
klar dass ein Mensch wie der EA Boss seinen wahr gewordenen Traum in digital vertriebener Software sieht: Minimale Vertriebskosten, maximaler Kopierschutz bei theoretisch gleichem Umsatz, da die rein digitalen Produkte bisher mindestens das gleiche Kosten wie die verpackte Software im Laden.
Der Free-to-Play-Ansatz ist sicherlich ein Sonderfall im Spielehandel.
Ich denke, hier hat jeder selber die Verantwortung wie viel Geld er ausgibt, wobei ich das genannte Beispiel von 5000 $ für ein Gerücht, oder für blanken Wahnsinn halte, egal wie vermögend der Spieler auch sein mag.
So was hört man sonst nur aus der Glückspielbranche.
Was jedenfalls den Vertrieb von "normalen" Single- und Multiplayertiteln wie "Mass Effect", "Darksiders" oder auch "Starcraft" halte ich es für fast unmöglich, dass das Einzelhandelsgeschäft seine Position verliert.
Es ist einfach nicht das gleiche, eine Verpackung mit DVD und gedrucktem Handbuch + evtl. weitere Beilagen ("Collector's Edition" ö.ä.), etc. wie den reinen Softwarecode zu erstehen, für mindestens das gleiche Geld.
Finanziell ist für den Verbraucher dazu auch der Wiederverkaufswert eines gebrauchten Spiels nicht zu unterschätzen!!
Dadurch ist es ökonomischer Blödsinn, für einen identischen Preis die digitale Software bei einem Portal wie Steam zu erstehen.
Nichts allgemein gegen Steam, ich nutze es selber gelegentlich sehr gerne:
Für Budget-Käufe und die Sonderangebote - da stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis dann meistens.
Aber am Beispiel "Darksiders": Steam bot diesen Titel online für knapp 50 € an, als er längst bei Anbietern wie Amazon oder Media Markt als schick aufgemachtes "Hell Book" für etwa 30 € zu haben war.
Hier sieht man, das der Einzel- und Zwischenhandel auch sehr verbraucherfreundlich sein kann, auch wenn es dafür solcher Größen wie eben Amazon oder der Metro-Kette bedarf.
Neuerdings versuchen Firmen wie Ubisoft oder neuerdings Activision-Blizzard diese Argumente zwar zu unterdrücken, indem man meint, auch bei Software die auf Datenträgern verkauft wird, verkaufe man ja eigentlich nur ein "Nutzungsrecht", dass zudem auch noch limitiert wird.
Diese Spiele werden also nur zum gewohnten Spielevollpreis vermietet!
Sorry, aber da kann ich auch gleich in die Videothek gehen.
Schade, dass so viele Verbraucher und Spielefans sich diese Machenschaften gefallen lassen.
Auch wenn ich mich bisher zu den Blizzard-Fans gezählt habe, Starcraft habe ich bisher noch nicht, und werde es auch erst kaufen, wenn mir der Preis für das "Nutzungsrecht" angemessen erscheint.
Dafür gibt es zum Glück genügend andere ausgezeichnete Videospiele.
