Neue Studie zum Spielekonsum
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Traurig ist, dass sich alle lächerlich über diese Studie machen. Keine Ahnung wo ihr lebt, aber ich finde 1,5 Stunden pro Tag schon grenzwertig.
Wenn ich mir hier einige XFire-Stats angucken, 350 Stunden Battlefield usw... OH MEIN GOTT!
Das Problem ist aus 0815 Sicht folgendes (mit Ausnahme von Extremfällen wie Arbeitslosigkeit oder was weiß ich):
Die Eltern, die arbeiten muessen, haben keinen Nerv sich um ihre Kids zu kümmern. Lieber wird ne Konsole, die ja jeder in der Klasse hat, hingeklatscht damit das 14 jährige, iphone-verwöhnte Kiddie, den Rand hält. Das ist grauenhaft... Ich hab früher im Stall gestromert und Katzen gejagt wo ich so alt war, hab mir Iglos aus Schnee gebaut, hatte Spaß.
Aber wenn ich mir die aktuelle Technikarroganz angucke und das übertrage auf die Zukunft Deutschlands, dann wird mir richtig schlecht. Alleine wie "großkotzig" einige ihr Sarkasmus- und Ironie-Gehabe immer preis geben und immer alles besser wissen, zeugt davon, wie Spiele normale Denkweisen beeinflussen.
Klar kann man zocken, ich hab auch mal extrem gezockt, aber ich bin froh dass diese Zeit vorbei ist, denn mit was sinnloseren kann man seine freie Zeit nicht verschwenden. Aktuell Spiel ich vielleicht 3 - 4 Stunden in der Woche...
Wenn ich mir hier einige XFire-Stats angucken, 350 Stunden Battlefield usw... OH MEIN GOTT!
Das Problem ist aus 0815 Sicht folgendes (mit Ausnahme von Extremfällen wie Arbeitslosigkeit oder was weiß ich):
Die Eltern, die arbeiten muessen, haben keinen Nerv sich um ihre Kids zu kümmern. Lieber wird ne Konsole, die ja jeder in der Klasse hat, hingeklatscht damit das 14 jährige, iphone-verwöhnte Kiddie, den Rand hält. Das ist grauenhaft... Ich hab früher im Stall gestromert und Katzen gejagt wo ich so alt war, hab mir Iglos aus Schnee gebaut, hatte Spaß.
Aber wenn ich mir die aktuelle Technikarroganz angucke und das übertrage auf die Zukunft Deutschlands, dann wird mir richtig schlecht. Alleine wie "großkotzig" einige ihr Sarkasmus- und Ironie-Gehabe immer preis geben und immer alles besser wissen, zeugt davon, wie Spiele normale Denkweisen beeinflussen.
Klar kann man zocken, ich hab auch mal extrem gezockt, aber ich bin froh dass diese Zeit vorbei ist, denn mit was sinnloseren kann man seine freie Zeit nicht verschwenden. Aktuell Spiel ich vielleicht 3 - 4 Stunden in der Woche...
14 Uhr, das wär schön.Tim1705 hat geschrieben: Ihr dürft ja nicht nur von eurer Situation ausgehen. Wenn ihr um 14 Uhr aus der Schule kommt und um 20 Uhr ins Bett gehen müsst (), dann ist der relative Anteil natürlich geringer. Mami hat ein Auge drauf!
Komme täglich um etwa 17:30 nach Hause und fülle mir den Abend bis zum Schlafengehen (etwa 22:30) mit Spielen, das ist zwar exzessiv, aber verwahrlost bin ich noch lange nicht.
Ich denke, sobald man erstmal einen Job hat, ändern sich die Zeiten so beträchtlich, dass man darüber ernsthaft nachdenkt...
- BIGTEATIME
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Richtig und da seh ich Probleme bei vielen. Die wissen nicht was normal ist und was nicht...Vodnik hat geschrieben:14 Uhr, das wär schön.Tim1705 hat geschrieben: Ihr dürft ja nicht nur von eurer Situation ausgehen. Wenn ihr um 14 Uhr aus der Schule kommt und um 20 Uhr ins Bett gehen müsst (), dann ist der relative Anteil natürlich geringer. Mami hat ein Auge drauf!
Komme täglich um etwa 17:30 nach Hause und fülle mir den Abend bis zum Schlafengehen (etwa 22:30) mit Spielen, das ist zwar exzessiv, aber verwahrlost bin ich noch lange nicht.
Ich denke, sobald man erstmal einen Job hat, ändern sich die Zeiten so beträchtlich, dass man darüber ernsthaft nachdenkt...
- SilentOpera
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Also ich fang um 7:30 Uhr an zu arbeiten. Und bin um 17 Uhr wieder zu Hause (Freitags früher). Dann kommt erstmal Training und das Studium dran. Und dann bissel zocken um runterzukommen. Früher (besonders während der Schulzeit) war das wesentlich mehr. Aber inzwischen gibts viele Dinge die wichtiger sind... Partys, Frauen, mein Auto, Sport, Frauen...
Ich muss dazu aber noch sagen das ich ein fast reiner Offlinezocker bin und daher nie die Erfahrung von Onlinespielsucht gemacht ab. Ich spiel weder WOW noch sonst ein MMORPG. Und auf Battlefield spiel nicht. Von daher sind 1,5 Stunden am PC wirklich eine lange Zeit. Die überschreite ich nur wenn wir mal 'ne kleine 10 Mann LAN machen. Und danach bin ich völlig erledigt.
Ich muss dazu aber noch sagen das ich ein fast reiner Offlinezocker bin und daher nie die Erfahrung von Onlinespielsucht gemacht ab. Ich spiel weder WOW noch sonst ein MMORPG. Und auf Battlefield spiel nicht. Von daher sind 1,5 Stunden am PC wirklich eine lange Zeit. Die überschreite ich nur wenn wir mal 'ne kleine 10 Mann LAN machen. Und danach bin ich völlig erledigt.
Zuletzt geändert von SilentOpera am 17.02.2011 11:49, insgesamt 1-mal geändert.


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was ist denn "normal"BIGTEATIME hat geschrieben:Richtig und da seh ich Probleme bei vielen. Die wissen nicht was normal ist und was nicht...Vodnik hat geschrieben:14 Uhr, das wär schön.Tim1705 hat geschrieben: Ihr dürft ja nicht nur von eurer Situation ausgehen. Wenn ihr um 14 Uhr aus der Schule kommt und um 20 Uhr ins Bett gehen müsst (), dann ist der relative Anteil natürlich geringer. Mami hat ein Auge drauf!
Komme täglich um etwa 17:30 nach Hause und fülle mir den Abend bis zum Schlafengehen (etwa 22:30) mit Spielen, das ist zwar exzessiv, aber verwahrlost bin ich noch lange nicht.
Ich denke, sobald man erstmal einen Job hat, ändern sich die Zeiten so beträchtlich, dass man darüber ernsthaft nachdenkt...

- SilentOpera
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Normal ist glaub ich schon etwas Auslegungssache... In Korea lachen die glaub ich wenn man denen sagt das 1,5 Stunden am Tag exzessiv sind.
Ich finds auch ehrlich schlimmer wenn Leute den ganzen Tag an der Glotze hängen und sich so unterhalterische Perlen wie "DSDS" oder "Mitten im Leben" ansehen...
:wink:
Man sollte nicht vergessen das man noch ein Leben jenseits des Bildschirms hat und seine sozialen Kontakte nicht vernachlässigen... Dann Beruf/Ausbildung und die eigene Gesundheit (Ich bin Sportsüchtig ich bekenne... ich Junkie).
Ich glaub wenn ich wirklich irgendwas Online spielen würde dann hätte ich schnell mehr als 2 Stunden am Tag zusammen. Gerade Rollenspiele sind schon sehr fesselnd. Hab gerade mit der Oblivion-Mod "Nehrim" wieder angefangen... Das ist echt ein Zeitkiller.
Ich finds auch ehrlich schlimmer wenn Leute den ganzen Tag an der Glotze hängen und sich so unterhalterische Perlen wie "DSDS" oder "Mitten im Leben" ansehen...
:wink:
Man sollte nicht vergessen das man noch ein Leben jenseits des Bildschirms hat und seine sozialen Kontakte nicht vernachlässigen... Dann Beruf/Ausbildung und die eigene Gesundheit (Ich bin Sportsüchtig ich bekenne... ich Junkie).
Ich glaub wenn ich wirklich irgendwas Online spielen würde dann hätte ich schnell mehr als 2 Stunden am Tag zusammen. Gerade Rollenspiele sind schon sehr fesselnd. Hab gerade mit der Oblivion-Mod "Nehrim" wieder angefangen... Das ist echt ein Zeitkiller.


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Es geht auch nicht darum, einmal 90 Minuten zu spielen, sondern jeden Tag. Das sind 10,5 Stunden in der Woche, während es der Durchschnitt laut Studie auf 6,25 Stunden bringt, also ungefähr jeden zweiten Tag 90 Minuten bzw jeden Tag eine knappe Stunde. Lesen -> Denken -> Schreiben scheinen manche "exzessive Spielernaturen" hier noch nicht ganz zu beherrschen. 
Vergleiche mit lebensnotwendigen Dingen wie Atmen und Wasser kann ich ohnehin nicht ernstnehmen.
Vergleiche mit lebensnotwendigen Dingen wie Atmen und Wasser kann ich ohnehin nicht ernstnehmen.
Ja, darüber habe ich mich auch gewundert.Homer-Sapiens hat geschrieben:90 Min/Tag => 'exzessives Spielen' ?
Da kann man sich schonmal fragen, haben sich die Leute hinter der Studie eigentlich mal mit mit der aktuellen Unterhaltungssoftware beschäftigt? Bei vielen Games lohnt sich unter 90 Minuten doch nichtmal das anfangen. Aber gilt man nicht auch schon als TV-Süchtel wenn man mehr als eine Stunde pro Tag die Kiste betrachtet?![]()
Im Bundesdurchschnitt schaut jeder ~200min TV pro Tag.
Das ist mehr als doppelt soviel wie diese 90min gamen.
Also wenn 90min gamen pro Tag exzessiv ist, dann sind 200min TV pro Tag ja quasi wie Dauerkoksen für den Drogenabhängigen.
Ich frage mich wer sich solche "Richtwerte" einfallen lässt.
Ich würde jedem eher empfehlen mehr zu gamen als TV zu glotzen, denn meist kommt im TV nur Mist und man ist nur passic. Gamen ist halt aktiv und ich spiele gezielt ein Spiel.
Beim TV zapped man doch eh nur von einem Käse zum Nächsten.
90 min pro Tag sind doch nichts. Hab ne 60-72 Std/Woche und bin froh wenn ich dann mal paar Stunden durch zocken abschalten kann.
Süchtige gehen anders ab, kenn ein WoW abhängigen der hat sein Job deswegen verloren. Hat sich krank schreiben lassen um spielen zu können, das mehrmals. Für ihn sind 17 Stunden spielen am Stück normal. Der hat so ziemlich keinen Bezug mehr zum "realen Leben". Hat Kontakt mehr oder weniger zu anderen abgebrochen.
Süchtige gehen anders ab, kenn ein WoW abhängigen der hat sein Job deswegen verloren. Hat sich krank schreiben lassen um spielen zu können, das mehrmals. Für ihn sind 17 Stunden spielen am Stück normal. Der hat so ziemlich keinen Bezug mehr zum "realen Leben". Hat Kontakt mehr oder weniger zu anderen abgebrochen.
Ich persönlich würde mich als lesesüchtig bezeichnen. Wenn ich mal kein Buch zur Hand habe, fehlt mir etwas. Zocken kann ich auch monatelang einmal sein lassen, aber ohne Lesestoff funktioniere ich nicht.crazillo hat geschrieben:Würde man jemanden, der mehr als 90 Minuten/Tag ein Buch ließt, als "lesesüchtig" bezeichnen?
Süchtig ist man in meinen Augen immer, wenn dasjenige einem wirklich fehlt, wenn man es nicht mehr hat. Egal ob man das positiv oder negativ betrachtet.
Versucht es mal an euch selbst. Spielt eine Woche lang nicht...dann dürftet ihr eigentlich Bescheid wissen.
@Topic
Mal wieder recht übertriebene Reaktion hier. Die Studie bezeichnet doch die 90-Minuten-Fraktion nicht als süchtig....tssts...dünnhäutig. :wink:
Und wer wirklich nach der Sinnhaftigkeit von sozialwissenschaftlichen Studien fragt, scheint mir wirklich recht unbedarft durchs Leben zu kommen. :wink:
Ich weiß nicht, aber wäre es nicht eine feine Idee ENDLICH mal wissenschaftlich stichhaltige Nachweise darüber zu haben, was denn Spiele mit uns machen und vor allem, was sie NICHT mit uns machen?Wulgaru hat geschrieben: Und wer wirklich nach der Sinnhaftigkeit von sozialwissenschaftlichen Studien fragt, scheint mir wirklich recht unbedarft durchs Leben zu kommen. :wink:
Was die Sinnhaftigkeit vieler sozialwissenschaftlicher Studien betrifft, so gebe ich Dir da trotzdem Recht. Man hat manchmal den Eindruck, dass so mancher Sozialwissenschaftler Sozialwissenschaftler geworden sind, nicht weil er das menschliche Wesen erforschen möchten, sondern weil er dachte man müsse in der Sozialwissenschaft weder logisch denken können, noch sich mit statistischen Methoden so auskennen, dass man sie nicht ständig falsch anwendet.
https://seniorgamer.blog/
Senior Gamer - Deutschlands führendes Gamer-Blog für alte Säcke!
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Es gibt mit dem Institut von Herrn Pfeiffer immerhin schon einmal eine wissenschaftliche Leitmeinung. Natürlich wird er hier kritisch gesehen, dass ist mir klar.
Allerdings haben Leitmeinungen die tolle Eigenschaft, nach einer Weile in Frage gestellt zu werden. Meistens natürlich von der nachfolgenden Generation von in diesem Falle Sozialwissenschaftlern bzw. Erziehungswissenschaftlern bzw. Psychologen (wieder ein gutes Beispiel dafür, wie viele Möglichkeiten es gibt an dieses Thema heranzugehen).
Deswegen ist für mich jede Studie die über das Thema Games gemacht wird sehr wichtig. Denn so wird dieses Thema mehr und mehr ernst genommen. Die Studien selbst müssen zunächst einmal gar nicht gut sein. Je mehr Meinungen, desto eher bilden sich "Schulen". Und dann kann die Debatte losgehen.
In diesem Falle habe ich übrigens den Eindruck, dass man recht vernünftig vorgegangen ist. Vielleicht hätte man einen eigenen Fragebogen entwerfen sollen, aber wer so etwas schon einmal gemacht hat, weiß warum man hier auf vorhandene (und nun einmal zur Zeit anerkannte) Blaupausen zurückgreift.
Allerdings haben Leitmeinungen die tolle Eigenschaft, nach einer Weile in Frage gestellt zu werden. Meistens natürlich von der nachfolgenden Generation von in diesem Falle Sozialwissenschaftlern bzw. Erziehungswissenschaftlern bzw. Psychologen (wieder ein gutes Beispiel dafür, wie viele Möglichkeiten es gibt an dieses Thema heranzugehen).
Deswegen ist für mich jede Studie die über das Thema Games gemacht wird sehr wichtig. Denn so wird dieses Thema mehr und mehr ernst genommen. Die Studien selbst müssen zunächst einmal gar nicht gut sein. Je mehr Meinungen, desto eher bilden sich "Schulen". Und dann kann die Debatte losgehen.
In diesem Falle habe ich übrigens den Eindruck, dass man recht vernünftig vorgegangen ist. Vielleicht hätte man einen eigenen Fragebogen entwerfen sollen, aber wer so etwas schon einmal gemacht hat, weiß warum man hier auf vorhandene (und nun einmal zur Zeit anerkannte) Blaupausen zurückgreift.
Getroffene Hunde bellen...
Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
--> Immanuel Kant
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"Life is like a box of chocolates. You never know what you're gonna get."
--> Forrest Gump
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