StarCraft II: Offline-Probleme

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Nbass
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Beitrag von Nbass »

KUGA hat geschrieben:son quatsch kopierschutz hin oder her.
Entweder ein Spieler kauft sich ein spiel, oder er hat es sich geladen. Ich habe noch nie gehört, dass sich jemand ein spiel gekauft hat, weil man es nicht brennen kann!
eher weil mans sonst nicht online spielen kann. Aber jeder hat irgendnen Kumper, der sich auskennt und alles cracken kann!
Ja wir sind doch alle irgendwie vernetzt mit dem CCC und jeder hat nen kleinen cracker/hacker als Freund...

Im übrigen ist im Falle von SCII warscheinlich für einen Großteil der Leute der Onlinepart ausschlaggebend...
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Nbass
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Beitrag von Nbass »

vapoware|ROX hat geschrieben:1. valve zeigt seit jahren wie es funktioniert, hatte zumindest erst ein einziges mal probleme ein valve spiel im offline modus zu starten.

2. besteht kopierschutz heutzutage aus qualität und mp modus, wer freiwillig auf gecrackten servern spielt ist entweder schmerzfrei oder ein cheater und einen singleplayer kann man einfach nicht mehr schützen, bestes beispiel sc2, glaub den ersten sp crack hab ich ein oder 2 tage nach release gesehen.

3. ist es bei keinem anderen genre so wichtig leute an ihr spiel zu binden wenn sie es gekauft haben, möchte gar nicht wisse wie viele einheiten von sc2 bereits nach einem monat ungenutzt 'vergammeln'.

bei sc2 deutet leider alles auf den schutz vor dem 2nd hand markt hin, weil qualität und mp bereits der beste kopierschutz sind und das drm system a.k.a bnet 0.2 absolut unausgereift daher kommt und man nur bei seinem eigenen produkt (wow) geschaut hat wie es geht und nicht bei der konkurenz die es bereits viel besser im griff hat. kosten minimieren und profit maximieren, kann man keiner firma vorwerfen aber wenn der kunde dabei auf der strecke bleibt ist es einfach ein risen problem. stellt euch mal vor ihr kauft ein auto und das könnt ihr einmal die woche nicht für die fahrt zu arbeit nutzen weil es gerade updatet oder die letzte firmware der meinung ist, dass man montags kein auto fahren sollte.
Beim Auto nennt man das Defekt und lässt es in ner Werkstatt reparieren, unglaublich aber das ist doch wirklich schon vielen vielen Autobesitzern passiert. Ich weiß nicht ob es Statistiken dazu gibt ;), aber frag doch mal in deinem Freundes und Bekanntenkreis.. erstaunlich wie viele Leute so etwas schon erlebt haben.

Im übrigen passiert sowas auch bei Spielen: Wir wissen darum und reparieren es (patch)..

Tut mir leid, aber das musste jetzt mal raus!
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anigunner
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Beitrag von anigunner »

Das größte Problem an der ganzen Geschichte ist manchmal echt die Hysterie. Für viele gibt es nur schwarz/weiß, ganz oder gar nicht. Ist das Produkt in irgendeiner Form kopiergeschützt wird es nicht gekauft. Hat das Spiel nen Autoheal wird es nicht gekauft. Ist das Spiel etwas zu bunt wird es nicht gekauft. Ich meine jeder hat das Recht seine Meinung kundzutun und demesprechend zu handeln, aber manchmal ist mir das echt zu extrem.

Ich stehe dem DRM-Wahnsinn auch kritisch gegenüber, und für mich ergeben die immer strengeren Maßnahmen keinen Sinn. Weil sie meiner Meinung nach eher Kunden abschrecken als binden. Aber irgendeinen Sinn wird es für die Publisher schon geben, sonst würden sie es nicht machen. Vielleicht Aktionäre beruhigen, was weiß ich. Als Normalwissender kann man nicht über alles Bescheid wissen.

Egal welcher Kopierschutz kommt, er wird früher oder später geknackt. Jeder ehrlicher Kunde der durch eine Kopierschutzmaßnahme leidet ist einer zu viel. Und wir bewegen uns durch DRM und DLC langsam in Bereche die ich auch nicht mehr gutheißen kann. Aber ich gehe nicht her und watschel einen Spielhersteller/Publisher sofort entgültig ab wenn er etwas macht was mir nicht gefällt. Da muss schon eine Summe zusammenkommen wie z-B Ubisoft das ich dann sage der Laden hat so viel Mist genaut in letzter Zeit, das er für mich erstmal nicht mehr in Frage kommt.
Im Falle von Blizzard weiß ich das die Produkte bisher gut waren. Das Server nicht sofort abgeschalten werden wenn ein Spiel nicht mehr rentabel ist (Könnte auch heute noch Diablo 1 online spielen wenn mir danach wäre), das ist vertrauen das sie sich durch viele Jahre aufgebaut haben.

Aber jeder der in einer Dienstleistungbranche arbeitet weiß Vertrauen aufbauen ist langwierig und schwer... es zerstören geht sehr schnell. Blizzard hat durch die letzten Maßnahmen auch bei mir etwas Vertrauen eingebüßt. Sei es durch den Wegfall des LAN-Modus, der Versuch den Gebrauchtmarkt zu torpedieren, das fehlerhafte Battlenet 2 mit seiner sterilen Oberfläche und und und. Ich begleite das kritisch, aber ich habe für mich entschieden das ich trotzdem das Produkt kaufe. Wissendlich das ich einen Onlinezwang habe wenn man so will. Aber da ich SC2 nach der Kampange eh nur online betreiben will ist mir das in dem Fall "egal", oder anders ausgedrückt ich kann damit erstmal leben.

Andere Hersteller und Spiele mit dem Onlinezwang meide ich. Vor allem wenn es sich um ein "reines" Singleplayerspiel handelt, der der "Kopierschutz" so massiv eingreift das er mich aus dem Spiel kickt wenn die Interverbindung fehlschlägt (Assassins Creed). Oder mich zwingt jedes Menge zusätzliche nutzlose Programme am laufen zu halten (GTA 4). Das sind dann Sachen wo ich für mich sage da ist eine Grenze überschritten, dieses Produkt wird so nicht gekauft. Aber auch nicht kostenlos aus dem Internet gezogen oder später aus der Grabbelkiste gezogen, nichts.

Ich bin der Meinung jeder sollte diese Entiwicklung kritisch begleiten, aber man sollte nicht so verbohrt sein und einfach alles generell an den Pranger stellen. Jeder sollte für sich entscheiden ob die Vorteile die Nachteile überwiegen. In meinem Fall war es bei SC2 das ich die Kröten geschluckt habe, aber es auch ein paar Sympathiepunkte gekostet. Sollte Blizzard die Maßnahmen verschärfen oder sich das Vertrauen verspielen wird das nächste Spiel nicht mehr gekauft. So einfach ist das. Im Endeffekt sollte jeder hier so weit medienkritisch sein das er für sich selbst abschätzen kann was er noch unterstützen will- und kann.

Dieses "früher war alles besser" oder "Alle Publisher/Entwickler sind geldgeile Säcke wenn Sie ihre Produkte nicht frei auf den Markt schmeißen" geht mir ehrlichgesagt etwas auf die Nerven. Es gibt ja noch eine Welt dazwischen. Wenn man sich nicht damit rumschlagen will gibt es ja noch die Modszene und die kleinen Entwickler die auch sehr gute Produkte machen.

Ich für meinen Teil kann sagen ich bereue es nicht SC2 gekauft zu haben, da die Freude den Ärger bei weitem übertrifft. Ich habe auch nicht vor den Titel wieder zu verkaufen, er kommt zu meiner kleinen Sammlung ins Regal. Ich bin kein Massenkonsument, sondern picke mir nur die Perlen raus, die ich auch in mehreren Jahren wieder auspacken und nochmal spielen würde.

Sollte aber der Trend weiterhin anhalten oder sich gar verschlimmern, dann kommt der nächste Erwerb von Blizzard unter Umständen nicht mehr in Frage.
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Nbass
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Beitrag von Nbass »

anigunner hat geschrieben:Das größte Problem an der ganzen Geschichte ist manchmal echt die Hysterie. Für viele gibt es nur schwarz/weiß, ganz oder gar nicht. Ist das Produkt in irgendeiner Form kopiergeschützt wird es nicht gekauft. Hat das Spiel nen Autoheal wird es nicht gekauft. Ist das Spiel etwas zu bunt wird es nicht gekauft. Ich meine jeder hat das Recht seine Meinung kundzutun und demesprechend zu handeln, aber manchmal ist mir das echt zu extrem.

Ich stehe dem DRM-Wahnsinn auch kritisch gegenüber, und für mich ergeben die immer strengeren Maßnahmen keinen Sinn. Weil sie meiner Meinung nach eher Kunden abschrecken als binden. Aber irgendeinen Sinn wird es für die Publisher schon geben, sonst würden sie es nicht machen. Vielleicht Aktionäre beruhigen, was weiß ich. Als Normalwissender kann man nicht über alles Bescheid wissen.

Egal welcher Kopierschutz kommt, er wird früher oder später geknackt. Jeder ehrlicher Kunde der durch eine Kopierschutzmaßnahme leidet ist einer zu viel. Und wir bewegen uns durch DRM und DLC langsam in Bereche die ich auch nicht mehr gutheißen kann. Aber ich gehe nicht her und watschel einen Spielhersteller/Publisher sofort entgültig ab wenn er etwas macht was mir nicht gefällt. Da muss schon eine Summe zusammenkommen wie z-B Ubisoft das ich dann sage der Laden hat so viel Mist genaut in letzter Zeit, das er für mich erstmal nicht mehr in Frage kommt.
Im Falle von Blizzard weiß ich das die Produkte bisher gut waren. Das Server nicht sofort abgeschalten werden wenn ein Spiel nicht mehr rentabel ist (Könnte auch heute noch Diablo 1 online spielen wenn mir danach wäre), das ist vertrauen das sie sich durch viele Jahre aufgebaut haben.

Aber jeder der in einer Dienstleistungbranche arbeitet weiß Vertrauen aufbauen ist langwierig und schwer... es zerstören geht sehr schnell. Blizzard hat durch die letzten Maßnahmen auch bei mir etwas Vertrauen eingebüßt. Sei es durch den Wegfall des LAN-Modus, der Versuch den Gebrauchtmarkt zu torpedieren, das fehlerhafte Battlenet 2 mit seiner sterilen Oberfläche und und und. Ich begleite das kritisch, aber ich habe für mich entschieden das ich trotzdem das Produkt kaufe. Wissendlich das ich einen Onlinezwang habe wenn man so will. Aber da ich SC2 nach der Kampange eh nur online betreiben will ist mir das in dem Fall "egal", oder anders ausgedrückt ich kann damit erstmal leben.

Andere Hersteller und Spiele mit dem Onlinezwang meide ich. Vor allem wenn es sich um ein "reines" Singleplayerspiel handelt, der der "Kopierschutz" so massiv eingreift das er mich aus dem Spiel kickt wenn die Interverbindung fehlschlägt (Assassins Creed). Oder mich zwingt jedes Menge zusätzliche nutzlose Programme am laufen zu halten (GTA 4). Das sind dann Sachen wo ich für mich sage da ist eine Grenze überschritten, dieses Produkt wird so nicht gekauft. Aber auch nicht kostenlos aus dem Internet gezogen oder später aus der Grabbelkiste gezogen, nichts.

Ich bin der Meinung jeder sollte diese Entiwicklung kritisch begleiten, aber man sollte nicht so verbohrt sein und einfach alles generell an den Pranger stellen. Jeder sollte für sich entscheiden ob die Vorteile die Nachteile überwiegen. In meinem Fall war es bei SC2 das ich die Kröten geschluckt habe, aber es auch ein paar Sympathiepunkte gekostet. Sollte Blizzard die Maßnahmen verschärfen oder sich das Vertrauen verspielen wird das nächste Spiel nicht mehr gekauft. So einfach ist das. Im Endeffekt sollte jeder hier so weit medienkritisch sein das er für sich selbst abschätzen kann was er noch unterstützen will- und kann.

Dieses "früher war alles besser" oder "Alle Publisher/Entwickler sind geldgeile Säcke wenn Sie ihre Produkte nicht frei auf den Markt schmeißen" geht mir ehrlichgesagt etwas auf die Nerven. Es gibt ja noch eine Welt dazwischen. Wenn man sich nicht damit rumschlagen will gibt es ja noch die Modszene und die kleinen Entwickler die auch sehr gute Produkte machen.

Ich für meinen Teil kann sagen ich bereue es nicht SC2 gekauft zu haben, da die Freude den Ärger bei weitem übertrifft. Ich habe auch nicht vor den Titel wieder zu verkaufen, er kommt zu meiner kleinen Sammlung ins Regal. Ich bin kein Massenkonsument, sondern picke mir nur die Perlen raus, die ich auch in mehreren Jahren wieder auspacken und nochmal spielen würde.

Sollte aber der Trend weiterhin anhalten oder sich gar verschlimmern, dann kommt der nächste Erwerb von Blizzard unter Umständen nicht mehr in Frage.
Na endlich mal jemand mit ner differenzierten Aussage... Ich geb dir uneingeschränkt recht!
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Zakharias
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Beitrag von Zakharias »

Ich weiss ja echt nicht was ihr habt. Habe gerade das Internetkabel ausgezogen und Starcraft2 gestartet. Es kam ne Meldung, der Computer sei nicht mit dem Internet verbunden. Also klick ich auf den "Offline Mode" Button, und voilà, mein Profil wird geladen, zwar keine Achievements mehr aber was solls, ich kann easy im Zug auf dem Laptop daddeln.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Ich formuliere es mal so: Statt tatsächlich pauschal die Publisher zu verteufeln (Wobei das auch helfen kann, einen schlechten Ruf wollen die normalerweise alle nicht. Was nicht heißt, dass manche nicht wunderbar damit leben!), sollte man wirklich in jedem Fall individuell abwägen, ob man das Produkt möchte.
In meinem Falle war für mich in SC2 nur der Solo Modus interessant (I suck at MP). Der ist aber kein echter Solomodus, ist zu verknüpft mit dem Bnet, Realid wurde zwar gekippt, lag aber nicht in meinem Interesse, etc.
Also kaufe ich das Spiel nicht.

Jetzt habe ich aber die Herausforderung, dem Publisher mitzuteilen, warum ich das Programm nicht gekauft habe.
Ich mache nämlich einen Unterschied zwischen "Technisch Schrott" und "Bedingungen schmecken mir nicht".

Einfach nicht kaufen greift mir zu kurz, denn damit gebe ich dem Publisher keine Chance, sein Angebot zu verbessern, auf dass er mich als Kunden gewinne. (Wobei ich da seit geraumer Zeit häufig den gegenteiligen Ansatz sehe...)
Nur wo? info@publisher.topleveldomain?
Offizielles Forum?
Woanders rumblöken?

Genial wäre natürlich, wenn meine Variante Wäregernekunde eine Mail schicken würde. Wenn *dann* noch die Zahl der Mails signifikant wird, dann tritt normalerweise erst eine Änderung ein.
Also wenn der Publisher sieht, dass er potentielle Kunden erreichen könnte, wenn er entsprechend was ändern würde.

Aber DAS ist wieder gefährlich. Was machst Du, wenn es um ein Feature geht, dass die Fanbasis spaltet? (Other M z.B.) Auf wen sollst Du hören?
Wie kannst Du es den Kunden und denen, die Deine Kunden werden möchten gerecht machen?

Wüsste ich es, wäre ich reich. ;)

Einige Dinge sind einfach: Features aus der Vergangenheit, die den Entwickler nicht viel kosten, an der Spielbarkeit nichts ändern, aber die Möglichkeiten des Kunden erweitern, wieder einbauen. Natürlich meine ich da primär den LAN Modus oder die Möglichkeit, eigene Dedicated oder zumindest eigene, private Spiele aufzusetzen.
Features, die nur Geld kosten aber kurz, mittel und langfristig sinnfrei sind, einfach streichen. Damit meine ich natürlich Kopierschutzmaßnahmen, die den Kunden! massiv beschränken.

anigunner
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Beitrag von anigunner »

Sir Richfield hat geschrieben:Ich formuliere es mal so: Statt tatsächlich pauschal die Publisher zu verteufeln (Wobei das auch helfen kann, einen schlechten Ruf wollen die normalerweise alle nicht. Was nicht heißt, dass manche nicht wunderbar damit leben!), sollte man wirklich in jedem Fall individuell abwägen, ob man das Produkt möchte.
In meinem Falle war für mich in SC2 nur der Solo Modus interessant (I suck at MP). Der ist aber kein echter Solomodus, ist zu verknüpft mit dem Bnet, Realid wurde zwar gekippt, lag aber nicht in meinem Interesse, etc.
Also kaufe ich das Spiel nicht.
Also wenn man nur am Singleplayerpart interessiert wäre, dann hätte ich mir das Spiel auch nicht gekauft. In dem Punkt kann ich dich verstehen ;)

Wegen dem Multiplayerpart, ich verliere auch deutlich öfter als das ich gewinne. SC2 ist schnell, und Fehler werden sofort ausgenutzt. Man muss schon eine gewisse Geduld haben um nach den ersten Matches das Spiel nicht sofort in die Ecke zu pfeffern. Du kannst mir echt glauben das ich öfters ziemlich fluchend vor dem Monitor gesessen bin. Aber wenn man zumindest mal die Grundlagen drauf hat hat man eine Chance auch mal zu gewinnen... lasses mich so ausdrücken.
Sir Richfield hat geschrieben: Jetzt habe ich aber die Herausforderung, dem Publisher mitzuteilen, warum ich das Programm nicht gekauft habe.
Ich mache nämlich einen Unterschied zwischen "Technisch Schrott" und "Bedingungen schmecken mir nicht".

Einfach nicht kaufen greift mir zu kurz, denn damit gebe ich dem Publisher keine Chance, sein Angebot zu verbessern, auf dass er mich als Kunden gewinne. (Wobei ich da seit geraumer Zeit häufig den gegenteiligen Ansatz sehe...)
Nur wo? info@publisher.topleveldomain?
Offizielles Forum?
Woanders rumblöken?
Du kannst deine Meinung öffentlich kund tun... über Foren, Twitter, Blog, whatever. Du alleine hast natürlich kaum Aufmerksamkeit, aber wenn das mehrere machen dann bist du ein Teil eines ganzen. Ich bin sicher Blizzard hat neben den ganzen Verkäufen auch sicher bemerkt das ihnen diesmal ein ziemlich Wind entgegengekommen ist. Es ist interessant zu sehen wie sie die nächsten Wochen/Monate darauf reagieren werden. Spätenstens bei Diablo 3 werden wir sehen welche Lehren sie daraus gezogen haben, oder halt auch nicht. Und das ist dann der Punkt an dem wieder bewertet wird kaufe ich das Spiel unter diesen Bedingungen, oder halt nicht. Es liegt in deren Händen.

Die mächtigste Waffe des Kunden ist und bleibt immer noch der Geldbeutel. Ihr seid nicht abhängig von den Produkten, also wenn es euch nicht zusagt.... kauft es nicht.
Sir Richfield hat geschrieben: Genial wäre natürlich, wenn meine Variante Wäregernekunde eine Mail schicken würde. Wenn *dann* noch die Zahl der Mails signifikant wird, dann tritt normalerweise erst eine Änderung ein.
Also wenn der Publisher sieht, dass er potentielle Kunden erreichen könnte, wenn er entsprechend was ändern würde.
So nobel der Gedanke ist, das wird sich kaum umsetzen lassen. Es gibt genug die hier rumpampen, aber sich das Spiel im Endeffekt dann doch kaufen. Und es gibt die schweigende Mehrheit bzw. Leute die nicht aktiv online aktiv sind oder beteiligen wollen. Die wirst du so gar nicht erreichen. Im Prinzip bleibt nur das Auswerten der ganzen Beiträge und Umfragen, um sich ein wages Bild vom Feedback zu machen. Es gibt Firmen, die sind darauf spezialisiert, so komplex ist das.

Sir Richfield hat geschrieben: Aber DAS ist wieder gefährlich. Was machst Du, wenn es um ein Feature geht, dass die Fanbasis spaltet? (Other M z.B.) Auf wen sollst Du hören?
Wie kannst Du es den Kunden und denen, die Deine Kunden werden möchten gerecht machen?
Du wirst es nie allen Recht machen. Alte Zöpfe abschneiden kann schmerzhaft und falsch sein, aber auch befreiend. Im Endeffekt muss der Entwickler wissen was er abliefern will, und was die Kunden wollen. Seine Aufgabe ist es dann eine möglichst große Schnittmenge hinzubekommen.
Sir Richfield hat geschrieben: Wüsste ich es, wäre ich reich. ;)
Oh ja :)
Sir Richfield hat geschrieben: Einige Dinge sind einfach: Features aus der Vergangenheit, die den Entwickler nicht viel kosten, an der Spielbarkeit nichts ändern, aber die Möglichkeiten des Kunden erweitern, wieder einbauen. Natürlich meine ich da primär den LAN Modus oder die Möglichkeit, eigene Dedicated oder zumindest eigene, private Spiele aufzusetzen.
Du musst bedenken das an der Stelle nicht der Aufwand die Bremse ist, sondern der politische Hintergrund. Ich denke Blizzard will damit mehr Kontrolle im eSport erreichen, und verhindern das Hacker ihre gecrackten Versionen auf eigenen Servern betreiben können. Wenn man die letzten Jahre die Nachrichten gesehen hat war Blizzard in der Hinsicht sehr aktiv solche Betreiber zu verklagen und stillzulegen.

Daher glaube ich nicht das der LAN-Modus wieder kommen wird. Blizzard ist auf Kontrolle aus, und von dem Glauben werden sie so schnell nicht wieder abkommen. Man kann es auf der einen Seite soweit verstehen, aber ich halte diese Maßnahme auch für total übertrieben.
Sir Richfield hat geschrieben: Features, die nur Geld kosten aber kurz, mittel und langfristig sinnfrei sind, einfach streichen. Damit meine ich natürlich Kopierschutzmaßnahmen, die den Kunden! massiv beschränken.
Wäre ich sofort mit dabei. Und nach logischen Gesichtspunkten wäre das auch die einzig richtige Lösung, aber wir wissen leider nicht was im Hintergrund abläuft. Wer da an welcher Stelle Druck macht. Im Prinzip wird das Argumernt "Raubkopierer" wie ein Kuhfänger vor sich hergeschoben, und alle anderen Argumente und Bedenken werden damit zur Seite gedrückt. Das sie sich damit selbst beschädigen und eben den Raubkopierern jede Menge Argumente zuspielen, das bemerken die gar nicht. Aber ich sage mal so, entweder sie fliegen damit auf lange Sicht auf die Schnauze, oder es finden sich doch genug Schäfchen die unkritisch alles kaufen was ihnen vorgesetzt wird. Und wenn ich mir so die Medienlandschaft ankucke.....

Wahrscheinlich werden die Schäfchen gewinnen :(
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Worrelix
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Beitrag von Worrelix »

Sir Richfield hat geschrieben: Realid wurde zwar gekippt,
Lediglich die Nennung der echten Namen in den offiziellen Foren wurde zurückgenommen, der ganze Rest der Real ID ist genauso wie vorher.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Worrelix hat geschrieben:Lediglich die Nennung der echten Namen in den offiziellen Foren wurde zurückgenommen, der ganze Rest der Real ID ist genauso wie vorher.
Stimmt vollkommen. Ich ging mal wieder vom mitdenkenden Leser aus. ;) (Zu recht, wie Du beweist.)
Paranoide wie ich sagen übrigens: "Wurde vorerst gekippt"...

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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

anigunner hat geschrieben:Aber wenn man zumindest mal die Grundlagen drauf hat hat man eine Chance auch mal zu gewinnen... lasses mich so ausdrücken.
Dessen bin ich mir seit SC1 bewußt. Und SC1 hat mir ja auch gezeigt, dass das nicht meine Sorte Spaß ist. So einfach ist das.
ARPG im Coop oder einige Egoshooter im PvP im Netz sind für mich kein Problem. Bei RTS habe ich einfach keine Lust.
Spätenstens bei Diablo 3 werden wir sehen welche Lehren sie daraus gezogen haben, oder halt auch nicht. Und das ist dann der Punkt an dem wieder bewertet wird kaufe ich das Spiel unter diesen Bedingungen, oder halt nicht. Es liegt in deren Händen.
Jupp, wie das Geld in meinen. ;)
Du wirst es nie allen Recht machen. Alte Zöpfe abschneiden kann schmerzhaft und falsch sein, aber auch befreiend. Im Endeffekt muss der Entwickler wissen was er abliefern will, und was die Kunden wollen. Seine Aufgabe ist es dann eine möglichst große Schnittmenge hinzubekommen.
Ich führe da gerne Mythos als Beispiel an. Was passiert, wenn man zu sehr auf einige Laute hört. Die waren dann nur noch über, haben weiter gemeckert und der ganze Rest ist leise, still und heimlich abgesprungen.
Mit Torchlight sind die back to the roots und siehe - es verkauft sich recht prächtig.
Du musst bedenken das an der Stelle nicht der Aufwand die Bremse ist, sondern der politische Hintergrund.
Das ist mir bekannt und das ist auch mein Problem damit.
Wenn es wirklich technische Gründe hätte, also der LAN an sich wirklich und vollkommen irrelevant ist (Wie BNC Netze), DANN könnten sie es gerne weglassen.
Da aber immer noch viele gerne im LAN spielen und DSL nicht überall, etc. pp. altbekannte Argumente...
Wahrscheinlich werden die Schäfchen gewinnen :(
Kurzfristig, ja... Aber sogar die MI hat gelernt, dass irgendwann jedes Schaf geschoren ist.

anigunner
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Beitrag von anigunner »

Sir Richfield hat geschrieben:Dessen bin ich mir seit SC1 bewußt. Und SC1 hat mir ja auch gezeigt, dass das nicht meine Sorte Spaß ist. So einfach ist das.
ARPG im Coop oder einige Egoshooter im PvP im Netz sind für mich kein Problem. Bei RTS habe ich einfach keine Lust.
Also wenn dir RTS so gar nicht liegt dann ist SC2 in keinem Fall dein Spiel. Dann hat sich die Frage diesbezüglich von Anfang an erledigt. Wobei es für Starcraft 2 schon Mods gibt die z.B den Sidescroller Metal Slug nachgestellt haben. Sogar ein Egoshootermod ist in der Mache, dieser Karteneditor scheint relativ mächtig zu sein ;)
Sir Richfield hat geschrieben: Ich führe da gerne Mythos als Beispiel an. Was passiert, wenn man zu sehr auf einige Laute hört. Die waren dann nur noch über, haben weiter gemeckert und der ganze Rest ist leise, still und heimlich abgesprungen.
Mit Torchlight sind die back to the roots und siehe - es verkauft sich recht prächtig.
Ich habe Torchlight mal angespielt, aber es ist gar nicht mein Ding. Im Prinzip isses nen 1:1 Diabloklon in besserer Grafik. Wenn ich Diablo haben will lege ich mir die CD ins Laufwerk und spiele den Klassiker....
Will damit sagen das Spiel hat für mich nicht genug "eigenes" um als eigenständiges Exemplar angesehen zu werden. Und das ist für mich wichtig das ein Spiel einen eigenen Charakter hat.
Muss nicht heißen das man immer das Rad neu erfinden muss, aber es hebt sich aus dem Meer aus Diabloclones nicht besonders hervor. Zumindest für mich.

Back to the roots funktioniert nur wenn man welche hat. Und wenn diese Wurzel auch erfolgreich waren. Heißt es muss eine Fanbase dazu existieren.
Wenn man die Wurzeln eines anderes kopiert dann sollte man auch genug eigenes mit einbringen um sich hervorzuheben. Torchlight wäre für mich so ein Fall wo das nicht geklappt hat. Starcraft 2 hat die Wurzeln des Vorgänges übernommer und sachte weiterentwickelt. Hier funktioniert das Konzept, auch wenn manche den mangelnden Unterschied zum Vorgängen monieren.
Sir Richfield hat geschrieben: Das ist mir bekannt und das ist auch mein Problem damit.
Wenn es wirklich technische Gründe hätte, also der LAN an sich wirklich und vollkommen irrelevant ist (Wie BNC Netze), DANN könnten sie es gerne weglassen.
Da aber immer noch viele gerne im LAN spielen und DSL nicht überall, etc. pp. altbekannte Argumente...
Man kann SC2 auch auf LAN´s spielen, aber der Aufwand dazu ist deutlich höher als beim ersten Teil. Ich bin mir auch unschlüssig wie SC2 sich im eSport durchsetzen wird oder nicht, auf lokalen LAN-Parties wird es vermutlich nur eine kleine Rolle spielen. Ich denke das ist der Preis, den Blizzard in Kauf nimmt. Vermutlich bauen sie darauf das immer mehr Leute einen Internetanschluss haben, und daher online spielen. Leute ohne Internet kucken bei SC2 komplett in die Röhre.
Sir Richfield hat geschrieben: Kurzfristig, ja... Aber sogar die MI hat gelernt, dass irgendwann jedes Schaf geschoren ist.
Die Spieleindustrie ist schlicht und ergreifend überhitzt. Man haut in immer künzeren Abständen Spiele raus, und der Zeitraum in dem ein Spiel noch Geld macht wird immer kleiner. Klar das dann Innovation und Experimentierfreude sich zurückhalten. Von Qualität ganz zu schweigen. Die Spiele werden daher auch immer "massenkompatibler", so das eine möglichst breite Käuferschicht vorhanden ist.
Release auf allen System, "unterhaltsam" wie ein Kinofilm, aber ohne tiefere Substanz. Einarbeiten? fordender aber fairer Schwierigkeitsgrad? Spiele sind immer mehr wie Fastfood, man stopft es in sich rein aber es sättigt kaum noch.
Spiele werden immer teuerer in der Produktion, und wenn dann eines floppt macht sich das deutlich bemerkbar. War meinst du warum die so hinterher sind den Kunden mit DRM und allen möglichen Maßnahmen an die kurze Leine zu nehmen? Oder dich so mit Werbung zubomben?
In meinen Augen ist das schon fast ein Zeichen für Panik, die Branche hat sich da in einen Teufelskreis gebracht aus dem sie nicht so schnell rauskommt. Vielleicht musses erst nen richtigen Knall geben bevor die Überlebenden die Chance bekommen nochmal neu anzufangen. Weil so kann es auf Dauer nicht weitergehen.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

anigunner hat geschrieben:Also wenn dir RTS so gar nicht liegt dann ist SC2 in keinem Fall dein Spiel.
Kleines Mißverständnis: Ich mag RTS! Ich mag kein PvP RTS!
Ich habe keine Lust, mich gegen unbekannte, menschliche Gegner in einem RTS zu verbessern. Schon gar nicht in Starcraft, weil man da den Skill haben muss, einige festgelegte Strategien umsetzen zu können.
Für mich ist Starcraft so, als würde ich beim Schach bei jedem Zug dreimal um den Block laufen müssen.
Ich habe Torchlight mal angespielt, aber es ist gar nicht mein Ding. Im Prinzip isses nen 1:1 Diabloklon in besserer Grafik. Wenn ich Diablo haben will lege ich mir die CD ins Laufwerk und spiele den Klassiker....
Will damit sagen das Spiel hat für mich nicht genug "eigenes" um als eigenständiges Exemplar angesehen zu werden. Und das ist für mich wichtig das ein Spiel einen eigenen Charakter hat.
Das Spiel kann fast nichts eigenes haben, weil viele der Entwickler alte Diablo Entwickler sind. Torchlights Musik klingt nicht zufällig wie Diablos Musik. ;)
Und komm die Einflüsse von Fate (Der Entwickler ist auch nach Torchlight) machen das schon zu was eigenem. Oder kannst Du in Diablo Angeln gehen? *gg*
Muss nicht heißen das man immer das Rad neu erfinden muss, aber es hebt sich aus dem Meer aus Diabloclones nicht besonders hervor. Zumindest für mich.
Geschmack, streiten und so. Für mich hebt es sich aus der Masse (welcher Masse in letzter Zeit) der Diablo Klone (Abgesehen von Sacred und Titan Quest) insofern hervor, als dass es funktioniert. Torchlight ist simples Dinge totklicken ohne unique selling point feature, dass das nicht funktioniert.
Man kann sagen, ich finde TL so gut gerade WEIL es ein "echter" Klon ist.
Back to the roots funktioniert nur wenn man welche hat. Und wenn diese Wurzel auch erfolgreich waren. Heißt es muss eine Fanbase dazu existieren.
Die Wurzeln und die Fanbase dazu war die Mythos Alpha. Da hat Mythos ausgesehen und sich gespielt wie Torchlight. Abgesehen vom fehlenden Content und so gut wie keiner Balance konnte man das schon gut spielen.
Dann haben die Leute laut nach Content geschrien.
Es gab ein Mythos mit Content aber immer noch keiner Balance.
Dann haben die Leute nach WoW Cam geschrien.
Es gab ein Mythos mit Content und WoW Cam und immer noch keiner Balance.
Dann haben die Leute nach einer Oberwelt geschrien (Mythos hatte da nur Instanzen).
Es gab ein Mythos mit Content, WoW Cam, nicht funktionierender, ruckelnder und völlig die Spielgeschwindigkeit ruinierender Oberwelt, immer noch keiner Balance und deutlich weniger Leuten, die den semiclosed Betatest noch mitgemacht haben.
Aus dem Grund ist Torchlight also ein Schritt zurück (Sind ja die selben Entwickler, falls das nicht bekannt ist) zu dem Ursprung von Mythos, den die Leute noch gut fanden.
Der Erfolg gibt ihnen (und mir irgendwo *g*) recht.
Starcraft 2 hat die Wurzeln des Vorgänges übernommer und sachte weiterentwickelt. Hier funktioniert das Konzept, auch wenn manche den mangelnden Unterschied zum Vorgängen monieren.
Ich wollte gerade sagen, TL zu Diablo hat mehr Unterschiede als SCII zu SC.
Das ist aber meiner Meinung nach auch nicht der Kern. SC1 war fast perfekt. Was hätte man da ändern sollen, nur um der Änderung willen? Das hätte viel kaputt gemacht.
Man kann SC2 auch auf LAN´s spielen, aber der Aufwand dazu ist deutlich höher als beim ersten Teil. Ich bin mir auch unschlüssig wie SC2 sich im eSport durchsetzen wird oder nicht, auf lokalen LAN-Parties wird es vermutlich nur eine kleine Rolle spielen. Ich denke das ist der Preis, den Blizzard in Kauf nimmt. Vermutlich bauen sie darauf das immer mehr Leute einen Internetanschluss haben, und daher online spielen. Leute ohne Internet kucken bei SC2 komplett in die Röhre.
Blizz kommt damit auch nur gut, weil seine Produkte einfach gut sind.
Man kann von den Produkten halten was man will, sie funktionieren.
Egal ob Diablo, Starcraft oder WoW, es funktioniert!
Aus dem Grund kommen die auch mit mehr durch als viele andere. Der Name spricht noch für sich.
Allerdings mit dem eSport ist ein guter Ansatz. Wenn SC2 nicht die Aufmerksamkeit und langfristige Nutzung erreicht wie SC1, dann wird SC3 nicht mehr so gut ankommen.

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