Umfrage: Dass man die Taliban spielen kann...
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Piscatorcompos
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.....
Es ist eine unnoetige Diskussion, aber Politiker wissen immer wieder daraus Publicity zu ziehen...Vietnamesen und Nazi Deutsche kann man spielen. Also wie lange muss der Konflikt beendet sein, damit es nicht mehr als "widerwaertig" angesehen wird?
Wer dies behauptet hat eh seltsame moralische Vorstellungen, aber jeder der in der Bundeswehr taetig ist, muss eh sehr fragliche moralische Werte haben. Das bei Militaereinsaetzen unschuldige Zivilisten getoetet werden ist natuerlich nicht so schlimm wie virtuell spielbare Taliban...erstmal an die eigene Nase fassen westliches Militaer!
Die spielen mit echten Leben und regen sich ueber virtuelle auf?
Wer dies behauptet hat eh seltsame moralische Vorstellungen, aber jeder der in der Bundeswehr taetig ist, muss eh sehr fragliche moralische Werte haben. Das bei Militaereinsaetzen unschuldige Zivilisten getoetet werden ist natuerlich nicht so schlimm wie virtuell spielbare Taliban...erstmal an die eigene Nase fassen westliches Militaer!
Die spielen mit echten Leben und regen sich ueber virtuelle auf?
Du bist Terrorist
Ansich sehr fragwürdig radikal islamistische Terrorgruppen spielen zu dürfen. Schießt man hierdurch nicht den Vogel ab, wenn Amerikaner den Alkaida ermöglichen sie selbst selbst abzuknallen? - andernfalls wäre das auch nur ein Name und nunja, so wie ich das mitbekommen habe darf man mit denen keine Anschläge planen. Hierdurch wäre das nur wie in jedem anderen Kriegsspiel: Gruppe gegen Gruppe...
Und da dachte ich fast, dass man solche schon in Cod 4 spielen konnte...
Und da dachte ich fast, dass man solche schon in Cod 4 spielen konnte...
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eisbaellsche
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- Registriert: 08.06.2007 20:26
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Jetzt beteiligen wir uns noch an der PR-Maschine von EA
Eine leidige Diskussion. Genauso gut könnte man Anstoß daran nehmen, ob es ok ist, eine 2. Weltkriegspartei zu spielen. Die haben damals nun auch nicht grade miteinander Karten gespielt sondern sich mitunter Aug in Aug den Klappspaten in die Eingeweide gedrückt... Heute umarmen sich Veteranen und können nicht fassen, was sie damals in der Lage waren, zu tun.
In Battlefield 2 hätte man auch monieren können, dass reguläre "Konfliktparteien" wie USA und die arabische Welt oder die Chinesen als Kommerz-Mittel dienten. Machte doch auch keiner.
Ein Spiel wie "Risiko" oder "Schach" oder sonstwas... Niemand ist verpflichtet sich damit zu beschäftigen. Wenns keiner kauft, haben wir es morgen alle vergessen. Die Beschäftigung mit dieser "ethischen" Frage bewertet ein "Unterhaltungsprodukt" völlig über.
Mal ganz neutral betrachtet: Nicht die Welt führt einen Krieg in Afghanistan sondern realistisch betrachtet ein paar Länder bzw. Kriegsparteien. Also warum sollte die ganz Welt sich mit diesen Fragen beschäftigen...?
In Battlefield 2 hätte man auch monieren können, dass reguläre "Konfliktparteien" wie USA und die arabische Welt oder die Chinesen als Kommerz-Mittel dienten. Machte doch auch keiner.
Ein Spiel wie "Risiko" oder "Schach" oder sonstwas... Niemand ist verpflichtet sich damit zu beschäftigen. Wenns keiner kauft, haben wir es morgen alle vergessen. Die Beschäftigung mit dieser "ethischen" Frage bewertet ein "Unterhaltungsprodukt" völlig über.
Mal ganz neutral betrachtet: Nicht die Welt führt einen Krieg in Afghanistan sondern realistisch betrachtet ein paar Länder bzw. Kriegsparteien. Also warum sollte die ganz Welt sich mit diesen Fragen beschäftigen...?
- MisterFlames
- Beiträge: 889
- Registriert: 22.10.2009 17:21
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Taliban
Ist doch nur der Multiplayermodus.
Bei Counter Strike kann man auch Terroristen spielen und da regts sich (fast) niemand auf.
Außerdem lässt dieses ganze Gehabe vonwegen "Taliban in einem Spiel = Bööse" auf Unwissenheit in dem Bereich schließen. Dass die Taliban böse Dinge tut will ich nicht bestreiten. Aber ich bezweifle stark, dass sich plötzlich Spieler im echten Leben in die Luft sprengen, nur weil sie in einem Spiel die Taliban spielen können.
Bei Counter Strike kann man auch Terroristen spielen und da regts sich (fast) niemand auf.
Außerdem lässt dieses ganze Gehabe vonwegen "Taliban in einem Spiel = Bööse" auf Unwissenheit in dem Bereich schließen. Dass die Taliban böse Dinge tut will ich nicht bestreiten. Aber ich bezweifle stark, dass sich plötzlich Spieler im echten Leben in die Luft sprengen, nur weil sie in einem Spiel die Taliban spielen können.
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BombermanRules
- Beiträge: 2
- Registriert: 26.02.2009 17:46
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Unfassbar
In der Theorie ist alles so einfach - wir nehmen beim Spielen eine Metaebene ein und uns ist natürlich vollkommen klar, dass wir ein Spiel spielen, dass im besten Fall lediglich eine neutrale Simulation der Realität darstellt. Die Emotionen sind selbstverständlich außen vor. Wir sind schließlich aufgeklärt. Also sollte ich auch die Taliban im Computerspiel spielen dürfen...
Dies steht aber im krassen Gegensatz zur Intention eines Computerspiels. Ich will mich emotional aufladen, Freude empfinden und ggf. den Sieg genießen können und den Gegner "plattmachen". Würde sich eine reine Simulation - unter Ausschluss der Emotionen verkaufen? Wohl kaum. Metaebene? Lächerlich, kauf' dir ein Buch, aber mach die Playsi aus!
Wenn ich mir vorstelle, mein Bruder zockt die Taliban und lacht und freut sich "meine" Kompanie zu zerlegen, während ich real auf Patrouille bin und Angst um mein Leben und das meiner Kameraden haben muss, bekomme ich Ausschlag. So zu agieren zeugt im besten Fall von Dummheit, Unwissenheit und mangelndem Einfühlungsvermögen.
Natürlich, in einer Utopie, einer ach so aufgeklärten Gesellschaft sollte so etwas möglich sein. Bis dahin sollten wir ruhig noch deutlich machen, dass wir für die Freiheit stehen. Aber wir sollten wenigstens solange warten, bis der Konflikt beendet ist.
Dies steht aber im krassen Gegensatz zur Intention eines Computerspiels. Ich will mich emotional aufladen, Freude empfinden und ggf. den Sieg genießen können und den Gegner "plattmachen". Würde sich eine reine Simulation - unter Ausschluss der Emotionen verkaufen? Wohl kaum. Metaebene? Lächerlich, kauf' dir ein Buch, aber mach die Playsi aus!
Wenn ich mir vorstelle, mein Bruder zockt die Taliban und lacht und freut sich "meine" Kompanie zu zerlegen, während ich real auf Patrouille bin und Angst um mein Leben und das meiner Kameraden haben muss, bekomme ich Ausschlag. So zu agieren zeugt im besten Fall von Dummheit, Unwissenheit und mangelndem Einfühlungsvermögen.
Natürlich, in einer Utopie, einer ach so aufgeklärten Gesellschaft sollte so etwas möglich sein. Bis dahin sollten wir ruhig noch deutlich machen, dass wir für die Freiheit stehen. Aber wir sollten wenigstens solange warten, bis der Konflikt beendet ist.
?
Da stellt sich für mich die Frage wo der Unterschied zu allen voran gegangenen Shootern liegt. In CS spiele ich Terroristen welche versuchen Dinge in die Luft zu jagen. Mindestens genauso verwerflich. In CoD spiele ich Nazis welche für den Tod von Millionen von Menschen verantwortlich sind. Wieso ist es denn nun plötzlich so brisant die Taliban zu spielen? Wird es vielleicht weniger verwerflich sein wenn 50 Jahre vergangen sind und alle bereits Tod und besiegt in ihren Gräbern liegen? Ich finde die Kommentare einfach nur heuchlerisch (vorallem die der CS spielenden Bundeswehr angehörigen). Im Grunde das selbe wie Politiker die unsere Soldaten nach Afghanistan schicken um dort Menschen zu töten aber im gleichen Satz noch alle Killerspiele verdammen weil dort dieses Töten simuliert wird. Ich würde mich freuen wenn sich mal eine adäquate Plattform finden ließe um solche Dinge oder Personen bloß zustellen.
PS: Hm es gab ja doch schon mehr Kommentare als "Keine". Ich unterstütze also nochmal alle die meine Meinung schon vorher wiedergegeben haben
PS: Hm es gab ja doch schon mehr Kommentare als "Keine". Ich unterstütze also nochmal alle die meine Meinung schon vorher wiedergegeben haben
Zuletzt geändert von Eich am 07.09.2010 15:19, insgesamt 2-mal geändert.
Re: jo
eben, im Krieg kann man selten von Gut gegen Böse reden, auch wenn das oft propagiert wird.Sturmblut hat geschrieben:Is doch scheiß egal.. Krieg ist Krieg und genau so ekelhaft ist es einen US Soldaten zu spielen oder sonst was.
Würde das ganze Setting in den 1980igern spielen würde man wahrscheinlich als stolzer Mudschahidin die gottlosen Sowjetnazikommunisten abknallen - und kein Hahn würde danach (in den USA) krähen.
Jetzt 25 Jahre später nennt man die halt Taliban und es kommen auch amerikanische und europäische Soldaten ums Leben,und plötzlich holt man aus einer verstaubten Ecke sein Gewissen und lamentiert.
Eben diese Doppelmoral kotzt mich an,nicht die Tatsache welche Partei da man jetzt spielen kann.
Jetzt 25 Jahre später nennt man die halt Taliban und es kommen auch amerikanische und europäische Soldaten ums Leben,und plötzlich holt man aus einer verstaubten Ecke sein Gewissen und lamentiert.
Eben diese Doppelmoral kotzt mich an,nicht die Tatsache welche Partei da man jetzt spielen kann.
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Verruckt Birdman
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Wenn man ein Spiel im heutigen Afghanistan ansiedelt und einen MP bereitstellt, dann fände ich fast schon gefährlich die Taliban nicht dort auftreten zu lassen, denn dann wird ein solches Szenario auf äußerste verharmlost und wird der Situation einfach nicht gerecht. Außerdem ist bei dem Spiel der MP meiner Meinung nach sowieso nicht das aufsehenerregende, da es im MP sowieso komplett egal ist, wen man spielt (oder spielt jemand bei im MP nur Amis?).
Im SP hingegen ist das schon problematischer, da ein reales Szenario eigentlich nur als Werbeplattform für ein Spiel genutzt wird und so der Thematik nicht gerecht wird (wenn das Spiel jetzt überraschend daraus kein 08/15 Shooter macht, sondern kritisch auf bestimmt Sachverhalte blickt, wäre das was anderes). Hätte man jetzt Bananistan also Schauplatz genommen mit den Bananischen Terroristen, hätte man halt keine Publicity bekommen. Das heißt nicht, dass das Spiel schlecht wird, aber das Szenario wird mir irgendwie zu sehr auf die leichte Schulter genommen.
Aber dieses Rumgehacke auf dem MP ist wirklich typisch amerikanisch. Taliban im SP abknallen ist in Ordnung, von ihnen im MP abgeknallt zu werden ist widerwärtig und menschenverachtend....
Im SP hingegen ist das schon problematischer, da ein reales Szenario eigentlich nur als Werbeplattform für ein Spiel genutzt wird und so der Thematik nicht gerecht wird (wenn das Spiel jetzt überraschend daraus kein 08/15 Shooter macht, sondern kritisch auf bestimmt Sachverhalte blickt, wäre das was anderes). Hätte man jetzt Bananistan also Schauplatz genommen mit den Bananischen Terroristen, hätte man halt keine Publicity bekommen. Das heißt nicht, dass das Spiel schlecht wird, aber das Szenario wird mir irgendwie zu sehr auf die leichte Schulter genommen.
Aber dieses Rumgehacke auf dem MP ist wirklich typisch amerikanisch. Taliban im SP abknallen ist in Ordnung, von ihnen im MP abgeknallt zu werden ist widerwärtig und menschenverachtend....
Ich finde es mehr als grenzwertig.
Wieso sollte man die Taliban spielen WOLLEN? Haben sie irgend etwas, dem es nachzueifern gilt? Irgend etwas von Wert? Irgend etwas, das man NICHT verurteilen müsste? Zwar ist es "nur" ein Spiel, aber wenn man reale Fraktionen aus dem "richtigen" Leben spielt (und das geht hier schon weiter als Räuber und Gendarme) dann muss man sich doch auch fragen, was man da spielt - und wieso. Ich hätte jedenfalls keinen Spaß daran - aber ich bin auch jemand, der immer noch entsetzt ist, wenn er von Selbstmordanschlägen oder Bombenattentaten hört.
Was mir aber wirklich Bauchschmerzen bereitet ist, dass sich das die Taliban vielleicht ebensowenig gefallen lassen werden wie seinerzeit die in meinen Augen VÖLLIG harmlosen Mohammed-Karikaturen (man google sie einfach nach, die waren in keinster Weise beleidigend).
Es würde mich demnach gar nicht wundern, wenn irgendwann irgendwo ein Gebäude von EA oder DICE in die Luft fliegt. Dann sind sie aber auch selbst schuld - dumm nur, dass diese selten dämliche Entscheidung wohl mal wieder nur von einer noch etwas dämlicheren Person getroffen wurde und - mal wieder - unzählige andere dadurch verunglimpft oder schlimmeres werden.
Ich freue mich schon auf die Berichterstattung in den öffentlich rechtlichen... jetzt sind wir also nicht nur Amokläufer sondern auch Terroristen. Juhu!
Wieso sollte man die Taliban spielen WOLLEN? Haben sie irgend etwas, dem es nachzueifern gilt? Irgend etwas von Wert? Irgend etwas, das man NICHT verurteilen müsste? Zwar ist es "nur" ein Spiel, aber wenn man reale Fraktionen aus dem "richtigen" Leben spielt (und das geht hier schon weiter als Räuber und Gendarme) dann muss man sich doch auch fragen, was man da spielt - und wieso. Ich hätte jedenfalls keinen Spaß daran - aber ich bin auch jemand, der immer noch entsetzt ist, wenn er von Selbstmordanschlägen oder Bombenattentaten hört.
Was mir aber wirklich Bauchschmerzen bereitet ist, dass sich das die Taliban vielleicht ebensowenig gefallen lassen werden wie seinerzeit die in meinen Augen VÖLLIG harmlosen Mohammed-Karikaturen (man google sie einfach nach, die waren in keinster Weise beleidigend).
Es würde mich demnach gar nicht wundern, wenn irgendwann irgendwo ein Gebäude von EA oder DICE in die Luft fliegt. Dann sind sie aber auch selbst schuld - dumm nur, dass diese selten dämliche Entscheidung wohl mal wieder nur von einer noch etwas dämlicheren Person getroffen wurde und - mal wieder - unzählige andere dadurch verunglimpft oder schlimmeres werden.
Ich freue mich schon auf die Berichterstattung in den öffentlich rechtlichen... jetzt sind wir also nicht nur Amokläufer sondern auch Terroristen. Juhu!
Re: Wehrmacht ja, Taliban nein?
BStramke hat geschrieben:Wehrmacht ja, Taliban nein?
Mir sind die Taliban da lieber...
Mir auch, gerade die Verstümmelungen von Frauen habens mir angetan.
Finde ich konsequent und richtig. Wie irgendein (vom wem ist MOH doch gleich?)-Sprecher sehr richtig gesagt hat: wenn Filme wie The Hurt Locker oder gar Black Hawk Down von allen Seiten angepriesen werden und im Gegenzug Spiele auf's schaerfte verurteilt werden. Ist das reine Heuchlerei.
Ein Spiel kann nicht weniger effektiv eine Botschaft vermitteln als ein Film (ob das nun beim aktuellen MoH Werk der Fall ist, ist eine andere Frage). Und die Taliban im MP spielbar zu machen, ist nur konsequent.
Irgendeine Seite (google!) hat mal Kommentare von amerikanischen Soldaten gesammelt. Dem Grossteil war das sowas von egal. Die die gross am rummeckern sind sind eh nur diejenigen, die den Krieg nur auf Monitoren und in Statistiken beobachten.
Ein Spiel kann nicht weniger effektiv eine Botschaft vermitteln als ein Film (ob das nun beim aktuellen MoH Werk der Fall ist, ist eine andere Frage). Und die Taliban im MP spielbar zu machen, ist nur konsequent.
Irgendeine Seite (google!) hat mal Kommentare von amerikanischen Soldaten gesammelt. Dem Grossteil war das sowas von egal. Die die gross am rummeckern sind sind eh nur diejenigen, die den Krieg nur auf Monitoren und in Statistiken beobachten.
Ja, es ist viel besser einen amerikanischen Soldaten zu spielen, dessen Land nur gutes getan hat und vor allem nie zu unrecht Krieg führt. Wir wissen ja alle, dass amerikanische Soldaten nie unrechtes tun und all ihre Gefangenen gut behandeln und auf unbewaffnete schießen sie natürlich auch nicht und....A.Hopper hat geschrieben:Ich finde es mehr als grenzwertig.
Wieso sollte man die Taliban spielen WOLLEN? Haben sie irgend etwas, dem es nachzueifern gilt? Irgend etwas von Wert?
bla bla bla


