährigen Bubis" haben denn bitteschön einen Steam- oder PSN-Account? Die sind in diesem Alter noch nicht einmal teilgeschäftsfähig. Nein, meine Tochter hat mit 12 zwar schon DS-Module gekauft, aber von mir sicher keinen Online-Account eingerichtet bekommen... Und ich selber? Civ5 kostet bei Steam 49,99 Euro, bei Amazon 26,90 Euro. Wie dumm müsste ich sein, um freiwillig für ein Spiel über 20 Euro mehr zu bezahlen? Gleiches gilt für die Spiele im PSN im Vergleich zu den Einzelhandelspreisen (von den dank schwachem Pfund traumhaften Einzelhandelspreisen in England oder gar auf den Kanalinseln ganz zu schweigen).

Sorry, für mich sind die Preise in den Online-Stores (abgesehen von vereinzelten Aktionen) völlig indiskutabel, weil dort kein Wettbewerb herrscht. Völlig irrwitzig wird es, wenn man sich anschaut, wie viel Geld z.B. EA im PSN für winzige Addons fordert, da lacht man sich schlapp. 20 Euro für eine Sims3-Zimmereinrichtung, wenn das ganze Spiel neu 40 Euro bei Amazon gekostet hat? Für wie dumm hält EA seine Kunden?
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Beitrag von reeBdooG »

Glaub vor allem bei der Preisgestaltung für neue Spiele würde etwas Konkurrenz für Steam wirklich gut tun. 49,99 ist für mich einfach nicht akzeptabel...
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

ColdFever hat geschrieben:Für wie dumm hält EA seine Kunden?
Dreimal darfst Du raten ... :)
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Solon25
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Beitrag von Solon25 »

Kajetan hat geschrieben:
ColdFever hat geschrieben:Für wie dumm hält EA seine Kunden?
Dreimal darfst Du raten ... :)
Einmal reicht :mrgreen:
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